Ein Tagebuch, um mich zu verstehen – „Wenn der Zyklus zur Hölle wird“…

Treffender könnte es der zweite Teil der Überschrift in meinem Fall nicht beschreiben – er ist also geklaut und stammt aus einem Zeitungsartikel über „PMDS“, dem sogenannten „prämenstruellen dysphorischen Syndrom“.

Es ist einer von vielen Artikeln, die ich zu diesem Thema – aus seeehr persönlichen Gründen – in den vergangenen Jahren gelesen habe.

Denn Fakt ist, seit ein paar wenigen Jahren (es fing ein paar Jahre nach Geburt des dritten Kindes an) geht es mir verdammt und verflucht nochmal nicht immer nur gut!

Wer meinen Blog aufmerksam liest, dem ist das auch in den letzten Wochen nicht entgangen:

Meine Stimmungslage ist durchaus nicht immer heiter und rosig – öfter sogar dunkel, zutiefst schwarz und wolkig.

Ich mache mich selbst klein und bin nicht in der Lage, sachlich zu denken!

Das merke ich JETZT, am ersten Tag meiner Regel!

An dem ich ein anderer Mensch geworden bin.

So wie… more „Ein Tagebuch, um mich zu verstehen – „Wenn der Zyklus zur Hölle wird“…“

Gewollte Flucht aus dem Alltag? Warum ich mir wieder Zeit zum Lesen schenken möchte!

„Sie befinden sich derzeit in einem Lesezeitraum“

sagt mir die Kindle-App auf meinem Mobiltelefon, während ich mir gerade das letzte Tränchen aus den Augenwinkeln wische.

Trotz der noch feuchten Wangen und des eben noch vorhandenen Gefühl des „Verloren-seins“ muss ich nunmehr leise auflachen.

Denn war ich nicht eben gerade in Begriff, die Türe des „Lese(zeit)raums“ wieder zu öffnen, um mich zaghaften Schrittes wieder in das zu begeben, was sich „mein Leben“ nennt?

Die Klinke hatte ich schon in der Hand, die Reise war abrupt beendet und ließ mich unter Tränchen Abschied-nehmen, so wie es sich nun einmal für eine gute Reise (zu sich selbst) gehört!

Ich habe ein Buch gelesen

Ich habe ein Buch gelesen.

Das mag nicht allzu sonderlich bedeutsam klingen.
Menschen lesen andauernd und ständig Bücher.

Doch in meinem Fall schon! more „Gewollte Flucht aus dem Alltag? Warum ich mir wieder Zeit zum Lesen schenken möchte!“

Weil Duschen MEIN Allheilmittel ist – Zeit für mich mit Nature Box von Douglas!

(*Werbung) Mein Papa hat sich früher immer einen Heidenspaß daraus gemacht.

Jedes einzelne Mal, verbrachte ich eine zu lange Zeit unter der Dusche (also immer! 😉 ) drohte er mir mit dem „Münzautomaten“, welchen er alsbald anbringen wolle.

Derjenige, welcher nach exakt fünf Minuten wahlweise das Wasser ganz abstellen – oder nur noch eiskaltes Gebirgsbachwasser (wo auch immer das nun herkommen sollte) fließen lassen würde.

Denn seit ich denken kann – und das ist hier ausnahmsweise einmal nicht überzogen und übertrieben – dusche ich lange!

Sehr, sehr lange!

Es mag ja die diversesten Statistiken geben.
Statistiken, die berechnen, wieviel Lebenszeit Menschen auf dem Örtchen oder beim Schlafen verbringen.

Nun, ich befürchte, ich habe in meinem bisherigen Leben sehr viel Zeit unter fließendem Wasser verbracht!

Aber im Grunde „befürchte“ ich hier nun nix, sondern das war bisher eine ganz und gar wunderbare und entspannende Zeit!

Denn neben… more „Weil Duschen MEIN Allheilmittel ist – Zeit für mich mit Nature Box von Douglas!“

Wie geht es Dir? – Die wohl schwierigste Frage der Welt!

„Wie geht es Dir?“

Keine Frage der Welt wird wohl leichtfertiger, öfter und beiläufiger gestellt.
Keine Frage scheint mir dieser Tage schwieriger zu beantworten.

Im Grunde geht es mir gut

Gut geht es mir!
Denn ich habe einen vollen Kühlschrank und ein Dach über dem Kopf.

Wir haben keine Geldsorgen und ein hübsches Zuhause, wenn auch in jenen Wochen deutlich weniger ordentlich und sauber als in einem alten, gewöhnlichen Leben.

Ich habe Netflix, Eiscreme, Eierlikör und heißes Wasser, wohlduftendes Shampoo und Kaffee.

Ich habe meine Familie!

Und ich habe diese Familie!
MEINE Familie!

Diese… more „Wie geht es Dir? – Die wohl schwierigste Frage der Welt!“

Chill mal Muddi! – Der erste freie Vormittag seit fünf Monaten!!!

„Drei karierte Hefte mit weißem Rand und blauem Umschlag“
„Zwei linierte Hefte ohne Rand, ein kariertes Heft DIN A 5 mit Rand“
„Ein Schnellhefter in Cyan mit hellgrauen Punkten und rosa-fliegenden Elefanten dauf“ (ok, der ist gelogen)
„Farbkasten, Lappen und Borstenpinsel“

Ich stand mitten in der liniert-karierten Hölle!

Und habe artig zusammen mit den beiden großen Kindern (geteiltes Leid und so – nennt es gerne auch Rache oder Schadenfreude – jedenfalls mussten sie mit!) und fünfunddreißig-tausend maskierten, ebenfalls schwitzenden Müttern meine Schul-Einkaufsliste abgearbeitet.
Denn das ist mein Job.

Zuvor bin ich in der Tat das zweite Mal in Folge in die Heimatstadt gedüst, um den versprochenen klitzekleinen Hamster, welcher sich als Hamster-Dame entpuppte (gewisse imposante Details waren leider nicht auffindbar), zu erwerben.
Denn das war ja ein Versprechen – und somit ebenfalls mein Job.

Zwei Kinder habe ich während der vergangenen letzten Tage unter Tränen und diesem dicken, fetten Kloß im Hals (ist immer noch da) eingeschult!

Und ich habe bereits nunmehr drei Mal morgens um sechs…. more „Chill mal Muddi! – Der erste freie Vormittag seit fünf Monaten!!!“

8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52

Bevor heute wichtige Entscheidungen und bahnbrechende Änderungen verkündet werden, muss ich doch noch einmal ganz schnell mit einem Blogbeitrag dazwischen grätschen!

Weil’s mich einfach gerade zu sehr beschäftigt und ein klitzekleines bisschen das Herz schwer macht – und die Äuglein feucht werden lässt.

Denn nicht alles war schlecht die vergangenen Wochen!

Wir waren gesund und hatten uns – für mich zwei kostbare Tatsachen, die es einfach nicht auszublenden gilt!
Das hat diese besondere Zeit nicht verdient!

Aber es gibt noch so viel mehr Dinge, die ich in einem neuen, alten Alltag schmerzlichst vermissen werde.

Hier meine ganz persönlichen acht Dinge: more „8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52“

Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza

Ich muss zugeben, als ich letzten Freitag Abend aus London zurückkehrte, musste ich sehr mit mir kämpfen.
Ich rang regelrecht mit mir!

Und hätte mich die Erschöpfung des vorangegangenen wunderbaren aber gleichermaßen anstrengenden Tages nicht in die Knie gezwungen, ich hätte vermutlich sofort losgelegt.

Überall sah ich Dinge, die meine ganz eigene Optik störten und dem verqueren Anspruch eines gemütlichen, aufgeräumten Heims nicht gerecht wurden.
Da waren die Krümel auf dem Esstisch, welcher laut Aussagen der Kinder in drei Tagen nicht einmal abgewischt wurde.
Das nicht vollständig verräumte saubere Geschirr auf der Küchen-Theke störte, ebenso wie die noch vollen Tee-Thermoskannen vom Morgen.

Ich sah die Klos, welche ich vor meiner Abreise nicht mehr schaffte zu putzen und die ungewaschene Wäsche aus drei bis vier Tagen.
Fand herumliegende Schuhe und Kleidungsstücke vor und den trüben, mit Wasserspritzern übersäten Badezimmerspiegel.

Nicht aber sah ich, dass… more „Dann gibt’s eben Tiefkühlpizza“

Und eitel stirbt das Muttertier

Und ich soll meine wunderschöne Frau grüßen….“

Ungläubig und entgeistert blicke ich den Gatten an.
Fast schon darum bemüht, nicht das soeben in den Mund geschobene Stückchen Käse ob der Entrüstung und des puren Entsetzens wieder zu verlieren.
Der verarscht mich hier jetzt!!!

Ja, ich komme nicht umhin, Derartiges zu denken.
Würde ich es nicht besser wissen – und die Frau, von dieser jener Gruß stammt, selbst kennen.

Doch kommt diese Aussage in einer Zeit, in der ich unentwegt dagegen steuern muss.
Gegen innere Unsicherheiten und gegen das Gefühl, mich und das eigene Selbstwertgefühl nur noch gerade so greifen zu können.
Mit den in die Jahre gekommenen Fingern und dem abgesplitterten Nagellack versteht sich! 😉

Wieso sagt sie so etwas?
Und vor allem, wieso kann ich das eigentlich nicht glauben? more „Und eitel stirbt das Muttertier“

Let’s talk about: Brustkrebsvorsorge

Ich hab‘ beide nie besonders gemocht.
War schon immer so.
Irgendwie hatten sie mich immer geärgert, taten weh oder waren gar ein Dorn im eigenen Auge.
Sie waren zu einem nicht unbedeutenden Teil daran schuld, dass ich mit siebzehn wie besessen hungerte.
Um es den Zweien zu zeigen! Um sie wieder loszuwerden!

Denn schließlich kamen sie von mir völlig ungebeten und sorgten dafür, dass gleichaltrige Mitschüler lachten und kuckten.
Das war mir unangenehm und die Anwesenheit meiner neuen Begleiter erfüllte mich weder mit Stolz, noch konnte ich mir damals deren Nutzen auch nur annähernd erschließen!
Sie stellten sich meinem Empfinden nach viel zu sehr in den Vordergrund, schränkten bei sportlichen Aktivitäten plötzlich ungewohnt ein und wollten mich und meinen Körper verändern. Wie dreist! 😉

Ja, seinerzeit hätte ich den beiden niemals nette Kose-Namen (mache ich auch heute noch nicht!) gegeben, noch mich mit den unliebsamen Anhängseln angefreundet.
Ich hatte sie nicht lieb und schon gar nicht als ein Teil von mir akzeptiert. more „Let’s talk about: Brustkrebsvorsorge“

Aus der Spur

Ich fühlte mich wie ein alter, rostiger Zug. Gestern.
Müde und träge schleppte ich mich die zugewachsenen Schienen längst vergangener Zeiten hoch, ächzte bei jedem weiteren Meter.
Fühlte mich ohne Ziel und mit einer viel zu schweren Last auf den Schultern.

Viel zu überladen mit Pflichten und Gedanken und Menschen, die an mir hingen und nagten.
An den Türen waren sie, selbst auf dem Dach. Sie ragten gefühlt weit aus den Fenstern heraus, klammerten sich an mich, hingen an allen Seiten und rüttelten so sehr, dass der arme Wagon in’s Schwanken geriet.
Und wenngleich ich nicht wirklich ein Zug irgendwo inmitten Indiens bin, so fühlt es sich als Mutter manchmal so an.
Doch waren es diesmal nicht die Kinder, die mir zu viel abverlangten. more „Aus der Spur“