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„Eine Liebeserklärung an die Geburt“ – Rezension, Interview & nicht zuletzt viele persönliche Erinnerungen zu (m)einem wichtigen Herzensthema!

(Rezension/Interview) Ihre Augen leuchten, während sie mir erzählt und meine interessierten Fragen beantwortet – fast schon wirken sie glasig.

Und ich fühle jeden ausgesprochenen Satz!

Ja, ich lausche hier gerade einer Freundin und kann nachempfinden, was so sehr ihr Herz berührt und sie mit Begeisterung – aber auch Nachdruck – berichten lässt.

An jenem sonnig-stürmischen Tag im März sitze ich der lieben Sonja Kirste gegenüber und ertappe mich dabei, wie ich in so vielen Momenten zustimmend und gerührt nicke.

Kräftiger Wind bläst immer wieder Haare in Mundwinkel, aber das stört gerade nicht.

Wir sitzen draußen unter diesem strahlend blauen Himmel, freuen uns über ein Wiedersehen nach so langer (Pandemie-) Zeit – und sind zu sehr ins Gespräch vertieft, um uns an Kleinigkeiten zu stören.
(Ein später vom Winde umgeworfener überdimensionaler Sonnenschirm soll uns dann doch weiterziehen lassen – doch gehört dies gerade nicht wirklich hierher! ;) )

Ein Mutmacher und Ratgeber für werdende Eltern

Geprägt durch zwei so unterschiedliche Geburten wie sie nur sein können, hat es sich die gelernte Journalistin und liebe Blogger-Kollegin nämlich zu einer ganz besonderen Herzensaufgabe gemacht, eine einzigartige Liebeserklärung zu verfassen.

Einen Mutmacher für werdende Eltern, eine unsichtbare Hand, die begleitet und Rat gibt – eine Hilfestellung an die werdende Mama auf den Weg zu einer selbstbestimmten und sogar schönen Geburt!

Denn nicht immer müssen Geburten traumatisierend sein – und manchmal entsteht aus einer ganz persönlichen Erfahrung auch eine

„Liebeserklärung an die Geburt“.

Ich nicke, denn ich verstehe und fühle mich verstanden.

Das aber kann ich insbesondere auch nur daher, weil ich selbst dreimal gebären durfte.

Auf unterschiedlichste Art und Weise.

Doch was ist mit all denjenigen, die ihrer ersten Entbindung noch voller Erwartung entgegenblicken?

Hier kann ein vorbereitendes Buch, der Rat einer lieben Freundin durchaus eine Hilfestellung sein!

Dreimal durfte ich eine Geburt erleben, drei so unterschiedliche Erlebnisse – auf welche ich später im Text noch näher eingehen werde, doch jede einzelne davon ließ mein Herz ein Stückchen größer werden und noch heute höher schlagen, denke ich an jene Erlebnisse zurück.

So war es für mich von Anfang an klar, dass ich über ein solches Buch schreiben würde, als mich die liebe Sonja – liebste Blogger-Freundin und definitiv Herzensmensch – fragte, ob ich Euch ihr Buch einmal näher vorstellen möchte!

Natürlich! Wie könnte ich bei einem solch wichtigen Thema auch Nein sagen!?

Ich möchte mehr über Sonjas Herzensprojekt erfahren!

Vielmehr als das haben wir uns also getroffen, zu einem Gespräch und Austausch zum Buch – zu einem Wiedersehen! :)

Auf meine Frage hin, wie es zur Idee zum Buch gekommen ist, unterstreicht Sonja nochmals den Wunsch, gerade Erstgebärenden mit jenem Ratgeber ein wenig Hilfestellung und Informationen liefern zu können.

Denn selten sprechen wir schon VOR der Geburt über jenes Thema – wenngleich doch der ehrliche Rat und Erfahrungsbericht einer lieben Freundin so kostbar wäre!

Noch immer ist die Geburt Ihrer Meinung nach ein Frauen-Thema und darf weder thematisch ein Tabu noch „Pippi Kacka“ bleiben!

Eine Aussage finde ich dabei besonders schön

„Und wenn ich mit meinem Buch nur einer Mama helfen kann, so war es die Sache schon wert!“

Sonja ist es besonders wichtig, Angst vor der Geburt zu nehmen und Schwangere um ihre Rechte aufzuklären, denn die sollte jede Schwangere kennen!

Wichtig sei es doch, sich seiner inneren Stärke – der Urstärke – bewusst sein!

Sonja berichtet mir von ihrer zweiten, wunderschönen Hausgeburt – und räumt dabei auch gleich ein Vorurteil meinerseits beiseite, nämlich dass bei einer Hausgeburt doch so viel schief und daneben gehen kann!

Auch hier gibt es sorgsam erarbeite Notfallpläne, so lerne und erfahre ich!

Wichtig ist nur, zuvor alle Optionen, unerwartete Situationen und Komplikationen durchzugehen und eben zu planen!

Es ist nicht egal, WIE wir geboren werden!

Lange bleiben wir bei einem ganz bestimmten Thema hängen, denn mittlerweile glaubt man durchaus, dass die Art und Weise WIE wir geboren werden auch Auswirkungen auf unser weiteres Leben haben kann.

Dass so vieles davon im Unterbewusstsein gespeichert wird und gegebenenfalls unser späteres Handeln und Tun beeinflusst.

Es ist also durchaus interessant, sich stets die Frage einmal selbst zu stellen

„Wie wurde ich geboren?“

Ich finde diese These faszinierend und lasse mir noch ein wenig mehr von ihren Gesprächen mit dem
Pränatalforscher Dr. med. Ludwig Janus erzählen.

Denn unweigerlich kommen mir hier die so unterschiedlichen Geburten meiner drei Kinder in den Sinn!

Wurde die Geburt des Sohnes nämlich auf Empfehlung der Gynäkologin eingeleitet (das war  im Nachhinein betrachtet gar nicht nötig gewesen!) – und brauchte der Sohn unter der von mir gewählten PDA ein wenig länger, um geboren zu werden – scheint es mir fast so, als warte der Sohn auch heute noch hin und wieder ab, bis man ihm hilft.

Ohne selbstständig aktiv zu werden. ;)
(„Ich brauche Hilfe und schaffe so etwas nicht alleine“)

Beide Schwestern kamen jeweils ganz knapp VOR dem Einleitungs-Termin  „von alleine“ und ohne PDA auf die Welt.

Sie nehmen auch heute gerne Dinge aktiv und voller Tatendrang lieber selber in die Hand! ;)

Immer wieder im Gespräch betont Sonja, dass Frauen – auch und insbesondere unter der Geburt – Entscheidungen selbst treffen können und dürfen! 

(Anmerkung von mir: Schreibt Euch das hinter die Ohren Mädels!!! ;) ) 

Das Buch soll hier eine von Herzen kommende Vorbereitung  sein!

Sie weist darauf hin, dass wir Kreißsäle niemals rein nach Optik wählen sollten – und wir uns im Vorfeld Gedanken machen müssen, WAS uns persönlich wichtig ist!

Das Buch ist da!

Ein paar Wochen später halte ich es endlich in der Hand und beginne – teils mit Tränchen in den Augen – zu lesen.

Denn auch in mir erweckt das Buch so viele Erinnerungen.

Auch in meine erste Geburt ging ich also völlig unvorbereitet und ahnungslos.

Wie hätte ich denn auch Bescheid wissen sollen?

Hatte ich doch keine Freundin an der Seite, die mir von ihrer eigenen Geburt berichtete – oder mich gar auf den Weg zur ersten Entbindung ein wenig „an die Hand nahm„.

Erinnerungen werden wach – Meine 3. Geburt war SCHÖN!!!

Müsste ich vergleichen – und das mache ich hier an dieser Stelle jetzt einfach mal – so handelt es sich in der Tat bei der Geburt meines dritten Kindes um die Schönste!

Und JA, ich meine tatsächlich „schön“!

Denn ich habe das Glück, die Geburt meiner kleinsten Tochter als besonders schön, selbstbestimmt und kraftvoll in Erinnerung zu behalten!

Mein drittes Kind konnte ich ganz ohne Schmerzmittel und Einleitung auf die Welt bringen – und hatte endlich das Gefühl, hier ganz alleine etwas geleistet zu haben. (Welch Unterschied!!!)

Endlich konnte ich jene Geburt richtig und intuitiv wahrnehmen, wusste selbst, wann die Austreibungsphase begann, konnte auf meinen Körper hören – und wenngleich natürlich auch diese Geburt noch immer schmerzvoll war, so kann ich heute von einem erfüllenden und kraftvollen Erlebnis zugleich berichten.

Einem SCHÖNEN Erlebnis!

Dreimal entband ich im selben Krankenhaus – auch weil ich mich dort gut betreut und aufgehoben fühlte.

Leider ist das nicht in jedem Krankenhaus und bei jeder werdenden Mutter der Fall.

Zum Buchinhalt!

Doch zurück zum Buch!

Aufgeteilt ist das Buch in zwei Bereiche!

Teil 1 – bricht Tabus, macht auf dringenden Redebedarf aufmerksam – und behandelt wichtige Thematik!

Und dann wäre da noch Teil 2 – der Hilfestellung und Orientierung sowie nicht zuletzt viele persönliche Geburts-Berichte beinhaltet!

Schön finde ich zu Beginn des Buches den Gedanken, dass der Sinn von Mutterliebe eben auch ist, seinen eigenen Töchtern selbstbestimmte Geburten zu ermöglichen! 

Sonja animiert dazu, ehrlich und offen über Geburten zu reden und wenn nötig eben auch einmal „den Finger in die Wunde zu legen“.

Denn hier geht es um keinen Wettbewerb und kein Battle wer denn nun die „bessere“ Geburt erleben durfte!

Es geht darum, endlich Tabus zu brechen – und damit anderen Frauen zu helfen!!!

Interessant finde ich die Thematik der „Interventionen“ also der medizinischen Maßnahmen unter einer Geburt.

Laut dem Hebammenverband werden nur noch 10 Prozent der Kinder ohne jegliche medizinische Intervention geboren!

Auch wusste ich nicht, dass jede Mutter das Recht hat, den entsprechenden Geburtsbericht anzufordern!

Den nämlich müssen Hebammen 10 Jahre aufbewahren – und auf Anfrage zur Verfügung stellen.
(Wen’s interessiert: Machen!)

Im weiteren Verlauf des Buches geht Sonja darauf ein, dass natürlich in Deutschland Komplikationen wie Kindbettfieber oder andere bedrohliche Situationen kaum mehr vorkommen und das Thema Müttersterblichkeit zum Glück keine größere Rolle mehr spielt.

Aber was ist mit der psychischen Komponente?

Und hier gibt es durchaus noch so viel Verbesserungsbedarf!

Was ist „Gewalt in der Geburtshilfe“?

Denn nicht von ungefähr gibt es die mittlerweile weit verbreitete Bezeichnung

„Gewalt in der Geburtshilfe“

Und hier sind nicht etwa Faustschläge und Tritte gemeint – sondern Gewalt unter der Geburt ist individuell einzustufen und kann für eine Gebärende auch einfach das Gefühl des „Alleingelassen“ oder „nicht-ernst-genommen“ sein!!!

So etwas ist einschneidend und enttäuschend!

Ein Wegschicken der Begleitperson (unter Corona häufig so geschehen!) kann bereits traumatisieren – oder gar Beschimpfungen durch überlastetes Personal!

Jede(r) darf selbst entscheiden, was übergriffig ist und was nicht!

(Ein kleines Beispiel meinerseits hierzu – wenn auch nicht besonders störend für mich:
Ich wurde während der Geburt meiner kleinsten Tochter dezent angepflaumt, WARUM ich mir ausgerechnet DIESE Nacht zum gebären ausgesucht hätte!
Es war ein bisserl überlaufen im Kreißsaal – Gewitternacht eben ;) )

Teil 2 des Buches sensibilisiert!

Und lässt die werdende Mama darüber sinnieren, was ihr wichtig ist und worauf es letzten Endes für sie ankommen soll.

Denn es ist nicht unbedeutend, sich auch psychisch auf die anstehende Geburt vorzubereiten!

Gerade in der heutigen Zeit, in welcher Schwangere oft pathologisiert werden, ist es wichtig, am eigenen Selbstwertgefühl und Vertrauen in uns selbst zu arbeiten!

Und mittels Achtsamkeitsübungen die Signale des eigenen Körpers zu verstehen lernen!

So etwas stärkt – das glaubt auch ein Skeptiker wie ich, der sonst mit dem ganzen Esoterik-Gedöns nicht viel am Hut hat! ;)

Das Kapitel fasziniert mich sogar sehr – warum habe ich das Buch nicht schon vor 15 Jahren in den Händen halten dürfen!? :)

Jede Schwangere sollte sich im Vorfeld Gedanken machen, wo sie sich sicher fühlt und wer sie begleiten soll.

Viele Hintergrundinformationen bereiten die werdende Mama vor!

Mit vielen wichtigen Hintergrundinformationen stellt Sonja Pro und Contra von Krankenhaus, Geburtshaus und Hausgeburt vor. (Wenngleich selbstverständlich einige Indikatoren die beiden letzten Punkte manchmal ausschließen!)

Was bedeutet eigentlich „spontane Geburt“ und was ist eine „natürlich Geburt„?

Was ist bei BEL-Geburten zu beachten und warum ist die Kaiserschnittrate in Deutschland so hoch? (30 Prozent!!!)

Kaum eine Frage wird offen gelassen – interessant finde ich auch die Frage nach der Kaiserschnittrate des jeweils ausgewählten Krankenhauses!
(Denkt mal drüber nach – vielleicht weil die Kasse lauter klingelt? ;) )

Doch auch der Wunsch-Kaiserschnitt wird her nicht per se ausgeschlossen und verteufelt – denn die immer wiederkehrende und somit fast wichtigste Botschaft im Buch ist:

IHR entscheidet!

Und niemand darf Euch reinreden!

Das Buch soll nur helfen und leiten, verraten und trösten – und das tut es mit vielen persönlichen Geburtsberichten im Anschluss auf jeden Fall!

Fast schon gerührt lege ich es zur Seite – vielleicht sollte ich DOCH nochmal? ;)

Eins hab‘ ich für Euch!

 

Liebe werdende Mamas, solltet ihr noch einen liebevollen, ehrlichen und offenen Rat einer Freundin benötigen, ein wenig Trost und Hilfestellung – wartet nicht lange, sondern kauft Euch ganz genau DIESES Buch!

Ich hätte es mir seinerzeit gewünscht!

Am Wochenende ist es soweit und das Buch ist für alle erhältlich!

Ein Exemplar hab‘ ich aber bereits jetzt schon für Euch!

Schreibt mir einfach bis zum 13.05. in den Kommentaren, was Ihr Euch – oder Eurer Freundin – für die Geburt wünscht und Ihr schwimmt im Lostopf!

(Der Gewinner wird von mir per DN benachrichtigt, Rechtsweg ausgeschlossen, Teilnahme ab 18 Jahre etc. pp. ;) ) 

Viel Glück & Alles Liebe!

Eure 

Alex

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo Alex, jetzt sitze ich hier hochschwanger mit dem 3. Kind auf derm Sofa und lese deinen Beitrag. Das klingt sehr interessant. Am Montag war ich zur Geburtsplanung im nächstgelegenen Krankenhas und bin ziemlich ernüchtert raus gegangen. Hinterher war ich den ganzhen Tag fertig und traurig. Am liebsten möchte ich eine spontane Geburt, wie bei meinen beiden Ältesten. Bisher waren die Geburten sehr schnell und ich weiß nicht, ob ich es mit mind. 30 min Fahrzeit rechtzeitig in das andere KH mit Kinderstation schaffen würde. Andererseits lag die Kleine noch nicht richtig am Montag in BEL und dann wäre im nächsten KH nur Kaiserschnitt möglich, was ich eigentlich nicht will. Der Vorschlag zur Einleitung kam auch schon. Ich bin noch hin und her gerissen. Die letzten beiden Male bin ich viel blauäugiger in die Geburt gegangen und es ist immer alles gut gegangen. Jetzt hab ich leider schon zu viele Geschichten gehört mit Komplikationen und bin ängstlicher. Ich hoffe sehr, dass ich in 5 Wochen mein kleines Mädchen gesund in die Arme schließen kann. Einmal musste ich schon in der 16. SSW Abschied nehmen und ohne Baby das KH verlassen. Das war hart, tut immer noch weh und kommt aktuell wieder stärker als Erinnerung hoch.
    Ich würde mich über dein Buch sehr freuen und hätte dann auch gleich mindestens zwei Frauen, an die ich es weitergeben kann.

    Liebe Grüße und ein schönes WE mit Konfirmation (?) für dich und die Familie
    CoBa

    1. Liebe CoBa, ganz lieben Dank für Deinen Kommentar! Ich wünsche Dir für die nächsten Wochen ganz viel Kraft und Zuversicht und höre bitte nicht auf, auf Deinen Körper und Dein Baugefühl zu hören. Es ist vieles auch Deine Entscheidung – im Zweifel einfach immer nochmals eine zweite Meinung einholen! Aus Erfahrung weiß ich, dass in Bezug auf Einleitungen immer recht schnell entschieden wird – meist sogar voreilig! Ich wohne auch 30 Minuten von „meinem“ Entbindungs-KH entfernt – zwar kam ich mit 8cm im Kreißsaal an – aber es ist gut gegangen! Das wird es bestimmt auch! Sonjas Buch wird Dir keine Angst bereiten, sondern Dich bestärken – darin bin ich mir sicher! Ich drücke Dir die Daumen! Und Jaaa 😉 Morgen ist der große Tag von meinem Jungen! Ganz liebe Grüße! Alex

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