Der perfekte Morgen

„Was beschäftigt Dich?“ steht auf der Startseite meines PC „Dashboard“.
Gedacht ist diese Funktion für sogenannte „Schnelle Entwürfe“.
Gedanken, die dazwischenfunken und schnell notiert werden möchten.

Also eigentlich genau das Richtige für mich, denn von diesen ungebetenen, plötzlichen Gedanken habe ich viele.
Nur kommen die meistens nicht dann, wenn ich gerade vorm Rechner sitze um in’s Dashboard zu notieren.
Ich weiß meistens so spontan gar nicht wohin damit, so dass ich sie irgendwo in meinem Mail-Fach einfach schnell unter „Entwürfe“ abspeichere.

Denn auch wenn ich durchaus von der Existenz diverser Handy-Notizfunktionen & Co. weiß, ist dies die für mich effektivste Methode, schnelle Gedanken zu notieren: In meinen Mails.

Doch macht mir die Sache eines heute erneut bewusst:

Darum geht es für mich hauptsächlich beim Bloggen!

Um das Notieren und Festhalten von Gedanken.
Alltagssorgen, Muttergefühle, Dinge, die nicht so günstig liefen – ich möchte all‘ das festhalten.

Für mich, für Euch! Ich möchte aufzeigen, WAS diese ganze Mutter-Kiste manchmal bedeutet und in unserem Gefühlsleben anrichtet.
Ich möchte schnelle Geistesblitze notieren können, damit sie nicht doch in die Vergessenheit geraten.
Und auf diesem Blog hier nur noch Buchrezensionen und Werbe-Kooperationstexte auftauchen.
Ich möchte nicht den Blick, die Spontaneität und die Leidenschaft für die eigentliche Sache verlieren!

Was würde ich also heute morgen in’s „Dashboard“ notieren?

Es könnte vielleicht in ungefähr so ausschauen:

„Ich wünschte mir nur ein einziges Mal den perfekten Morgen!“

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Quality-Time mit der Kleinsten: Wir spielen „6 nimmt! Junior“ von AMIGO *Gewinnspiel*

*Werbung. Gelangweilt windet sie sich auf dem Wohnzimmer-Fussboden.
Mal nach rechts, mal nach links, die blonden wilden Haare schleifen über’s dunkle Laminat und der kleine Wisch-Mopp in Pink & Lila tut mir auf einmal unendlich leid.

Es ist mal wieder das mütterliche Gewissen, welches mich nun innerlich nahezu zerreißt und gerade ganz schwer schlucken lässt.
Denn meine Tochter liegt nicht einfach so rücklings auf dem heimischen Fußboden.
Nein, im Hintergrund tönt und dudelt es in Nerv-raubenden Tönen, kitschige Bilder in knallbunt wechseln sich ab.
Mein Kind glotzt TV. Und wälzt sich ob der Unterforderung und eigentlicher Desinteresse am – zugegebenermaßen oft viel zu bescheuerten – Kinder-Unterhaltungsprogramm vom Streaming Dienst hin und her.

Und diesen Zustand muss ich ändern!
Sehe mich gerade dafür verantwortlich, hier sofort einzugreifen und mein Kind davon zu überzeugen, endlich anzufangen zu spielen!

Vielmehr als das: ICH möchte jetzt mit ihr spielen und für sie da sein! mehr „Quality-Time mit der Kleinsten: Wir spielen „6 nimmt! Junior“ von AMIGO *Gewinnspiel*“

Wir nähen eine Topfhaube – unser DIY-Weihnachtsgeschenk!

(Werbung – unbezahlbar! – für prima Omas)
Ich traue es mich kaum hier zuzugeben, doch sie steht nun seit knapp vier Monaten im Kinderzimmer der Mittleren. Ihren allerersten Einsatz hatte sie jedoch erst in der letzten Woche!

Nun ist es nicht so, dass sie uns egal gewesen wäre, dass wir sie kühl und vollsten Gewissens ignoriert hätten. Oder gar deren Anschaffung bereut hätten. Ich habe auch immer gut auf sie aufgepasst, einmal in der Woche umschmeichelte sie sanft das flauschige Weich des Staubwedels. Um ihr zu zeigen, dass wir sie ganz prima finden, wenngleich wir noch nicht in die Gelegenheit einer näheren Bekanntschaft kamen.
Doch der Ehrenplatz auf dem Schreibtisch der Tochter war ihr bereits gesichert. Bereit zum allerersten Einsatz! Nur war ICH es eben nicht!
Denn ich kann’s nicht!  Ich muss „es“ genauso erst noch lernen, wie mein Kind selbst. 

Ich muss erst noch Nähen lernen

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Lasst die Kinder fliegen

Ich breite die Arme aus und gleite zu „Hava Nagila“ durch den Raum. Lasse mich von der Musik treiben und genieße den Moment. Einfach so. Und erlebe gerade den schönsten Augenblick seit Beginn dieser Reise, die ich nun in Begriff bin, in wenigen Minuten abzubrechen. Sie vor der eigentlichen Destination zu beenden, weil’s mir am Ziel zu kühl und ungemütlich geworden ist.
Doch soll man nicht genau dann auch aufhören, wenn’s am Schönsten ist?

Gilt diese Weisheit auch für Verpflichtungen, Engagements und kleinere Jobs? War es richtig, auf das eigene Bauchgefühl gehört zu haben?
Bislang war es das immer! Ganz gleich worum es sich handelte und was ich tat! Auf meinen blöden Bauch war stets Verlass.
Aber warum will mir nun diese – wider Erwarten magische – Situation, dieser verzauberte Moment, gerade weiß machen, ich hätte falsch entschieden?

Warum ist es denn ausgerechnet jetzt schön? mehr „Lasst die Kinder fliegen“

Freude & Zeit schenken: Unser Adventskalender von „Schokoladenseite“

*Werbung. Es ist ja eigentlich jedes Jahr dasselbe. Kaum haben wir artig und fleißig Kürbisse wahlweise geschnitzt oder mit Acryl-Farbe bemalt, diese stolz überall auf Bildchen im Netz präsentiert und von unseren gespenstisch-schaurigen Streifzügen durch die Nachbarschaft berichtet, lauert schon das nächste „Mütter-Battle“ an der Ecke.

Hämisch lacht es sich in’s Fäustchen, grinst breit ob der Panik, welche die nächste Pflicht-Aktion („Du bist nur eine gute Mutter wenn….“) in uns auslöst.
Und ich meine hier noch nicht einmal das alljährliche Wett-Laternen-Basteln in der Kita.

Denn dieses Jahr kann ich hier nun entspannt auf der Couch von purem Glück berichten. Dieses Jahr musste ich mir nicht Kaffee und Kuchen erst zuvor mit schnippeln, biegen, prickeln, kleben und verzieren verdienen!
Nein! Die Kinder bastelten die diesjährige Martins-Laterne alleine in der Kita.

Und während ich dies hier schreibe, fühle ich mich nun ein klein wenig schuldig.
Ob meiner Unlust was derartige Dinge, wie Laternen-Basteln betrifft.
Weil’s sich beim dritten Kind irgendwie „ausgelutscht“ anfühlt und einen überzeugten DIY-und Bastelverweigerer auch nach dem elften Jahr Mutterschaft nicht beflügelt und in unbändigende Euphorie versetzt!

Es sei denn, die Bastelarbeiten werden für Mutter so einfach wie möglich gestaltet. Wenn nur noch ein bisschen Phantasie und Feinschliff fehlen. Dann ist’s auch für mich in Ordnung.

Wenn ich aber nun nicht vom Laternen-basteln schreibe, was meine ich denn dann? mehr „Freude & Zeit schenken: Unser Adventskalender von „Schokoladenseite““

Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss

Sie hat es auf mich abgesehen. Diese lästige, verflixte Fliege.
Eine der wenigen Überbleibsel eines viel zu warmen, doch ganz und gar zauberhaften Herbstes. Lässt sich immer und immer wieder penetrant auf meinem Kopf nieder, surrt mir laut ins Ohr und will mich einfach nicht in meinem Trübsal in Ruhe lassen.

Als wolle sie mich aufscheuchen, mich zum Wieder-Aufstehen zwingen, mich davon zu überzeugen, dass das Leben wunderschön und schillernd ist.
Als wolle sie mir lautstark in’s müde Ohr summen, endlich an all‘ meine eigenen Worte zu glauben. An das Feuerwerk im Kopfe und im Herzen, von welchem ich erst vor wenigen Tagen drüben auf Instagram schrieb.
Welches in genau jenem Moment auch präsent war und mein Herz mit Wärme und Dankbarkeit erfüllte. Dankbarkeit, diese wundervolle Familie, diese fantastischen Kinder zu haben. Dankbarkeit am Leben zu sein!

Und als wollten sie es ihr gleichtun, kitzeln mich nun ebenfalls Sonnenstrahlen auf der Nase. Draußen ist der Himmel knallblau und ich sollte einfach jetzt nicht hier liegen. Sollte an diesem freien, mir zur Verfügung stehenden Vormittag, an diesen drei Stunden, raus gehen! Die frische Luft in mich aufsaugen und mich bewegen. Ein- und Ausatmen und Sport machen. Ganz alleine, nur ich draußen am See.
So, wie ich es so gerne pflege zu tun, bietet sich einmal die Möglichkeit dazu.

Doch heute kann ich nicht. mehr „Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss“

Frau vs. Mann: Feiertag im Pulverfass

Er nervt mich schon den ganzen Tag! Da der Gatte seinen offiziellen Arbeitsplatz in Baden-Württemberg hat, wir jedoch unser Nest im ländlichen Hessen aufbauten, hockt er heute hier zu Hause rum!
In „meinem“ Wohnzimmer!  Der Mann hat Feiertag – und alle anderen Familien-Mitglieder nicht.

Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, der weiß, dass der Ehemann und ich zum Teil eine Wochenende-Ehe führen. Mal mehr und mal weniger, wie es nun einmal so ist, wenn der hauptsächlich arbeitende Part beruflich viel in Deutschland unterwegs ist. Das ist einerseits mit drei Kindern nicht immer leicht (ich berichtete bereits hier davon), auf der anderen Seite genieße ich meine Freiheiten und die vormittägliche Ruhe!
Ja, ab und an muss ich mich gewiss immer erst einmal wieder an die Situation gewöhnen und anpassen, dass da gerade noch jemand rum sitzt! 😉

Und heute bin ich geladen! Weiß‘ gar nicht genau, warum. Doch hege ich die Vermutung, an diesem unverschämten – ganz Deutschland spaltenden – Feiertag, ein wandelndes Pulverfass zu sein.

Und wie Konversationen zwischen Mann und Frau unter eben jener Gegebenheit aussehen, musste ich jetzt einfach mal zusammentragen! Nur für Euch! Ganz offen und ehrlich und beschämenderweise nix dazu gedichtet! ICH bin heute wirklich so!
Nun, Humor ist wohl, wenn Frau und Mann trotzdem lacht.

Hier also meine bisherigen „best of“ des heutigen Tages: mehr „Frau vs. Mann: Feiertag im Pulverfass“

Mutti shoppt Online – Kinder-Schuhe von Vertbaudet

*Werbung. Es war die Angst vorm Bärchen-Halstuch, die mich jahrelang vom vorzeitigen Kinder-Kriegen abhielt. Bärchen-Halstuch? Ja genau! Denn es gab sie wirklich. Damals Anfang der 2000er. Die Muttis, erwachsene Frauen (!),  in Dreiecks-Halstüchern mit Bärchen-Motiven drauf! Es war mir ein Graus! Der Inbegriff des schlechten Geschmacks und der Hausfrau- und Mutter in Person. Mehrfach-Mütter trugen in meiner Phantasie Bärchen-Halstücher – und bestellten aus dem Versandkatalog. Denn der Gipfel der Geschmacklosigkeit konnte doch nur von irgendeinem Versandhandel kommen!
So meine damalige, unwissende und leicht naive Vorstellung.

Noch kinderlos, als ich es pflegte nahezu Woche für Woche einen beträchtlichen Teil des Sparkassen-Monatsgehaltes für neue Röckchen und Heels auszugeben. In der nächsten Großstadt versteht sich. Stundenlang durch Geschäfte stöbern und nur das Coolste kaufen, niemals bestellen! 

Und heute? mehr „Mutti shoppt Online – Kinder-Schuhe von Vertbaudet“

Puder-Rosa Insta-Welt: Wo bleibt denn jetzt die Realität?

Mein Blog feierte längst seinen ersten Geburtstag, doch Instagram lernte ich erst im Mai diesen Jahres kennen. Zu sehr weigerte ich mich zuvor, mich damit zu beschäftigen. Zu wenig verstand ich noch davon, wie die Dinge in der Social-Media-Welt funktionieren. Das weiß ich auch bis heute noch nicht so richtig, muss und möchte noch so viel mehr dazu lernen. Networking? Noch immer sehr unbeholfen, die wichtigen Tipps und Tricks noch lange nicht entdeckt! Doch ich musste schnell realisieren, dass ein Blog nicht nur mit leidenschaftlichem Schreiben allein überleben kann! 

Mittlerweile nutze ich Instagram sehr gerne. Mal schnell den eigenen Senf loswerden? Albernheiten verbreiten? Meinungen kundtun, die für einen Blog Post dann doch nicht in der Länge reichen? Wundervolle und auch traurige Momente festhalten und nach Bedarf (!) teilen? Das alles ist hier möglich!
Es kommt nur darauf an, was man eben aus „seinem“ Instagram macht. Was es darstellen und präsentieren soll. Wodurch es lebendig werden und pulsieren soll! 

Das darf jeder frei wählen und ich schätze von ganzem Herzen all diejenigen, die sich dazu besonnen haben, mehr Realität auf Instagram zu zeigen!
Das wahre, unschöne, schmutzige Leben mit all‘ seinen Ecken und Kanten.
Wut, Zorn, Empörung, Trauer, tiefste Rührung oder kleines Glück in Momenten!
Das mag ich an Instagram und ist auch mein Ding!

Doch scrolle ich zum Zeitvertreib durch den eigenen Feed, so verfolgt sie mich immer noch! Allen Gegenbewegungen zum Trotz. Diese Puder-rosa, pastellfarbene Fake-Insta-Welt. Es gibt sie noch immer zu genüge! Die Instagram-Accounts, die uns nur das Feinste, Schönste und Gerade-Gerückte präsentieren wollen. Und all‘ denen würde ich so gerne das Folgende schreiben: 

Liebe „Lifestyle-Mütter“, „Insta- und Working-Mums“, mehr „Puder-Rosa Insta-Welt: Wo bleibt denn jetzt die Realität?“

Zauberei aus der Chleiderei: Wenn das Lieblings-Kleid mitwächst

*Werbung. Zweimal im Jahr ist es es soweit. Meistens gegen Ende September und Anfang März. Dann befinde ich mich ganz weit oben. Gefühlt mehrere Stunden lang. 
Ächzend und stöhnend und meistens auch ziemlich laut vor mich hin fluchend.

Entweder läuft mir dann vor Hitze und Panik der Schweiß in klitzekleinen Perlchen die Stirn herunter, und meistens stoße ich mir dabei auch noch den Rücken an – unerklärlicherweise im Wege befindlichen –  Holzbalken.
Oder aber ich fröstele noch in der Winterjacke und tiefgefrorenen Zehen vor mich hin.
Dort oben.

Da, wo ich nur widerwillig hoch gehen mag. Weil es meistens in einem heillosen Durcheinander und Desaster endet! Bewaffnet mit Schere, Edding, diversen Mülltüten und Taschenlampe mache ich mich auf die Suche. Bereit, Papp-Kartons aufzureißen, Stapel umzuschichten, einzutüten, zu beschriften und erneut zu verpacken.

Ich nenne es gerne liebevoll „Dachboden-Shopping“. mehr „Zauberei aus der Chleiderei: Wenn das Lieblings-Kleid mitwächst“