#mütend: Nur ein Trendbegriff – oder eine echte Bewegung?

Psssst! Kommt mal näher (welch Ironie in diesen Zeiten! 😉 ) – ganz sachte, langsam und vorsichtig!
Ja, genau so! Ganz dicht ran! Damit ich Euch etwas in’s Ohr flüstern kann.

Aber nur ganz, ganz leise.

Denn ich traue mich kaum, es offen und ehrlich zuzugeben:

Ich bin NICHT #mütend!

Beziehungsweise war ich es im Grunde eigentlich schon immer hin und wieder:

Müde und wütend zugleich

Schon lange VOR dieser Pandemie und allen (Gesellschafts-)politischen Diskussionen empfand ich hin und wieder einen Zustand der gleichzeitigen Wut und Erschöpfung.

Nur gab es damals diesen Trend-Begriff noch nicht.

Diesen allgemeinen Trend  – denn so empfinde ich es fast schon, doch dazu gleich.

Meistens spürte ich jenes eigenartige Empfinden in Bezug auf Menschen und Situationen, die ich einfach nicht ändern kann.
Jeder… more „#mütend: Nur ein Trendbegriff – oder eine echte Bewegung?“

Ich bin mit AstraZeneca geimpft – Wie fühle ich mich heute?

Gestatten?

Auf dem Beitragsbild sehen Sie eine geimpfte Frau.

Eine von ungefähr 1,5 (?) Millionen Frauen in Deutschland, die bereits mit AstraZeneca geimpft wurden – und ebenfalls bereits den Termin für die Zweitimpfung voller Hoffnung und Zuversicht ausgemacht haben.

Eine Frau, die sich in der Verantwortung sah, ein Impfangebot auch wahrzunehmen – und damit andere zu schützen, um zur Durchbrechung der Infektionskette beizutragen.

Um ihren Anteil zu leisten und nicht zuletzt auch sich selbst zu schützen!

Denn Sie sehen hier ebenfalls eine Mutter von drei Kindern, die ihre Mama noch viele, viele Jahre brauchen werden.

Wie ich mich heute fühle?
Nach den jüngsten Ereignissen und Entscheidungen?

Nun, ein einziges, primitives Wort reicht:

Scheiße.

Ich wollte es gar nicht erzählen

Hier auf… more „Ich bin mit AstraZeneca geimpft – Wie fühle ich mich heute?“

Ein Jahr. Was hat die Pandemie mit uns gemacht?

Und jetzt sitzen wir wieder hier und malen gemeinsam Eier mit Acryl-Farben an.
Als wäre nichts geschehen, als hätte das vergangene Jahr gar nicht stattgefunden.

Als würde sich ein Ausnahmezustand nicht gerade zum ersten Mal jähren.

Und doch fühle ich anders als damals im März 2020.

Älter fühle ich mich, so unfassbar viel älter.
Als wäre alles verblasst, wie die Farbe auf den Eiern vom Vorjahr.
Die draußen der Witterung und dem harschen Gegenwind ausgesetzt waren.

Als wäre ICH verblasst – mit all‘ meinen Gefühlen, Emotionen, dem anfänglichen Aktionismus und der Zuversicht.

Wir malen also wieder Eier an und basteln.

Um den Kindern die Nachmittage abwechslungsreich zu gestalten, um Farbe in’s Leben zu bringen.
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Danke für Nix! Corona-Tagebuch

Ich muss ungefähr elf Jahre alt gewesen sein, da wollten meine Eltern mal mit mir auf die Insel Kreta fliegen.
Wunderhübsche Bildchen von türkisblauen Pools und schicken Hotelanlagen, historischen Gemäuern (gut, die interessierten mich seinerzeit weniger) und hübschen Stränden blitzen mir im Katalog entgegen und machten so viel Lust auf mehr!

Vorfreude wuchs in mir – und die Tristesse eines langen Winters wich der Euphorie in Hinblick auf einen ganz und gar einzigartigen Sommerurlaub.

Ja, er war zum Greifen nahe dieser Urlaub – und ich wollte ihn unbedingt!
Denn in meiner kindlichen Naivität bedeutete ein Sommer am Meer nun einmal ALLES!
(Gut, manchmal ist es auch heute noch so 😉 )

Als „Bahner-Tochter“ reisten meine Eltern mit dem Bruder und mir zwar viel, aber eine Flugreise blieb schlichtweg etwas ganz Besonderes und Außergewöhnliches.

Ihr ahnt bereits, wie groß die Enttäuschung war, als der Vater in letzter Minute doch umentschied.
Aus Kostengründen, weil es im Budget eben letzten Endes und nach einigen Überlegungen nicht drin sein sollte.

Drei Wochen zuvor wären vielleicht… more „Danke für Nix! Corona-Tagebuch“

Tagebuchbloggen: Rückkehr in den Wechselunterricht & Was es sonst noch so gibt!

Mittwoch. Unser Alltag wandelt sich gerade wieder.

Erneut müssen wir unser Zusammenleben zu Fünft neu organisieren, einen neuen Rhythmus finden und uns an ein zurückgekehrtes Stückchen „Normalität“ gewöhnen.

Wie klappt’s mit dem Wechselunterricht?

Beide Mädels sind in dieser Woche in den Wechselunterricht an der jeweiligen Schule zurückgekehrt!

Doch das, was sich so viele Eltern als massive Erleichterung und Lichtblick erhofft haben, führt in meinem persönlichen Fall nicht wirklich zu Entlastung und Zeitersparnis.

Im Gegenteil.
Eine „Verbesserung“ kann ich für mich ganz persönlich nicht feststellen.

Denn zum Einen sitze ich ja immer noch zwei bis drei Vormittage in der Woche am Schreibtisch der Erstklässlerin – und zudem kommt an den Tagen mit Präsenzunterricht offenbar einfach noch eine Schippe Hausaufgaben NACH der Schule on top.
Bei denen ich – wie gehabt – ebenfalls teils daneben hocken muss!

Und Dinge wie diese meinte ich im übrigen, schrieb ich in der Vergangenheit darüber, dass in Zeiten des Homeschooling und Lockdown nicht einfach nur ALLES ganz furchtbar schlecht ist!

Wir wussten, wir müssen vormittags unsere Schularbeiten machen (ich schreibe bewusst „wir“ – jedes Elternteil wird es zumindest bei Grundschülern in der Zwischenzeit verstehen!) – die Nachmittage aber gehörten UNS!

Es gab die letzten acht Wochen weder Klassenarbeiten noch Hausaufgaben!!!

Sondern… more „Tagebuchbloggen: Rückkehr in den Wechselunterricht & Was es sonst noch so gibt!“

Corona-Tagebuch: Mir fehlt Quality Time mit nur einem Kind!

Kinder können uns Erwachsenen ein ganz schön schlechtes Gewissen „einreden“.
Schon mal gemerkt?

Vielmehr als das, lassen sie uns zweifeln und mit uns hadern, lassen uns grübeln, ob nicht an den Worten ein Fünkchen Wahrheit haftet – und ob wir Eines nicht einfach sein könnten und müssten:

Noch besser!

Noch so, so viel besser!

Ein Moment nach einem Tag, der doch so gelungen und relativ harmonisch wirkte, lässt uns betrübt ins halb gefüllte Weinglas blicken und uns fragen, ob wir nicht hätten noch mehr geben können an diesem Tag.

Lässt uns hinterfragen, wieso uns diese EINE Sache entgehen konnte, warum eigentlich immer irgendetwas – oder irgendwer (!) – auf der Strecke bleibt!?

So sehr wir auch Gas geben, mit unseren unsichtbaren Tentakeln höchst effektiv die To-Do-Liste des Tages abarbeiten und uns keinen Moment der Ruhe und „me-time“ gönnen – es flutscht immer irgendetwas oder sogar ein Mensch durch!

Entrinnt uns einfach und fällt uns erst in der Nacht, dann wenn es für jenen Tag bereits zu spät ist, wie Schuppen von den müden Augen.

Mein Gewissen lässt mich nicht schlafen

Und jetzt sitz ich hier, Sonntag-Morgen um… more „Corona-Tagebuch: Mir fehlt Quality Time mit nur einem Kind!“

Wo ist die Motivation geblieben? Homeschooling-Woche Eins vs. Woche Drei

Montag. Homeschooling-Woche Drei.

Im Grunde sagt das Beitragsbild schon alles, doch lasst mich dennoch ein bisschen erzählen! 😉

Was waren wir motiviert!

Starteten wir in der ersten Woche „Homeschooling“ – nennt es meinetwegen auch „Distanzlernen“ (Boah! Worüber sich Menschen streiten können!?) – noch höchst strebsam, sehen die Dinge nunmehr leicht verändert aus.

Und ich gebe zu meiner Schande zu, die Motivation hat ja sowas von nachgelassen!

Dabei fing alles so unfassbar gut an!

Ich stellte mir den Wecker auf kurz nach sieben!
JEDEN Morgen.

Nun, das mache ich zwar immer noch, doch im Gegensatz zum heutigen Montag stand ich dann auch wirklich sofort auf. 😉

Mithilfe einer starken Tasse Kaffee und viel Eigenantrieb wollte es mir sogar gelingen, pünktlich um acht… more „Wo ist die Motivation geblieben? Homeschooling-Woche Eins vs. Woche Drei“

Zwischen den Stühlen oder Nix Halbes & Nix Ganzes? – Homeschooling, Woche 2

Dienstag.

Ich fühlte mich ein klein wenig verloren. Eben.

Irgendwie nicht vollständig bei der Sache, fest einem Ort zugehörig oder imstande, mich kontinuierlich und konzentriert einer Sache – oder einer Person widmen zu können.
Auch nicht mir.

Hocke ich dieser Tage viel am Schreibtisch des kleinsten Kindes, so versuchte ich gerade, mich ein klein wenig aus dem Geschehen zurückzuziehen.

Damit das Kind Aufgaben alleine bewältigt und fertigstellt.

Das klappt auch phasenweise ganz gut, doch muss ich quasi immer in Ruf-Weite sein, um jederzeit wieder Hilfestellung geben zu können.

Um nachschauen zu können – oder auch einfach nur zu motivieren.

Hin und wieder ruft es auch aus den anderen Zimmern – und ich unterstütze und berate beim Englisch-Lückentext oder stelle Rechenregeln auf.

Zum überwiegenden Teil allerdings machen die beiden Großen ihre Aufgaben alleine.

Eben jedoch befanden sich drei von fünf Familienmitgliedern in Video-Konferenzen in drei verschiedenen Zimmern vor drei verschiedenen Rechnern.

Und ich durfte weder stören, noch Zimmer betreten.

Somit blieben mir… more „Zwischen den Stühlen oder Nix Halbes & Nix Ganzes? – Homeschooling, Woche 2“

Lockdown-Koller: Ich bin es müde, mich über Kleinigkeiten zu freuen!

Gestern stand ich während meines „Ausflugs“ zum Supermarkt vorm Regal und ertappte mich dabei, wie ich verzückt vor mich hinlächelte!

Ich stand vor dem Regal mit den Klosteinen (!) und freute mich allen Ernstes, hier die Auswahl zwischen neun (?) verschiedenen Designs und Geruchsrichtungen zu haben.

Und weil alles in mir drinnen gerade nach Rebellion schreit, wählte ich die zwei ausgefallensten Düfte!

Unsere Klos zieren nun „lovely jasmine“ in der deluxe version und „magic moonflower“ – ebenfalls in der deluxe version!
Der Dekadenz wegen!

Und weil ich sonst gerade wenig Auswahl im Leben habe!

Des Weiteren wählte ich während des selben Einkaufsvorgangs heute mal den „herzig-blumigen“ mit dem bunten, freundlichen Etikett, statt des üblichen Feierabend-Weißweins – und fühlte mich ob der Entscheidung wie ein Held.

Gleichermaßen freute ich mich wie Bolle auf den wohlmundenden Schluck weit nach Mitternacht.
Meine aufregende Belohnung nach einem tristen Pandemie-Tag.

(Sicherlich könnte ich mich auch noch anders belohnen, doch das gehört hier gerade nicht her! 😉 ).

Ich bin es müde, mich über Klitze-Kleinigkeiten zu freuen!

Aber wie lange will  ich mich noch über solche Pups-Kleinigkeiten freuen (müssen)? more „Lockdown-Koller: Ich bin es müde, mich über Kleinigkeiten zu freuen!“

„Lockdown-Tagebuch“: Lichtblicke gibt es jeden Tag! Und schöne Bücher auch! ;)

Ich schrieb es gestern bereits drüben bei Instagram.
Gestern war ein guter Tag!

Zumindest zum großen Teil.

Denn ähnlich dem ersten Lockdown im Frühjahr ist aktuell KEIN Tag durchgehend gut oder auch schlecht!

Jeder noch so triste Tag bietet Lichtblicke (und sind sie noch so klein) – und auch an guten Tagen schlägt die Stimmung durchaus ohne jegliche Vorwarnung in’s Gegenteil um.

So ist das nun einmal, hocken fünf Menschen im aktuell gefühlt ewigen Dunkel ohne Ausweg und Zufluchtsort aufeinander!

Hatten wir im Frühling noch diesen atemberaubend blauen Himmel und die gerade erwachende Natur (und die ätzend juckende Nase 😉 ), so versinken wir gerade in Grau und Tristesse.

Alles ist so ätzend grau und dunkel – und doch geht es weiter!

Das kann auch ohne Corona ganz gewaltig auf’s Gemüt schlagen!

Draußen-Alternativen schwinden – und als Mama muss ich mir jeden Tag irgendetwas einfallen lassen, um Abwechslung in Tage zu bringen, die einander so sehr ähneln und ineinander übergehen!

Und wie ich schon auf Instagram schrieb ist das alles durchaus nicht leicht.

Ich „atme“ viel dieser Tage. more „„Lockdown-Tagebuch“: Lichtblicke gibt es jeden Tag! Und schöne Bücher auch! ;)“