„Lockdown-Tagebuch“: Lichtblicke gibt es jeden Tag! Und schöne Bücher auch! ;)

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Ich schrieb es gestern bereits drüben bei Instagram.
Gestern war ein guter Tag!

Zumindest zum großen Teil.

Denn ähnlich dem ersten Lockdown im Frühjahr ist aktuell KEIN Tag durchgehend gut oder auch schlecht!

Jeder noch so triste Tag bietet Lichtblicke (und sind sie noch so klein) – und auch an guten Tagen schlägt die Stimmung durchaus ohne jegliche Vorwarnung in’s Gegenteil um.

So ist das nun einmal, hocken fünf Menschen im aktuell gefühlt ewigen Dunkel ohne Ausweg und Zufluchtsort aufeinander!

Hatten wir im Frühling noch diesen atemberaubend blauen Himmel und die gerade erwachende Natur (und die ätzend juckende Nase 😉 ), so versinken wir gerade in Grau und Tristesse.

Alles ist so ätzend grau und dunkel – und doch geht es weiter!

Das kann auch ohne Corona ganz gewaltig auf’s Gemüt schlagen!

Draußen-Alternativen schwinden – und als Mama muss ich mir jeden Tag irgendetwas einfallen lassen, um Abwechslung in Tage zu bringen, die einander so sehr ähneln und ineinander übergehen!

Und wie ich schon auf Instagram schrieb ist das alles durchaus nicht leicht.

Ich „atme“ viel dieser Tage.

Einatmen, Ausatmen, Krone richten – und vor allem weiter machen!

Immer und immer wieder!

Muss ja.

„Gute Tage“ sind gefüllt mit Abwechslung

An „guten Tagen“ gelingt das sogar prima!

Dann backen und basteln wir und „erreichen“ gefühlt Einiges.

Dann sind die Kinder an der frischen Luft und bewegen sich – und ganz ohne unser Zutun – oder gar eingeschränkte Medienzeit – bleibt der Fernseher aus!
Und Kinder spielen friedlich miteinander!

Das ist schön zu beobachten!

Das lässt mich mit einem versöhnenden Lächeln auf der Treppe ausruhen und neue Kraft und Mut schöpfen, für alles was da noch kommen mag.

Dreimal Distanzunterricht – und doch bin ich erleichtert!

Nun, ab Montag kommt vor allem dreimal Distanzunterricht mit drei Kindern unterschiedlichsten Alters, Klassen und Schulformen.
(Das ist natürlich selbsterklärend bei unterschiedlichem Alter – klingt so aber viel wichtiger und dramatischer! 😉 )

Und Ja! Ich bin erleichtert und begrüße die Maßnahmen!

Ich hätte bei einer Rückkehr in den Präsenzunterricht geweint, nicht aber weil ich meine Kinder selbst betreuen muss!

Auch wenn ich aktuell nur erahnen kann, was da auf uns zukommt.

Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen!!

Und sicherlich komme ich auch deshalb klar, weil ich den Luxus habe, ohnehin zu Hause zu sein.
Und weil ich mir meine Arbeit ganz nach Belieben einteilen kann.

Das geht durchaus nicht jeder Mutter so, dessen bin ich mir bewusst!

Ich helfe und unterstütze

Ich werde meine Kinder unterstützen und Hilfestellung geben, doch tun sich Lücken auf, ist es nun einmal so!

Und ganz gewiss wird es auch für mich dunkle Tage geben, an denen ich nach dem Einkaufen ein kleines bisschen länger im Auto sitzen bleibe als wirklich nötig.

Zum Allein-sein. Zum Durchschnaufen. Und zum Kraft-tanken.

Aber es geht weiter! Immer und irgendwie!

Ich fühle mich dieser Tage öfter ratlos, hilflos und aufgeschmissen.
Und dann kommen sie doch wieder.
Einfach so und unangekündigt!

Die schönen Momente!

Jeder Tag birgt schöne Momente!

Momente, in denen wir lachen und ein Stückchen Unbeschwertheit genießen können!

Dann rieseln plötzlich zarte Flöckchen vom Himmel und die matschig-verschneite Wiese reicht für rasante Kurven mit dem Kinder-Bob!

Dann inspirieren uns die Winterlandschaft da draußen und herzallerliebste Kinderbücher – und wir fangen an zu werkeln.

Oder backen eben und versüßen uns die dunklen Stunden mit zuckrig-bunten Seelenschmeichlern.

Und wenngleich auch ich manchmal einfach nur abhauen und davonlaufen möchte, so weiß ich, dass ich jeden Tag als Chance sehen mag!

Das haben nicht nur meine Kinder verdient, sondern auch ich!

Und was lesen wir zur Zeit?

(Rezension – unbezahlt)

Die letzten tristen Tage hat uns ein ganz bestimmtes Kinderbuch über Wasser gehalten.

Passend zum ersten Schnee in diesem Jahr folgen wir des Abends unter unserer Kuscheldecke gebannt dem Abenteuer von Ole und seinem „Schneeti“.

Denn der kam Ole, der von seinen Mitschülern geärgert und gehänselt wird, einfach so zugeschneit!

Seitdem weicht das knuffige, gefräßige Mini-Monster dem Jungen nicht mehr von der Seite – und stellt dessen Alltag ordentlich auf den Kopf!

Besonders witzig finden es beide Mädels, lese ich mit der „Schneeti-Stimme“ vor, denn der neigt ein klein wenig dazu, zu „sächseln“.
Zumindest klingt es so, liest man die ganzen „Ös“ im Satz vor. 😉

Schneeflocken faszinieren seitdem wir das Buch lesen einmal mehr, gleicht doch keine Flocke der anderen und ist doch jede so wunderschön und einzigartig!

Fast so, wie wir Menschen(kinder) eben auch!

Ausgerechnet ein kleiner Schnee-Kobold mit „grottigem“ ( 😉 )  Dialekt zeigt meinen Kinder (und ein bisschen auch mir) also dieser Tage, dass es immer irgendwie weiter geht und es nicht lohnt, entmutigt den Kopf in den Sand (oder meinetwegen auch Schnee 😉 ) zu stecken!

Wir schaffen uns unsere ganz eigenen „Inseln“

Auch ab nächster Woche werden sich neben dem Distanzunterricht sicherlich auch schöne „Inseln“ für uns finden!

Inseln zum Frischluft-tanken und Bewegen, zum Kochen (oh ja, wir stehen aktuell sehr viel in der Küche!!!) , zum Basteln (immer noch 😉 ) und Vorlesen!

Und gewiss auch zum Zanken, zetern, motzen und streiten!

Aber das gehört dazu und da kommen wir durch!

Wir können noch immer dankbar sein!

Wir haben ein warmes Zuhause, Essen und Kleidung, Spielzeug und Beschäftigungsmöglichkeiten (und damit meine ich nicht nur Netflix! 😉 ) im Überfluss!

Und sollten uns NICHT anmaßen, uns mit irgendwelchen Elterngenerationen aus der Vergangenheit oder gar aus Kriegs- und Krisengebieten zu vergleichen!
Wirklich nicht!

Distanz-lernen ohne Druck

Vielleicht aber sollten wir einfach den Druck heraus nehmen!

Und weder auf eingeschränkte Medienzeit beharren (meistens nämlich reguliert es sich von ganz alleine – und die Kinder suchen freiwillig die Abwechslung) noch darauf, dass die Kinder ganz genauso funktionieren und verstehen müssen wie zu früheren Präsenz-Schulzeiten.

Vielleicht sogar sollten wir darauf vertrauen, dass – gerade die älteren Schulkinder – sich selbst organisieren und dies durch die aktuellen Gegebenheiten sogar LERNEN!

(Das konnte ich beispielsweise beim Sohn während des ersten Lockdown beobachten! 🙂 )

Und sollten daher nicht mit Argusaugen – und dem ewigen schlechten Gewissen – stundenlang am Schreibtisch dabei sitzen!

Es geht weiter. Irgendwie.

Eure 

Alex

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