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Zwischenmenschlicher Totalversager? Es ist was es ist – Ghosting: Auf der Suche nach der Macht in der Ohnmacht

Ich habe keine harte Schale.

Das hatte ich nie.

Ich bin ich.

Roh und sehr oft ungeschützt.

Verletzlich mit einem Hang mich viel zu schnell Menschen anzuvertrauen, Vertrauen zu fassen, in die Tiefe zu gehen.

Ich halte nichts davon, Menschen etwas vorzumachen – entweder man mag mich genau so wie ich bin, mit all‘ meinen Macken und Makeln – oder eben nicht.

„Oder eben nicht“ – wenn es doch nur so einfach wäre!

„Oder eben nicht“

Und das, genau das, schreibe ich jetzt gerade einfach nur so daher.

Denn ein Mensch ohne schützende Schale, Mauer oder Hülle um sich herum kann mit jenem „oder eben nicht“ nicht umgehen.

Sensible Menschen schmerzt der Gedanke, dass Andere uns nicht leiden, uns nicht sympathisch finden können so sehr, dass es nahezu körperlich schädigende Ausmaße annimmt.

Ja, ich war schon immer so.

Diejenige, die von Menschen – von Mitschülern – ausgenutzt wurde!
Gehänselt und klein gemacht.

Die, mit der man eben alles machen – sich alles erlauben – konnte.

Das tut weh, das schädigt dauerhaft, das prägt für’s Leben.

Sich aus jenen (eigenen!) Fängen zu befreien ist schwer.
(Aber nicht unmöglich!)

Vielleicht sogar in der Tat eine Lebensaufgabe.

Nun, ich kann nicht ändern, dass Menschen (vermeintlich) mit mir machen, was sie möchten.

Aber ich kann versuchen, mich zu schützen und an eigener Stärke zu gewinnen.

„Es ist was es ist“

Neulich erst las ich auf Instagram den folgenden Spruch, ich erlaube mir hier ihn zu zitieren:

„Es ist was es ist weil ich nichts daran ändern kann, sagt das Loslassen“

verbunden mit der Anmerkung

„Es ist was es ist und es wird immer sein, was es war.
Ohne, dass wir irgendetwas dagegen tun können.
In vermeintlicher Ohnmacht Macht zu finden, das ist Freiheit“

(gefunden auf dem Instagram-Account the.gnani)

Nun, was gäbe ich darum, endlich Freiheit und Macht (das ist ein starkes Wort, eigentlich ZU stark)  zu finden!

In jener Ohnmacht, welche mich hin und wieder in zwischenmenschlichen Beziehungen heimsucht.

Noch arbeite ich daran, doch ist es mein festes Ziel.

Um wieder zu mir zu finden, um neues Vertrauen fassen zu können, um Selbstwertgefühl leben zu können!

Ja, ich kann das Handeln einzelner Menschen nicht steuern und beeinflussen.

Ebenso wenig wie ich Menschen, die ohne jegliche Erklärung dem Anschein nach nichts mehr mit mir zu tun haben möchten, umstimmen und zu Antworten bewegen kann.

Ich kann eigene Fehler eingestehen, das kann ich!

Kann mich entschuldigen.
Mehr aber manchmal nicht.

Wenn Menschen „verschwinden“

Menschen ignorieren andere in den unterschiedlichsten Lebensphasen und Situationen.

Und auch in den verschiedensten zwischenmenschlichen Konstellationen!!! (Nicht nur beim Dating!)

Das war schon immer so, nur gibt es heute dafür ein Modewort.

Wer „ghosten“ (es ist ein Scheiß-Begriff aber eben sehr geläufig!) möchte, der tut dies.

Der Gegenpart bleibt mit jenem hilflosen Gefühl der Ohnmacht zurück.

Ohnmacht – es ist ein Schmerz irgendwo in dem, was wir Seele nennen – und um ehrlich zu sein würde mir selbst kein treffenderer Begriff einfallen.

Ghosten Menschen, so bleibt ein Gefühl der Verzweiflung zurück.

Als wäre die Luft um uns herum urplötzlich dünner geworden.

Ich kenne es, es ist mir passiert.

In Momenten, in welchen ich jene Aussichtslosigkeit realisierte, fühlte ich mich so unfassbar klein und gekränkt, dass es weh tat.

Körperlich schwach. Gelähmt.

Immer wieder musste ich mich hinsetzen und um Fassung ringen – ohne auch nur irgendetwas tun zu können.
Fragen überschlugen sich, Fragen und auch Sorgen um die andere Person (!), auf die es niemals eine Antwort geben wird.

Denn dem Gespräch, der Aufklärung wird sich – aus welchen Gründen auch immer – entzogen.

Zurück bleibt ein Mensch, der die Welt nicht mehr wirklich versteht und alles gänzlich mit sich alleine ausmachen muss.
(aber auch das geht…)

An das Gute in uns (und Anderen!!!) glauben

Unweigerlich sucht man den Fehler einzig und allein bei sich.
Und nach und nach schwinden Selbstliebe und Selbstvertrauen.

Ohnmacht macht sich breit.

Das möchte ich so für mich nicht haben!

Das sollte kein Mensch für sich so hinnehmen, denn genau in solchen Momenten gilt es einzig und allein sich selbst zu schützen!

Und – so sehr es schmerzt – keinen weiteren Kontakt zu suchen.
Und ich gebe zu, genau DAS ist der härteste Part.
Die Hoffnung gehen zu lassen. (Ich schreibe bewusst nicht „aufzugeben“ – denn es ist kein Kampf)
Und nicht mehr in der Verzweiflung mit Nachrichten (oder steten Entschuldigungen) zu bombardieren.

Es gilt, sich mit der Situation zu versöhnen – und weiterhin an das Gute im (anderen) Menschen zu glauben!

Darauf zu vertrauen, dass es Gründe gibt, die nichts mit der eigenen Persönlichkeit zu tun haben!

Gründe, die wir nicht verstehen  – die aber nicht uns als Menschen abwerten und niedermachen möchten.

(kurzer reminder: Die Person findet Dich scheiße oder ärgert sich über Dich und etwas, das Du getan hast ist nur EINE von unzähligen Optionen!
Vielleicht existiert die sogar nur in unserem Kopf.
Wir wissen – ohne „Lebenszeichen“ – schlichtweg NICHT, was in und bei der jeweiligen Gegenseite los ist!)

Und selbst wenn es nicht so ist, und wir tatsächlich „schuld“ sind, so ist es wohl durchaus heilsam lieber an jene andere Variante zu glauben, oder? ;)

Ist es nicht besser, in einer vermeintlich ausweglosen und hoffnungslosen Situation Frieden zu finden?
Endlich loszulassen – und weiterhin zuversichtlich zu bleiben, an sich zu glauben?
UND an das Gute im Anderen?

DAS ist wahre Stärke. (still in progress ;) )

Verzeihen und Frieden finden

Das ist „Macht“ und nur das macht uns frei!

Freiheit bedeutet also auch hinnehmen, versöhnen, verzeihen (!!!) und (leben) lassen!

Von Menschen, von Wünschen, von Vorstellungen, Visionen, Idealen und Freundschaften.

Akzeptieren, dass „es ist was es ist
(und das hilft auch in anderen Situationen! Nicht nur zwischenmenschlich ;) ) 

Nun, ich hoffe, dass mir dies gelingt. Für mich. Für mein Seelenheil. Und für meine Kinder, für meine Familie!

Ich habe eine ganz wunderbare Familie und meinen Mann seit 22 Jahren an meiner Seite!

Für die muss ich wieder stark sein können!
Ich möchte ICH sein, ein glückliches und zufriedenes (das bin ich aber bereits :) ) ICH!

Es ist was es ist – und ich versuche loszulassen, mache mich frei!

Eure 

Alex

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Das ist immer eine schwierige Situation – vor allem wenn sie so plötzlich und unerwartet kommt.
    Ich denke, dass der Schlüssel dabei wirklich in der Vergebung liegt. Echte Vergebung ist ja nicht an Bedingungen (zB eine gute Erklärung) geknüpft…
    Ich habe mir dazu vor einer Weile mal Gedanken gemacht (den Link hinterherlege ich, falls Interesse, hinter meinem Namen). Denn bedingungslose Vergebung macht wirklich frei??

    Viele Grüße
    Annalena von InnenAussenOben.de

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