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“Erwachsenen-einsam”: Ich habe in den Ferien alles gegeben – und dabei MICH vergessen!

Ich habe mir richtig viel Mühe gegeben.

In den vergangen drei Wochen sah ich es als meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass keines meiner Kinder zu kurz kam – und trotz Ferien zu Hause eine schöne und abwechslungsreiche Zeit hatte.

Und tatsächlich sitze ich jetzt da, am Ende jener Wochen, vor denen ich mich ein klein wenig fürchtete, und kann zugeben:

JA! Diese Wochen verflogen ganz schön schnell!

So wie meine letzten zwanzig Jahre im Grunde auch! 😉

Ich fürchtete die Langeweile und Eintönigkeit – und konnte sie – wenn auch zu einem nicht unbedeutenden Teil ob der ganzen Hausarbeit 😉 – nicht fühlen.

Es gab KEINE Stunden der Ruhe – definitiv jedenfalls nicht für mich!

Meine Kinder hatten schöne Ferien!

Und ebenfalls JA!

Ich glaube, meine Kinder können sich nicht beklagen!

Eines ist ja ohnehin immer froh, keine Koffer packen zu müssen – und stattdessen in verkrustete Gummischuhe und Reiter-Funktionshose schlupfen zu dürfen! 😉

Ich habe die Mädchen in der ersten Ferienwoche zu Reitlehrgängen gefahren – und feste Daumen gedrückt und mitgefiebert, als es darum ging, den lang ersehnten “Pferdeführerschein” zu ergattern!

Ich bin mit dem Sohn alleine nach Frankfurt zum Burger-speisen und Shoppen gefahren (so schön und cool!!!) – und habe mich um einen – wenigstens einen! – Ausflug zu Fünft als Familie bemüht!

Die große Tochter durfte ihre Übernachtungsparty mit Freundinnen schmeißen – und zusammen mit den Mädels verbrachte ich vorgestern einen wirklich sehr harmonischen (ja wirklich!!!) und netten Tag im Frankfurter Zoo.

Ich beschäftigte das kleinste Kind, welches sich aktuell in Sachen Freundschaften und Kontakte-pflegen ein klein wenig schwer tut (ich bin jetzt wieder voll drin im Gummipferd-Business! 😉 ) und sorgte (fast) jeden einzelnen Tag für eine warme Mahlzeit, ausreichend Kuscheleinheiten und saubere, sortierte Wäsche obendrein.

Ich hielt dem vielbeschäftigten Mann den Rücken frei – jeden Tag!

Und versuchte ohne fluchen und zetern (hinterher-) zu räumen, wischen und halbwegs-Ordnung in unserem Heim zu schaffen.
Damit sich alle wohlfühlen.

Gerne kochte ich für den Opa mit, der nunmehr seit fünf Wochen auf die liebe Schwiegermama verzichten muss – und fuhr und begleitete ihn auf Fahrten nach Fulda ins Klinikum.

Ich versuchte dem Mann zu folgen und aufmerksam zuzuhören, klagte er über die Last, welche beruflich hin und wieder wiegt – und versuchte nicht allzu laut zu bocken, motzen und meinen Unmut kundzutun.
(Fragt besser nicht alle Beteiligten, ob mir das nun tatsächlich gelungen ist 😉 )

Kurzum:

Viele, viele Bedürfnisse galt es in den vergangenen Wochen zu befriedigen – und ich wage zu behaupten, das ist mir sogar ein klitzekleines bisschen gelungen.

Und die Tage und Ausflüge mit den Kindern genoss ich SEHR – es war auch MEIN Ausbruch aus dem (Ferien-) Alltag!

Wenn ich doch schon keine Reisekoffer packen konnte…

Es war ein schönes und befriedigendes Gefühl, zumindest Mini-Ausflüge und Mikro-Abenteuer bieten zu können, statt gelangweilt auf der heimischen Couch zu fläzen.

Es machte die Haushaltstage dazwischen weniger schlimm – und ließ mich seltener in Tagträume flüchten!

Oder gar gedanklich mit dem Rucksack ALLEINE per Zug durch Südeuropa reisen! 😉

Eine aber fehlt…

Doch habe ich bei alledem einen Menschen total und gänzlich vergessen – ich hatte nicht einmal den zeitlichen Freiraum und die Möglichkeiten, auf diesen Menschen Acht zu geben.

MICH!

Und jetzt sitze ich ebenfalls hier, nach drei Wochen Ferien, und fühle mich irgendwie ein klein wenig erschöpft.

Und auch einsam.

Ein kleines bisschen traurig und verloren.

Ich bin “Erwachsenen-einsam

Ja, fast sogar fühle ich mich jetzt ein wenig “Erwachsenen-einsam“.

Denn Zeit, mich mit Freundinnen zu treffen oder gar Abends mal alleine auszugehen (als ob ich das oft tun könnte – es gleicht eher einer Phantasie!!!) gab es nicht!

Kein Frühstücksdate, kein Abendessen, keine eigenen sozialen Kontakte und auch keine gelösten Gespräche bei Kaffee & Kuchen.

Und schon gar kein Shopping- , Kultur- oder Wellness (dass ich DAS jetzt hier schreibe!) – Tag.

Meine Zeit fand in Bruchteilen statt!

45 Minuten Crosstrainer beispielsweise vor der Netflix-Serie ab 16.

(Die, in welcher der blöde Ehemann-Dödel fremdgeht, erst alles ganz cool & erotitzsch rüber kommt – und letzten Endes doch alle todunglücklich sind und mindestens eine beteiligte Person stirbt.
Ei! Ich brauche halt irgendeinen Ausgleich zu Ostwind & Co! 😉 )

Ich duschte Nachts (laaange, seeehr lange!) und hielt mich extra künstlich wach!

Zum lesen, Wein-trinken, ALLEINE sein und vorm Netflix eindösen!
(So dass das Weißwein-Glas auf die Decke kippt 😉 )

Meine “Ferien” fanden zwischen den Ferien statt.

Kleinste Zeit-Nischen für mich.

Ausschlafen am Morgen.

(Um dann panisch feststellen zu müssen, so den restlichen Tagesablauf nicht mehr ordentlich und zeitgemäß “gebacken” – oder gekocht – zu bekommen! 😉 ).

Und irgendwie ist da jetzt ein klitzekleines Loch.
Es fehlt etwas.

ICH fehle mir!

Ich kann’s noch nicht mal genau definieren!

Wüsste nicht, ob ich nun das Freundinnen-Wochenende “far away” herbei sehnen würde – oder einfach mal einen ganzen Tag und eine Nacht nur für mich alleine.

Um Netflix-kucken (bingewatchen 😉 ) zu können wann immer ich will, schlafen, spazieren, laufen, essen…

Ich vermisste den Mann!

Zeit für Gespräche und Spaziergänge, gemeinsame Abendessen…
(…Vergesst es! Schreib nicht mehr! 😉 )

Wenngleich hier Besserung in nächster Zeit nicht absehbar sein wird, also mag ich tapfer bleiben und nicht allzu laut jammern.

Und fühle mich nun trotz der ewig vollen und trubeligen Bude – einsam.

Vielleicht ist es auch nur ein Gefühl

Aber vielleicht ist es auch nur ein Gefühl. Gerade in diesen Tagen.

Es ist die Schwermut, die mich auch diese Zeilen hier tippen lässt und die Seele so gerne erleichtern mag.

Und ich weiß ebenfalls, dass ich nächste Woche schon den Ferienalltag vermissen werde!
(Den Dreck, die Unordnung, die ewig-hungrigen Kinder! 😉 ) 

Und auch weiß ich, dass – sofern alles gut geht und das schreib’ ich leider noch immer nicht ohne Grund – meine Zeit bald kommen wird.

Drei Tage und zwei Nächte nur für mich und meine liebste Freundin!

Und zwar dann ganz und gar OHNE schlechtes Gewissen! 🙂

Passt auf Euch auf und vergesst Euch selbst nicht!

Eure 

Alex

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