Hallo Istrien! Kroatien trotz Corona? Unser Wochenende in Bildern 11./12.07.

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Ich brauche nur aus dem Küchen-Fenster zu blicken und habe ALLES, was ich mir für diesen Sommer so sehr gewünscht hatte!

Der alte Kirchturm bimmelt einladend zum Sonntags-Gottesdienst, das tiefblaue Meer glitzert am Horizont – und draußen blüht der Oleander in den leuchtendsten Farben!

Kinder toben und plantschen glücklich im Pool, meine Hände duften nach Sonnencreme.
(Selbstverständlich vom Akkord-Eincremen aller zutiefst aufgeregten Kinder – der Pool könne ja innerhalb von Minuten verpuffen!!! 😉 ).

Ich trage bereits beim Frühstück den Bikini!
(Und habe es nicht geschafft, auch nur einmal in Ruhe zu pinkeln oder mir gar die Zähne zu putzen)

Läuft also!

Willkommen im Sommer-Urlaub im Süden mit drei Kindern!

Hallo Du wunderschönes Istrien!

Wäre da nur nicht dieses mulmige Gefühl…

Und doch fühle ich mich…

….wie ein Schwerverbrecher – und wünsche mir nichts sehnlicher, als dieses dumme Gefühl im Unterbewusstsein ausschalten zu können!

Denn da ist immer noch dieses doofe Virus, welches die Welt eng an der Gurgel packt.
Und da sind diese blöden Medienberichte!

Über explodierende Zahlen auf dem Balkan schreiben sie, Schlagzeilen betitelten schon in der Woche zuvor einen unbeschwerten Sommerurlaub in Kroatien als „in Gefahr“.

Und so sehr ich mir auch vornahm, diese zu ignorieren und auf den gelernten Analytiker zu hören, (der versucht mir zu verdeutlichen, dass es an der Küste Istriens noch immer nicht so schlimm ist, wie in manchen Regionen Deutschlands) der fade Beigeschmack bleibt!

Ich fühle mich, als habe ich meine Kinder absichtlich in ein „Mienen-Feld“ kutschiert.

Nur damit ICH eine Woche meinen Inbegriff vom Sommer leben kann.

Gedanken, die wohl nur Mütter nachvollziehen können. 😉

Komischerweise lacht und gluckst und tobt und grölt der Nachwuchs überglücklich – und scheint mir mein „Verbrechen“ in keinster Weise übel zu nehmen!

Und ich hoffe einfach, dass ich im Laufe dieses wunderschönen Sonntags zu der gewünschten Leichtigkeit und Unbeschwertheit finden werde!

Ganz sicher wird mir das später am Meer gelingen!

Ich kann es eigentlich kaum abwarten, den Laptop zuzuklappen und dort hin zu laufen! 🙂

Doch fangen wir von vorne an!

Wie sind wir hierher gekommen?

Samstag

Wir wollen früh losfahren! Sehr früh!

Die Koffer sind gepackt – von mir aus kann’s losgehen!
Ebenfalls bereits geschehen: Die online-Registrierung für die kroatische Grenze – hat dort aber im übrigen niemanden (!) interessiert und auch keine Zeitersparnis gebracht! 😉
2.30 Uhr – erstmal Kaffee!!!
….ich habe zwei Stunden geschlafen….sooo müde!

Die ersten Stunden in der Nacht kommen wir wunderbar durch, die Autobahn ist leer und das Traditions-Frühstück beim „Amerikaner“ im Chiemgau kann fast auf die Minute stattfinden! Es regnet draußen übrigens in Strömen!!!

Und dann müssen wir doch warten!

Am Karawanken-Tunnel hingegen geht gar nichts mehr! Bereits gegen Mittag funktioniert hier nur noch Block-Abfertigung – das erste Mal übrigens, dass wir hier nicht einfach durchfahren können! Wir warten also im Auto, und futtern, und krümeln…. 😉

Ich bin dran mit „fahren“ – vielmehr ist’s aber langes Warten
Starkes Gewitter in Kärnten! Aber zumindest können wir endlich durchfahren!

Normalerweise genieße ich die Fahrt durch Slowenien, ich finde die Autobahnen dort sehr gut ausgebaut und stets wenig befahren, so dass nebenbei viel Zeit bleibt, die wunderbare Landschaft zu bestaunen.

Wäre da nur nicht noch immer dieses fiese Gewitter, das die Region noch immer im Griff hat.

Tiramisu im Auto – mittlerweile sind wir 12 Stunden unterwegs….
Doch kaum nähern wir uns der slowenischen Adria-Küste heitert’s auf – und aus 13 Grad im Alpenland werden ganz plötzlich 31 Grad! Komisch auch! 😉

Wir sind da!

Nahe Koper warten wir nochmals fast eine Stunde an der kroatischen Grenze, doch von dort ist’s wirklich nur noch ein Katzensprung bis zu unserer Unterkunft nahe Umag!

DAS entschädigt für die lange Anreise sofort!

 

Diese nervigen, unkaputtbaren Kinder müssen selbstverständlich SOFORT in den Pool! 😉 😉

Es ist trüb am Samstag – später holt uns auch hier ein kräftiges Gewitter ein!
Sie sehen: Den Grund, warum wir in dieser Woche gewiss nicht einmal auswärts essen gehen werden! 😉

Endlich, gegen Mitternacht sind alle Kinder platt, gefüttert – und die Taschen zumindest soweit ausgepackt, dass alles wieder gefunden werden kann!
Ich falle direkt in’s Koma!

Sonntag

Kann ein Himmel blauer sein? Ich wache auf und sehe DAS:

Hallo Sonntag! Kaffee am Pool!
Flamingo und Meerjungfrau sind auch schon wach! 🙂

Kommt schon Leute! Ein „Ich-bin-faul-auf-der-Liege-und-schieße-ein-Bein-Foto“ muss sein! (um ehrlich zu sein lag ich aber nur zehn Minuten, danach rief die Spülmaschine und Kind 1, dann fiel bei Kind 2 das WLAN aus und Kind 3 musste nach-gecremt werden!)
Noch mehr Pool- und Hausspam! Sorry dafür! 😉

Und jetzt? Möchte ich an’s Meer!

Und Sorgen vergessen!
Will mich nicht mehr schlecht fühlen, wei’s eventuell nicht „richtig“ ist, hier zu sein!
(Aber wäre es das an einem überlaufenen Nord- oder Ostsee-Strand?)

Ist Urlaub überhaupt aktuell „richtig“?

Ich habe für mich entschieden, dass es für mein und unser aller Seelenheil auch einmal gut (und definitiv richtig!) ist, auch einmal von zu Hause weg zu kommen!

Ich MUSS einfach mal etwas anderes sehen, brauche die Luftveränderung (und das Klima!!!), um loslassen zu können.
Weitere sechs Wochen auf der heimischen Terrasse hätten mich meine Kinder vermutlich von Tag zu Tag ein bisschen mehr genervt anblöken lassen.

Und eine unglückliche, gestresste Mama?

Ist auch nicht gesund! Für niemanden! 

Wir gehen an’s Meer!

Definitiv mein heutiger „place to be“!!!

Habt’s fein!

Eure 

Alex

P.S. Wie immer – noch mehr Familienwochenenden in Bildern gibt’s drüben bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung) 

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