Irgendwie zum Kotzen – Unser (Kranken-) Wochenende in Bildern 18./19.01.

Unsere Couch ist cremefarben und aus feinstem Cord.
Und sie ist alt, sehr alt.
Damals gefiel sie mir unendlich gut, heute nicht mehr allzu sehr.
Ich hätte gerne eine Neuere.
Eine Moderne!

Mit weniger Wasserrändern und dunklen Jeans-und Schmodder-Verfärbungen.
Weniger verranzt und abgesessen.
Ohne Platt-gedrückte Kissenfüllungen und vielen, vielen Jahren auf dem Buckel!

Eine Couch voller Erinnerungen

Doch es ist auch die Couch, die Erinnerungen schuf.

Erinnerungen, welche an ihr haften und selbst mit jedem einzelne Waschgang nicht ablösbar scheinen.

Es ist die Couch, welche wir als junges Paar damals in der Altbauwohnung aufgeregt bestellten – und auch die Couch, auf welcher ich das erste Mal im Leben kleinste Fäustchen und Füsschen unterhalb der eigenen Bauchdecke rollen sehen durfte!

Es ist die Couch, auf welcher ich mit Wehen ausharrte und auf den geeigneten Zeitpunkt für die Krankenhaus-Fahrt wartete – und die Couch, welche ich umzingelte, als sitzen und liegen nunmehr nicht mehr möglich war!

Und es ist die Couch, auf welcher ich viele, viele Stunden stillend verbrachte und winzige, wohl-duftende Körper auf dem Meinen liegen hatte!

Und jetzt gerade? Ist sie Krankenlager

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4+

Ich war beschäftigt – Vom Alltag, der doch keiner ist

Mittwoch.
„473 Personen, denen „Mama steht Kopf“ gefällt, haben seit einiger Zeit nix von Dir gehört. Poste einen Beitrag.“ 

Genau so mahnt mich Facebook.
Heute! Ausgerechnet heute!

Es ist also heute so, dass nicht nur drei verquere und zu einem Drittel äußerst lädierte und kranke Menschen-Kindlein mich brauchen, sondern hunderte von Menschen!
(Natürlich weiß ich, dass es nicht wirklich so ist)

Und so gerne hätte ich hier die letzten Tage mal wieder meinen ganz eigenen Senf in die Tastatur gekloppt, denn das ist eigentlich das, wofür ich brenne und was ich von Herzen unendlich gern tue!
Ich möchte, will und muss teilweise sogar schreiben!
Für mich, für Euch, für den Weltfrieden (Na gut vielleicht nicht unbedingt das) – aber definitiv für mein Seelenheil!

Genau so wie ich eigentlich tagtäglich für den eigenen Seelenfrieden den Crosstrainer besteigen müsste (wer denkt jetzt „den Mann?“ 😉 ) oder um den See hecheln sollte (und für die strammen Schenkel – ich tu’s schon wieder – vielleicht auch!)

Doch wisst Ihr was?
Ich kam nicht dazu, die Dinge zu tun, die mir gut tun!
Mit fatalen Folgen – doch dazu gleich.

Denn ich war die letzten Tage einfach zu beschäftigt!

Ich war beschäftigt mit dem, was sich Alltag nennt – und dann doch wieder nicht!

Weil man mit Kindern nie planen kann und alles anders kommt als Frau noch am letzten Ferien-Sonntag denkt. mehr „Ich war beschäftigt – Vom Alltag, der doch keiner ist“

5+

Wieder zu Hause & kurz vor der Apokalypse – Unser Wochenende in Bildern 11./12.01.

Beim Blick in den Handy-Kalender muss ich schlucken.
Am Sonntag ist bereits wieder Torwart-Training für den Sohn.
Montag stehen gleich zwei Arzt-Termine an, darunter meine Krebsvorsorge beim Gynäkologen.

Und in Anbetracht der Tatsache, dass Montag eben der allererste Tag nach den Ferien ist, rümpfe ich ob der Erkenntnis nicht allzu begeistert die Nase.
Wie konnte ich eigentlich auf die bekloppte Idee kommen, Arzt-Termine auf den ersten Tag nach den Ferien zu legen?
(Weil’s nicht anders ging 😉 )

Ich rechne mit brechend vollen Wartezimmern und quälend langer Wartezeit. 
Doch es geht ohnehin Schlag auf Schlag weiter:
Dienstag folgen Tanzen und Fussball-Training (von den ganzen anderen Taxi-Fahrten einmal ganz abgesehen),
Donnerstag meine ganz eigene AG in der Schule, welche es ebenfalls noch vorzubereiten gilt, und der Freitag ist komplett geblockt – ein spannendes Projekt steht an!

Mehrere E-Mails werden von mir seit Tagen auf „zurückstellen“ geschoben – ich hätte diese Funktion besser niemals entdecken sollen! 😉
Und langweilige Papiersachen, welche in den Ferien erfolgreich verdrängt wurden, müssten ebenfalls in der kommenden Woche erledigt werden.

Und allein dieser flüchtige Blick lässt schon vermuten, was da auf uns zukommt.
Und zumindest bei einigen Familienmitgliedern am späten Sonntag-Abend Tränchen in die Augen treiben wird.

Und auch dass die drohende Apokalypse wohl kaum aufzuhalten ist.

Wie immer am Ende der Ferien.

Wir sind wieder zu Hause!

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4+

Wenn Fünf eine Reise tun: Gefangen in mir selbst – Dublin hinter Gittern

Ich könnte Euch nun hier das wundervollste Reisetagebuch präsentieren!
Tolle Fotos habe ich schon einmal parat, keine Frage!

Von ganz wunderbaren Eindrücken und ganz viel Geschichte könnte ich Euch heute hier berichten und auch davon, wie supi-dupi-easy eine Städtetour mit drei Kindern doch sein kann.

Ich könnte davon berichten, dass wir bereits in wenigen Stunden abfliegen und noch immer keinen einzigen Regentropfen abbekommen haben (und das stimmt sogar!!!).

Auch davon, wie der ganz eigene Charme dieser Stadt mich in seinen Bann zieht und ich bereits jetzt die Wiederkehr plane.

Doch ist dies ein ehrlicher Familienblog.
Und genau das will ich jetzt mit Euch sein:
Ehrlich! mehr „Wenn Fünf eine Reise tun: Gefangen in mir selbst – Dublin hinter Gittern“

6+

Wenn Fünf eine Reise tun: Baily Lighthouse & Die Klippen von Howth

Ich habe etwas Angst.
Blicke ich nach unten, so empfinde ich Schwindel und pure Faszination zugleich.
Adrenalin durchfährt den eigenen Körper bei jeder Bewegung, welche das wilde kleinste Kind in Richtung Abhang und gefährliche Klippen unternimmt.
Dabei weiß die Sechsjährige sehr wohl mittlerweile Gefahren einzuschätzen – und früherem Übermut wichen Vernunft und Bedacht.

Doch noch hallen die Worte des netten, älteren Herren im Ohr, welchen wir Minuten vorher trafen

„It‘s a beautiful view, but watch your kids!“

Ja, die Aussicht ist atemberaubend und wunderschön – und genau das wollte ich!

Ich wollte das grüne, echte Irland sehen.

Das aus der Butterwerbung, das mit den kühlen Winden und schroffen Felsen.
Den Leuchtturm wollte ich sehen und vor allem das Meer! mehr „Wenn Fünf eine Reise tun: Baily Lighthouse & Die Klippen von Howth“

6+

Wenn Fünf eine Reise tun: Welcome to Dublin!

An die eigenen Ziele glauben und den Blick nach vorne richten. Eigentlich geht es im Leben doch immer wieder nur genau darum. Auch wenn gerade ich das kaum glauben mag! 😉

Sei es darum, eine Städtereise mit Kindern zu planen – oder überhaupt erstmal in die begehrte Wunsch-Metropole zu gelangen.

Und wähnte ich noch achtundvierzig Stunden zuvor alles verloren oder zumindest in Gefahr, so befinde ich mich jetzt tatsächlich hier! Vorbei gezogen sind dunkle, triste Wolken und wichen tiefem Blau! Bedeckte vorgestern noch nasskalter Nieselregen die mütterliche Nase, so kitzeln diese heute Sonnenstrahlen in den schillernsten Tönen!

Und das ausgerechnet in Irland!

Wir sind in Dublin angekommen mehr „Wenn Fünf eine Reise tun: Welcome to Dublin!“

7+

Glitzer auf Scheiße & Dublin in Gefahr! Unser Wochenende in Bildern 04./05.01.

Samstag

Wir leben derzeit in einer anderen Zeitzone.
Eine bar jeglicher Vernunft und fern sonst üblicher Normen.
Es ist unsere ganz eigene Familien-Zeitzone, welche sich klammheimlich und hinterlistig irgendwann in den Tagen zwischen Weihnachten und dem noch jungfräulichen Neuen Jahr eingeschlichen hat.

Eine „Man-darf-es-echt-keinem-erzählen-Zeitzone“!
Verharmlost könne man hier nun schlichtweg vom „Ferien-Modus“ sprechen, doch befürchte ich, haben wir auch jenen zeitlich angemessenen Rahmen mit lautem Schnarcher mehr als gesprengt!

Hilfe! Der Paket-Bote klingelt!

Und eine solch verquere Familien-Zeitzone kann Frau durchaus in Schwulitäten bringen!
Erwartet sie ein ober-wichtiges Paket beispielsweise. mehr „Glitzer auf Scheiße & Dublin in Gefahr! Unser Wochenende in Bildern 04./05.01.“

3+

Grübelst Du noch – oder lebst Du schon? Hallo 2020!

Ich habe ein bisschen geweint um Mitternacht.
Ja, um ganz ehrlich zu sein, rinnen leise und heimlich Tränchen die eigenen Wangen herunter.
Als ich mich kurz von der lieben Familie entfernte und auf der Terrasse alleine in den klaren Sternenhimmel schaute.

Denn ich begrüßte in jenen Minuten zwar ein neues Jahr mit den Menschen um mich herum, die wirklich auf Erden zählen und meinen Weg hoffentlich für immer – solange ich lebe (!) – mit mir gehen werden, doch nahm ich auch Abschied.
Ich würde jetzt gerne behaupten, ich nahm Abschied von einem blöden, verkorksten Jahr über dessen Ende ich nur erleichtert aufatmen konnte.

Doch leider fühlte ich nicht so, wie es mir mein Kopf doch so gerne vorgeben wollte! mehr „Grübelst Du noch – oder lebst Du schon? Hallo 2020!“

4+

Rauhe Nächte und sonnige Tage – Unser Wochenende zwischen den Jahren 28./29.12.

Es heißt die Zeit zwischen den Jahren sei zum Innehalten da.
Zum Sich-Besinnen und Pläne schmieden.
Um kostbare Zeit für Ehrfurcht und Dankbarkeit gewinnen zu können, vermischt mit einem bisschen Mystik und Grusel.

Denn Wäsche waschen? Soll Frau nicht!
Ebenso wenig wie das Haus links machen und polieren – oder gar sich im Dunkeln alleine draußen rum treiben.
(Das tat ich auch nur, um das heiß-ersehnte, kühle Radler von der Terrasse zu holen – ob das zählt? 😉 )

Was für mich jedenfalls wie eine erfundene Legitimation zum „Extrem-Gammeling“ in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr – oder sind es nicht sogar die Heiligen Drei Könige? – klingt, ist derzeit noch immer in aller Munde.

Noch immer scheinen die sagenumwobenen „Rauhnächte“ (ich hingegeben musste sie erst googeln) von fesselnder Faszination zu sein.

Und so sehr ich mich gegen all‘ den Aberglaube und Hype mit der „besonderen Zeit“ zwischen den Jahren sträube, so viel ich ganze Wäscheberge in Maschine und Trockner stopfte (Hah! Wenigstens nicht aufgehangen, denn das ist selbstverständlich auch verboten! 😉 ), verspüre auch ich eine sonderbare Veränderung.

Es ist nahezu besorgniserregend! mehr „Rauhe Nächte und sonnige Tage – Unser Wochenende zwischen den Jahren 28./29.12.“

4+

Die Wäsche fragt nicht nach Weihnachten – Unser Weihnachtsfest 2019

„Die Wäsche fragt nicht nach Weihnachen“

geb‘ ich irgendwann stets grimmig und trocken zurück.
Dieses Mal auf die Aussage der lieben Schwägerin hin, dass es doch Weihnachten sei.
Nachdem ich zuvor ungeduldig auf der Couch der Schwiegereltern hin und her rutschte – und endlich nach Hause fahren wollte.
Ein bisschen Haushalt machen und so.
(Wisst schon, die Hummeln im Hintern! 😉 )

Fällt jedoch dieser Satz, so habe ich meistens Eines:
Gedanklich bereits wieder mit dem diesjährigen Weihnachtsfest abgeschlossen!

Das lässt sich zum Einen nicht leugnen – und ist zum Anderen in meinem persönlichen Fall in der Regel spätestens am Abend des 25. Dezember der Fall.
So wie auch gestern.

Noch bevor die liebe Helene in Glitzer und Strapsen mit drahtigem Bizeps vom Himmel baumelt (ich weiß nicht, ob sie das tatsächlich tut, kucke es ja nie!), habe ich bereits meinen ganz persönlichen, gedanklichen Haken an Weihnachten gesetzt.

Und sehne mich nach nix weiter, als endlich, endlich mal wieder die längst fällige Waschmaschine anzustellen. mehr „Die Wäsche fragt nicht nach Weihnachten – Unser Weihnachtsfest 2019“

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