Die Ungewissheit der aktuellen Zeit – Abschied von der Kita? – Corona-Tagebuch

10+

Pfingstmontag, später Abend.
Ich habe aufgehört die Tage zu zählen.
Denn gibt es das noch immer? Das Corona-Tagebuch?

Jetzt wo Schulen wieder geöffnet sind und beide großen Kinder bereits einige Tage „Präsenzunterricht“ hinter sich haben?
Wo Menschen in Strömen deutsche Küsten aufsuchen und einzelne Bundesländer nahezu zum altgewohnten „Normalbetrieb“ übergegangen sind?

Ich selbst kann für mich hier keine Grenze oder einen Übergang mehr feststellen.
Könnte nicht sagen, wann es endete das „Corona-Tagebuch“.
Tage und Lockerungen, Änderungen und mehr oder weniger vorsichtige Schritte in eine alte, neue Normalität sind miteinander verschmolzen, so scheint es mir.

Ist das der berühmt, berüchtigte fließende Übergang?
Gibt es sie noch, die „Corona-Zeit“ – oder haben wir das Virus als steter Begleiter und versteckte Gefahr nunmehr einfach hingenommen und akzeptiert?

Sind wir zu unvorsichtig und sorglos geworden (bin ICH zu sorglos geworden?) oder ist es lediglich ein natürlicher Prozess der Adaption an Dinge, die wir nicht ändern und auslöschen können?
Ich weiß es nicht.

Was ich aber weiß ist, dass gerade vor mir mein kleinstes Kind auf dem Badezimmer-Teppich liegt und bitterlich weint. mehr „Die Ungewissheit der aktuellen Zeit – Abschied von der Kita? – Corona-Tagebuch“

Nicht ohne meinen Drucker! Homeschooling – ein Erfahrungsbericht

12+

Heute ist ein Tag, den es so in dieser Form seit nunmehr fast 9 Wochen nicht mehr gegeben hat.
Für ein paar Stunden an diesem nahezu außergewöhnlichen Vormittag habe ich nur ein einziges Kind im Haus.

Sowohl die größere Tochter, als auch mein Sohn sind heute in der Schule.
Im sogenannten Präsenz-Unterricht. 

„Präsenz-Unterricht“

Für meine Tochter ist es bereits der zweite Tag im zwecks Mindestabstand „umgebauten“ Klassenzimmer – mein Sohn trat den Weg zu den altbekannten Gemäuern heute früh das erste Mal seit langer Zeit an.

Es versteht sich von selbst, dass nicht nur der Sohn in dieser Nacht vor lauter Aufregung kaum ein Auge zubekommen konnte.

Denn dass ich die Bekanntgabe der alsbaldigen Rückkehr in den Unterricht nur mit mäßiger Begeisterung vernahm, ist bereits bekannt.
Ich äußerte mich hier bereits zu genüge dazu.

Kritisch beobachte ich die nächsten Tage und Wochen, kann ihr noch nicht ganz so trauen, der unproblematischen Rückkehr zu alten Gewohnheiten. 
Noch immer bereitet mir die Lage ein wenig Angst und Sorge.

Beim Sohn mag es mir sogar leichter fallen, hat er bislang nur drei fest eingeplante Präsenz-Tage von jeweils sechs Stunden, den nächsten davon erst wieder in 14 Tagen.

Meine Tochter hingegen muss als Viertklässlerin – und somit Vorreiterin – nunmehr während der kommenden zwei Wochen jeden einzelnen Tag in die Schule zurückkehren!

Und ich bin gefragt und gefordert, darin zu vertrauen, dass alles gut und reibungslos funktionieren wird.

Hoffe, dass Abstände eingehalten und Hygiene-Pläne umgesetzt werden können.

Und während mein Mädchen am Mittagstisch begeistert vom neuen, alten Alltag berichtet, bin ich es hingegen, die dieser Tage äußerst genau den Vormittag hinterfragt!

Und führe mich ein klitzekleines bisschen dabei auf, als würde ich nunmehr tagtäglich meine Kinder raus auf’s Minenfeld schicken. 😉

Denn ich hätte meine Kinder gerne noch eine Weile länger bei mir behalten und vor allem Unheil „da draußen“ beschützt!

Homeschooling läuft! mehr „Nicht ohne meinen Drucker! Homeschooling – ein Erfahrungsbericht“

8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52

66+

Bevor heute wichtige Entscheidungen und bahnbrechende Änderungen verkündet werden, muss ich doch noch einmal ganz schnell mit einem Blogbeitrag dazwischen grätschen!

Weil’s mich einfach gerade zu sehr beschäftigt und ein klitzekleines bisschen das Herz schwer macht – und die Äuglein feucht werden lässt.

Denn nicht alles war schlecht die vergangenen Wochen!

Wir waren gesund und hatten uns – für mich zwei kostbare Tatsachen, die es einfach nicht auszublenden gilt!
Das hat diese besondere Zeit nicht verdient!

Aber es gibt noch so viel mehr Dinge, die ich in einem neuen, alten Alltag schmerzlichst vermissen werde.

Hier meine ganz persönlichen acht Dinge: mehr „8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52“

Geiler wird’s nicht mehr – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 41 & 42

21+

Schwer fallen die müden Augenlider immer wieder zu.
Doch noch kämpfe ich.
Schließlich muss ich ja die Lage checken.

Ich blinzle also angestrengt und stelle fest:

„Aha. Sie hat wohl ihr Leben noch immer nicht im Griff“

Getrost kann ich also weiter dösen.

Hin und wieder zucken Bilder vor den eigenen Augen auf – und ich beobachte die leicht alternativ angehauchte, unfrisierte Mittzwanzigerin beim Scheitern und Stolpern während ihrem Weg durch ein verkorkstes, Alkohol-durchtränktes und Nikotin-umnebeltes Leben.

Es ist weit nach Mitternacht und ich möchte Zeit für mich haben!

Endlich will ich alleine auf der Couch liegen dürfen und hemmungslos netflixen.

Nach einem langen Tag, an dem ich nur funktionierte (dazwischen hin und wieder ausgiebig schrie und motzte) – und das eigene Ich dabei ganz tief in Vergessenheit geriet.

Wie so oft in dieser eigenartigen Zeit. mehr „Geiler wird’s nicht mehr – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 41 & 42“

Ich fahre zum Corona-Test – Corona-Tagebuch – Tag 25

16+

Donnerstag.
Abermals scheint die Sonne und ich bin alleine im Auto unterwegs.

Doch ist mir heute nicht zum Singen und Grölen hinterm Steuer zumute.
Obwohl ich es doch könnte, so alleine und frei!

Nur leider überwiegt dieses eigenartige, surreale Gefühl zu sehr.

Mir ist gerade nicht nach singen.

Genau genommen könnte ich stattdessen gerade unentwegt mit dem Kopf schütteln, während ich die Autobahn entlang fahre.
Nur dieses eine Mal darf ich das wohl noch – Auto fahren – die nächsten zehn Tage nicht mehr.
Denn ich befinde mich ja bereits innerhalb der auferlegten Quarantäne welche für mich bis einschließlich den 20. April andauern soll.

Tausend Fragen im Kopf

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Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza 2.0: Die Schulterluxation

10+

Frau will ja immer genau das, was sie im Moment nicht bekommen kann.
Das ist Gesetz und hat sicherlich ein Stück weit damit zu tun, dass Mann es uns ohnehin nie recht machen kann und – eine gewisse notorische Unzufriedenheit zum guten Ton des weiblichen Geschlechts gehört.

An dieser Stelle kommt mir die Aufforderung des Gatten in den Sinn, hier nicht zu sehr verallgemeinernd zu schreiben – ich nehme mir nun die Arroganz heraus, dieser Bitte nicht nachzukommen! 😉

Nicht jedoch träume ich – in Anbetracht des nahenden Geburtstages – von schicken Schmuckstücken oder gar edlen Tretern (und schon einmal gar nicht von feinster Spitze! 😉 ).
Auch nicht davon, dass „Corona“ weiterhin nur der Inbegriff für spektakuläre Himmels-Phänomene oder eisgekühlte alkoholische Erfrischungen wäre – wenngleich dies in Zeiten wie diesen durchaus wünschenswert wäre.

Nein!
Ich sehne mir dieser Tage ganz andere Dinge herbei.

Selbstverständlichkeiten, die dann fehlen, wenn sie vorübergehend abhanden gekommen sind.
Wenn dir das Leben (und das klingt nun dramatischer als ich es gerade selbst empfinde) einmal mehr einen Spiegel vor die frustriert gerümpfte Nase hält – und erneut massiv ausbremst und zu langsamen Müßiggang zwingt.
Oder eben dazu, weiterhin Tiefkühlpizza linkshändig in den Ofen zu schieben.

Gerade sehe ich sehr viele Menschen Dinge tun, welche ich nicht zu tun vermag. mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza 2.0: Die Schulterluxation“

Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza

19+

Ich muss zugeben, als ich letzten Freitag Abend aus London zurückkehrte, musste ich sehr mit mir kämpfen.
Ich rang regelrecht mit mir!

Und hätte mich die Erschöpfung des vorangegangenen wunderbaren aber gleichermaßen anstrengenden Tages nicht in die Knie gezwungen, ich hätte vermutlich sofort losgelegt.

Überall sah ich Dinge, die meine ganz eigene Optik störten und dem verqueren Anspruch eines gemütlichen, aufgeräumten Heims nicht gerecht wurden.
Da waren die Krümel auf dem Esstisch, welcher laut Aussagen der Kinder in drei Tagen nicht einmal abgewischt wurde.
Das nicht vollständig verräumte saubere Geschirr auf der Küchen-Theke störte, ebenso wie die noch vollen Tee-Thermoskannen vom Morgen.

Ich sah die Klos, welche ich vor meiner Abreise nicht mehr schaffte zu putzen und die ungewaschene Wäsche aus drei bis vier Tagen.
Fand herumliegende Schuhe und Kleidungsstücke vor und den trüben, mit Wasserspritzern übersäten Badezimmerspiegel.

Nicht aber sah ich, dass… mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza“

Wenn Fünf eine Reise tun: Welcome to Dublin!

11+

An die eigenen Ziele glauben und den Blick nach vorne richten. Eigentlich geht es im Leben doch immer wieder nur genau darum. Auch wenn gerade ich das kaum glauben mag! 😉

Sei es darum, eine Städtereise mit Kindern zu planen – oder überhaupt erstmal in die begehrte Wunsch-Metropole zu gelangen.

Und wähnte ich noch achtundvierzig Stunden zuvor alles verloren oder zumindest in Gefahr, so befinde ich mich jetzt tatsächlich hier! Vorbei gezogen sind dunkle, triste Wolken und wichen tiefem Blau! Bedeckte vorgestern noch nasskalter Nieselregen die mütterliche Nase, so kitzeln diese heute Sonnenstrahlen in den schillernsten Tönen!

Und das ausgerechnet in Irland!

Wir sind in Dublin angekommen mehr „Wenn Fünf eine Reise tun: Welcome to Dublin!“

„Mean Mom“ – wenn Kinder größer – und Entscheidungen schwieriger werden

21+

Sie sitzt hinter mir im Auto und verschränkt demonstrativ die Arme.
Senkt den Blick nach unten, und lässt jegliche Annäherungs-und Erklärungsversuche gezielt und unterkühlt abblitzen.
Und während ich mit Engelszungen auf das Kind einrede, beteuere, sie nicht bewusst und wissentlich „angelogen“ zu haben – während ich versuche, einen aus ihrer Sicht gefühlten Vertrauensbruch wieder mit versöhnlichen Worten zu kitten, komme ich in’s Überlegen.
Denn selbst in dieser Situation zweifel und wanke ich!

Will ich mich hier überhaupt überschwänglich und ausschweifend erklären und entschuldigen?
Muss ich das?
Oder wäre es jetzt nicht besser, einfach starr den Blick nach vorne – auf’s Lenkrad – zu richten und das Kind in seiner Rolle aufgehen und letzten Endes auflaufen zu lassen?
Denn ohne Reaktion wäre vermutlich das „Spiel“ schnell uninteressant.

Aber spielt sie überhaupt eine Rolle?
Und drückt gerade gezielt diverseste Knöpfe der gerade ohnehin vor Emotionen überquellenden mütterlichen Kommando-Zentrale?
Haut sie nicht gerade wissentlich und absichtlich auf den fetten roten Buzzer, um das Gewissens-Monster sich weiter auftürmen zu lassen? Um es noch lauter brüllen – und mit geballten Fäusten mich selbst ziemlich klein und kläglich dastehen zu lassen?

Oder habe ich hier wirklich einen Fehler begangen, den mir mein – mir gerade ziemlich fremdes – Kind noch Jahre später vorwerfen wird? mehr „„Mean Mom“ – wenn Kinder größer – und Entscheidungen schwieriger werden“

Teenie-Alarm im Kleiderschrank! Wir shoppen bei FIT-Z

13+

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Es ist noch gar nicht lange her!

Wirklich nicht!
Sonst wären sie doch nicht noch allesamt da, oder?
Die Pullover mit dem Winnie Puh drauf.
Wie er fröhlich winkend in der Propeller-Maschine sitzt.

Die kleinen, niedlichen Pullunder und karierten Hemdchen.
Die gefütterten Jeans und die Longsleeves mit den putzigen Hunde-Gesichtern drauf.
Die Mini-Schühchen und Wollmützen.
Alle-noch-da!
Nur eben oben auf dem Dachboden.

Es muss aber doch erst gestern gewesen sein, als mein erstes Baby Dinkel-Keks-verschmiert (na gut, es war schon immer die Schokolade! 😉 ) in all den süßen, hübsch anzusehenden textilen Kostbarkeiten durchs Wohnzimmer tapste!
Denn wer würde mir hier nun vorwerfen wollen, ein Problem mit dem Weggeben und Loslassen zu haben!? 😉

Und jetzt auf einmal soll alles Anders sein?
Jetzt soll ich das alles aufgeben, vergessen und aus den eigenen Händen geben?
Weil die Kinder „groß“ geworden sind?

Und mit vorgeschobener Unterlippe muss ich mir hier an dieser Stelle nun eingestehen:
Die alleinige Entscheidungs-Befugnis habe ich in Klamotten-Fragen schon lange nicht mehr. mehr „Teenie-Alarm im Kleiderschrank! Wir shoppen bei FIT-Z“