Alles hat seine Zeit – von Abschied, erstem Schnee und Kindheitserinnerungen

11+

Eine kräftezehrende Woche geht zu Ende und ich kämpfe gerade etwas mit mir selbst.
Bin mir unsicher, wie viel nachdenkliche und melancholische Texte ein Blog eigentlich verträgt.
Frage mich, was Ihr dieser Tage von mir lesen wollt.

Ich solle jetzt wieder etwas Lockeres und Lustiges schreiben, so rät man mir.
Oder vielleicht einen informativen Sachtext?
Es reiche jetzt mit dunklen Texten von Abschied, Trauer und Trübseligkeit.
Die ewige Melancholie der vergangenen Tage solle endlich wieder beschwingter Leichtigkeit weichen.

„Aber es ist doch das, was Dich nun einmal bewegt!“

Auch das höre ich heute, während ich meine Bedenken äußere und verzweifelt nach Themen und Texten suche, die diesen Blog wieder in die „richtige“ Richtung lenken sollen.

Bücher wollte ich Euch vorstellen und Kooperationen stehen aus.
Und all‘ das wird schon sehr bald folgen und mit neuem Schwung in Angriff genommen.
Ich spüre ihn schon, den Tatendrang, sehe ihn verstohlen und vorsichtig um die Ecke schielen.
Ich will und möchte jetzt endlich wieder durchstarten – doch warte ich noch ein wenig auf die richtige Zeit.

Alles hat seine Zeit!

Denn erst vorgestern lernte ich, dass eben „Alles seine Zeit hat“.
Für mich ist es diese Woche nun einmal noch die Zeit des Abschieds – und vor allem auch die der Kindheitserinnerungen. mehr „Alles hat seine Zeit – von Abschied, erstem Schnee und Kindheitserinnerungen“

Vom Halt unter den Füßen und Gewinnern – Gedanken am See

9+

Die letzten vierzehn Tage haben mir ziemlich zugesetzt.
Und um ehrlich zu sein auch ein wenig den Boden unter den Füßen weggerissen.
Denn manchmal reicht eine Wendung, ein Ereignis, um ein Gefühl der verlorenen Schwerelosigkeit auszulösen.
Und um so vieles erst einmal wieder infrage zu stellen.

Weil sich eine Befürchtung und Gewissheit bewahrheitete, die wir alle verdrängten.
Und welche zuschlug, als sich nahezu jeder in einer trügerischen Gelassenheit zurück lehnte – und glaubte noch Zeit zu haben.
Dinge passieren meistens dann, wenn wirklich niemand damit rechnet.
Das ist wohl das, was man Leben nennt.

Es macht keinen Sinn, stundenlang darüber zu grübeln, was fair und unfair ist – und ob es das, was wir Leben nennen, gerade gut mit uns meint.
Und doch tun wir es.
Immer und immer wieder.

Halt finden

Doch ausgerechnet heute ist einer der ersten wenigen Tage, an dem ich glaube, den Halt wieder zu finden. mehr „Vom Halt unter den Füßen und Gewinnern – Gedanken am See“

Gefühlschaos

16+

In meinem Kopf – Nein! In der Brust, denn da tut’s eigentlich weh – herrscht gerade das absolute Gefühlschaos.
Ganz ehrlich?
Ich möchte mir dieser Tage selbst nicht über den Weg laufen.
Aber solltet ihr es gerade tun, ihr erkennt mich vermutlich ohnehin nicht.

Die dicke Mütze tief in’s Gesicht gezogen, den Blick traurig nach unten gesenkt.
Auf die zerrissene Jeans und die derben Boots.
Die Jacke, unter der sich der olle Pulli befindet, bis zum Kinn hochgezogen.
Ja, das bin genau ich. Dieser Tage.

Denn – ganz klischeemäßig – spiegelt mein Kleidungsstil immer die eigene Gemütslage wieder!
Ich bin „Kummer“ auf zwei Beinen in jenen kalten Tagen.
Mein Leben steht Kopf und langsam wird mir richtig schwindelig dabei!
Zwar trage ich weder die große, runde Hornbrille noch den selbstgestrickten Öko-Pulli (strickt mir ja keiner einen! 😉 ) – doch meine Version des depressiv gestimmten, stets nölenden „Kummers“ sieht genau so aus, wie sie es gerade tut.
Dabei war ich mal so Anders! Ich bin’s sogar eigentlich noch!
Und ich hoffe, dass diese andere Alex ganz bald wiederkehrt. mehr „Gefühlschaos“

Zu Fünft am Besten – Unser Wochenende in Bildern 23./24.11.19

9+

Familie. Eigentlich wirklich das Einzige, was zählt.
Das habe ich hier schon so oft geschrieben – und muss es immer wieder feststellen.
Ich muss es mir selbst immer wieder vor Augen halten.
Es geht gar nicht darum, was Andere von uns denken.

Außenstehende, wertende Blicke, Menschen, die ignorieren –  oder gar mich betreffende Vorverurteilungen – all‘ das sollte und dürfte mich eigentlich niemals verunsichern! (Tut es aber dennoch 😉 ) 
Wichtig, sind die Menschen direkt um mich herum.
Die Familie, für die ich mich entschieden habe und die kleinen – und zum Teil auch schon größeren Menschen – die mich bedingungslos lieben.
Solange ich das WLAN angeschaltet lasse und zeitig weiße Sportsocken und Hoodies wasche, versteht sich! 😉

Ich habe die letzten Wochen ein wenig Abstand zur virtuellen Welt genommen.
Das mag hier auf dem Blog nicht sonderlich aufgefallen sein, denn schließlich geht es hier ja weiterhin um eine Herzensangelegenheit meinerseits.
Nämlich einzig und allein um das Schreiben!
Aber die anderen Kanäle?
Ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen, diese zu füttern und zu pflegen, zu kommentieren und mit lustigen Bildchen und Sprüchen aus unserem Leben zu bestücken.
Weil es mich teilweise langweilte und sich mir hin und wieder der Sinn nicht so richtig erschließen mag.
Weil ich dazu einfach auch keine Zeit habe.
Weil ich nun sehr lange – 24/7 – mit den Kindern alleine war.

Wir sind wieder vereint!

Wir funktionieren so besser. Als Gesamtes. Zu Fünft!
Als Familie mit Mama UND Papa.
Das muss ich dieser Tage immer wieder zugeben und feststellen. mehr „Zu Fünft am Besten – Unser Wochenende in Bildern 23./24.11.19“

Getrennt und doch zusammen – Unser Wochenende in Bildern 16./17.11.

13+

Distanz. Räumliche Trennung. Alleine sein.
Das sind alles möglicherweise keine schönen Begriffe – und dennoch seit jeher hin und wieder Bestandteil unseres Familienlebens.
Das Zusammenleben mit meinem heutigen Mann begann nach wenigen Wochen zarter Verliebtheit mit einer gewaltigen Belastungsprobe, welche in anderen Fällen die ein oder andere Beziehung zum jähen Scheitern verurteilt hätte.
Nicht aber unsere.

Nur drei Monate nach unserer ersten Begegnung verschwand der Gatte für lange sechs Monate nach Kanada.
Ich schrieb es hier bereits schon oft, das war durchaus keine leichte Zeit.
Geprägt von unzähligen, nächtlichen Telefonaten, viel E-Mail-Verkehr (Wir sind alt! Es gab damals weder Skype noch Whatsapp & Co.!) und vielen Flügen meinerseits über das uns trennende Weltmeer.
Und doch glaube ich, wuchsen wir in der Zeit schneller zusammen als manch andere junge Paare – und nicht zuletzt stärkte und prüfte die Zeit der „Trennung“ für all‘ die Jahre, die da folgen würden.

Unser Familienleben funktioniert ganz gut damit, dass der Papa nicht immer da ist.
Und nicht zuletzt existiert schließlich noch ein Begriff, der für alle Menschen von Bedeutung ist  – und hin und wieder auch einmal gut tut: Freiheit 😉
mehr „Getrennt und doch zusammen – Unser Wochenende in Bildern 16./17.11.“

„Mean Mom“ – wenn Kinder größer – und Entscheidungen schwieriger werden

21+

Sie sitzt hinter mir im Auto und verschränkt demonstrativ die Arme.
Senkt den Blick nach unten, und lässt jegliche Annäherungs-und Erklärungsversuche gezielt und unterkühlt abblitzen.
Und während ich mit Engelszungen auf das Kind einrede, beteuere, sie nicht bewusst und wissentlich „angelogen“ zu haben – während ich versuche, einen aus ihrer Sicht gefühlten Vertrauensbruch wieder mit versöhnlichen Worten zu kitten, komme ich in’s Überlegen.
Denn selbst in dieser Situation zweifel und wanke ich!

Will ich mich hier überhaupt überschwänglich und ausschweifend erklären und entschuldigen?
Muss ich das?
Oder wäre es jetzt nicht besser, einfach starr den Blick nach vorne – auf’s Lenkrad – zu richten und das Kind in seiner Rolle aufgehen und letzten Endes auflaufen zu lassen?
Denn ohne Reaktion wäre vermutlich das „Spiel“ schnell uninteressant.

Aber spielt sie überhaupt eine Rolle?
Und drückt gerade gezielt diverseste Knöpfe der gerade ohnehin vor Emotionen überquellenden mütterlichen Kommando-Zentrale?
Haut sie nicht gerade wissentlich und absichtlich auf den fetten roten Buzzer, um das Gewissens-Monster sich weiter auftürmen zu lassen? Um es noch lauter brüllen – und mit geballten Fäusten mich selbst ziemlich klein und kläglich dastehen zu lassen?

Oder habe ich hier wirklich einen Fehler begangen, den mir mein – mir gerade ziemlich fremdes – Kind noch Jahre später vorwerfen wird? mehr „„Mean Mom“ – wenn Kinder größer – und Entscheidungen schwieriger werden“

Unser Fotobuch von sendmoments: Weil das Leben schön ist!

13+

(*Werbung) Irgendwie war immer alles wichtiger.
Die vergangenen zwei Jahre.
Das echte Leben rauschte gefühlt im Eiltempo an mir vorbei – und ehe ich mich versah, war es bereits wieder kurz vor Weihnachten.
Und ich? War einfach zu beschäftigt!
Mit den drei Herzens-Kindern, dem Haushalt, den verschiedensten Kursen und Dingen, die ich im Laufe der vergangenen Monate ausprobierte und nicht zuletzt diesem Blog hier.
Das reale Leben hatte mich sehr im Griff, so sehr, dass es mir manchmal die Sicht für die schönen, kleinen Dinge im Leben gar trübte.

Denn schließlich war ja keine Zeit dazu!
Zeit, inne zu halten und dieses große, kleine Glück – welches mir vergönnt ist – zu genießen.
Es durch die Linse zu sehen und den Blick nur darauf zu schärfen und lenken.
Zeit, mich an all‘ die schönen Ereignisse zu erinnern, die wir gemeinsam als Familie bereits erlebt haben – und an Wege, welche wir gegangen sind.

Aber wieso war eigentlich nie Zeit?

Für gewöhnlich war es mir stets eine große Freude, all‘ diese kostbaren Momente mit den anderen Familien-Mitgliedern zu teilen.
In Form eines wunderhübsch und Detail-verliebt gestalteten Foto-Buches.

Doch vergass‘ ich dieses Vorhaben zwischen diesen ganzen anderen To-Do’s der letzten Jahre ein wenig – und der Sinn für diese (so wichtige!) Sache rückte in den Hintergrund.
Stattdessen vergeudete ich weitere Zeit. mehr „Unser Fotobuch von sendmoments: Weil das Leben schön ist!“

Mission Couch gescheitert – Wenn der Tag zu wenig Stunden hat

14+

Leute! Es war ruhig hier auf dem Blog. In dieser Woche.
Es ist mir im Übrigen bewusst, dass „Leute!“ möglicherweise nicht die feinste und netteste Art ist, seine Mitmenschen anzusprechen.
Aber es widerstrebt mir, hier „Ihr Lieben“ zu schreiben.
Nicht, weil ich Euch nicht für lieb halte, sondern aus dem ganz banalen Grund, dass es einfach jeder tut.

Jeder beginnt eine Mitteilung oder einen Satz mit „Ihr Lieben,“.
Ich nicht.
Das hat etwas mit trotzigem Gegen-den-Strom-schwimmen zu tun – und weil ein dahergesäuseltes „Ihr Lieben“ meiner Meinung nach einfach nicht zu mir passt. 😉
Und schon gar nicht zu meinem anderen ICH – aber dazu später!

Ich jedenfalls möchte in Wahrheit nämlich auch nicht immer mit „Du/Meine Liebe“ angesprochen werden – oder dies auf allen möglichen Plattformen lesen.
Denn woher wollt Ihr denn wissen, ob ich gerade „eine Liebe“ bin? 

Vielleicht motze und zürne ich ja gerade?
Stampfe mit dem Fuß auf und hüpfe wie ein wild-gewordenes, keifendes Rumpelstilzchen um die eigene Brut?
Und bin in diesem Augenblick bar jeglicher Selbstbeherrschung?

Doch ich schweife ab. 😉

Warum war es hier so ruhig?

mehr „Mission Couch gescheitert – Wenn der Tag zu wenig Stunden hat“

Last Minute Halloween Deko – Klopapierrolle statt Hosenanzug

7+

Ich bin nicht die geborene Bastel-Tante und schon gar keine ultimative DIY-Bloggerin.
Das wollte ich nie sein.
Und vor allem das sollte (!) ich auch nicht unbedingt sein, so habe ich erst heute in einem Blog Post gelesen.
Denn verbreiten wir alle unsere schönen pastellfarbenen Bastel-Bildchen im Netz – vorzugsweise auf Instagram – dann suggerieren wir der Außenwelt, dass hier noch die heile Welt, das klassische Rollenbild gelebt wird!
Und das sollte Frau ja tunlichst vermeiden – und stattdessen einmal lieber ein paar Office-Bildchen posten.
Und den Papa an die Heißklebe-Pistole setzen.

Um Zeichen zu setzen!

Denn schließlich leben wir ja in einer modernen, gleichberechtigten Welt – und Instagram scheint was das betrifft wohl eher altmodisch daher zu kommen.

Nun, ich habe nichts gegen das klassische Rollen-Modell – und lebe es derzeit auch aus Überzeugung!
Und weil ich bekannterweise in der derzeitigen Situation auch nicht viele andere Möglichkeiten habe.
Ich kann Euch keine Bilder von Heels und Hosenanzug schicken und auch nicht vom stylischen Arbeitsplatz neben der Yucca-Palme!

Denn selbst wenn ich Fotos von anderen Beschäftigungen neben meiner Rolle als Mutter und – oh, ich möchte dieses Wort nicht auf den Bildschirm bringen – „Hausfrau“ posten würde – es wäre definitiv die Klopapier-Rolle im Spiel! 😉

Denn beschäftige ich mich nicht mit meinen Kindern, dann eben mit anderen Heranwachsenden.
Und das auch von Herzen gerne!
Und neuerdings sogar liebend gerne mit Klopapier-Rollen oder Pappe jeglicher Art! mehr „Last Minute Halloween Deko – Klopapierrolle statt Hosenanzug“

Flunker-Queen – was sie sagt – und was sie wirklich meint

11+

Ich habe kürzlich in einem Blog-Beitrag darüber geschrieben, wie Scheiße das Lügen und Flunkern ist – und dass wir es doch viel öfter mal mit der Wahrheit versuchen sollten.
Das finde ich auch immer noch, gerade geht es darum, gegenüber den Kindern als Vorbild zu fungieren!
Dann ist es unsere verflixte Pflicht und Aufgabe!

Was ich dabei aber vergaß ist, wie oft ich selbst eigentlich im Alltag flunkere.
Und sei es nur ein klitzekleines bisschen.
Auch – oder vor allem – den Kindern gegenüber.

Zumindest realisiere ich, dass ich des Öfteren Dinge sage und Aussagen treffe, die ich gar nicht so meine.
Und vielleicht wäre gerade im Zusammenspiel zwischen Mann und Frau ab und an ein übersetzendes Wörterbuch (ich weiß, das hat schon mal jemand vor langer, langer Zeit versucht) von Nutzen.
Vielleicht aber auch gerade besser nicht! 😉

Ich jedenfalls sage ziemlich viele Dinge, die ich innerlich ganz anders meine.
Und gewiss fallen mir nach diesem Blog-Beitrag noch eine ganze Menge weiterer Beispiele ein.
Ein paar habe ich aber dennoch für Euch, mich selbst und mein Umfeld (und meinen Mann! 😉 ) zusammentragen können.
Viel Spaß! 🙂

Was ich sage:

„Oh komisch – ich muss ja schon wieder auf’s Klo“
(gerichtet an’s Kind)
mehr „Flunker-Queen – was sie sagt – und was sie wirklich meint“