Unser Weg zurück in den Alltag

17+

Während ich diese Zeilen hier schreibe, fährt gerade das Auto des Gatten im Hof vor.
Es ist kurz vor 21 Uhr am Freitag Abend und nach einem sehr langen Arbeitstag – heute in Hamburg – wird es nicht lange dauern, und der mir Angetraute schlummert erschöpft auf der Couch ein.
Und das ist in Ordnung so, denn DAS ist normal. Das ist Alltag.

Ebenso, wie die Mittlere heute Abend nicht zu Hause ist.
Denn heute darf sie bei ihrer Freundin übernachten. Heute habe ich es ihr erlaubt.
Heute musste ich es ihr sogar gewähren, wenngleich ich aus Gründen kein großer Fan von Übernachtungs-Parties bin.
Sowohl bei uns, als auch wenn die Kinder außer Haus schlafen möchten.
Doch auch wenn ich weiß, dass mein Kind in dieser Nacht wohl nicht viel zum eigentlichen Schlafen kommen wird, so hat sie Eines genau jetzt verdient:
Normalität und Alltag!

Der Sohn verweilt oben in seinem Zimmer, denn Freitags (und nur dann) darf er nach einer normalen Schulwoche die Playstation wieder anschalten.
Auch das sei ihm gegönnt, ganz genau so wie die Kleinste nun gerade faul auf dem Sessel lümmelt, noch ein bisschen wach bleiben und den dümmlichen Geschichten von Familie Peppa-Sackgesicht-(Pardon!!)Wutz folgen darf.
Ja, das darf mein kleinstes Kind nun.
Denn all‘ das ist normal und hin und wieder unser kleiner Familien-Alltag.
Und genau diesen möchte ich für meine Kinder nach dem gestrigen Tag erkämpfen und wiederherstellen. mehr „Unser Weg zurück in den Alltag“

Mach’s gut (Ur)Oma!

8+

Ich habe viele Fragen beantwortet. Die letzten zwei Tage.
Geduldig wiederholte ich meine Aussagen. Immer und immer wieder.
Denn das war und ist richtig.

Es ist der einzige und alleinige Weg, mit einem derartigen Thema umzugehen und die eigenen Kinder – gerade das jüngste – an eine solche Erkenntnis heranzuführen.
Die Erkenntnis, dass eben alles endlich ist und Menschen gehen müssen.

Als ich vor zwei Tagen die Nachricht vom schnellen Tod der geliebten (Ur) Oma erhielt, hatte ich die Wahl.
Zwischen bedrücktem Herumdrucksen und dem Kind eine vorläufige Lüge aufzutischen, um ihr die traurigen Neuigkeiten in trauter Zweisamkeit und ganz behutsam nahe zu bringen.
Und der Option die Tochter gleich in die unvorhersehbaren Geschehnisse einzuweihen.

Doch geht das in so einem Fall überhaupt? Behutsam?
Haben nicht auch Kinder ein Recht auf die Wahrheit, statt mit kläglichen Umschreibungen vorerst hingehalten zu werden?
Macht es das wirklich besser?

Nun, ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn mein Kind drängte auf eine Antwort.

Ich musste es gleich sagen

mehr „Mach’s gut (Ur)Oma!“

Heute will ich Hausfrau sein! – Kartoffel-Brokkoli-Gratin

7+

Heute bin ich häuslich. Nein ehrlich!
Heute möchte ich das volle Programm! Voll muttiviert will ich heute all‘ meinen hausfraulichen Pflichten nachkommen.
Ohne Ablenkung und Ausschweife, höchst konzentriert und pflichtbewusst.
Denn schließlich brauch‘ ich eine Ausrede. Und zwar sofort!

Muss Gedanken und Fragen verdrängen und Lösungswege mit einem Berg übereinander geworfener Schuhe und alter Kochbücher versperren.
Weil ich gerade keine Lösung finden will!
Ich muss mich nämlich jetzt gerade vor mir selbst rechtfertigen und in diesem aktuellen Moment „ober-wichtigen“, „unaufschiebbaren“ Aufgaben nachkommen.
Denn finde ich sonst die Hausarbeit als eher lästige und leicht Hirn-amputierte Last
(komischerweise entstehen dabei immer die besten Ideen! 😉 )  kommt sie mir heute gerade Recht.

Wann bin ich häuslich?

Häuslich bin ich meist an solchen Tagen, an denen eigentlich viel wichtigere Dinge anstehen. mehr „Heute will ich Hausfrau sein! – Kartoffel-Brokkoli-Gratin“

Nur eine Kiste – Schreiben wollte ich schon immer!

15+

Es war einer dieser Tage. Gestern.
Einer der Tage, die mich betrübt an mir selbst zweifeln und Bestehendes in Frage stellen ließen.
Orientierungslos fühlte ich mich, nicht in der Lage bestärkt und gestärkt an mich selbst zu glauben.
Und eigentlich sollte ich jetzt an dieser Stelle dringendst (!) diese Einleitung überarbeiten (melancholische Heulboje!), denn nicht wenige meiner Texte fangen seltsamerweise genau so an.
Mach ich aber nicht, denn is‘ halt so. 😉

Und dann fand ich diese weiße Kiste.

Beim Aufräumen. Einfach so. Viele Jahre schon stand sie da auf dem Schrank, überzogen von einer dicken Staubschicht.
Darin befindlich Dinge mit besonderem Wert.
Erinnerungsstücke, welche man – gerade als Mama – niemals ausmisten und vergessen sollte.
Weil wir an einigen Dingen hängen und beim Anblick derer sentimental seufzen und in längst vergangenen Zeiten schwelgen.

„Memmem“
so nannte der große Sohn beispielsweise seinen heißgeliebten Schnuller.

Welcher irgendwann, nach dem zweiten Geburtstag, “zufällig“ im Haus verloren ging und nie wieder aufzufinden sein sollte! 😉
Denn er war ja in der „Baby-Erinnerungsbox“ –  und der Schnuller schnell abgewöhnt.
Jetzt fiel er mir wieder in die Hände.

Eine schlichte weiße Pappbox also mit vielen Kostbarkeiten drin.
Ultraschallbilder und Stilltagebücher (ja, beim ersten Kind führt Frau noch Still-Tagebuch! 😉 ).
Krankenhausfotos & Co.
Und auch von mir an die eigenen Kinder geschriebene Briefe und Baby-Tagebücher.

Und ein Text lag darin.

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Wir lesen Schwesterherzen! Bäm! – Rezension und Verlosung!

6+

*Rezension. Sie können ein Herz und eine Seele sein. Meine beiden Mädels.
Schmiegen sich auf der Couch aneinander oder lassen gemeinsam auf allen Vieren rutschend Gummi-Pferde um die Wette wiehern.
Ganz vertraut und versunken spielen sie dann miteinander, als könne nix auf der Welt sie stören und diesen ganz besonderen Bund lösen.
Als gäbe es die etwas mehr als vier Jahre Altersabstand gar nicht und als wären zwei Seelen miteinander bis ins kleinste Detail vertraut.

Und dann gibt es diese anderen Momente.
Die ganz lauten. Dieses nicht enden wollende Gezicke und Gekreische, diese nervtötenden gegenseitigen Anschuldigungen, Drohungen (vorzugsweise ein „Ich blockier‘ und lösch‘ Dich“, was diverse gemeinsame Minecraft-und Sims- Aktivitäten betrifft), dieses fiese Gepetze.

Es sind diese Situationen, in welchen sich beide nicht mehr an jenen tiefen Zusammenhalt erinnern wollen, der sie verbindet und hoffentlich ein Leben lang begleiten wird.

Es ist eine emotionale Verbindung mit viel Herz, Gefühl, Liebe, Eifersucht und ab und an einem ganz klitzekleinem Fünkchen Hass.
Wenn Augen nur noch aus zusammengekniffenen Schlitzen blitzen und garstig funkeln. 
Bis beide einander wieder innig in den Armen liegen.
So, wie es sich für echte Schwestern(herzen) nun einmal gehört.  😉

„Und warum soll ich das jetzt mit Dir lesen?“ mehr „Wir lesen Schwesterherzen! Bäm! – Rezension und Verlosung!“

Das Kita-Entwicklungsgespräch – wichtiger Austausch & halb so wild

14+

Fast kann ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
Es ist beinahe schon ein ganz kleines Gefühl der Genugtuung.
Eine beruhigende Bestätigung.
Als ob das kleine garstige Männchen auf der Schulter und in meinem Ohr (NEIN! Sie hört keine Stimmen!!!) sich gerade gleichzeitig hämisch lachend auf die Schenkel klopft und ins knubbelige Fäustchen prustet.

„Haha! Sie-macht-es-dort-ganz-genau-so!“

schreit es mir in’s Ohr und kann sich dabei vor Lachen kaum noch halten.
Und innerlich ob dieser neuen Gewissheit aufatmend, lehne ich mich entspannt im Stuhl zurück.

Es ist Entwicklungs-Gespräch in der Kita.

Mit mir im Raum befinden sich zwei junge Erzieherinnen, jede Menge Gummibärchen, Wasser, Kekse – und eben ich.

Und was mir vor einigen Jahren noch Magenschmerzen bereitet hätte, lässt mich nun gelassen mit gleichgesinnten Menschen austauschen! Denn so sehe ich mittlerweile ein derartiges Gespräch!

Als Austausch! mehr „Das Kita-Entwicklungsgespräch – wichtiger Austausch & halb so wild“

Ohnezahn’s favourite: Zahnloses Ungeheuer Essen

9+

Es sieht wirklich furchtbar eklig aus! Nach dem Verrühren. 
Und somit hätte sich mein „Rezept“ an dieser Stelle nun auch schon wieder erledigt! 😉
Denn wer möchte etwas ausprobieren und dem kostbaren Nachwuchs vor die Nase setzen, das im Endergebnis – nachdem eben jener hungrig Hand angelegt hat – aussieht wie Noro-Virus im feinsten Porzellan?

Wen interessiert ein Rezept, welches im Teller nach hingebungsvollem Rühren fern jeglicher Insta-tauglichen kulinarischen Köstlichkeiten ist – und den Begriff „Food-Porn“ in die dunkelste und schmierigste (!) Schmuddel-Ecke befördert?

Mich!
Mich interessiert dieses – zugegebenermaßen herrlich einfache – Rezept!

Weil es das ultimative Lieblingsessen meines mittleren Kindes ist!
Welches sie sich heute zum abertausendsten Mal gewünscht hatte!
Weil der Anlass gerade wieder regelrecht danach schreit!

Heute muss wieder „zahnloses Ungeheuer-Essen“ gekocht werden! mehr „Ohnezahn’s favourite: Zahnloses Ungeheuer Essen“

Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag

8+

Heute ist also Weltfrauentag.
Und warum fühle ich mich ausgerechnet heute wie ein begossener Pudel mitten im strömenden Regen? 😉
Weil ich es nun einmal bin, die – Emanzipation hin oder her – die Kinder von Schule und Kita abholt. Im Starkregen.
Und zwar von Herzen gerne!
MIT Kuschel-Einhorn unter’m Arm und einer kleinsten Tochter, die sich währenddessen trotzig im höchst konzentrierten Schlammpfützen-Diving übt!

Aber Hey! Das hab‘ ich ja wohl heute im Griff!
Denn heute – und zwar nur heute – hab‘ ich das Sagen. Oder so ähnlich.
Und da anscheinend zu diesem Tag wohl jeder seinen Senf dazu geben muss, möchte ich das an dieser Stelle nicht missen! 😉
Geflutet und benebelt von bahnbrechenden Weisheiten und kraftspendenden Mutmachern, von Mucki-Emojis und Herzen.
Von Blumensträußen und Gratulationen zum weiblichen Geschlecht! Auf allen möglichen Kanälen.

Das nervt! Und nimmt einem solchen Tag schon wieder das Besondere. Lenkt vom eigentlichen Sinn ab. mehr „Heute hab ich die Eier in der Hose – Weltfrauentag“

Nur ein Tag – Gedanken zum 40. Geburtstag

10+

Es hätte besser laufen können. Gestern.
Fröhlicher hätte ich sein können.
Etwas weniger müde und geschlaucht, ohne dieses ausgelaugte, bleierne Gefühl, welches mich ausgerechnet an diesem Tag lähmen sollte! Strahlender hätte ich sein sollen und im großen Stil feiern. Nicht ganz ruhig, still und heimlich.
Schließlich gehört sich dies so für einen runden Geburtstag, oder etwa nicht?
Doch wollte ich es ja genau so haben, arbeitete ein klitzekleines bisschen auch bewusst darauf hin, dass ich hier einfach nur von einem (ziemlich gewöhnlichen) Tag von vielen schreiben kann! 😉

Ich hatte mich gegen die große Sause entschieden.

Aus mehreren Gründen. mehr „Nur ein Tag – Gedanken zum 40. Geburtstag“

Wenn Mut und Stärke keine Frage des Alters sind – Sweatjacken mit Printfutter von Fabata

6+

*Werbung. Aufgeregt streifte sie durch die Reihen. Folgte der jungen, hübschen Verkäuferin an zahlreichen Kleiderständern und dekorativ ausgelegten Pullover-Stapeln vorbei. Dabei schien sie ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Fest entschlossen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, lief mein kleinstes Kind festen Schrittes durch das große Bekleidungsgeschäft.
Einen Einhorn-Pullover wolle sie haben, so verkündete mein kleines Mädchen ganz stolz der netten Verkäuferin gegenüber.

Die Verkäuferin, welche sie mutig und ganz selbstbewusst alleine ansprach. Ganz eigenständig wollte mein „Baby“ einen Pullover für sich organisieren.

Und dies gelang ihr auch mit Erfolg!
Doch damit sollte es nicht getan sein. Völlig selbständig und selbstverständlich sollte nun der erbeutete Pullover anprobiert werden!
In der Umkleidekabine. OHNE Mama, denn ich musste draußen warten.
Und da stand es nun, mein kleines Mädchen.
Drehte und wendete sich und musterte sich kritisch im Spiegel.

Und während ich mein Kind so beobachtete, überkam mich ein sonderbares Gefühl.
Es schlich sich so an, ganz heimlich, und ließ mich kurz innehalten.

Ich fühlte mich, als hätte ich meine Kinder jahrelang um ein Erlebnis betrogen. mehr „Wenn Mut und Stärke keine Frage des Alters sind – Sweatjacken mit Printfutter von Fabata“