Gefühlschaos

14+

In meinem Kopf – Nein! In der Brust, denn da tut’s eigentlich weh – herrscht gerade das absolute Gefühlschaos.
Ganz ehrlich?
Ich möchte mir dieser Tage selbst nicht über den Weg laufen.
Aber solltet ihr es gerade tun, ihr erkennt mich vermutlich ohnehin nicht.

Die dicke Mütze tief in’s Gesicht gezogen, den Blick traurig nach unten gesenkt.
Auf die zerrissene Jeans und die derben Boots.
Die Jacke, unter der sich der olle Pulli befindet, bis zum Kinn hochgezogen.
Ja, das bin genau ich. Dieser Tage.

Denn – ganz klischeemäßig – spiegelt mein Kleidungsstil immer die eigene Gemütslage wieder!
Ich bin „Kummer“ auf zwei Beinen in jenen kalten Tagen.
Mein Leben steht Kopf und langsam wird mir richtig schwindelig dabei!
Zwar trage ich weder die große, runde Hornbrille noch den selbstgestrickten Öko-Pulli (strickt mir ja keiner einen! 😉 ) – doch meine Version des depressiv gestimmten, stets nölenden „Kummers“ sieht genau so aus, wie sie es gerade tut.
Dabei war ich mal so Anders! Ich bin’s sogar eigentlich noch!
Und ich hoffe, dass diese andere Alex ganz bald wiederkehrt. mehr „Gefühlschaos“

Zucker-süß und dem Himmel so nah! – Unser Wochenende in Bildern 09./10.11.

9+

Samstag

„Haaalt“  – räusper- erneuter Versuch:
„Hahaaalt“ – hust!

Ein kläglich, krächzender Hilferuf stößt endlich aus meiner selbst empor.
Nein, so geht das nicht!
Ich muss das noch einmal versuchen und huste, rotze, räuspere noch einmal tatkräftig.
Um endlich ein energisches

„Huaaahllllt“

aus mir heraus bersten zu lassen, welches vielmehr eine feindliche Übernahme des eigenen Körpers durch (extremst schleimige!) Aliens vermuten lässt.
Meine Stimme klingt fürchterlich, wie schon die Tage zuvor auch. mehr „Zucker-süß und dem Himmel so nah! – Unser Wochenende in Bildern 09./10.11.“

Flunker-Queen – was sie sagt – und was sie wirklich meint

11+

Ich habe kürzlich in einem Blog-Beitrag darüber geschrieben, wie Scheiße das Lügen und Flunkern ist – und dass wir es doch viel öfter mal mit der Wahrheit versuchen sollten.
Das finde ich auch immer noch, gerade geht es darum, gegenüber den Kindern als Vorbild zu fungieren!
Dann ist es unsere verflixte Pflicht und Aufgabe!

Was ich dabei aber vergaß ist, wie oft ich selbst eigentlich im Alltag flunkere.
Und sei es nur ein klitzekleines bisschen.
Auch – oder vor allem – den Kindern gegenüber.

Zumindest realisiere ich, dass ich des Öfteren Dinge sage und Aussagen treffe, die ich gar nicht so meine.
Und vielleicht wäre gerade im Zusammenspiel zwischen Mann und Frau ab und an ein übersetzendes Wörterbuch (ich weiß, das hat schon mal jemand vor langer, langer Zeit versucht) von Nutzen.
Vielleicht aber auch gerade besser nicht! 😉

Ich jedenfalls sage ziemlich viele Dinge, die ich innerlich ganz anders meine.
Und gewiss fallen mir nach diesem Blog-Beitrag noch eine ganze Menge weiterer Beispiele ein.
Ein paar habe ich aber dennoch für Euch, mich selbst und mein Umfeld (und meinen Mann! 😉 ) zusammentragen können.
Viel Spaß! 🙂

Was ich sage:

„Oh komisch – ich muss ja schon wieder auf’s Klo“
(gerichtet an’s Kind)
mehr „Flunker-Queen – was sie sagt – und was sie wirklich meint“

Daheim, Daheim: hyggelige Hyggeligkeit

15+

Wir sind wieder zu Hause und es stellt sich die Frage, was bei uns noch so laufen wird.
In den Herbstferien.
Und guten Gewissens und aus vollster Überzeugung kann ich nun an dieser Stelle behaupten:
Nicht mehr viel!
(Fragt mich das gerne übermorgen nochmal!
Dann, wenn ich mir verzweifelt und genervt die Haare raufe, erdrückt von den eigenen vier Wänden – und betäubt durch Ohren-tötendes Kindergeschrei und Gewusel)

Aber aktuell habe ich nichts Großes mit den Kindern weiter vor.
Der Gatte ist auf Dienstreise.
Und wir? Verweilen zu Hause.

Denn wenn Fünf eine Reise tun, und sei sie noch so kurz, dann wird es unweigerlich immer eines:
Teuer! mehr „Daheim, Daheim: hyggelige Hyggeligkeit“

Wie ist das eigentlich so in der Kinderklinik?

14+

...gar nicht mal so schlecht.
Es gibt Orte, die würden nicht gleich auf Anhieb den Eindruck erwecken, jemals vermisst zu werden, sind die Kinder erst einmal groß geworden.
Doch für mich gehört die Kinderklinik dazu (und jetzt nennt mich gerne bekloppt!).

Denn was ich in meinem Wochenende in Bildern nicht berichtete:
Es war bereits mein achter (?) Aufenthalt in der Kinderklinik der Heimatstadt!

Ja, wir suchten keinen allzu fremden Ort auf, die mittlere Tochter und ich, am vergangenen Samstag.
Und möglicherweise war dies ebenfalls einer der vielen Gründe, die mich dazu bewegten einzuwilligen – und auf Empfehlung der netten Ärztin die Nacht dort zu verbringen.

Ich wusste genau, was mich erwarten würde, was zu tun oder gegebenenfalls zu lassen wäre.
Ich besuchte einen vertrauten Ort, an dem ich bereits mehrere Nächte schlief – oder eben auch durchwachte.
Eine Zeit lang fühlte ich mich als Dauergast, hätte mich gern mit jeder Schwester auf Station angefreundet und die schicken Badeschlappen gleich da gelassen.

Und jetzt – mit einem bisschen Abstand – jetzt nach all‘ den blöden Tagen der vergangenen zwei Wochen –  jetzt wo alle drei Kinder wieder fit, gesund in Schule und Kita sind, jetzt möchte ich bei einem Gläschen Wein einmal meine Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema Kinderklinik sammeln. mehr „Wie ist das eigentlich so in der Kinderklinik?“

Unser (Geburtstags-) Wochenende in Bildern 07./08.09.

13+

Von unserem gestrigen Kindergeburtstag im Indoor-Spielplatz berichtete ich bereits hier ausführlich.
Daher heute nun noch „ganz kurz und flott“ unser gesamtes (Geburtstags-) Wochenende in Bildern!
Viel Spaß! 🙂

Samstag

Mein Baby wird groß und die Kleinste feiert heute ihren 6. Geburtstag!
Zum Frühstück gib’s ober-gesunde Schokokuss-Torte – und noch gesünderen Zitronenkuchen!
Und einen Roller – des Eisengehaltes wegen!
Zumindest äußert die Kleinste im Nachhinein wiederholt mit vollster Begeisterung, dass es am Morgen zum Frühstück einen niegel-nagel-neuen Roller gab! Yummy! 😉

mehr „Unser (Geburtstags-) Wochenende in Bildern 07./08.09.“

Unser Mädels-Ausflug nach Berlin – wie es weiter ging

11+

Dienstag.
Am liebsten würde ich sie beide jetzt schon abholen.

Gleich und sofort.
Würde sie in den Arm nehmen, ganz dick knutschen und mich bei Beiden bedanken.
Für eine Zeit, die intensiver nicht hätte sein können.
Und auch kaum anstrengender. 😉

Wohl aber haben die letzten 48 Stunden geprägt, ein Bündnis geschaffen, Zusammenhalt sich weiter festigen lassen und ganz viele Erinnerungen gebildet!
Erinnerungen, von denen meine Töchter hoffentlich noch lange Zeit sprechen werden.

Und gerade jetzt am Dienstag Vormittag fällt mir die Umstellung besonders schwer.
Jetzt, wo ich ein paar kurze Stunden alleine im Haus bin. (und eigentlich dringendst mal durchwischen sollte! 😉 ) 
Der Gatte auf Dienstreise, der Sohn auf Klassenfahrt und die beiden Mädels wohlbehütet in Kita und Schule.
Genau jetzt vermisse ich sie schmerzlich!

Ja, wir hingen und „klebten“ regelrecht und buchstäblich aneinander, während dieser zwei Tage.
Weit mehr als wir es jemals zu Hause getan hätten.
mehr „Unser Mädels-Ausflug nach Berlin – wie es weiter ging“

Let’s talk about: Brustkrebsvorsorge

11+

Ich hab‘ beide nie besonders gemocht.
War schon immer so.
Irgendwie hatten sie mich immer geärgert, taten weh oder waren gar ein Dorn im eigenen Auge.
Sie waren zu einem nicht unbedeutenden Teil daran schuld, dass ich mit siebzehn wie besessen hungerte.
Um es den Zweien zu zeigen! Um sie wieder loszuwerden!

Denn schließlich kamen sie von mir völlig ungebeten und sorgten dafür, dass gleichaltrige Mitschüler lachten und kuckten.
Das war mir unangenehm und die Anwesenheit meiner neuen Begleiter erfüllte mich weder mit Stolz, noch konnte ich mir damals deren Nutzen auch nur annähernd erschließen!
Sie stellten sich meinem Empfinden nach viel zu sehr in den Vordergrund, schränkten bei sportlichen Aktivitäten plötzlich ungewohnt ein und wollten mich und meinen Körper verändern. Wie dreist! 😉

Ja, seinerzeit hätte ich den beiden niemals nette Kose-Namen (mache ich auch heute noch nicht!) gegeben, noch mich mit den unliebsamen Anhängseln angefreundet.
Ich hatte sie nicht lieb und schon gar nicht als ein Teil von mir akzeptiert. mehr „Let’s talk about: Brustkrebsvorsorge“

Mach’s gut Juli! – Wenn Haustiere sterben

21+

Eigentlich sollte jetzt an dieser Stelle ein gänzlich anderer Text stehen.
Ein leichter, beschwingter Text.
Eben mitten aus den Ferien gegriffen.
Lustig und ohne großen Tiefgang wollte ich Euch darüber berichten, wie gerade in den Sommerferien unsere Welt auf ganz chaotische Weise Kopf steht.

Wie sich Regelmäßigkeiten nun um Stunden verschieben – und Kinderscharen noch lange nach Einbruch der Dunkelheit wild glucksend durch den eigenen Garten toben.
Wie ich mich stets zu bemühen pflege, weit nach Mitternacht endlich den eigenen Nachwuchs von der Notwendigkeit des Schlafens zu überzeugen und wie wir alle zerzaust in Unterhose – aber immerhin ausgeschlafen – am Frühstückstisch sitzen, der eigentlich einem „Mittagstisch“ nahe kommen würde.

Ich wollte Euch davon berichten, dass ein eigentliches Mittagessen in den Ferien des Öfteren gar erst nach 15 Uhr von sechs hungrigen Mäulern verspeist wird – und wie ich die alte Heimat wieder für mich entdeckte.
Von unserem „Besuchs-Kind“ wollte ich berichten, das eine ganze Woche bei uns übernachten wird und damit dem großen Sohn eine Riesen-Freude bereitet.
Von Kino und leckeren Waffeln mit Schlagsahne ebenfalls und vom glitzernden Wasser im Freibad! mehr „Mach’s gut Juli! – Wenn Haustiere sterben“

Alle Jahre wieder: Wie feier und überlebe (!) ich einen Kindergeburtstag?

11+

Ich musste niemandem etwas beweisen in dieser schwül-gewittrigen Nacht.
Brüllen durfte ich, wie ein Tier.
Bar jeglichen Schamgefühles durchstand ich zwar Höllenschmerzen – wurde dafür aber mit einem von drei wundervollsten Momenten des eigenen Daseins belohnt.
Mit dem Gefühl des frischgeborenen, einzigartig duftenden Lebens auf der eigenen Brust.

In dieser Nacht war alles egal.
Selbst vor der anderen Mutter im Nebenraum musste ich mich weder schämen, noch mich als besonders vorbildlich herausstellen.
Denn die? Brüllte und schrie mindestens genauso laut wie ich!

Sicherlich wusste sie damals auch nichts davon, dass sie eines Tages ganz „Pinterest“ nach den bestmöglichen Ideen für die aufwändigsten Geburtstags-Einladungen durchforsten würde – oder dies zumindest tun sollte. mehr „Alle Jahre wieder: Wie feier und überlebe (!) ich einen Kindergeburtstag?“