Zähneknirschender Frust-Bolzen – Corona-Tagebuch – Tag 8

12+

Ich mache es wieder. Und wache davon auf.
Spüre, wie sich Zähne fest aufeinander pressen und Kieferknochen anspannen.
Möglicherweise knirschen und mahlen die mütterlichen Beißer auch und reiben sich aneinander, das weiß ich nicht so genau.

Wohl aber, dass es mir offensichtlich nicht ganz so gut geht, wie ich es tagsüber glaube.

Wie auch?
Es ist ein Zeichen, dass mich tief im Inneren Dinge sehr belasten und irgendwo, irgendwie verarbeitet werden möchten.

Ich lese Nachrichten und Schreckensmeldungen, bekomme auf Facebook Videos zu sehen von Menschen, die Qualvolles berichten.
Und bekomme es mit der Angst.

Will eigentlich nie wieder hinsehen, darf aber auch nicht verdrängen.
Und schon gar nicht, mir etwas vor den Kindern anmerken lassen!

Wenngleich wir viel reden, so finde ich elterliche Angst hier deutlich Fehl am Platz.
Ich muss meine Rolle gut spielen.
Muss Normalität leben, Halt geben, Trost spenden, Lernmaterial vermitteln, Lebensmittel auffüllen, basteln, fördern, backen, waschen, für ausreichend Bewegung und Frischluft-Zufuhr sorgen – und dabei die vom Kummer gezeichnete Miene verstecken!
Das klappt auch ganz gut, bis zum beruhigenden Glas Wein abends im Bett – und bis in die Nacht hinein.

Aber im Schlaf oder spätestens beim Wecker-Klingeln holt mich der Mist wieder ein.
Dann wird mir bewusst, dass zwar die Sonne scheint, doch Einschränkungen, Ängste, Vorsichtsmaßnahmen und neue Regelungen nunmehr Alltag sind.

Gute und weniger gute Tage

Und in jedem Alltag gibt es gute und weniger gute Tage.

Auch in dieser gerade veränderten Welt.
Heute ist ein nicht ganz so guter. mehr „Zähneknirschender Frust-Bolzen – Corona-Tagebuch – Tag 8“

Eigentlich sind wir ok – Corona-Tagebuch – Tag 2

20+

Er fiel heute nicht besonders auf.
Dieser Virus, welcher die Welt in Atem hält und sich ein wenig langsamer drehen lässt.

Heute gelang es uns tatsächlich, in unserem ganz eigenen kleinen Universum zu verweilen – und von negativen Schlagzeilen ein klein wenig Abstand zu nehmen.
Auch das ist wichtig, denn ich möchte nicht mehr stündlich auf’s Handy starren und nahezu gelähmt und getrübter Stimmung in der Ecke hocken.

Ein ganzer Tag zu Hause bietet genügend Gelegenheiten, wichtigste Neuigkeiten mitzubekommen.
Und konzentriert man sich auf die Dinge, die nun einmal ohnehin täglich im Haus anfallen, dann fühlt sich das Leben fast ganz normal an.

Ja, abschließend kann ich behaupten es war ok heute.
Wir waren ok!

Und viele kleine Ereignisse sogar richtig schön! mehr „Eigentlich sind wir ok – Corona-Tagebuch – Tag 2“

Wake-up-Call – wie Corona zum Umdenken zwingt

33+

Über Corona zu schreiben fällt mir noch immer schwer.
Denn fast schon habe ich das Gefühl, ganz gleich in welche Richtung ich mich mit eigenen Aussagen und Gedanken öffentlich drehe, es kann immer jemand daher kommen und mir aus der gezwirbelten Kordel einen gewaltigen Strick schnüren.
Um nicht zu sagen, mir die Luft abklemmen.
Aber selbst das ist in Zeiten wie diesen ein äußerst trauriger und beängstigender Vergleich.
Und unpassend obendrein.

Aber Angst, oder zumindest Sorge?
Haben wir alle gerade genug.

Auch ich habe die letzten zwei Tage, in denen sich Ereignisse (privat und allgemein) nur so überschlugen, viel nachgedacht und durchaus auch überdacht und umgedacht.

Meinen Artikel von vor drei Tagen? Kann ich so aus vollster Überzeugung nicht mehr unterschreiben.

Denn auch meine Sichtweise hat sich geändert und…. mehr „Wake-up-Call – wie Corona zum Umdenken zwingt“

In Quarantäne? Im Winter als Mama normal – Gedanken zu Corona

19+

Ich wollte nichts dazu schreiben!!! Aaaargh! 

Nicht ich auch noch.
Denn ganz ehrlich?
Aktuell möchte ich einfach nur den Kopf in den Sand stecken und verdrängen.
Solange, bis „Es“ vorüber ist.

Dieses „Es“ (ich bekomme das Wort weder über die Lippen, noch in die Tasten), welches mich und meine Familie gefälligst nicht tangieren soll!
Dieses „Es“ welches wir jetzt einfach mal aussitzen.

Zwar mit vielleicht etwas gewascheneren Händen als sonst und wenigen, sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen – aber dennoch zuversichtlich und positiv gestimmt.

Dieses „Es“, welches gefälligst nicht alles, aber auch alles, madig machen soll und jedem stinknormalen Tag einen faden Beigeschmack verleiht!

So war zumindest mein ganz eigener gedanklicher Plan.

Corona sollte mich so wenig wie möglich beeinflussen und drüber schreiben wollte ich auch nicht.
Tun ja eh gerade ALLE!

Doch kann ich mich der Auswirkungen – und all der damit verbundenen Gedanken – nicht entziehen.
So sehr ich es auch versuche.

Denn „Es“ ist allein schon dafür verantwortlich, dass der Mann seit Tagen hier zu Hause auf der Couch hockt. mehr „In Quarantäne? Im Winter als Mama normal – Gedanken zu Corona“

Raus aus dem Loch!!! About the last days….

11+

Es war ruhig hier auf dem Blog die vergangene Woche.
Und obwohl es ursprünglicher Sinn und Zweck eines solchen Familien-Blogs ist, als öffentliches Tagebuch zu fungieren und mit teils heiteren, ernsteren oder gar nachdenklichen Erzählungen aus dem ganz normalen Mama-Alltag zu unterhalten, fühlte ich mich die vergangenen Tage nicht in der Lage, Eines zu tun:
Schreiben.

Nichts erschien mir eines Blog-Beitrages wert.

Einen erneuten, traurigen Text? Wollte ich nicht veröffentlichen.
Was würdet Ihr dann von mir denken? Welchen Mehrwert würde ich Euch damit bieten?

Warum sollte ich mich hier abermals verletzlich und schwach zeigen – und vor allem wer will das lesen und wen interessiert’s schon?

Und ich muss zugeben, genau in solchen Tagen verliere ich auch ein klein wenig den Glauben an diese Sache hier.
Und – vielmehr als das – den Glauben an mich selbst!
Ich stelle alles in Zweifel.

Die kürzlich erst zündende Buch-Idee, für die ich so brannte und welche ich so schnell wie möglich angehen wollte?
Es konnte mir nicht gelingen, aus Funken ein Feuer entfachen zu lassen.
Weil ich mich mit der Vision allein gelassen fühlte – nicht vom Mann, der hier noch immer hinter mir steht und drängt.
(Jahaaa!!! Ich fang‘ ja bald an!! 😉 )

Dinge, die vermutlich nur in meinem Kopf stattfinden – warfen mich aus der Bahn.

Ich wollte Euch nicht zeigen… mehr „Raus aus dem Loch!!! About the last days….“

Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza 2.0: Die Schulterluxation

10+

Frau will ja immer genau das, was sie im Moment nicht bekommen kann.
Das ist Gesetz und hat sicherlich ein Stück weit damit zu tun, dass Mann es uns ohnehin nie recht machen kann und – eine gewisse notorische Unzufriedenheit zum guten Ton des weiblichen Geschlechts gehört.

An dieser Stelle kommt mir die Aufforderung des Gatten in den Sinn, hier nicht zu sehr verallgemeinernd zu schreiben – ich nehme mir nun die Arroganz heraus, dieser Bitte nicht nachzukommen! 😉

Nicht jedoch träume ich – in Anbetracht des nahenden Geburtstages – von schicken Schmuckstücken oder gar edlen Tretern (und schon einmal gar nicht von feinster Spitze! 😉 ).
Auch nicht davon, dass „Corona“ weiterhin nur der Inbegriff für spektakuläre Himmels-Phänomene oder eisgekühlte alkoholische Erfrischungen wäre – wenngleich dies in Zeiten wie diesen durchaus wünschenswert wäre.

Nein!
Ich sehne mir dieser Tage ganz andere Dinge herbei.

Selbstverständlichkeiten, die dann fehlen, wenn sie vorübergehend abhanden gekommen sind.
Wenn dir das Leben (und das klingt nun dramatischer als ich es gerade selbst empfinde) einmal mehr einen Spiegel vor die frustriert gerümpfte Nase hält – und erneut massiv ausbremst und zu langsamen Müßiggang zwingt.
Oder eben dazu, weiterhin Tiefkühlpizza linkshändig in den Ofen zu schieben.

Gerade sehe ich sehr viele Menschen Dinge tun, welche ich nicht zu tun vermag. mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza 2.0: Die Schulterluxation“

Tradwife? Was soll der Scheiß!?

10+

Entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise, aber ich wähle für meine Überschrift jetzt einfach mal jene Empfindung, welche mir seit gestern unentwegt durch den Kopf geistert!
Gleich gefolgt von Ausdrücken wie „Schubladen-Denken“, „Kategorisieren“, „Stempel-aufdrücken“ (!) und „Angst auslösen“.
„Rechtfertigungs-Zwang“ möglicherweise auch noch, aber dazu komme ich gleich.

Ich wollte ihm keine Beachtung schenken, diesem Artikel.
Welcher mir durch Zufall unter die eigenen Augen kam.
Der Titel mit der sonderbaren Bezeichnung, welche ich gestern das erste Mal sah, sollte mich nicht tangieren.
Denn es geht hier nicht um mich!
Und doch scheint er zu polarisieren.

Denn ich fühle mich nun  – neben ganz vielen anderen Frauen – dazu veranlasst, hier eine ganz eigene, persönliche Stellung abzugeben.

Damit ein Thema, ein Oberbegriff, ein Hashtag, was alles beschissener nicht sein könnte, hoffentlich ganz schnell wieder vom Tisch gelangt! mehr „Tradwife? Was soll der Scheiß!?“

Gepflegt und Geschützt in den Frühling mit ilon Lippencreme HS

10+

*Werbung. Für mich waren es immer die Anderen.
Die Anderen hatten dicke, weiße Creme-Tupfen mitten im Gesicht.
Die Anderen schauten peinlich berührt zur Seite, erahnte man, was sich unter der schützenden Schicht auf den Lippen befand.
Ich selbst kannte Herpes nicht!
Das glaubte ich zumindest – der blinde Passagier haust ja meist schon lange bevor wir es wissen mietfrei in der körper-eigenen Bruchbude! 😉

Auch lange Zeit später wollte ich hiervon nicht sonderlich viel wissen.
Als ich längst verheiratet war.
Weshalb auch immer ich diejenige war, die daran „Schuld“ trug, dass das klitzekleine, weiße Tübchen sich mal wieder nicht in der Reiseapotheke befand – und wir für den Gatten im Urlaub auch mal eine Apotheke aufsuchen mussten.
Denn öfters kommt dieser Herpes wohl immer dann aus der Kellerwohnung gekrochen, wenn man ihn gerade nicht gebrauchen kann.

Was aber hat Herpes mit mir zu tun?

mehr „Gepflegt und Geschützt in den Frühling mit ilon Lippencreme HS“

Froh zu Hause zu sein – wenn die Vereinbarkeit warten kann

26+

Donnerstag. Gestern war Tag zehn.
Tag zehn, an welchem mindestens ein Kind hier zu Hause matt und blass – und dann wiederum mit rot-glühenden Wangen – auf der Couch lag und hoch fieberte.

Ich könnte Euch hier nun schreiben, wie ausgelaugt und fertig ich mich nunmehr nach so vielen Kinder-Krankheitstagen fühle.
Wie tief die Augenringe sitzen (das tun sie tatsächlich – aber seht längerem schon! 😉 ) und wie sehr ich mich nach einem einzigen Vormittag sehne, an dem ich endlich, endlich wieder alleine bin.
Und (langweilige) Dinge wie Büroarbeiten und Papierkram aufarbeiten kann.

Ich könnte jammern und meckern wie schrecklich es ist, kranke Kinder zu Hause zu haben und dass ich mich nunmehr in Woche 5 (!) befinde, in der nichts seinen geregelten Weg geht!
Über Erschöpfung könnte ich schreiben und über den Frust, als Mutter und Krankenpflegerin nicht hundertprozentig funktionieren zu können.

Aber um ehrlich zu sein stimmt das alles nicht. mehr „Froh zu Hause zu sein – wenn die Vereinbarkeit warten kann“

Ich war beschäftigt – Vom Alltag, der doch keiner ist

9+

Mittwoch.
„473 Personen, denen „Mama steht Kopf“ gefällt, haben seit einiger Zeit nix von Dir gehört. Poste einen Beitrag.“ 

Genau so mahnt mich Facebook.
Heute! Ausgerechnet heute!

Es ist also heute so, dass nicht nur drei verquere und zu einem Drittel äußerst lädierte und kranke Menschen-Kindlein mich brauchen, sondern hunderte von Menschen!
(Natürlich weiß ich, dass es nicht wirklich so ist)

Und so gerne hätte ich hier die letzten Tage mal wieder meinen ganz eigenen Senf in die Tastatur gekloppt, denn das ist eigentlich das, wofür ich brenne und was ich von Herzen unendlich gern tue!
Ich möchte, will und muss teilweise sogar schreiben!
Für mich, für Euch, für den Weltfrieden (Na gut vielleicht nicht unbedingt das) – aber definitiv für mein Seelenheil!

Genau so wie ich eigentlich tagtäglich für den eigenen Seelenfrieden den Crosstrainer besteigen müsste (wer denkt jetzt „den Mann?“ 😉 ) oder um den See hecheln sollte (und für die strammen Schenkel – ich tu’s schon wieder – vielleicht auch!)

Doch wisst Ihr was?
Ich kam nicht dazu, die Dinge zu tun, die mir gut tun!
Mit fatalen Folgen – doch dazu gleich.

Denn ich war die letzten Tage einfach zu beschäftigt!

Ich war beschäftigt mit dem, was sich Alltag nennt – und dann doch wieder nicht!

Weil man mit Kindern nie planen kann und alles anders kommt als Frau noch am letzten Ferien-Sonntag denkt. mehr „Ich war beschäftigt – Vom Alltag, der doch keiner ist“