Wochenend-Ehe: Geht das mit drei Kindern?

Sonntag-Nachmittag. Mitte Oktober. Eigentlich könnte gerade alles so schön sein:
Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite, schillert in den lebendigsten, leuchtenden Farben und noch immer warme Sonnenstrahlen streicheln sanft die Seele.
Und diese – nahezu poetische Idylle ( 😉 ) – müsste doch eigentlich das Herz vor Freude springen lassen!
Die Kleinste spielt friedlich-singend in ihrem Zimmer, völlig in sich versunken, nahezu selbstvergessen und ausgeglichen.
Das „Wald-und Wiesen-Kind“ stromert mit ihren Leih-Hunden durch’s Grün und der Sohn vergisst heute einmal zu pubertieren und zeigt sich im Umgang mit der Kleinsten besonders gnädig und sanftmütig. Der Gatte schlummert friedlich auf der Couch – und ich habe gerade Zeit, Dinge zu tun, die ich gerne mag!
Und all das zusammen vereint, müsste mich doch jetzt gerade mehr als glücklich stimmen. Es ist doch gerade alles perfekt!
Eigentlich.

Doch ich komme einfach nicht umhin, wieder diese eigenartige Melancholie zu verspüren. Weiterlesen Wochenend-Ehe: Geht das mit drei Kindern?

Drei Beine

Samstag-Nachmittag. Draußen hat es gerade begonnen zu regnen.
Doch kommt mir der Regen gerade recht. Ja, ich will jetzt raus! Will laufen. Ganz alleine die Runde um den Lieblings-See drehen. Denn fast muss ich ein ganz kleines bisschen zugeben: Leichtes Regenwetter ist mir manchmal sogar ganz lieb zum Laufen.

Denn dann bin ich wirklich alleine!
Kann Gedanken schweifen lassen, die feuchte Luft in mich aufsaugen und den nassen Asphalt und Waldboden unter den Füßen spüren. Ohne Ablenkung oder gar wertende Blicke der üblichen Wochenend-Spaziergänger.

Denn wer Gedanken ordnen muss, Lösungen und Ziele sucht, für den sei ein solches Lauf-Wetter genau das Richtige, wage ich zu behaupten.

Und so schnüre ich die Schuhe und renne los. Atme und konzentriere mich auf meine zwei realen Beine, die mich nun hoffentlich zuverlässig führen werden. Und beginne über diese anderen „Beine“ zu sinnieren. Die, die da auch noch sind.

Ich stehe aktuell nämlich auf drei Beinen! Weiterlesen Drei Beine

Liebesbrief an meine Kinder

Der folgende Beitrag nimmt an der Blogparade „Liebesbrief an mein Kind“ von Vaterfreuden.de anlässlich des heutigen Weltkindertages teil.

Schon lange wollte ich einen solchen ganz persönlichen Liebesbrief an die drei Geschöpfe schreiben, welche ich am Meisten hier auf Erden liebe:
Meine drei Kinder.

Nun, jetzt kann ich es nicht länger auf die noch längere Bank schieben! 😉
Und was ganz besonders toll an der Aktion ist:

Für jeden Beitrag, jeden einzelnen online gestellten Liebesbrief,  spendet der liebe Stefan von Vaterfreuden.de einen Euro an das Deutschen Kinderhilfswerk!
Ich finde, eine solche wunderbare Idee gilt es zu unterstützen!

Und so kommt er nun, mein aus tiefstem Herzen geleisteter Beitrag zu dieser ziemlich coolen und noch liebenswerteren Aktion!

Danke! Für die Inspiration! 😉

Liebe Kinder, Weiterlesen Liebesbrief an meine Kinder

Ausgebremst und Ausgetrickst?

Gerade komme ich mir ziemlich blöd vor. Ja, genau jetzt, in diesem Moment, als die Mittlere voller Elan ihr Tablet-Spiel spielt. Irgendein nächstes Level hat sie erreicht und freut sich gerade wie Bolle. Während sie hier schön gemütlich auf meiner Couch sitzt. Am Vormittag! Während der Schulzeit. Und so sehr ich sie auch liebe, hege ich nun einen klitzekleinen Groll. Komm‘ einfach nicht dagegen an. 

Denn sie konnte nicht laufen am frühen Morgen. Klagte über unerträgliche Schmerzen, unfähig auch nur Socke oder Hose anzuziehen. SO konnte ich das Kind unmöglich in die Schule bringen! Ein Kind, das sich so verhält gehört umgehend zu einem Arzt. Nicht? 

Wenig später befinden wir beide uns im Behandlungszimmer. Und tatsächlich ist ein Muskel verzerrt und die Verhärtung deutlich zu spüren. Geflunkert hat das Kind nicht, doch sicherlich die üblichen 30 Prozent Jammer-Bonus drauf gepackt, so viel sei gewiss.

Und immer wieder stellt sich mir im Nachhinein die Frage:

War das jetzt nötig oder übertrieben? Richtig oder Falsch? Weiterlesen Ausgebremst und Ausgetrickst?

Meine Kinder, ihre Bedürfnisse & ich

„….an diesem wunderschönen sonnigen Tag….“
tönt die nervig freundliche Stimme aus dem Lautsprecher des Discounters. Der, der sogar über einen eigenen Radiosender verfügt! Und welchen ich am frühen verflucht-ätzend sonnigen Morgen nur allzu schwer ertragen kann! Glaubt mir, würde mir dieser dämliche Grinse-Typ jetzt vor die eigene Visage treten, ich könnte für nix garantieren! Ich gehe jedenfalls schwer davon aus, dass er – völlig auf Droge- vor sich hin grinst, während er seinen fröhlichen „Shopping-ich-geb-Dir-heute-die-besten-Ratschläge-Singsang“ herunter rattert! 

„…ganz sicherlich werden auch Sie heute Nachmittag noch einmal die Stühle auf der Terrasse zurechtrücken wollen, um die letzten warmen Sonnenstrahlen zu genießen“

Boah! Echt jetzt!?
Und beinahe ertappe ich mich dabei, wie sich die eigene Hand nur ein klein wenig, so’n klitzekleines bisschen, gedanklich zur Faust ballt, während ich mit der Anderen die Einkäufe auf’s Band lege. 😉 

ICH werde heute Nachmittag keine Sonne genießen! Weiterlesen Meine Kinder, ihre Bedürfnisse & ich

Das wilde Kind

Ich habe das perfekte T-Shirt für sie gefunden.
Es scheint genau das wiederzuspiegeln, was sie ist.
Und so musste ich es einfach bestellen, wenngleich es im ersten Moment nicht genau das ist, was sie sich ursprünglich wünschte.

Ein Geburtstags-T-Shirt wollte sie haben, eins mit einer 5 drauf. Doch alles was ich unter dieser Vorgabe im Mädchen-Sortiment des wohl fast weltweit größten Versand-Händlers fand, waren Zahlen verziert mit Krönchen, vorzugsweise in pink und rosa.

DAS ist aber nicht mein Kind! Weiterlesen Das wilde Kind

Wenn’s mal wieder scheiße läuft…

In mir brennt ein Feuer. Nein, es ist ein Sonnensturm. Ich koche und glühe. Tausend Nadelstiche foltern und quälen mich, lassen es fast unerträglich erscheinen. Dieses Gefühl. Dieses Gefühl kurz vor der Explosion, vorm Super-Gau, dieser Moment, in dem die Nerven nicht dünner sein könnten, ganz knapp vorm Zerreißen. Dieses lähmende Gefühl des Nicht-mehr-Aushaltens. Ich möchte mir Augen und Ohren zu halten und einfach fort sein. An einem anderen Ort. Gerade in diesem Moment.
Doch muss ich genau jetzt präsent und stark bleiben! Und vor allem ruhig. 

Es ist einer dieser Abende, an dem mich meine eigenen Kinder in den Wahnsinn treiben! Weiterlesen Wenn’s mal wieder scheiße läuft…

Wedding Anniversary

Ich lernte meinen Mann in einer Phase kennen, in der ich mich wieder aufgerappelt hatte. Ja, es war in einer Hochphase des Lebens. Ich war glücklich, frei, jung, schön und selbstbewusst. Nach Jahren der Selbstzweifel, Einsamkeit und des Hungerwahns hatte ich meinen Weg wieder gefunden und strahlte eben dies auch aus.

Ja, es muss eine Hochphase gewesen sein, sonst wäre ich nicht Nachts alleine im damals angesagtesten Club der Stadt unterwegs gewesen und sonst wären wir zwei beide sicherlich niemals in’s Gespräch gekommen. Ich habe einen wundervollen Mann und vermutlich der Einzige auf der Welt, der mich kennt, versteht und mit meinen steten Gefühlsausbrüchen und Emotions-geladenen Tagen weiß umzugehen!
Mein bester Freund, treuster Begleiter. Weiterlesen Wedding Anniversary

Planlos durch den Alltag

„Du wurschtelst Dich auch so durch, oder?“ fragte mich kürzlich eine Bekannte, ebenfalls Mutter. Beim Small-Talk. Und sie hat Recht!

Denn jetzt genau an diesem Mittwoch-Morgen fühlt sich mein Leben so an.
Ein stetiges „Durchwurschteln“ ohne genaues, noch nicht endgültig definiertes
(berufliches) Ziel.

Es ist für mich der erste „freie“ Morgen nach sechseinhalb Wochen!

Die ersten 4 Stunden nur für mich! Weiterlesen Planlos durch den Alltag

Let’s face it: Vom Frau-Sein & dem ewigen Struggle mit den Hormonen

Eigentlich sind es immer die Hormone. Es sind die Hormone, schreibe ich lustige, witzige oder freche Texte. „Diese Hormone“ lassen mich die albernen Blog-Posts veröffentlichen, die, die auch einmal unter der Gürtellinie landen. Die, die mich mit einem verschmitzten Lächeln auf die Tastatur kloppen lassen und mich auch einmal während des Schreibvorgangs laut über mich selbst lachen lassen!

Es sind die Hormone, die mich vom Frau-Sein, Männern oder offen und ehrlich über Elternsex schreiben lassen. Und es sind auch die Hormone, die ganze Texte aus der reinsten Emotion aus mir heraus sprudeln und überquellen lassen.
Wörter, Gedanken, die regelrecht aus mir heraus bersten.

Und dann sind es eben auch die Hormone, die Tränen auf die Tastatur tropfen lassen und tausende von anderen Müttern berühren! Weiterlesen Let’s face it: Vom Frau-Sein & dem ewigen Struggle mit den Hormonen