Vom Halt unter den Füßen und Gewinnern – Gedanken am See

6+

Die letzten vierzehn Tage haben mir ziemlich zugesetzt.
Und um ehrlich zu sein auch ein wenig den Boden unter den Füßen weggerissen.
Denn manchmal reicht eine Wendung, ein Ereignis, um ein Gefühl der verlorenen Schwerelosigkeit auszulösen.
Und um so vieles erst einmal wieder infrage zu stellen.

Weil sich eine Befürchtung und Gewissheit bewahrheitete, die wir alle verdrängten.
Und welche zuschlug, als sich nahezu jeder in einer trügerischen Gelassenheit zurück lehnte – und glaubte noch Zeit zu haben.
Dinge passieren meistens dann, wenn wirklich niemand damit rechnet.
Das ist wohl das, was man Leben nennt.

Es macht keinen Sinn, stundenlang darüber zu grübeln, was fair und unfair ist – und ob es das, was wir Leben nennen, gerade gut mit uns meint.
Und doch tun wir es.
Immer und immer wieder.

Halt finden

Doch ausgerechnet heute ist einer der ersten wenigen Tage, an dem ich glaube, den Halt wieder zu finden. mehr „Vom Halt unter den Füßen und Gewinnern – Gedanken am See“

Den Gefühlen zum Trotz – Unser Advents-Wochenende in Bildern 07./08.12.

11+

Erkenntnisse. Es sind Erkenntnisse und Momente, die dieses Dezember-Wochenende in Bildern für mich selbst prägen.
Und dadurch genauso wertvoll machen, wie eigentlich jeder Tag, an dem wir gesund, zusammen und am Leben sind.

Und wenngleich das nun äußerst schwulstig und noch immer getränkt von tiefsten Emotionen und Gefühlen scheint, so sind es doch Dinge, auf die wir uns dieser Tage – im Advent – besinnen sollten.

Mein Wochenende beginnt bereits mit dem Nikolaus-Nachmittag.
Mit der Erkenntnis, dass zum Einen der alte, dickbäuchige Sack schon wieder nicht an mich gedacht hat (ein bisschen Spaß muss trotz allem noch sein! 😉 ) und auch mit der, dass alle meine Kinder Eines noch sind:

Kinder!

Und so muss ich gerührt beobachten, wie selbst das Pubertier urplötzlich seine ganz eigene Höhle verlässt – und innerhalb eines kurzen Momentes das kleine Kind, welches da drinnen noch immer wohnt, zum Vorschein kommt.

Ich sehe, wie Kinderaugen glänzen und mein großer Junge begeistert das Nudelholz beim Plätzchen-Backen schwingt!
Denn da möchte auch er dabei sein und äußert ganz nebenbei und unauffällig, dass jetzt – genau jetzt – eine der schönsten Zeiten im Jahr sei!

Das ist wunderschön zu beobachten – und genau diese Zeit möchte ich meinen Kindern aus ganzem Herzen ermöglichen! mehr „Den Gefühlen zum Trotz – Unser Advents-Wochenende in Bildern 07./08.12.“

Gefühlschaos

14+

In meinem Kopf – Nein! In der Brust, denn da tut’s eigentlich weh – herrscht gerade das absolute Gefühlschaos.
Ganz ehrlich?
Ich möchte mir dieser Tage selbst nicht über den Weg laufen.
Aber solltet ihr es gerade tun, ihr erkennt mich vermutlich ohnehin nicht.

Die dicke Mütze tief in’s Gesicht gezogen, den Blick traurig nach unten gesenkt.
Auf die zerrissene Jeans und die derben Boots.
Die Jacke, unter der sich der olle Pulli befindet, bis zum Kinn hochgezogen.
Ja, das bin genau ich. Dieser Tage.

Denn – ganz klischeemäßig – spiegelt mein Kleidungsstil immer die eigene Gemütslage wieder!
Ich bin „Kummer“ auf zwei Beinen in jenen kalten Tagen.
Mein Leben steht Kopf und langsam wird mir richtig schwindelig dabei!
Zwar trage ich weder die große, runde Hornbrille noch den selbstgestrickten Öko-Pulli (strickt mir ja keiner einen! 😉 ) – doch meine Version des depressiv gestimmten, stets nölenden „Kummers“ sieht genau so aus, wie sie es gerade tut.
Dabei war ich mal so Anders! Ich bin’s sogar eigentlich noch!
Und ich hoffe, dass diese andere Alex ganz bald wiederkehrt. mehr „Gefühlschaos“

Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit

15+

Ich soll dieses Mal nicht drüber schreiben. So wurde ich gebeten.
Und die Bitten und Belange anderer Menschen möchte ich respektieren.
Werde ich im Vorfeld, noch bevor ein Text Herz und Geist entsprungen ist, ausdrücklich gebeten, so will und muss ich dies akzeptieren.
Das tue ich dann auch.
Auch wenn’s weh tut und mir so sehr auf der Seele brennt.

Ich vermag keine Texte löschen, wenngleich sie noch so unglücklich formuliert waren, denn ich stehe zu dem was ich bin – und im Moment des Entstehens eines Beitrages nun einmal fühlte.
Ich ändere und korrigiere höchst selten und lösche so gut wie gar nicht – es sei denn, das Wohl meiner Kinder hinge davon ab.

Aber wie drückt man Schmerz in Worte aus, ohne ihn beim Namen zu nennen?

Wie ergeht es einem Menschen, ereilt eine kurze, traurige Textnachricht einen ausgerechnet vor der Kühltheke des hiesigen Discounters?
Aus dem Nichts, mitten in einen trüben, verregneten November-Morgen hinein?
Es ist ziemlich simpel erklärt.
Dann springt schnell der Autopilot ein – und ein Mensch funktioniert nur noch.

Und wenngleich das Herz in jenem Moment bis zum Halse pocht und Tränen darauf drängen hinaus zu bersten, beherrschen wir Erwachsenen uns dann.
Denn so gehört es sich schließlich.
Wir schweigen wenn man uns darum bittet – und reißen uns verflixt nochmal zusammen.

Nun, das gelang mir bis zu dem Moment, an welchem ich die eigene Haustüre aufschloss und die Tüte mit den dringend zu kühlenden Lebensmitteln auf den Flur sacken ließ.
Und mich gleich daneben. mehr „Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit“

Das verlorene Stück Selbstwertgefühl

16+

Schreibt man einen Blog, so braucht es Mut und Selbstbewusstsein.
Denn offen die eigene Meinung verkünden?
Gefühle und Gedanken brach legen oder gar Einblicke in das traute Familienleben ermöglichen?
Immer wieder Fotos von sich und seinem Leben teilen?
Dazu braucht es eine gewisse Selbstachtung und Stärke.

Und ich wage zu behaupten, ich habe Selbstwertgefühl und ich bin eine starke, stolze Frau.
Zumindest hin und wieder – und immer dann wenn es nötig ist.
Es gelingt mir ganz gut, den Schalter umzulegen und nach außen so aufzutreten, wie es gerade angepasst und erforderlich ist.
Dann bin ich alberne Grimassen-Schneiderin und mutige Schauspielerin.

Das macht mir in jenen Momenten sogar unheimlichen Spaß! 🙂
Dann möchte ich tatsächlich strahlen! 

Nicht aber immer versteht sich!
Das sind dann die Momente, in denen ihr der Frau stampfenden Schrittes und mit der vorgeschobenen Unterlippe begegnet.
Wenn die beiden Ärger-Furchen zwischen den Augen wieder besonders tief sitzen und böse Blicke blitzen. 

Momente, auf die ich nicht immer stolz bin – welche aber gleichermaßen zu mir gehören und ein Teil von mir sind. mehr „Das verlorene Stück Selbstwertgefühl“

Zu Fünft am Besten – Unser Wochenende in Bildern 23./24.11.19

8+

Familie. Eigentlich wirklich das Einzige, was zählt.
Das habe ich hier schon so oft geschrieben – und muss es immer wieder feststellen.
Ich muss es mir selbst immer wieder vor Augen halten.
Es geht gar nicht darum, was Andere von uns denken.

Außenstehende, wertende Blicke, Menschen, die ignorieren –  oder gar mich betreffende Vorverurteilungen – all‘ das sollte und dürfte mich eigentlich niemals verunsichern! (Tut es aber dennoch 😉 ) 
Wichtig, sind die Menschen direkt um mich herum.
Die Familie, für die ich mich entschieden habe und die kleinen – und zum Teil auch schon größeren Menschen – die mich bedingungslos lieben.
Solange ich das WLAN angeschaltet lasse und zeitig weiße Sportsocken und Hoodies wasche, versteht sich! 😉

Ich habe die letzten Wochen ein wenig Abstand zur virtuellen Welt genommen.
Das mag hier auf dem Blog nicht sonderlich aufgefallen sein, denn schließlich geht es hier ja weiterhin um eine Herzensangelegenheit meinerseits.
Nämlich einzig und allein um das Schreiben!
Aber die anderen Kanäle?
Ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen, diese zu füttern und zu pflegen, zu kommentieren und mit lustigen Bildchen und Sprüchen aus unserem Leben zu bestücken.
Weil es mich teilweise langweilte und sich mir hin und wieder der Sinn nicht so richtig erschließen mag.
Weil ich dazu einfach auch keine Zeit habe.
Weil ich nun sehr lange – 24/7 – mit den Kindern alleine war.

Wir sind wieder vereint!

Wir funktionieren so besser. Als Gesamtes. Zu Fünft!
Als Familie mit Mama UND Papa.
Das muss ich dieser Tage immer wieder zugeben und feststellen. mehr „Zu Fünft am Besten – Unser Wochenende in Bildern 23./24.11.19“

Aktueller Status: „frustrierte“ Strohwitwe mit halbkranken Kindern

16+

Schrieb ich erst vor ein paar Tagen davon , dass unser Familienleben ganz gut funktioniert, auch wenn der Papa oftmals unterwegs ist,  so war es gestern spätabends wieder soweit.
Ich wollte nicht mehr!
Ich fühlte mich frustriert, hilflos, allein gelassen – und wollte unbedingt etwas werfen!
Ja, ich musste Zorn und Ärger, Belastungen regelrecht von mir schmeißen!

Das ist in solchen Momenten immer so.
Ich werfe und schleudere.
(Schreibt die Frau, die bei den Bundesjugendspielen die 15 Meter nicht knacken konnte! 😉 )
Zwar nicht die klassischen Mandarinen, Eier oder das gute Geschirr –  aber irgendetwas muss meinen überquellenden, aus mir heraus berstenden Emotionen dann zum Opfer fallen.
Ir-gend-et-was! mehr „Aktueller Status: „frustrierte“ Strohwitwe mit halbkranken Kindern“

Getrennt und doch zusammen – Unser Wochenende in Bildern 16./17.11.

12+

Distanz. Räumliche Trennung. Alleine sein.
Das sind alles möglicherweise keine schönen Begriffe – und dennoch seit jeher hin und wieder Bestandteil unseres Familienlebens.
Das Zusammenleben mit meinem heutigen Mann begann nach wenigen Wochen zarter Verliebtheit mit einer gewaltigen Belastungsprobe, welche in anderen Fällen die ein oder andere Beziehung zum jähen Scheitern verurteilt hätte.
Nicht aber unsere.

Nur drei Monate nach unserer ersten Begegnung verschwand der Gatte für lange sechs Monate nach Kanada.
Ich schrieb es hier bereits schon oft, das war durchaus keine leichte Zeit.
Geprägt von unzähligen, nächtlichen Telefonaten, viel E-Mail-Verkehr (Wir sind alt! Es gab damals weder Skype noch Whatsapp & Co.!) und vielen Flügen meinerseits über das uns trennende Weltmeer.
Und doch glaube ich, wuchsen wir in der Zeit schneller zusammen als manch andere junge Paare – und nicht zuletzt stärkte und prüfte die Zeit der „Trennung“ für all‘ die Jahre, die da folgen würden.

Unser Familienleben funktioniert ganz gut damit, dass der Papa nicht immer da ist.
Und nicht zuletzt existiert schließlich noch ein Begriff, der für alle Menschen von Bedeutung ist  – und hin und wieder auch einmal gut tut: Freiheit 😉
mehr „Getrennt und doch zusammen – Unser Wochenende in Bildern 16./17.11.“

Unser Fotobuch von sendmoments: Weil das Leben schön ist!

13+

(*Werbung) Irgendwie war immer alles wichtiger.
Die vergangenen zwei Jahre.
Das echte Leben rauschte gefühlt im Eiltempo an mir vorbei – und ehe ich mich versah, war es bereits wieder kurz vor Weihnachten.
Und ich? War einfach zu beschäftigt!
Mit den drei Herzens-Kindern, dem Haushalt, den verschiedensten Kursen und Dingen, die ich im Laufe der vergangenen Monate ausprobierte und nicht zuletzt diesem Blog hier.
Das reale Leben hatte mich sehr im Griff, so sehr, dass es mir manchmal die Sicht für die schönen, kleinen Dinge im Leben gar trübte.

Denn schließlich war ja keine Zeit dazu!
Zeit, inne zu halten und dieses große, kleine Glück – welches mir vergönnt ist – zu genießen.
Es durch die Linse zu sehen und den Blick nur darauf zu schärfen und lenken.
Zeit, mich an all‘ die schönen Ereignisse zu erinnern, die wir gemeinsam als Familie bereits erlebt haben – und an Wege, welche wir gegangen sind.

Aber wieso war eigentlich nie Zeit?

Für gewöhnlich war es mir stets eine große Freude, all‘ diese kostbaren Momente mit den anderen Familien-Mitgliedern zu teilen.
In Form eines wunderhübsch und Detail-verliebt gestalteten Foto-Buches.

Doch vergass‘ ich dieses Vorhaben zwischen diesen ganzen anderen To-Do’s der letzten Jahre ein wenig – und der Sinn für diese (so wichtige!) Sache rückte in den Hintergrund.
Stattdessen vergeudete ich weitere Zeit. mehr „Unser Fotobuch von sendmoments: Weil das Leben schön ist!“

Zucker-süß und dem Himmel so nah! – Unser Wochenende in Bildern 09./10.11.

9+

Samstag

„Haaalt“  – räusper- erneuter Versuch:
„Hahaaalt“ – hust!

Ein kläglich, krächzender Hilferuf stößt endlich aus meiner selbst empor.
Nein, so geht das nicht!
Ich muss das noch einmal versuchen und huste, rotze, räuspere noch einmal tatkräftig.
Um endlich ein energisches

„Huaaahllllt“

aus mir heraus bersten zu lassen, welches vielmehr eine feindliche Übernahme des eigenen Körpers durch (extremst schleimige!) Aliens vermuten lässt.
Meine Stimme klingt fürchterlich, wie schon die Tage zuvor auch. mehr „Zucker-süß und dem Himmel so nah! – Unser Wochenende in Bildern 09./10.11.“