Unser Familienleben steht auf dem Kopf.
Alles ist durcheinander gewirbelt und wir werden ordentlich auf die Probe gestellt.
Das ist jetzt so und da gibt es auch nichts zu beschönigen. 😉
Seit zwei Wochen ist nichts mehr wie es war – und wir alle Fünf müssen uns finden und in einem neuen – aktuell sehr herausfordernden – Alltag arrangieren.
Das hatten wir so geahnt – und dann doch wiederum nicht.
Denn ich möchte hier ganz ehrlich sein – in diesen Tagen finde ich mich ziemlich ernüchtert im wahrsten Sinne auf dem Boden der Tatsachen wieder.
Die Welpen-Zeit wird ja oftmals romantisiert. Durchaus erleben wir hier entzückende, wärmende und auch lustige Momente und haben dieses verrückte Wesen in Fell ganz dolle lieb!
Aber auch ist unser Familienleben nunmehr so arg durcheinander gemischt. Und das bringt nun einmal auch Konflikte mit sich.
Wir sind Fünf. Ein jeder sucht jetzt seinen Platz und seine Rolle – oder fühlt sich auch mal alleine, verzweifelt oder gar im Stich gelassen.
Alle Hände voll zu tun
Gerade die große Tochter und ich haben alle Hände voll zu tun mit unserer kleinen Hündin. Und ich fühle mich wahrlich in die Anfangszeit mit dem ersten Kind zurückversetzt.
Ich fühle mich teils ratlos und verzweifelt, bin dauer-angespannt und in “Hab-Acht-Stellung”, esse kaum und weine hin und wieder ein bisschen.
(Es heißt “Welpen-Blues habe ich gelesen und ist tatsächlich ein Thema!)
Vielleicht weil das alles gerade so neu ist und so überwältigend und fordernd sein kann. Weil wir vom Bild in unserem Kopf noch so weit entfernt sind!
(Ich sollte mich von diesem Ideal verabschieden.)
Ich beobachte, wie aufopferungsvoll sich die Tochter kümmert und auf Freizeit und Jugend verzichtet – und fühle selbst diese Erschöpfung und Macht der Verantwortung, welche mein Kind nun einholt.
An Vormittagen übernehme ich und sorge dafür, dass eine übermüdete Fellnase in den Schlaf und in die Ruhe findet. Oder ich gucke, dass Lösezeiten und Futterzeiten eingehalten werden, beschäftige und kümmere mich – und kann in diesen Stunden im Grunde kaum Anderes machen und erledigen.
Doch gibt es zum Glück diese vielen schönen Momente, die durch den Tag bringen und immer wieder motivieren, zuversichtlich auf diesen neuen Lebensabschnitt zu blicken!
Angekommen – und doch verloren 😉
Wenn ich das Schnauben zu meinen Füßen höre und die Wärme des kleinen Körpers spüre oder selbst zur Ruhe gezwungen werde und alles stehen und liegen lassen muss, um durch weiches Fell zu streicheln, dann sind das besondere und erfüllende Momente!!!
Wir lachen gemeinsam über aberwitzige Anblicke und Situationen – und genießen jede liebende Begrüßung.
Wir fühlen uns im einen Moment in diesem neuen Konstrukt angekommen – und im anderen wieder verloren.
Und wir glauben die Dinge im Griff zu haben, um nur Stunden später wieder alles in Frage zu stellen!
Wir diskutieren untereinander – und zetern ob Herangehensweisen.
(Bei fünf Menschen ist es auch verdammt schwer, dass alle auf einer Linie sind!)
Wir motzen und heulen und – wie neulich eine liebe Freundin erst schrieb – diese Zeit ist irgendwie ein bisschen verrückt-katastrophal.
Sie ist ein wilder Ritt! Und gerade abends haben wir einen verwandelten, übermüdeten, bellenden und schnappenden Gremlin im Haus, den es gilt zur Ruhe zu begleiten – und das ist nicht immer lustig.
Gleichermaßen erleben wir hier auch jetzt schon eine bereichernde Reise!
Auch wenn wir uns hin und wieder schon jetzt dieses “Besser-werden” nach der Welpen-Zeit herbeisehnen.
Doch genug der Worte!
Hier die Bilder vom Wochenende, an dem ich froh war, die ein oder andere Auszeit für mich haben zu können! 😉
Kommt gut in die neue Woche!
(Wie immer – mehr wibs gib’s bei grossekoepfe)
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