Zucker-süß und dem Himmel so nah! – Unser Wochenende in Bildern 09./10.11.

9+

Samstag

„Haaalt“  – räusper- erneuter Versuch:
„Hahaaalt“ – hust!

Ein kläglich, krächzender Hilferuf stößt endlich aus meiner selbst empor.
Nein, so geht das nicht!
Ich muss das noch einmal versuchen und huste, rotze, räuspere noch einmal tatkräftig.
Um endlich ein energisches

„Huaaahllllt“

aus mir heraus bersten zu lassen, welches vielmehr eine feindliche Übernahme des eigenen Körpers durch (extremst schleimige!) Aliens vermuten lässt.
Meine Stimme klingt fürchterlich, wie schon die Tage zuvor auch. mehr „Zucker-süß und dem Himmel so nah! – Unser Wochenende in Bildern 09./10.11.“

Freude, Tränen & gutes Essen – unser Wochenende in Bildern 02./03.11.2019

10+

Einmal in der Woche bin ich die glücklichste Mami auf Erden!
Glaubt Ihr nicht?
Doch, das bin ich. Ganz ehrlich.

Dann nämlich, wenn ich das zarte, monotone Schnauben neben mir höre.
Diese gleichmäßigen, friedlichen Atemzüge.
Dann, wenn sich die heißen Füßchen, die allmächlich dem Zusatz „-chen“ entwachsen, gegen meinen Unterleib drücken oder gar zwischen die eigenen Schenkel schieben.
Wenn seidig weiche Locken den Blick auf das niedliche Gesicht und die rosige Haut versperren – und nur Nase und Lippen des Kindes neben mir zu erahnen sind.
Dann bin ich glücklich! Sehr sogar!

Genau, wie jetzt. An diesem Samstag Morgen.
Denn noch ahne ich nicht, dass ich vierzehn Stunden später die gefühlt schlechteste und verzweifelste Mutter auf Erden sein werde. mehr „Freude, Tränen & gutes Essen – unser Wochenende in Bildern 02./03.11.2019“

Unser Wochenende in Leipzig – 05./06.10

11+

Samstag

Den roten Ball soll ich finden – und den anderen auch.
Dabei rennen und einzeln die ebenfalls roten Plastik-Körbe treffen.
Im Anschluss Sack hüpfen, dabei mit meinem Jeans-Minirock möglichst eine gute Figur machen (na gut, das ist mein eigener an mich selbst gerichteter Anspruch) – und vor allem die andere Mutti rechts neben mir gnadenlos abhängen!

Und es gelingt mir!
Ich hüpfe im alten Kartoffelsack als Sieger über die Ziellinie. YES! Ernte anerkennende High Fives der eigenen Kinder und lobende Worte der – ich weiß gar nicht so Recht was für eine Frau hinterm Mikrofon das eigentlich ist! 😉

Genauso wenig, wie ich weiß, wie ich überhaupt in jene verwundernde, überaus eigenartige Situation geraten bin.
Hier im EInkaufszentrum – in der Filiale des Technik Giganten mit den roten Buchstaben.
mehr „Unser Wochenende in Leipzig – 05./06.10“

Zoo Leipzig: Die Welt an einem Tag

8+

Er kann einfach nicht von ihr lassen.
Wild rollen sich beide im Eifer des Gefechts hin und her, nähern sich gefährlich nah der steilen Felskante.
Blind, die Welt um sich herum wahrzunehmen.
Es ist ein kurzes Intermezzo und scheint die anderen Mitbewohner nicht im Geringsten zu stören.

Denn die sind zu beschäftigt.
Mit Popeln, Papier-zerknüllen und Zanken.
(Man könne an dieser Stelle meinen, ich berichte hier von der ganz eigenen Brut 😉 )

Nach vollendetem Akt nimmt er sie noch einmal kurz liebevoll in die Arme, drückt ihr einen herzhaften Schmatzer auf die Wange – dann trennen sich ihre Wege. Vorerst.
Denn nur Minuten später starten erneut zarte Annäherungsversuche.

Doch jetzt hat sie zu tun.
Hängt chillend am Ast, kaut entspannt auf einem Stückchen Holz herum und würdigt ihn keines Blickes mehr.
Als er erneut die Hand zaghaft auf ihren Arm legt, wird diese festen Griffes entschlossen zur Seite geschubst.
Nein, SIE möchte heute keinen weiteren Akt der Fortpflanzung.
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Zu Fünft in Leipzig – Stadt der imposanten Decken

8+

Sam ist wunderschön. Groß gewachsen, dunkle Augen und hübsch gekämmte Haare. Nicht zu streng, genau richtig. Sanften Blickes steht er hinter mir, adrett gekleidet, atemberaubend in seinen Bewegungen.

Nur mit einem Haken:
Er scheint mir gute fünfzehn Jahre zu jung zu sein! 😉
Doch genauso schnell, wie Sam in mein Leben tritt, verschwindet er eiligen Schrittes wieder.
Mit dem heißen Kaffee-Becher in der Hand.

Ich befinde mich in der Filiale einer der weltgrößten (und Gerüchten zufolge überteuerten 😉 ) Kaffee-Rösterei und nestele verlegen am Papp-Becher-Kragen herum.
Vielleicht sollte ich nicht englischsprachigen Jünglingen hinter her starren – und stattdessen den Blick gen Decke wenden?
Denn der lohnt hier auf jeden Fall! mehr „Zu Fünft in Leipzig – Stadt der imposanten Decken“

Raus an den See! – Unser WiB 28./29.09.19

11+

Samstag. Wie wild strampeln die kleinen Beinchen und das grüne Kinderfahrrad saust an uns vorbei.
Über feuchten Waldboden und erste bunte Blätter, so schnell, dass ich nur noch schemenhaft das blonde Mädchen den langen Pfad entlang radeln sehe.
Denn heute bin ich nicht alleine, muss den Weg nicht im Alleingang bestreiten, sondern habe zwei meiner liebsten Menschen bei mir!
Und ich bin sooo stolz!

Glaubte ich Minuten vorher noch einen mehr als lockeren Lauf, der einem Spaziergang ähneln könnte, vor mir zu haben, so merke ich jetzt, wie ich langsam warm werde.
Ja, noch nicht einmal drosseln muss ich mein Tempo!
Wir harmonieren prima zusammen, die Kleinste auf dem Rädchen, der Gatte wenige Meter hinter mir und ich.

Sport mit Kindern geht!

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Unser Mädels-Ausflug nach Berlin – wie es weiter ging

11+

Dienstag.
Am liebsten würde ich sie beide jetzt schon abholen.

Gleich und sofort.
Würde sie in den Arm nehmen, ganz dick knutschen und mich bei Beiden bedanken.
Für eine Zeit, die intensiver nicht hätte sein können.
Und auch kaum anstrengender. 😉

Wohl aber haben die letzten 48 Stunden geprägt, ein Bündnis geschaffen, Zusammenhalt sich weiter festigen lassen und ganz viele Erinnerungen gebildet!
Erinnerungen, von denen meine Töchter hoffentlich noch lange Zeit sprechen werden.

Und gerade jetzt am Dienstag Vormittag fällt mir die Umstellung besonders schwer.
Jetzt, wo ich ein paar kurze Stunden alleine im Haus bin. (und eigentlich dringendst mal durchwischen sollte! 😉 ) 
Der Gatte auf Dienstreise, der Sohn auf Klassenfahrt und die beiden Mädels wohlbehütet in Kita und Schule.
Genau jetzt vermisse ich sie schmerzlich!

Ja, wir hingen und „klebten“ regelrecht und buchstäblich aneinander, während dieser zwei Tage.
Weit mehr als wir es jemals zu Hause getan hätten.
mehr „Unser Mädels-Ausflug nach Berlin – wie es weiter ging“

Müde durch’s Alltags-Chaos

14+

Bier und Pizza.
Schreit ein Tag am späten Abend danach, dann waren die vorangegangenen Stunden offensichtlich nicht die Allerbesten! 😉
Zumindest ist es bei mir so.

Gewiss gibt es auch Tage, an denen schmeckt beides ohnehin supi gut in Kombination (alternativ greife man auch beherzt zur Flasche Billig-Lambrusco), doch bleibt beides für mich Eines:
Seelentröster und Wieder-Gutmacher für einen verkorksten Tag.

Heute jedenfalls wiege ich ein Kilo mehr und habe noch immer eine kleine Plauze! 😉

Was passierte?
Nun, ich kollidiere seit Tagen mit dem, was sich Alltag nennt!
Mit all‘ seinen verflixten Konsequenzen.

Und eigentlich sollte an dieser Stelle nun ein gänzlich anderer Text stehen.

Von meinem Schlafprotokoll wollte ich berichten.
Davon, dass ich mich seit Beginn des neuen Schuljahres eigenartig krank fühle.
Unfassbar träge, müde, absolut nicht leistungsfähig.
Die Augen brennen, der Kopf umhüllt von dichten Nebelschwaden (der Herbst naht! 😉 ) bar jeglicher Fähigkeit klar und rational zu denken.
Von den vielen warnenden roten Punkten auf eben jenem Protokoll wollte ich berichten und meinem Ärgernis noch immer nichts dazu gelernt zu haben.
Noch immer nicht in der Lage zu sein, unter der Woche früh in’s Bett zu gehen und weit mehr als die läppischen fünf bis sechs Stunden zu schlafen.

Vom allabendlichen Einschlaf-Marathon wollte ich berichten.
Und meinen verzweifelten Versuchen, drei Kinder innerhalb angemessener Zeit in’s eigene Bett zu katapultieren.
Ich schrieb‘ über meinen Wunsch, ab und an die Kinder einfach mit einem „Bären-Betäubungspfeil“ für angenehme acht bis neun Stunden Nachtruhe außer Gefecht setzen zu können.
Und davon, wie ich versehentlich einst eben genau diesen Wunsch im Beisein der Kleinsten laut äußerte.
(Es kostete mich damals weitere zwanzig Minuten Bettgeh-Zeit zu beteuern, dass es keine Betäubungspfeile für Menschen gibt! Und dass diese gewiss nicht in die Hände von Müttern gelangen!)

Doch noch bevor ich diesen Beitrag beenden konnte, kam mir einer dazwischen: mehr „Müde durch’s Alltags-Chaos“

Let’s talk about: Brustkrebsvorsorge

11+

Ich hab‘ beide nie besonders gemocht.
War schon immer so.
Irgendwie hatten sie mich immer geärgert, taten weh oder waren gar ein Dorn im eigenen Auge.
Sie waren zu einem nicht unbedeutenden Teil daran schuld, dass ich mit siebzehn wie besessen hungerte.
Um es den Zweien zu zeigen! Um sie wieder loszuwerden!

Denn schließlich kamen sie von mir völlig ungebeten und sorgten dafür, dass gleichaltrige Mitschüler lachten und kuckten.
Das war mir unangenehm und die Anwesenheit meiner neuen Begleiter erfüllte mich weder mit Stolz, noch konnte ich mir damals deren Nutzen auch nur annähernd erschließen!
Sie stellten sich meinem Empfinden nach viel zu sehr in den Vordergrund, schränkten bei sportlichen Aktivitäten plötzlich ungewohnt ein und wollten mich und meinen Körper verändern. Wie dreist! 😉

Ja, seinerzeit hätte ich den beiden niemals nette Kose-Namen (mache ich auch heute noch nicht!) gegeben, noch mich mit den unliebsamen Anhängseln angefreundet.
Ich hatte sie nicht lieb und schon gar nicht als ein Teil von mir akzeptiert. mehr „Let’s talk about: Brustkrebsvorsorge“

Das L.A.M.A. muss mit! Mit AMIGO-Spiele im Freibad *Verlosung*

8+

Es fühlt sich so an, als hätte ich erst gestern von unserem allerersten diesjährigen Besuch im Freibad berichtet.
Wie ich mich stets kreidebleich, Käse-blass und noch ein klein wenig unsicher fühle, hocke ich das allererste Mal auf der hellblau-gepunkteten Picknick-Decke.

Ich berichtete davon, wie die Kinder kaum zu bremsen sind, habe ich erst einmal die Kalender-Seite mit dem „Mai“ umgeschlagen und wie sie dem Highlight „Freiluft-Schwimmbad“ entgegenfiebern.
Auch erzählte ich davon, wie aus dem Besuch auf der heimischen Liegewiese und dem Sprung in’s vertraut-kühle Nass schnell Routine wird – und gegen Ende des Sommers ganz langsam anfängliche Begeisterung einer gewissen Gleichgültigkeit, wenn nicht gar Interessenlosigkeit weicht.

Und ich fürchte, wir sind bereits wieder an diesem Punkt angelangt.
Heute Morgen schlüpfte ich das erste Mal in die enge Jeans (Uuuah wie eklig, nach Wochen der Frei-Bein-Saison!), zog die Lederjacke über und streifte Stiefeletten über die in Socken eingepackten Füße!
Elf Grad Celsius zeigte das Thermometer!
Und ganz hinten am Horizont lässt er sich schon erahnen:
Der nahende Herbst!

In vier Wochen schließt das geliebte und so oft besuchte Schwimmbad wieder seine Pforten und lässt auf einen neuen Mai hoffen.

Ich muss für Abwechslung sorgen! mehr „Das L.A.M.A. muss mit! Mit AMIGO-Spiele im Freibad *Verlosung*“