This is me – Corona-Tagebuch – Tag 17

11+

„When the sharpest words wanna cut me down
I’m gonna send a flood, gonna drown them out
I am brave, I am bruised
I am who I’m meant to be, this is me“
(Keala Settle)

Ich drehe den Regler bis auf Anschlag.
Singe lauthals mit.

Nicht nur dieses Lied, doch berührt mich gerade jener Songtext immer wieder!
Auch – oder gerade – in diesen Tagen.

Denn geht es nicht genau jetzt darum, sich eben nicht unterkriegen zu lassen?
Ja, die Dunkelheit ist mir nicht fremd, es liegt bereits ein nicht ganz so tolles Jahr hinter mir.
Trauer, bedrückende Gedanken, Seelen-Narben, Menschen, die einfach nur weh tun.
Das alles ist mir gewiss vertraut!

Und nun eben auch ein Virus, welcher (korrekterweise „welches“ 😉 ) ängstigt, das alltägliche, gewohnte Leben lahm legt und Vieles aus der Bahn wirft.

Und doch stehe ich immer wieder auf!

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Gedankenschwer – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 13 & 14

17+

Es ging mir nicht gut die letzten Tage.
Es geht mir nicht gut.
Aktuell fällt es mir schwer, positive Gedanken aufrecht zu erhalten und Schatten vom Licht zu trennen.

Wenngleich die Sonne die vergangenen Tage jenes Vorhaben warm und liebevoll unterstützte, so holen sie mich immer wieder ein.
Dunkle, traurige Gedanken, Vorwürfe, Schuldgefühle, niemals geklärte Fragen und große Ängste.

Schatten und Licht

So etwas lähmt.
Physisch und Psychisch.

Und ist vielleicht einer der Gründe, weshalb dieses Wochenende nicht ganz so Bild-beladen ausfällt.
Weil ich einfach nicht viel mache und vorübergehend nicht in der Gemütslage bin, jeden Schritt des neuen Corona-Alltages mit dem Mobiltelefon festzuhalten.
Verzeiht mir dies bitte.

Ich weiß, es wird wieder besser

Es wird wieder besser! Das wird es immer.
Ich stehe wieder auf – und werde schon in wenigen Tagen wieder Chancen und glückliche Momente in dieser Zeit sehen. mehr „Gedankenschwer – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 13 & 14“

Zwischen Himmel und Hölle – Corona-Tagebuch – Tag 11

7+

„Mama, googel mal die natürlichen Feinde von Flusskrebsen“

Ein Satz, welchen ich wohl ohne Corona nie, niemals (!) aus dem Mund der beiden großen Kinder gehört hätte!

Wir stehen am plätschernden Fluss.

Wasser glitzert in der Sonne, Moos überzieht Steine – und verwunschen bahnt sich das Wasser seinen Weg durch zarte Blümchen und saftiges Grün.

Nur wenige Gehminuten vom eigenen Haus trennen uns von dieser wunderschönen, gar himmlischen, Idylle, welche wir unter normalen Umständen nur viel zu selten aufsuchen.

Eine himmlische Idylle

Doch wir beginnen gerade, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Auf unserem heutigen Streifzug durch die Natur schmieden wir Pläne für den Nachmittag und sammeln ganz nebenbei viele hübsche Steine. mehr „Zwischen Himmel und Hölle – Corona-Tagebuch – Tag 11“

Aus Fehlern lernen & das Beste draus machen – Corona-Tagebuch – Tag 10

9+

Puh! So langsam gehen mir die Überschriften aus. 😉
Doch könnte die Heutige den zurückliegenden Tag ganz gut beschreiben.

Ja, auch heute habe ich Fehler gemacht. Viele davon.
Überhaupt scheint es mir, als würde ich dieser Tage die Sache mit der Erziehung noch einmal ganz neu aufrollen und überarbeiten müssen.

Denn erst jetzt fallen mir einige Dinge auf, die ich so gerne ändern würde und in der Vergangenheit einfach verbummelt oder leichtsinnig hingenommen habe.
Ihr kennt die Sache mit dem Weg des geringsten Widerstands.
Jetzt aber – ausgerechnet jetzt (!) – möchte ich die holprigen, steinigen Pfade wählen und Dinge endlich richtig machen.
Sehr zum Missfallen einiger anwesender Familienmitglieder.

Ausgetickt

So trug es sich zu, dass Emotionen und eigene Anforderungen am frühen Mittag mit mir durchgingen.
Ein kurzer Blick in Richtung Couch – und es war um mich geschehen. mehr „Aus Fehlern lernen & das Beste draus machen – Corona-Tagebuch – Tag 10“

Zähneknirschender Frust-Bolzen – Corona-Tagebuch – Tag 8

12+

Ich mache es wieder. Und wache davon auf.
Spüre, wie sich Zähne fest aufeinander pressen und Kieferknochen anspannen.
Möglicherweise knirschen und mahlen die mütterlichen Beißer auch und reiben sich aneinander, das weiß ich nicht so genau.

Wohl aber, dass es mir offensichtlich nicht ganz so gut geht, wie ich es tagsüber glaube.

Wie auch?
Es ist ein Zeichen, dass mich tief im Inneren Dinge sehr belasten und irgendwo, irgendwie verarbeitet werden möchten.

Ich lese Nachrichten und Schreckensmeldungen, bekomme auf Facebook Videos zu sehen von Menschen, die Qualvolles berichten.
Und bekomme es mit der Angst.

Will eigentlich nie wieder hinsehen, darf aber auch nicht verdrängen.
Und schon gar nicht, mir etwas vor den Kindern anmerken lassen!

Wenngleich wir viel reden, so finde ich elterliche Angst hier deutlich Fehl am Platz.
Ich muss meine Rolle gut spielen.
Muss Normalität leben, Halt geben, Trost spenden, Lernmaterial vermitteln, Lebensmittel auffüllen, basteln, fördern, backen, waschen, für ausreichend Bewegung und Frischluft-Zufuhr sorgen – und dabei die vom Kummer gezeichnete Miene verstecken!
Das klappt auch ganz gut, bis zum beruhigenden Glas Wein abends im Bett – und bis in die Nacht hinein.

Aber im Schlaf oder spätestens beim Wecker-Klingeln holt mich der Mist wieder ein.
Dann wird mir bewusst, dass zwar die Sonne scheint, doch Einschränkungen, Ängste, Vorsichtsmaßnahmen und neue Regelungen nunmehr Alltag sind.

Gute und weniger gute Tage

Und in jedem Alltag gibt es gute und weniger gute Tage.

Auch in dieser gerade veränderten Welt.
Heute ist ein nicht ganz so guter. mehr „Zähneknirschender Frust-Bolzen – Corona-Tagebuch – Tag 8“

Jeder Tag ein Neuanfang – Corona-Tagebuch – Tag 5

18+

Heute will ich nicht gerne aufstehen.
Es ist warm und schön im Bett und für einen kurzen Moment scheint alles in bester Ordnung.
Die Welt scheint in Ordnung und in diesem winzigen Augenblick wie immer.

Und würde ich jetzt einfach in den warmen Federn bleiben – es verlangt ja gerade eh niemand nach uns – dann könnte das ja vielleicht auch gelingen!
Das mit den Scheuklappen und der Schönrederei.

Doch da war ja die Sache mit der Struktur und Regelmäßigkeit.
Der Plan mit dem zeitlichen Rahmen.

Dinge, die wir für uns beibehalten wollten – und welche gerade jetzt unheimlich wichtig sind, zudem immensen Halt geben!

Noch immer stehe ich Tag für Tag morgens vorm Badezimmer-Spiegel, schlüpfe in Jeans und Oberteil, frisiere die Haare und schminke mich.
Auch, wenn ich die eigenen vier Wände nicht verlasse.

Ich mach’s für mich.  Für das Gefühl der Normalität. mehr „Jeder Tag ein Neuanfang – Corona-Tagebuch – Tag 5“

In Quarantäne? Im Winter als Mama normal – Gedanken zu Corona

19+

Ich wollte nichts dazu schreiben!!! Aaaargh! 

Nicht ich auch noch.
Denn ganz ehrlich?
Aktuell möchte ich einfach nur den Kopf in den Sand stecken und verdrängen.
Solange, bis „Es“ vorüber ist.

Dieses „Es“ (ich bekomme das Wort weder über die Lippen, noch in die Tasten), welches mich und meine Familie gefälligst nicht tangieren soll!
Dieses „Es“ welches wir jetzt einfach mal aussitzen.

Zwar mit vielleicht etwas gewascheneren Händen als sonst und wenigen, sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen – aber dennoch zuversichtlich und positiv gestimmt.

Dieses „Es“, welches gefälligst nicht alles, aber auch alles, madig machen soll und jedem stinknormalen Tag einen faden Beigeschmack verleiht!

So war zumindest mein ganz eigener gedanklicher Plan.

Corona sollte mich so wenig wie möglich beeinflussen und drüber schreiben wollte ich auch nicht.
Tun ja eh gerade ALLE!

Doch kann ich mich der Auswirkungen – und all der damit verbundenen Gedanken – nicht entziehen.
So sehr ich es auch versuche.

Denn „Es“ ist allein schon dafür verantwortlich, dass der Mann seit Tagen hier zu Hause auf der Couch hockt. mehr „In Quarantäne? Im Winter als Mama normal – Gedanken zu Corona“

Raus aus dem Loch!!! About the last days….

11+

Es war ruhig hier auf dem Blog die vergangene Woche.
Und obwohl es ursprünglicher Sinn und Zweck eines solchen Familien-Blogs ist, als öffentliches Tagebuch zu fungieren und mit teils heiteren, ernsteren oder gar nachdenklichen Erzählungen aus dem ganz normalen Mama-Alltag zu unterhalten, fühlte ich mich die vergangenen Tage nicht in der Lage, Eines zu tun:
Schreiben.

Nichts erschien mir eines Blog-Beitrages wert.

Einen erneuten, traurigen Text? Wollte ich nicht veröffentlichen.
Was würdet Ihr dann von mir denken? Welchen Mehrwert würde ich Euch damit bieten?

Warum sollte ich mich hier abermals verletzlich und schwach zeigen – und vor allem wer will das lesen und wen interessiert’s schon?

Und ich muss zugeben, genau in solchen Tagen verliere ich auch ein klein wenig den Glauben an diese Sache hier.
Und – vielmehr als das – den Glauben an mich selbst!
Ich stelle alles in Zweifel.

Die kürzlich erst zündende Buch-Idee, für die ich so brannte und welche ich so schnell wie möglich angehen wollte?
Es konnte mir nicht gelingen, aus Funken ein Feuer entfachen zu lassen.
Weil ich mich mit der Vision allein gelassen fühlte – nicht vom Mann, der hier noch immer hinter mir steht und drängt.
(Jahaaa!!! Ich fang‘ ja bald an!! 😉 )

Dinge, die vermutlich nur in meinem Kopf stattfinden – warfen mich aus der Bahn.

Ich wollte Euch nicht zeigen… mehr „Raus aus dem Loch!!! About the last days….“

Wenn alles nervt – Unser Wochenende in Bildern 29.02./01.03.

10+

Samstag

Ich will nicht aufstehen. Ganz ehrlich!
Heute mag ich nicht. Die Schulter schmerzt und zwickt.
Nicht etwa aufgrund der eigentlichen Ausrenkung, aber bedingt durch diese elendige Ruhigstellung.
Welche mich Nachts aufwachen lässt und das tiefsitzende Hämangiom, welches da auch noch seit jeher in und auf der rechten Schulter ruht, arg anschwellen und schmerzen lässt.
Ich habe also Schmerzen aufgrund einer Therapie, welche angeblich gegen Folge-Schmerzen einer Schulter-Luxation sein soll!
Was für ein Bullshit!
Pardon.

Und doch werde ich wohl noch eine Weile „ruhig halten“ müssen.
Ich will aber nicht.
Viel lieber würde ich nun wahlweise das Haus auf den Kopf stellen oder aber mir beherzt die Decke über den Kopf ziehen.

Und diese bekloppte Welt da draußen ausblenden.

Eine Welt, welche dieser Tage nur mit Scheuklappen zu durchlaufen ist.
Eine Umwelt voller Nachrichten, welche ich nicht mehr hören kann und will, weil’s echt nur noch Brechreiz auslöst!

Menschen, die panisch Regale räumen – und jene Tageszeitung mit den vier Buchstaben, die ich dieser Tage einmal mehr als schlichtweg primitiv, irrwitzig und regelrecht beschissen betiteln kann!
Kurzum:
Alles nervt!

Dummerweise jedoch… mehr „Wenn alles nervt – Unser Wochenende in Bildern 29.02./01.03.“

Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza

19+

Ich muss zugeben, als ich letzten Freitag Abend aus London zurückkehrte, musste ich sehr mit mir kämpfen.
Ich rang regelrecht mit mir!

Und hätte mich die Erschöpfung des vorangegangenen wunderbaren aber gleichermaßen anstrengenden Tages nicht in die Knie gezwungen, ich hätte vermutlich sofort losgelegt.

Überall sah ich Dinge, die meine ganz eigene Optik störten und dem verqueren Anspruch eines gemütlichen, aufgeräumten Heims nicht gerecht wurden.
Da waren die Krümel auf dem Esstisch, welcher laut Aussagen der Kinder in drei Tagen nicht einmal abgewischt wurde.
Das nicht vollständig verräumte saubere Geschirr auf der Küchen-Theke störte, ebenso wie die noch vollen Tee-Thermoskannen vom Morgen.

Ich sah die Klos, welche ich vor meiner Abreise nicht mehr schaffte zu putzen und die ungewaschene Wäsche aus drei bis vier Tagen.
Fand herumliegende Schuhe und Kleidungsstücke vor und den trüben, mit Wasserspritzern übersäten Badezimmerspiegel.

Nicht aber sah ich, dass… mehr „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza“