Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza

17+

Ich muss zugeben, als ich letzten Freitag Abend aus London zurückkehrte, musste ich sehr mit mir kämpfen.
Ich rang regelrecht mit mir!

Und hätte mich die Erschöpfung des vorangegangenen wunderbaren aber gleichermaßen anstrengenden Tages nicht in die Knie gezwungen, ich hätte vermutlich sofort losgelegt.

Überall sah ich Dinge, die meine ganz eigene Optik störten und dem verqueren Anspruch eines gemütlichen, aufgeräumten Heims nicht gerecht wurden.
Da waren die Krümel auf dem Esstisch, welcher laut Aussagen der Kinder in drei Tagen nicht einmal abgewischt wurde.
Das nicht vollständig verräumte saubere Geschirr auf der Küchen-Theke störte, ebenso wie die noch vollen Tee-Thermoskannen vom Morgen.

Ich sah die Klos, welche ich vor meiner Abreise nicht mehr schaffte zu putzen und die ungewaschene Wäsche aus drei bis vier Tagen.
Fand herumliegende Schuhe und Kleidungsstücke vor und den trüben, mit Wasserspritzern übersäten Badezimmerspiegel.

Nicht aber sah ich, dass… mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza“

Ich bin dann mal weg – Mama alleine in London

13+

„Und wenn ich mein Handy verliere?“
„Und den Heimflug verpasse?“
„Oder ausgeraubt werde? Verschleppt?“
„Ich habe gar keine PIN für meine Kreditkarte! Und sollte ich abheben oder mit Karte zahlen?“
„Wie war nochmal der Umrechnungskurs?“
„Und wo bekomme ich die Oyster Card? Und buche ich „pay-as-you-go“?“

Da sitze ich nun, mit dem Ersatz-Scheckkarten-Handy in der Hand, diversen Ausdrucken von eigentlich in der Handy-App aufbewahrten Tickets (nur zur Sicherheit nochmal 😉 ) und fühle mich wie ein verlorenes, unsicheres Häuflein Elend.
(Fragt erst gar nicht, wie sich mein Mann dieser Tage fühlen muss!!!)

Denn Fakt ist: Zwölf Jahre Mutterschaft – und ich bin total verweichlicht! 

Die Frau, welche mit Anfang Zwanzig dem Freund mehrmals alleine und vor allem eigenständig (!) bis nach Toronto hinterher geflogen ist, tagelang ebenfalls alleine durch die kanadische Metropole schlenderte – und des Fliegens eigentlich im Schlaf mächtig sein sollte, hockt nun auf der Treppe im Einfamilien-Häuschen und bibbert!

Und macht dabei alle wahnsinnig! 😉 mehr „Ich bin dann mal weg – Mama alleine in London“

Tradwife? Was soll der Scheiß!?

10+

Entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise, aber ich wähle für meine Überschrift jetzt einfach mal jene Empfindung, welche mir seit gestern unentwegt durch den Kopf geistert!
Gleich gefolgt von Ausdrücken wie „Schubladen-Denken“, „Kategorisieren“, „Stempel-aufdrücken“ (!) und „Angst auslösen“.
„Rechtfertigungs-Zwang“ möglicherweise auch noch, aber dazu komme ich gleich.

Ich wollte ihm keine Beachtung schenken, diesem Artikel.
Welcher mir durch Zufall unter die eigenen Augen kam.
Der Titel mit der sonderbaren Bezeichnung, welche ich gestern das erste Mal sah, sollte mich nicht tangieren.
Denn es geht hier nicht um mich!
Und doch scheint er zu polarisieren.

Denn ich fühle mich nun  – neben ganz vielen anderen Frauen – dazu veranlasst, hier eine ganz eigene, persönliche Stellung abzugeben.

Damit ein Thema, ein Oberbegriff, ein Hashtag, was alles beschissener nicht sein könnte, hoffentlich ganz schnell wieder vom Tisch gelangt! mehr „Tradwife? Was soll der Scheiß!?“

Gepflegt und Geschützt in den Frühling mit ilon Lippencreme HS

10+

*Werbung. Für mich waren es immer die Anderen.
Die Anderen hatten dicke, weiße Creme-Tupfen mitten im Gesicht.
Die Anderen schauten peinlich berührt zur Seite, erahnte man, was sich unter der schützenden Schicht auf den Lippen befand.
Ich selbst kannte Herpes nicht!
Das glaubte ich zumindest – der blinde Passagier haust ja meist schon lange bevor wir es wissen mietfrei in der körper-eigenen Bruchbude! 😉

Auch lange Zeit später wollte ich hiervon nicht sonderlich viel wissen.
Als ich längst verheiratet war.
Weshalb auch immer ich diejenige war, die daran „Schuld“ trug, dass das klitzekleine, weiße Tübchen sich mal wieder nicht in der Reiseapotheke befand – und wir für den Gatten im Urlaub auch mal eine Apotheke aufsuchen mussten.
Denn öfters kommt dieser Herpes wohl immer dann aus der Kellerwohnung gekrochen, wenn man ihn gerade nicht gebrauchen kann.

Was aber hat Herpes mit mir zu tun?

mehr „Gepflegt und Geschützt in den Frühling mit ilon Lippencreme HS“

Froh zu Hause zu sein – wenn die Vereinbarkeit warten kann

26+

Donnerstag. Gestern war Tag zehn.
Tag zehn, an welchem mindestens ein Kind hier zu Hause matt und blass – und dann wiederum mit rot-glühenden Wangen – auf der Couch lag und hoch fieberte.

Ich könnte Euch hier nun schreiben, wie ausgelaugt und fertig ich mich nunmehr nach so vielen Kinder-Krankheitstagen fühle.
Wie tief die Augenringe sitzen (das tun sie tatsächlich – aber seht längerem schon! 😉 ) und wie sehr ich mich nach einem einzigen Vormittag sehne, an dem ich endlich, endlich wieder alleine bin.
Und (langweilige) Dinge wie Büroarbeiten und Papierkram aufarbeiten kann.

Ich könnte jammern und meckern wie schrecklich es ist, kranke Kinder zu Hause zu haben und dass ich mich nunmehr in Woche 5 (!) befinde, in der nichts seinen geregelten Weg geht!
Über Erschöpfung könnte ich schreiben und über den Frust, als Mutter und Krankenpflegerin nicht hundertprozentig funktionieren zu können.

Aber um ehrlich zu sein stimmt das alles nicht. mehr „Froh zu Hause zu sein – wenn die Vereinbarkeit warten kann“

Die Wäsche fragt nicht nach Weihnachten – Unser Weihnachtsfest 2019

15+

„Die Wäsche fragt nicht nach Weihnachen“

geb‘ ich irgendwann stets grimmig und trocken zurück.
Dieses Mal auf die Aussage der lieben Schwägerin hin, dass es doch Weihnachten sei.
Nachdem ich zuvor ungeduldig auf der Couch der Schwiegereltern hin und her rutschte – und endlich nach Hause fahren wollte.
Ein bisschen Haushalt machen und so.
(Wisst schon, die Hummeln im Hintern! 😉 )

Fällt jedoch dieser Satz, so habe ich meistens Eines:
Gedanklich bereits wieder mit dem diesjährigen Weihnachtsfest abgeschlossen!

Das lässt sich zum Einen nicht leugnen – und ist zum Anderen in meinem persönlichen Fall in der Regel spätestens am Abend des 25. Dezember der Fall.
So wie auch gestern.

Noch bevor die liebe Helene in Glitzer und Strapsen mit drahtigem Bizeps vom Himmel baumelt (ich weiß nicht, ob sie das tatsächlich tut, kucke es ja nie!), habe ich bereits meinen ganz persönlichen, gedanklichen Haken an Weihnachten gesetzt.

Und sehne mich nach nix weiter, als endlich, endlich mal wieder die längst fällige Waschmaschine anzustellen. mehr „Die Wäsche fragt nicht nach Weihnachten – Unser Weihnachtsfest 2019“

Endlich Ruhe, Eierlikör und Kerzenschein – unser Wochenende in Bildern 21./22.12.

11+

Samstag-Morgen, 9 Uhr

„Du sollst aufstehähn“

Aus weiter Ferne höre ich eine Stimme rufen.
Noch kann ich weder die Worte ganz ordnen, oder gar das Wesen hinter jenem lärmenden Störfaktor identifizieren.
Doch es hört einfach nicht auf!

„Los, Du faule Socke! Stäh jetzt mah‘ ääändlich auf!“

Als ich versuche, die schweren Lider einen klitzekleinen Spalt zu öffnen, schrecke ich in die weichen Kissen zurück.
Das Etwas kniet direkt, zotteligen Haares auf mir.
Und petzt nun in die meine Nase!

„Du bist ein Faultier! Steh‘ auf Du faule Socke und mach mir eine Vanilläääh-Milch!“

Das befremdliche Wesen will einfach keine Ruhe geben. Im Gegenteil, es setzt noch einen drauf!

„Immer schläfst Du so lange!“

Zur Erinnerung, es ist Samstag! mehr „Endlich Ruhe, Eierlikör und Kerzenschein – unser Wochenende in Bildern 21./22.12.“

Null Bock auf Weihnachten?

11+

Was Weihnachten betrifft, so bin ich dieses Jahr hin und her gerissen.
Dabei hatte ich mir doch anfangs solche Mühe gegeben!

Aber ganz ehrlich?

Jetzt am Freitag-Abend, wo ich ausgelaugt, Ferien-reif und erschöpft von der letzten Woche hier sitze und versuche meine Gedanken in diesen Zeilen zu sortieren, ist das anstehende Fest ganz fern.
Fast schon ein wenig irritierend scheint mir der Duft des Kuchens welcher sich gerade im Backofen befindet – und später für den Nachmittag des 24. Dezember eingefroren werden soll.

Ich passiere beim Aufräumen diversester Kinder-Klamotten den Weihnachtsbaum und kann den Duft jener tiefgrünen Zweige nicht einordnen.
Will ich DAS dieses Jahr?
Finde ich das jetzt schön?
Oder erdrückt mich dieser Tage der wuchtige, stachelige Kerl in meinem Wohnzimmer? (Nein! Nicht der Mann auf der Couch! 😉 )

Kann Weihnachten nicht einfach weg?

mehr „Null Bock auf Weihnachten?“

Das bisschen Haushalt – Endlich schönere Mama-Hände mit Spontex

9+

(*Werbung) „Deine Mama hat ja richtige Arbeiterinnen-Hände!“

Es ist jedes einzelne Mal das Gleiche.
Schüttele ich meinem Opa zur den diversesten Gelegenheiten die Hand, kommt exakt dieser Kommentar.
Gerne auch

„Mensch, was hat Deine Mama raue Hände – fast wie ein Bauarbeiter!“

Klingt nicht so sexy?
Nun, ich bin auch stets not amused. 😉
Doch leider hat er Recht, der liebe Opa!

Meine Hände gewinnen keinen Schönheitspreis und tun sich mit sanften Streicheleinheiten gerade im Winter wohl eher schwer.
Was durchaus in gewissen Situationen möglicherweise leicht beschämend sein könnte und ebenfalls bar jeglicher Anziehungskraft.
Aber es ist nun einmal so, man(n) muss dieser Tage mit den trockenen Reibeisen-Pfoten, die des Öfteren auch noch furchtbar kalt sind („Iiih Mama, mach‘ die kalten Hände weg!“) leben.

Es vermag mir zwar gelingen, die Nägel noch hübsch einzufärben.
Aber stetes Nach-Cremen?
Es ist einfach nicht möglich, denn es sind die Hände einer Mutter! mehr „Das bisschen Haushalt – Endlich schönere Mama-Hände mit Spontex“

Den Gefühlen zum Trotz – Unser Advents-Wochenende in Bildern 07./08.12.

15+

Erkenntnisse. Es sind Erkenntnisse und Momente, die dieses Dezember-Wochenende in Bildern für mich selbst prägen.
Und dadurch genauso wertvoll machen, wie eigentlich jeder Tag, an dem wir gesund, zusammen und am Leben sind.

Und wenngleich das nun äußerst schwulstig und noch immer getränkt von tiefsten Emotionen und Gefühlen scheint, so sind es doch Dinge, auf die wir uns dieser Tage – im Advent – besinnen sollten.

Mein Wochenende beginnt bereits mit dem Nikolaus-Nachmittag.
Mit der Erkenntnis, dass zum Einen der alte, dickbäuchige Sack schon wieder nicht an mich gedacht hat (ein bisschen Spaß muss trotz allem noch sein! 😉 ) und auch mit der, dass alle meine Kinder Eines noch sind:

Kinder!

Und so muss ich gerührt beobachten, wie selbst das Pubertier urplötzlich seine ganz eigene Höhle verlässt – und innerhalb eines kurzen Momentes das kleine Kind, welches da drinnen noch immer wohnt, zum Vorschein kommt.

Ich sehe, wie Kinderaugen glänzen und mein großer Junge begeistert das Nudelholz beim Plätzchen-Backen schwingt!
Denn da möchte auch er dabei sein und äußert ganz nebenbei und unauffällig, dass jetzt – genau jetzt – eine der schönsten Zeiten im Jahr sei!

Das ist wunderschön zu beobachten – und genau diese Zeit möchte ich meinen Kindern aus ganzem Herzen ermöglichen! mehr „Den Gefühlen zum Trotz – Unser Advents-Wochenende in Bildern 07./08.12.“