Das Kita-Entwicklungsgespräch – wichtiger Austausch & halb so wild

14+

Fast kann ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
Es ist beinahe schon ein ganz kleines Gefühl der Genugtuung.
Eine beruhigende Bestätigung.
Als ob das kleine garstige Männchen auf der Schulter und in meinem Ohr (NEIN! Sie hört keine Stimmen!!!) sich gerade gleichzeitig hämisch lachend auf die Schenkel klopft und ins knubbelige Fäustchen prustet.

„Haha! Sie-macht-es-dort-ganz-genau-so!“

schreit es mir in’s Ohr und kann sich dabei vor Lachen kaum noch halten.
Und innerlich ob dieser neuen Gewissheit aufatmend, lehne ich mich entspannt im Stuhl zurück.

Es ist Entwicklungs-Gespräch in der Kita.

Mit mir im Raum befinden sich zwei junge Erzieherinnen, jede Menge Gummibärchen, Wasser, Kekse – und eben ich.

Und was mir vor einigen Jahren noch Magenschmerzen bereitet hätte, lässt mich nun gelassen mit gleichgesinnten Menschen austauschen! Denn so sehe ich mittlerweile ein derartiges Gespräch!

Als Austausch! mehr „Das Kita-Entwicklungsgespräch – wichtiger Austausch & halb so wild“

Wenn die Schulzeit zum Albtraum wird

19+

„Da bin ich so froh, dass wir mit Dir damals überhaupt keine Probleme hatten“.

Ich war in der Heimatstadt und hatte nach einem Termin in Zusammenhang mit diesem Blog spontan die eigenen Eltern besucht, um für einige Minuten auf einen Tee und kurzen Plausch zu verweilen.
Bis ich wieder weiter ziehen und die Kinder von Kita und Schule abholen musste.
Gesprächsinhalt in der relativ knappen Zeit war unter Anderem auch das Thema „Mobbing während der Schulzeit“.

Und beinahe hätte ich mich am heißen Tee verschluckt, als ich die zuvor gesagten Worte aus dem Mund des eigenen Vaters hörte und nach einer kurzen Weile schließlich verarbeitete.

Da saß ich also vor einigen Wochen in der Küche meiner Eltern und alles an das sie sich erinnern konnten, war eine ruhige und nicht weiter erwähnenswerte Schulzeit der großen Tochter.
Alles „normal“ und nicht der Rede wert.
Und in diesem Moment bleib ich diejenige, die einfach nur ruhig da saß und sich nix anmerken ließ.

Ungefähr so musste es wohl auch damals gewesen sein.
Denn was meine Schulzeit und insbesondere die Jahre als pubertierender Teenager betrifft, scheinen sich Geister zu scheiden – und Erinnerungen ein klein wenig verzerrt zu sein.
Doch kann ich den eigenen Eltern überhaupt nix vorwerfen.

Ich glaube, ich war seinerzeit wirklich nicht in der Lage zu reden.
Darüber, was in mir vorging und wie es der eigenen Seele ging.
Ich schwieg und ließ Jahre verstreichen.

Doch möchte ich dies heute, fünfundzwanzig Jahre später, gerne ein klein wenig nachholen.
Weil es mir aktuell ein besonderes Bedürfnis ist.

Denn Fakt ist:

Meine Schulzeit war der Horror! mehr „Wenn die Schulzeit zum Albtraum wird“

Ohnezahn’s favourite: Zahnloses Ungeheuer Essen

8+

Es sieht wirklich furchtbar eklig aus! Nach dem Verrühren. 
Und somit hätte sich mein „Rezept“ an dieser Stelle nun auch schon wieder erledigt! 😉
Denn wer möchte etwas ausprobieren und dem kostbaren Nachwuchs vor die Nase setzen, das im Endergebnis – nachdem eben jener hungrig Hand angelegt hat – aussieht wie Noro-Virus im feinsten Porzellan?

Wen interessiert ein Rezept, welches im Teller nach hingebungsvollem Rühren fern jeglicher Insta-tauglichen kulinarischen Köstlichkeiten ist – und den Begriff „Food-Porn“ in die dunkelste und schmierigste (!) Schmuddel-Ecke befördert?

Mich!
Mich interessiert dieses – zugegebenermaßen herrlich einfache – Rezept!

Weil es das ultimative Lieblingsessen meines mittleren Kindes ist!
Welches sie sich heute zum abertausendsten Mal gewünscht hatte!
Weil der Anlass gerade wieder regelrecht danach schreit!

Heute muss wieder „zahnloses Ungeheuer-Essen“ gekocht werden! mehr „Ohnezahn’s favourite: Zahnloses Ungeheuer Essen“

Müde – Warum ich das Schlafen erst wieder lernen muss

27+

Kann man als Mutter so müde sein, dass man heulen möchte? Ja, kann man!

Müdigkeit schmerzt nicht, sie tut nicht richtig weh.
Aber sie macht fertig, lässt eine Mutter in einem Zustand der puren Verzweiflung zurück.
Wenn alle Versuche scheitern, gegen eben diesen Zustand der dauernden Erschöpfung, dieses bleierne Gefühl und das Empfinden der steten Benebelung im Kopf, anzukämpfen.
Wenn Augen brennen und schmerzen und die Falten zwischen den Brauen Krater-tief im Spiegelbild aufblitzen.

Und ja, in diesem Moment wünschte ich mir eine unverzügliche Botox-Injektion!
Einfach nur, um auch mal wieder (künstlich) entspannt aus den trüben Äuglein gucken zu können.

Ohne Spannungs-Kopfschmerzen. mehr „Müde – Warum ich das Schlafen erst wieder lernen muss“

Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag

9+

Heute ist also Weltfrauentag.
Und warum fühle ich mich ausgerechnet heute wie ein begossener Pudel mitten im strömenden Regen? 😉
Weil ich es nun einmal bin, die – Emanzipation hin oder her – die Kinder von Schule und Kita abholt. Im Starkregen.
Und zwar von Herzen gerne!
MIT Kuschel-Einhorn unter’m Arm und einer kleinsten Tochter, die sich währenddessen trotzig im höchst konzentrierten Schlammpfützen-Diving übt!

Aber Hey! Das hab‘ ich ja wohl heute im Griff!
Denn heute – und zwar nur heute – hab‘ ich das Sagen. Oder so ähnlich.
Und da anscheinend zu diesem Tag wohl jeder seinen Senf dazu geben muss, möchte ich das an dieser Stelle nicht missen! 😉
Geflutet und benebelt von bahnbrechenden Weisheiten und kraftspendenden Mutmachern, von Mucki-Emojis und Herzen.
Von Blumensträußen und Gratulationen zum weiblichen Geschlecht! Auf allen möglichen Kanälen.

Das nervt! Und nimmt einem solchen Tag schon wieder das Besondere. Lenkt vom eigentlichen Sinn ab. mehr „Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag“

Nur ein Tag – Gedanken zum 40. Geburtstag

13+

Es hätte besser laufen können. Gestern.
Fröhlicher hätte ich sein können.
Etwas weniger müde und geschlaucht, ohne dieses ausgelaugte, bleierne Gefühl, welches mich ausgerechnet an diesem Tag lähmen sollte! Strahlender hätte ich sein sollen und im großen Stil feiern. Nicht ganz ruhig, still und heimlich.
Schließlich gehört sich dies so für einen runden Geburtstag, oder etwa nicht?
Doch wollte ich es ja genau so haben, arbeitete ein klitzekleines bisschen auch bewusst darauf hin, dass ich hier einfach nur von einem (ziemlich gewöhnlichen) Tag von vielen schreiben kann! 😉

Ich hatte mich gegen die große Sause entschieden.

Aus mehreren Gründen. mehr „Nur ein Tag – Gedanken zum 40. Geburtstag“

Wenn Mut und Stärke keine Frage des Alters sind – Sweatjacken mit Printfutter von Fabata

25+

*Werbung. Aufgeregt streifte sie durch die Reihen. Folgte der jungen, hübschen Verkäuferin an zahlreichen Kleiderständern und dekorativ ausgelegten Pullover-Stapeln vorbei. Dabei schien sie ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Fest entschlossen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, lief mein kleinstes Kind festen Schrittes durch das große Bekleidungsgeschäft.
Einen Einhorn-Pullover wolle sie haben, so verkündete mein kleines Mädchen ganz stolz der netten Verkäuferin gegenüber.

Die Verkäuferin, welche sie mutig und ganz selbstbewusst alleine ansprach. Ganz eigenständig wollte mein „Baby“ einen Pullover für sich organisieren.

Und dies gelang ihr auch mit Erfolg!
Doch damit sollte es nicht getan sein. Völlig selbständig und selbstverständlich sollte nun der erbeutete Pullover anprobiert werden!
In der Umkleidekabine. OHNE Mama, denn ich musste draußen warten.
Und da stand es nun, mein kleines Mädchen.
Drehte und wendete sich und musterte sich kritisch im Spiegel.

Und während ich mein Kind so beobachtete, überkam mich ein sonderbares Gefühl.
Es schlich sich so an, ganz heimlich, und ließ mich kurz innehalten.

Ich fühlte mich, als hätte ich meine Kinder jahrelang um ein Erlebnis betrogen. mehr „Wenn Mut und Stärke keine Frage des Alters sind – Sweatjacken mit Printfutter von Fabata“

„Alle lieben Juli“ – Ist ein Hamster das richtige Haustier für Kinder?

13+

(Für “Noni“) Er hat wunderschöne dunkle Augen. Sanft und geduldig blickt er mich an, lauscht mir aufmerksam und widerspricht nie.
Nicht eine Sekunde wendet er den Blick von mir ab!
Ich bin nahezu betört von so viel Aufmerksamkeit und Zuneigung und fühle mich in vollem Maße zu ihm hingezogen. Kann gar nicht anders.
Ja, wir treffen uns täglich. Meine heimliche Liebe und ich. Denn Nachts, wenn alle schlafen, dann ist unsere gemeinsame Zeit.

Ach, würde er nur mit mir reden.
Denn wenngleich ich einen solch aufmerksamen Zuhörer zutiefst achte, schätze und bewundere, so wäre ein klein wenig Kooperation in Dialogform wünschenswert. Aber ehrlich jetzt! Doch leider zeigt er sich hartnäckig und stur. Strikt konsequent.

Niiie sagt er, was er von mir wirklich denkt. Ob er mich mag, meine Zuneigung teilt oder mich gar verachtet. Ich kann es nur erahnen.
Zumindest aber weiß ich, wie ich ihn um den Finger wickeln und auf die eigene Hand locken kann!
Nicht aber mit Heels, Spitze oder gar meinem (nicht vorhandenen) entzückenden Augenaufschlag!
Nein, in diesem Fall reicht das Joghurt-überzogene Leckerli 😉

Und mit einem Seufzer ziehe ich die Mini-Trinkflasche aus dem mühsam schief und schepp selbst zusammengeschusterten Nager-Käfig.

Aus „Juli’s“ Käfig. mehr „„Alle lieben Juli“ – Ist ein Hamster das richtige Haustier für Kinder?“

Prinzessin Emmy kommt in’s Kino! *Verlosung von Kinotickets!*

11+

*Werbung. Es war damals der erste richtige Film, den er sehen durfte.
Und ganz ehrlich? Den ersten gemeinsam geschauten Film, das allererste Mal, dass Du Dein Kind dabei beobachten kannst, wie es verzaubert in die Welt der lebhaft bebilderten Geschichten eintaucht, vergisst Du nicht so schnell.

Ich erinnere mich daran, wie ich in spannenden Szenen seine Hand halten und das kleine Locken-Köpfchen kraulen durfte.
Wie er mit weit aufgerissenen Augen gefesselt und begeistert zu Hause vorm Fernseher saß.
Es war mir sehr wichtig, mein Kind bei seinem ersten Film zu begleiten und zwar konzentriert von der ersten bis zur letzten Minute.
Um im Zweifel die Aktion auch abzubrechen, falls es doch zu viel wird.

Nun, es wurde nie zu viel und „Lauras Stern“ wuchs uns schnell an’s Herz!
Denn das Kind einfach wahllos vor irgendwelchen Quatsch setzen und noch nicht einmal dabei sein?
Das war für mich keine Option.

Für den ersten „richtigen“ Film wählte ich etwas ganz Besonderes, etwas Vernünftiges und Wertvolles – und sollte es nie bereuen.
Wer erinnert sich beispielsweise nicht allein an den einprägsamen und unverkennbaren Soundtrack, die Musik von Hans Zimmer?

Ich weiß nicht, wie oft mein Sohn in den darauffolgenden Monaten den Film gesehen hatte.
Später freilich dann auch nicht mehr mit mir an seiner Seite.
Aber ich weiß, dass wir den gelben Plüsch-Stern mit dem Plüsch-Pflaster an der Zacke, welchen wir unvermeidlicherweise anschaffen mussten, noch heute besitzen.
Auch der zweite Teil stand im Hause L. hoch im Kurs und beide Filme werden heute noch liebend gerne von meiner Kleinsten gesehen.

Denn wenn Piet de Rycker Filme macht, dann kommt mit Garantie etwas Wunderbares und Wertvolles dabei heraus!
Hochwertiges Kinderfernsehen und nicht der übliche Quatsch welcher tagaus, tagein auf sämtlichen verfügbaren Kinderkanälen zu sehen ist.

Prinzessin Emmy kommt in die Kinos!

mehr „Prinzessin Emmy kommt in’s Kino! *Verlosung von Kinotickets!*“

Der Frühling ist da! Oder warum Mütter zu nix kommen ;)

33+

Samstag-Nachmittag, 15.30 Uhr. Nach einem viel zu späten Mittagessen.

Sorgfältig kratze ich die von der Kleinsten akribisch aussortierten Reste des Flammkuchens (in diesem Fall Speck und sämtliche auffindbaren Zwiebeln) in den Bio-Mülleimer, als es eben selbiger endlich dämmert!

Nix ahnend und in einer naiven Gutgläubigkeit befindlich lächele ich nun triumphierend vor mich hin!
Es ist der Kleinsten endlich aufgefallen, dass der Frühling da ist – und sei es nur für ein kurzes Gastspiel!

Sonnenstrahlen scheinen durch die trüben und von kleinen Kinderhänden verschmierten Fenster und lassen Staubkörnchen in der Luft tanzen!
Sonnenstrahlen! Wie herrlich!

Die Sonnenstrahlen jedenfalls, welche mein Kind jedoch in den Stunden zuvor vehement ignorierte und stattdessen höchst konzentriert Model-Skizzen mittels Buntstift und Stickern verzierte. Nur in meinem Beisein versteht sich! 😉

Die Sonnenstrahlen, die ihr auch in dem Moment egal waren, als sie mich (!) nötigte, auf allen vieren im engen Kinderzimmer
(zur Erinnerung: Es war einmal als kleines Büro angedacht) herumzurutschen.
Und dabei Playmobil-Feen wild gewordene Einhörner und Phönixe einfangen zu lassen.

Die Sonnenstrahlen, welche ich wiederum ob der ganzen „Wochenende-der-Frühling-ist-endlich-da-wir-weihen-alle-fröhlich-summend-den-Garten-ein“ Posts auf Instagram nur schwerlich ignorieren konnte!

Endlich also wollte auch mein Kind draußen spielen!

mehr „Der Frühling ist da! Oder warum Mütter zu nix kommen ;)“