Zeit für Gespräche – Unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch – Tag 20&21

11+

Samstag

Es gibt Dinge, die hätte ich ohne Corona nie gesagt.
Beispielsweise das Folgende:

„Vorm Netto steht der Liefer-Laster“ (beim Blick vom Balkon)
„Ob ich gleich nochmal Klopapier hole?“

(Nein, tat ich nicht!!!)

Oder aber auch

„Ich lass‘ das jetzt so“

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel.

„Das“ sind meine Haare.

mehr „Zeit für Gespräche – Unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch – Tag 20&21“

Zähneknirschender Frust-Bolzen – Corona-Tagebuch – Tag 8

12+

Ich mache es wieder. Und wache davon auf.
Spüre, wie sich Zähne fest aufeinander pressen und Kieferknochen anspannen.
Möglicherweise knirschen und mahlen die mütterlichen Beißer auch und reiben sich aneinander, das weiß ich nicht so genau.

Wohl aber, dass es mir offensichtlich nicht ganz so gut geht, wie ich es tagsüber glaube.

Wie auch?
Es ist ein Zeichen, dass mich tief im Inneren Dinge sehr belasten und irgendwo, irgendwie verarbeitet werden möchten.

Ich lese Nachrichten und Schreckensmeldungen, bekomme auf Facebook Videos zu sehen von Menschen, die Qualvolles berichten.
Und bekomme es mit der Angst.

Will eigentlich nie wieder hinsehen, darf aber auch nicht verdrängen.
Und schon gar nicht, mir etwas vor den Kindern anmerken lassen!

Wenngleich wir viel reden, so finde ich elterliche Angst hier deutlich Fehl am Platz.
Ich muss meine Rolle gut spielen.
Muss Normalität leben, Halt geben, Trost spenden, Lernmaterial vermitteln, Lebensmittel auffüllen, basteln, fördern, backen, waschen, für ausreichend Bewegung und Frischluft-Zufuhr sorgen – und dabei die vom Kummer gezeichnete Miene verstecken!
Das klappt auch ganz gut, bis zum beruhigenden Glas Wein abends im Bett – und bis in die Nacht hinein.

Aber im Schlaf oder spätestens beim Wecker-Klingeln holt mich der Mist wieder ein.
Dann wird mir bewusst, dass zwar die Sonne scheint, doch Einschränkungen, Ängste, Vorsichtsmaßnahmen und neue Regelungen nunmehr Alltag sind.

Gute und weniger gute Tage

Und in jedem Alltag gibt es gute und weniger gute Tage.

Auch in dieser gerade veränderten Welt.
Heute ist ein nicht ganz so guter. mehr „Zähneknirschender Frust-Bolzen – Corona-Tagebuch – Tag 8“

Jeder Tag ein Neuanfang – Corona-Tagebuch – Tag 5

18+

Heute will ich nicht gerne aufstehen.
Es ist warm und schön im Bett und für einen kurzen Moment scheint alles in bester Ordnung.
Die Welt scheint in Ordnung und in diesem winzigen Augenblick wie immer.

Und würde ich jetzt einfach in den warmen Federn bleiben – es verlangt ja gerade eh niemand nach uns – dann könnte das ja vielleicht auch gelingen!
Das mit den Scheuklappen und der Schönrederei.

Doch da war ja die Sache mit der Struktur und Regelmäßigkeit.
Der Plan mit dem zeitlichen Rahmen.

Dinge, die wir für uns beibehalten wollten – und welche gerade jetzt unheimlich wichtig sind, zudem immensen Halt geben!

Noch immer stehe ich Tag für Tag morgens vorm Badezimmer-Spiegel, schlüpfe in Jeans und Oberteil, frisiere die Haare und schminke mich.
Auch, wenn ich die eigenen vier Wände nicht verlasse.

Ich mach’s für mich.  Für das Gefühl der Normalität. mehr „Jeder Tag ein Neuanfang – Corona-Tagebuch – Tag 5“

Werte brauchen keinen Doktortitel! Über die Familie & Freundschaft – Corona-Tagebuch – Tag 4

16+

Entfernung und somit räumliche Distanz.
Beides trennt mich seit einigen Jahren von einer meiner besten Freundinnen.
Zwar reden wir hier nur von ungefähr 150 Kilometern, doch wir sind es gewohnt, uns nicht häufig zu sehen.
Und stattdessen zusammen über Whatsapp zu kommunizieren.

Telefonieren mag sie nicht so gerne, noch immer empfindet sie leichte Scheu wegen der deutschen Sprache.
Wenngleich sie in den letzten Jahren so gut darin geworden ist!
Was zum größten Teil auch ihres ausgeübten Jobs zu verdanken ist.

Ich mag sie so sehr und finde sie ganz großartig – und eigentlich sollte ich ihr das gleich auch noch einmal schreiben.

Sie gehört zu den Heldinnen der aktuellen Zeit, denn meine liebe Freundin ist eine von denjenigen, die nun Tag für Tag für uns Konservendosen und Toilettenpapier auffüllen.
Welche idiotischerweise von Euch da draußen panisch in Massen in die Einkaufswagen gestopft werden!

Jeden Tag setzt sie sich der Gefahr – welche wir alle fürchten – aus, um die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen mehr oder weniger nützlichen Dingen sicherzustellen.
Und empfindet Angst dabei.

Erst heute morgen schrieb sie mir,…. mehr „Werte brauchen keinen Doktortitel! Über die Familie & Freundschaft – Corona-Tagebuch – Tag 4“

Alle sind online – Corona-Tagebuch – Tag 3

22+

Während ich die heutigen Schulaufgaben am PC ausdrucke, sehe ich es drüben bei Facebook:
Alle sind online.

Unweigerlich muss ich mich fragen, komme in’s Grübeln.

Was wären wir nur ohne diese Art von Kommunikation?

Kommunikationskanäle, welche ich erst kürzlich als teils überflüssig und nervig beschimpfte, retten uns jetzt teilweise den Allerwertesten!
Weil es hilft!
Gegen die Sorge und Ungewissheit, gegen das Gefühl des Allein- und Isoliert-seins.

Und fast muss ich zugeben, habe ich dieser Tage mehr Kontakt zu lieben Mitmenschen, als ich es unter normalen Umständen hätte.

Und ganz leise und schüchtern gebe ich zu:

Das ist schön! mehr „Alle sind online – Corona-Tagebuch – Tag 3“

Höhen und Tiefen – Corona-Tagebuch – Tag 1

23+

Der Zuversicht und befreienden inneren Ruhe, welche ich gestern noch wahrzunehmen glaubte, ist ein Tag voller Höhen und Tiefen gewichen.
Sehr emotionale Stunden mit nahezu schwindelerregenden Höhen und beängstigenden Tiefen liegen hinter mir. 

Und ich kann nur erahnen, welch einschneidende Veränderung die kommenden Wochen mit sich führen werden.
Innerhalb unserer Familie, uns selbst und der Welt da draußen.

Veränderungen, welche nicht immer positiv daher kommen oder von Harmonie getränkt stärken werden.
Doch will ich die Dinge wohl so annehmen, wie sie sich nun einmal ereignen werden.
Es wäre anmaßend zu glauben, hier nun eine Wahl zu haben.

Schien am frühen, sonnigen Morgen noch alles so friedlich – und der durchdachte Plan zum Greifen nahe – fand ich mich Stunden später gemeine Sätze an die meinen liebsten Menschen richten. mehr „Höhen und Tiefen – Corona-Tagebuch – Tag 1“

Wake-up-Call – wie Corona zum Umdenken zwingt

33+

Über Corona zu schreiben fällt mir noch immer schwer.
Denn fast schon habe ich das Gefühl, ganz gleich in welche Richtung ich mich mit eigenen Aussagen und Gedanken öffentlich drehe, es kann immer jemand daher kommen und mir aus der gezwirbelten Kordel einen gewaltigen Strick schnüren.
Um nicht zu sagen, mir die Luft abklemmen.
Aber selbst das ist in Zeiten wie diesen ein äußerst trauriger und beängstigender Vergleich.
Und unpassend obendrein.

Aber Angst, oder zumindest Sorge?
Haben wir alle gerade genug.

Auch ich habe die letzten zwei Tage, in denen sich Ereignisse (privat und allgemein) nur so überschlugen, viel nachgedacht und durchaus auch überdacht und umgedacht.

Meinen Artikel von vor drei Tagen? Kann ich so aus vollster Überzeugung nicht mehr unterschreiben.

Denn auch meine Sichtweise hat sich geändert und…. mehr „Wake-up-Call – wie Corona zum Umdenken zwingt“

In Quarantäne? Im Winter als Mama normal – Gedanken zu Corona

19+

Ich wollte nichts dazu schreiben!!! Aaaargh! 

Nicht ich auch noch.
Denn ganz ehrlich?
Aktuell möchte ich einfach nur den Kopf in den Sand stecken und verdrängen.
Solange, bis „Es“ vorüber ist.

Dieses „Es“ (ich bekomme das Wort weder über die Lippen, noch in die Tasten), welches mich und meine Familie gefälligst nicht tangieren soll!
Dieses „Es“ welches wir jetzt einfach mal aussitzen.

Zwar mit vielleicht etwas gewascheneren Händen als sonst und wenigen, sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen – aber dennoch zuversichtlich und positiv gestimmt.

Dieses „Es“, welches gefälligst nicht alles, aber auch alles, madig machen soll und jedem stinknormalen Tag einen faden Beigeschmack verleiht!

So war zumindest mein ganz eigener gedanklicher Plan.

Corona sollte mich so wenig wie möglich beeinflussen und drüber schreiben wollte ich auch nicht.
Tun ja eh gerade ALLE!

Doch kann ich mich der Auswirkungen – und all der damit verbundenen Gedanken – nicht entziehen.
So sehr ich es auch versuche.

Denn „Es“ ist allein schon dafür verantwortlich, dass der Mann seit Tagen hier zu Hause auf der Couch hockt. mehr „In Quarantäne? Im Winter als Mama normal – Gedanken zu Corona“

Raus aus dem Loch!!! About the last days….

11+

Es war ruhig hier auf dem Blog die vergangene Woche.
Und obwohl es ursprünglicher Sinn und Zweck eines solchen Familien-Blogs ist, als öffentliches Tagebuch zu fungieren und mit teils heiteren, ernsteren oder gar nachdenklichen Erzählungen aus dem ganz normalen Mama-Alltag zu unterhalten, fühlte ich mich die vergangenen Tage nicht in der Lage, Eines zu tun:
Schreiben.

Nichts erschien mir eines Blog-Beitrages wert.

Einen erneuten, traurigen Text? Wollte ich nicht veröffentlichen.
Was würdet Ihr dann von mir denken? Welchen Mehrwert würde ich Euch damit bieten?

Warum sollte ich mich hier abermals verletzlich und schwach zeigen – und vor allem wer will das lesen und wen interessiert’s schon?

Und ich muss zugeben, genau in solchen Tagen verliere ich auch ein klein wenig den Glauben an diese Sache hier.
Und – vielmehr als das – den Glauben an mich selbst!
Ich stelle alles in Zweifel.

Die kürzlich erst zündende Buch-Idee, für die ich so brannte und welche ich so schnell wie möglich angehen wollte?
Es konnte mir nicht gelingen, aus Funken ein Feuer entfachen zu lassen.
Weil ich mich mit der Vision allein gelassen fühlte – nicht vom Mann, der hier noch immer hinter mir steht und drängt.
(Jahaaa!!! Ich fang‘ ja bald an!! 😉 )

Dinge, die vermutlich nur in meinem Kopf stattfinden – warfen mich aus der Bahn.

Ich wollte Euch nicht zeigen… mehr „Raus aus dem Loch!!! About the last days….“

Wenn alles nervt – Unser Wochenende in Bildern 29.02./01.03.

10+

Samstag

Ich will nicht aufstehen. Ganz ehrlich!
Heute mag ich nicht. Die Schulter schmerzt und zwickt.
Nicht etwa aufgrund der eigentlichen Ausrenkung, aber bedingt durch diese elendige Ruhigstellung.
Welche mich Nachts aufwachen lässt und das tiefsitzende Hämangiom, welches da auch noch seit jeher in und auf der rechten Schulter ruht, arg anschwellen und schmerzen lässt.
Ich habe also Schmerzen aufgrund einer Therapie, welche angeblich gegen Folge-Schmerzen einer Schulter-Luxation sein soll!
Was für ein Bullshit!
Pardon.

Und doch werde ich wohl noch eine Weile „ruhig halten“ müssen.
Ich will aber nicht.
Viel lieber würde ich nun wahlweise das Haus auf den Kopf stellen oder aber mir beherzt die Decke über den Kopf ziehen.

Und diese bekloppte Welt da draußen ausblenden.

Eine Welt, welche dieser Tage nur mit Scheuklappen zu durchlaufen ist.
Eine Umwelt voller Nachrichten, welche ich nicht mehr hören kann und will, weil’s echt nur noch Brechreiz auslöst!

Menschen, die panisch Regale räumen – und jene Tageszeitung mit den vier Buchstaben, die ich dieser Tage einmal mehr als schlichtweg primitiv, irrwitzig und regelrecht beschissen betiteln kann!
Kurzum:
Alles nervt!

Dummerweise jedoch… mehr „Wenn alles nervt – Unser Wochenende in Bildern 29.02./01.03.“