Die Ungewissheit der aktuellen Zeit – Abschied von der Kita? – Corona-Tagebuch

10+

Pfingstmontag, später Abend.
Ich habe aufgehört die Tage zu zählen.
Denn gibt es das noch immer? Das Corona-Tagebuch?

Jetzt wo Schulen wieder geöffnet sind und beide großen Kinder bereits einige Tage „Präsenzunterricht“ hinter sich haben?
Wo Menschen in Strömen deutsche Küsten aufsuchen und einzelne Bundesländer nahezu zum altgewohnten „Normalbetrieb“ übergegangen sind?

Ich selbst kann für mich hier keine Grenze oder einen Übergang mehr feststellen.
Könnte nicht sagen, wann es endete das „Corona-Tagebuch“.
Tage und Lockerungen, Änderungen und mehr oder weniger vorsichtige Schritte in eine alte, neue Normalität sind miteinander verschmolzen, so scheint es mir.

Ist das der berühmt, berüchtigte fließende Übergang?
Gibt es sie noch, die „Corona-Zeit“ – oder haben wir das Virus als steter Begleiter und versteckte Gefahr nunmehr einfach hingenommen und akzeptiert?

Sind wir zu unvorsichtig und sorglos geworden (bin ICH zu sorglos geworden?) oder ist es lediglich ein natürlicher Prozess der Adaption an Dinge, die wir nicht ändern und auslöschen können?
Ich weiß es nicht.

Was ich aber weiß ist, dass gerade vor mir mein kleinstes Kind auf dem Badezimmer-Teppich liegt und bitterlich weint. mehr „Die Ungewissheit der aktuellen Zeit – Abschied von der Kita? – Corona-Tagebuch“

Am See gestrandet! Unser Pfingst-Wochenende in Bildern – 30.05. bis 01.06

14+

Samstag

Die Zahnfee hatte in ihrem Brief an die Kleinste versprochen, alsbald in’s weite und gefährliche Amazonien reisen zu wollen.
Eine Kuscheltier-Katze solle sie jagen (ich unterstelle hiermit offiziell meinem Kind eine gewisse Größenwahnsinnigkeit! 😉 ), so der Wunsch der Tochter.

Mangels Zeit und funktionsfähigen Flügeln kam die holde Frau ihrer Aufgabe allerdings noch nicht nach.

Mich erwartet am Morgen der folgende Beschwerde-„Brief“:

Ich bin als Zahnfee längst aufgeflogen – vielmehr als das, offensichtlich erledige ich meine Aufgaben nur äußerst schlampig! 😉

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Corona? Ist nicht sexy! Warum ich Mama bin – und dennoch Frau bleiben möchte

39+

Mit dem Rückspiegel, der eigentlich ein Handspiegel ist, stehe ich im Flur.
Versuche krampfhaft die eigene Kehrseite im neuen, Lavendel-blauen String zu erhaschen.
Denn, muss ja auch mal sein.
So ein ganz persönlicher Backround-Check!

Da kommt mir urplötzlich eine absurde Idee.
Vielleicht – nur so ganz vorsichtig und ansatzweise überlegt – könnte ich ja auch einmal….
Nee! Gruselig!
Schnell verwerfe ich den gerade aufkeimenden Gedanken wieder.

Ich WILL keine Unterwäsche-Fotos von mir!

Brauch ich nicht!
Ist ja peinlich.
Und überhaupt, bin ich doch viel zu alt für!

Body positivity!?
Hab‘ ich doch schon längst!

Love yourself?
Tu‘ ich doch! Aber so was von!

Ich meine, es ist ja nicht wirklich so, dass ich ab jetzt nur noch älter, schlaffer, verbeulter und fetter werden kann?
Oder etwa doch!?

Keine vier Minuten später stehe ich tatsächlich bettelnd vorm Gatten im Wohnzimmer. mehr „Corona? Ist nicht sexy! Warum ich Mama bin – und dennoch Frau bleiben möchte“

Jetzt schon wieder in den Freizeitpark? Unser langes Wochenende in Bildern 21.-24.05.

15+

(Achtung! Artikel enthält möglicherweise viel (Wahl-) Heimat-Werbung.
Weil’s daheim halt doch manchmal am Schönsten ist! 😉 )

Donnerstag

Ich möchte wandern!

Raus in’s Grün, in die Natur!
Den Rucksack schultern und die Brut vorantreiben!
Ohne Kompromisse und Diskussionen!
(Eine gewisse Blau-Äugigkeit und naive Herangehensweise an dieses Vorhaben sei hier an dieser Stelle nicht abzustreiten 😉 )

Schließlich musste ich es früher ja auch zu genüge!
Dieses Mit-wandern!

Hierbei allerdings blende ich nun die Tatsache aus, dass ich nunmehr 41 Jahre bin – und somit in jenem kritischen und zweifelhaften Alter, in welchem Frau tatsächlich wieder BOCK auf’s Wandern hat!

Und ich vergesse ebenfalls, dass es gilt, zwei Pubertiere – und eine quirlige Sechsjährige – vom Ausflug in den beschaulichen Wald zu überzeugen!

Doch durch eine Fügung glücklicher Umstände gelingt uns mein Vorhaben tatsächlich!

(Wir locken mit gruseligen Zielen, Abenteuer-Pfaden – und überdimensionalen Erdbeer-Bechern im Anschluss. Ja WAS denn?!)

Ätsch! Im Wald sind’se schon mal alle! 😉

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Die Kinder sind zu Hause und an erster Stelle! Warum das bei uns kein Problem ist – Corona-Tagebuch – Tag 67

39+

Gestern nicht weit vor Mitternacht trat eine bekannte deutsche Elternbloggerin in einer nicht weniger bekannten deutschen Fernseh-Sendung auf.

Sie sollte als Stimme vieler, vieler Eltern in der Corona-Krise sprechen und auf Menschen aufmerksam machen, die sich in der aktuellen Lage vergessen und übersehen fühlen, verzweifelt, erschöpft sowie Perspektiv-und hilflos.
Zumindest vermute ich dies.

Und ganz sicherlich hat sie ihren Job aus tiefstem Herzen und ganz hervorragend gemacht, denn ich mag und schätze sie sehr!

Eventuell sogar überlegte ich, tatsächlich einmal den Fernseher anzuschalten und das ganze Geschehen, welches Deutschland in diesen Wochen so sehr erhitzt, zu verfolgen.

Doch ich tat es nicht.

Ich habe es nicht gesehen.

Denn just zu diesem Zeitpunkt hatte ICH andere Probleme und Sorgen. mehr „Die Kinder sind zu Hause und an erster Stelle! Warum das bei uns kein Problem ist – Corona-Tagebuch – Tag 67“

Nicht ohne meinen Drucker! Homeschooling – ein Erfahrungsbericht

12+

Heute ist ein Tag, den es so in dieser Form seit nunmehr fast 9 Wochen nicht mehr gegeben hat.
Für ein paar Stunden an diesem nahezu außergewöhnlichen Vormittag habe ich nur ein einziges Kind im Haus.

Sowohl die größere Tochter, als auch mein Sohn sind heute in der Schule.
Im sogenannten Präsenz-Unterricht. 

„Präsenz-Unterricht“

Für meine Tochter ist es bereits der zweite Tag im zwecks Mindestabstand „umgebauten“ Klassenzimmer – mein Sohn trat den Weg zu den altbekannten Gemäuern heute früh das erste Mal seit langer Zeit an.

Es versteht sich von selbst, dass nicht nur der Sohn in dieser Nacht vor lauter Aufregung kaum ein Auge zubekommen konnte.

Denn dass ich die Bekanntgabe der alsbaldigen Rückkehr in den Unterricht nur mit mäßiger Begeisterung vernahm, ist bereits bekannt.
Ich äußerte mich hier bereits zu genüge dazu.

Kritisch beobachte ich die nächsten Tage und Wochen, kann ihr noch nicht ganz so trauen, der unproblematischen Rückkehr zu alten Gewohnheiten. 
Noch immer bereitet mir die Lage ein wenig Angst und Sorge.

Beim Sohn mag es mir sogar leichter fallen, hat er bislang nur drei fest eingeplante Präsenz-Tage von jeweils sechs Stunden, den nächsten davon erst wieder in 14 Tagen.

Meine Tochter hingegen muss als Viertklässlerin – und somit Vorreiterin – nunmehr während der kommenden zwei Wochen jeden einzelnen Tag in die Schule zurückkehren!

Und ich bin gefragt und gefordert, darin zu vertrauen, dass alles gut und reibungslos funktionieren wird.

Hoffe, dass Abstände eingehalten und Hygiene-Pläne umgesetzt werden können.

Und während mein Mädchen am Mittagstisch begeistert vom neuen, alten Alltag berichtet, bin ich es hingegen, die dieser Tage äußerst genau den Vormittag hinterfragt!

Und führe mich ein klitzekleines bisschen dabei auf, als würde ich nunmehr tagtäglich meine Kinder raus auf’s Minenfeld schicken. 😉

Denn ich hätte meine Kinder gerne noch eine Weile länger bei mir behalten und vor allem Unheil „da draußen“ beschützt!

Homeschooling läuft! mehr „Nicht ohne meinen Drucker! Homeschooling – ein Erfahrungsbericht“

Krieg in den sozialen Netzwerken? Mir doch egal! – unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch Tag 62 & 63

17+

Samstag

„Macht ja nix. Ich werde doch sowieso ein Schulkind“

Mit einem Achsel-Zucken kaut das kleinste Kind genüsslich weiter.

Wir sitzen zu fünft am Mittagstisch und sinnieren über die nächsten Wochen.
Planen die Rückkehr der großen Kinder in den „Präsenz-Unterricht“ – so wie wohl Schule künftig für eine lange Zeit heißen wird.

Nur Eine bleibt die nächsten Wochen bislang komplett zu Hause:

Mein Vorschulkind mehr „Krieg in den sozialen Netzwerken? Mir doch egal! – unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch Tag 62 & 63“

Deutschland macht locker – Und was hat sich bei uns verändert? – Corona-Tagebuch – Tag 60

20+

Möchte man einen Luftballon kaputt machen gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder sticht man beherzt zu – und lässt das Ding mit großem Knall und Tamtam zerbersten.
Oder aber Frau schneidet klammheimlich den unteren, zugeknoteten Zipfel mit der Schere ab.
Ganz langsam und leise verpufft dann die Luft, ohne dass es zu sehr weh tut.

Und glaubt mir, ich weiß wovon ich schreibe!
Musste ich in der Vergangenheit doch etliche Ballons nach Wochen des Dahin-Kullerns im heimischen Wohnzimmer heimlich beseitigen. 😉

Auch unsere Familien-Blase verpufft langsam und bekommt erste offene Stellen.

Nix ändert sich mit einem großen Schlag – und das ist auch gut so – aber es finden sehr wohl Veränderungen statt.

Unser Universum dehnt sich aus, vorsichtig strecken wir die Hand aus – und lassen weitere Menschen wieder in unser Leben. mehr „Deutschland macht locker – Und was hat sich bei uns verändert? – Corona-Tagebuch – Tag 60“

Und plötzlich regnet’s Bindfäden! – ein Spiele-Nachmittag – Corona-Tagebuch – Tag 57

12+

Montag. Draußen rauscht und stürmt es und viele kleine Regentropfen bilden sich an der Fensterscheibe.
Dunkle Wolken ziehen vorbei und lassen das eigene Wohnzimmer noch ein klein wenig trister und beengender erscheinen, als es die letzten Wochen bereits war.

Kleine und große Schlafanzug-Kinder lümmeln gelangweilt auf der Couch.
Zwar haben alle bereits ihre Homeschooling-Aufgaben hinter sich gebracht – und auch die Vorschul-Arbeit mit der Kleinsten ist bereits rum, aber jetzt scheint einfach die Luft raus.

Es ist, als ob mit der Temperatur auch die Laune sehr tief in den (nicht vorhandenen) Keller rutschte.

Wenn das Wetter auf die Stimmung schlägt

Und ich muss mir eingestehen, es gab einen ziemlich wichtigen, ganz und gar nicht unbedeutenden (!) Faktor, der uns sicher – und teilweise auch sehr, sehr glücklich – durch die vergangenen Wochen lotste! mehr „Und plötzlich regnet’s Bindfäden! – ein Spiele-Nachmittag – Corona-Tagebuch – Tag 57“

Keine Blogfamilia, Regen, Tränchen & eine wunderschöne Überraschung – unser Wochenende 09./10.05.

16+

Da ich ja bereits hier ausführlich von unserem Samstag zu Viert berichtete, gibt es heute an dieser Stelle tatsächlich nur noch Bilder und Impressionen eines Wochenendes, das Emotions-geladener und gegensätzlicher nicht hätte sein können!

Samstag

Der Gatte ist auf Dienstreise und wir vier sind alleine zu Hause.
Leider kommt der Tag – im Gegensatz zum restlichen Deutschland – sehr nass und trübe daher.

Ich versuche mich an einem Blätterteig Rezept  – und zu meinem Erstaunen essen die Kinder alles bis auf den letzten Krümel auf!
Schwein gehabt! 😉

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