Nur eine Mutter?

16+

Keine Bezeichnung scheint heutzutage mehr gefürchtet und niederschmetternder als die,
„nur eine Mutter“ zu sein.
Es kommt mir so vor, dass wir Frauen in der heutigen Zeit nichts auf der Welt mehr bangen, als in diese eine Schublade gesteckt zu werden. Als so zu bezeichnet zu werden!

Ein „nur“ zu sein und ein Namens- und Identitäts-loser Begriff.
Auf das „Mutter“ sollte mindestens ein „und“ noch folgen!
Und im Idealfall stelle dieses „und“ bitte sehr schon einmal gar nicht „Hausfrau“ dar.

Es geht mir ja selbst so, denn als „nur Mutter“ bezeichnet zu werden oder sich gar selbst an dunklen Tagen als solche zu sehen, nix scheint deprimierender, kontraproduktiver und sogar ein klein wenig schädlicher!
Für uns, für unser Seelenleben, fürs Selbstwertgefühl, für die Sicht auf das eigene Ich!

Die Bezeichnung „Mutter“

Mir selbst ist in der Vergangenheit oft aufgefallen, dass insbesondere bei Terminen, die mit den Kindern zu tun haben, in Gesprächs-Protokollen & Notizen immer nur die Rede von „der Mutter“ ist. mehr „Nur eine Mutter?“

Lass‘ krache(l)n!: Mutti verwertet Reste

11+

Ich bin eine Frau der Extreme! In Allem! Gerne auch bestätigt durch den eigenen Gatten und von diesem ohne Zögern unterschrieben! 😉
Und wenn ich koche, dann ebenfalls extrem! Extrem viel!
Ganz ehrlich? Ich habe drei Kinder, könnte aber vermutlich Mittag für Mittag eine ganze Fussball-Mannschaft problemlos versorgen.
Ich kann Euch auch gar nicht genau sagen, woran das liegt.

Die Furcht, der eigene geliebte Nachwuchs könnte zu kurz kommen? Könnte nicht wachsen und gedeihen?
Gedankenlosigkeit? Falsche Kalkulation?
Fakt jedoch ist, es bleibt immer etwas übrig! Sehr viel davon. So kommt es, dass es mich auch nie stört, habe ich spontan ein Kind mehr am Esstisch sitzen. Gerne stelle ich einfach einen weiteren Teller für Spiel-Verabredungen oder ungeplant mit nach Hause gebrachte Klassenkameraden auf den Tisch. Es reicht ja sowieso. 😉

Leider ging es mir in der Vergangenheit jedoch nur allzu oft so, dass ich die Reste einfach vergaß. mehr „Lass‘ krache(l)n!: Mutti verwertet Reste“

Eingesperrt und festgefahren: Wir stecken im Stau

8+

Wäre ich heute morgen nicht bereits knappe 7 Kilometer um den See gerannt und nunmehr in einem – beinahe schon besorgniserregenden – Zustand der Tiefen-Entspanntheit, ich würde jetzt heulen!
Oder mir zumindest verzweifelt die Haare raufen!

Jetzt gerade, da ich konzentriert ein- und ausatme und stattdessen googel.

„Kann eine Blase wirklich zerbersten?“

bin ich im Begriff in das Suchfeld einzugeben, als hinter mir die Kleinste plötzlich aufschreit.
Die große Schwester hat geschubst und ein lautstarker Streit droht zu entfachen.
Was es gerade gilt, mit allen erdenklichen Mitteln zu verhindern!

Denn wir sitzen hier gefangen, im faradayschen Käfig, können uns der Situation in keinster (!) Weise entziehen!
Und haben Hunger! Und müssen alle auf’s Klo! Dringendst!

Knappe 8 Kilometer vor der eigenen Haustüre, genau zwischen zwei Autobahn-Abfahrten – ohne rettenden Rastplatz dazwischen – scheinen nun vier Familienmitglieder an ihre ganz eigenen Grenzen zu gelangen. mehr „Eingesperrt und festgefahren: Wir stecken im Stau“

Über den Dächern Londons

8+

Ich bin wieder angekommen, bei meinem „urbanen“ Ich.
Lasse mich mit reißen, bin im flow und genieße die Farben, Geräusche, das geschäftige Treiben in der Metropole.
Es ist ein altes, lange Zeit vergessenes Ich.

Doch gerade im Moment?
Ist es wieder da.
Präsenter als je zuvor.

Ja, ich fühle mich noch immer wohl.

Das pulsierende Leben großer Städte, es fasziniert mich und zieht mich in seinen Bann. Ich fühle mich jung und lebendig, als wäre die Zeit um zwanzig Jahre zurück gedreht worden.

Einzig und allein der Blick in die verspiegelten Fahrstuhl-Wände irritiert mich hin und wieder. mehr „Über den Dächern Londons“

Weihnachten: Der Zauber besonderer Erlebnisse

4+

Aufgeregt kaut sie wahlweise auf ihrem Zeigefinger oder aber am Bündchen des von mir sorgfältig ausgewählten Pullis herum.
Reckt das Köpflein und den Hals so weit es nur geht, um auch bloß nix zu verpassen.
In spannenden Momenten kommt die kleine warme Hand und drückt feste die Meine – oder aber der ganze zerzauste Haarschopf sucht die schützende Nähe meiner Schulter!

Und während ich da auf einem der unzähligen Stühle sitze, bin ich froh, meiner kleinsten Tochter gerade dieses Erlebnis ermöglichen zu können.
Denn ich muss an dieser Stelle gestehen:

Ich hatte meine Zweifel!

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