Ich war beschäftigt – Vom Alltag, der doch keiner ist

8+

Mittwoch.
„473 Personen, denen „Mama steht Kopf“ gefällt, haben seit einiger Zeit nix von Dir gehört. Poste einen Beitrag.“ 

Genau so mahnt mich Facebook.
Heute! Ausgerechnet heute!

Es ist also heute so, dass nicht nur drei verquere und zu einem Drittel äußerst lädierte und kranke Menschen-Kindlein mich brauchen, sondern hunderte von Menschen!
(Natürlich weiß ich, dass es nicht wirklich so ist)

Und so gerne hätte ich hier die letzten Tage mal wieder meinen ganz eigenen Senf in die Tastatur gekloppt, denn das ist eigentlich das, wofür ich brenne und was ich von Herzen unendlich gern tue!
Ich möchte, will und muss teilweise sogar schreiben!
Für mich, für Euch, für den Weltfrieden (Na gut vielleicht nicht unbedingt das) – aber definitiv für mein Seelenheil!

Genau so wie ich eigentlich tagtäglich für den eigenen Seelenfrieden den Crosstrainer besteigen müsste (wer denkt jetzt „den Mann?“ 😉 ) oder um den See hecheln sollte (und für die strammen Schenkel – ich tu’s schon wieder – vielleicht auch!)

Doch wisst Ihr was?
Ich kam nicht dazu, die Dinge zu tun, die mir gut tun!
Mit fatalen Folgen – doch dazu gleich.

Denn ich war die letzten Tage einfach zu beschäftigt!

Ich war beschäftigt mit dem, was sich Alltag nennt – und dann doch wieder nicht!

Weil man mit Kindern nie planen kann und alles anders kommt als Frau noch am letzten Ferien-Sonntag denkt. mehr „Ich war beschäftigt – Vom Alltag, der doch keiner ist“

Wenn Fünf eine Reise tun: Gefangen in mir selbst – Dublin hinter Gittern

9+

Ich könnte Euch nun hier das wundervollste Reisetagebuch präsentieren!
Tolle Fotos habe ich schon einmal parat, keine Frage!

Von ganz wunderbaren Eindrücken und ganz viel Geschichte könnte ich Euch heute hier berichten und auch davon, wie supi-dupi-easy eine Städtetour mit drei Kindern doch sein kann.

Ich könnte davon berichten, dass wir bereits in wenigen Stunden abfliegen und noch immer keinen einzigen Regentropfen abbekommen haben (und das stimmt sogar!!!).

Auch davon, wie der ganz eigene Charme dieser Stadt mich in seinen Bann zieht und ich bereits jetzt die Wiederkehr plane.

Doch ist dies ein ehrlicher Familienblog.
Und genau das will ich jetzt mit Euch sein:
Ehrlich! mehr „Wenn Fünf eine Reise tun: Gefangen in mir selbst – Dublin hinter Gittern“

Wenn Fünf eine Reise tun: Baily Lighthouse & Die Klippen von Howth

12+

Ich habe etwas Angst.
Blicke ich nach unten, so empfinde ich Schwindel und pure Faszination zugleich.
Adrenalin durchfährt den eigenen Körper bei jeder Bewegung, welche das wilde kleinste Kind in Richtung Abhang und gefährliche Klippen unternimmt.
Dabei weiß die Sechsjährige sehr wohl mittlerweile Gefahren einzuschätzen – und früherem Übermut wichen Vernunft und Bedacht.

Doch noch hallen die Worte des netten, älteren Herren im Ohr, welchen wir Minuten vorher trafen

„It‘s a beautiful view, but watch your kids!“

Ja, die Aussicht ist atemberaubend und wunderschön – und genau das wollte ich!

Ich wollte das grüne, echte Irland sehen.

Das aus der Butterwerbung, das mit den kühlen Winden und schroffen Felsen.
Den Leuchtturm wollte ich sehen und vor allem das Meer! mehr „Wenn Fünf eine Reise tun: Baily Lighthouse & Die Klippen von Howth“

Grübelst Du noch – oder lebst Du schon? Hallo 2020!

12+

Ich habe ein bisschen geweint um Mitternacht.
Ja, um ganz ehrlich zu sein, rinnen leise und heimlich Tränchen die eigenen Wangen herunter.
Als ich mich kurz von der lieben Familie entfernte und auf der Terrasse alleine in den klaren Sternenhimmel schaute.

Denn ich begrüßte in jenen Minuten zwar ein neues Jahr mit den Menschen um mich herum, die wirklich auf Erden zählen und meinen Weg hoffentlich für immer – solange ich lebe (!) – mit mir gehen werden, doch nahm ich auch Abschied.
Ich würde jetzt gerne behaupten, ich nahm Abschied von einem blöden, verkorksten Jahr über dessen Ende ich nur erleichtert aufatmen konnte.

Doch leider fühlte ich nicht so, wie es mir mein Kopf doch so gerne vorgeben wollte! mehr „Grübelst Du noch – oder lebst Du schon? Hallo 2020!“

Endlich Ruhe, Eierlikör und Kerzenschein – unser Wochenende in Bildern 21./22.12.

11+

Samstag-Morgen, 9 Uhr

„Du sollst aufstehähn“

Aus weiter Ferne höre ich eine Stimme rufen.
Noch kann ich weder die Worte ganz ordnen, oder gar das Wesen hinter jenem lärmenden Störfaktor identifizieren.
Doch es hört einfach nicht auf!

„Los, Du faule Socke! Stäh jetzt mah‘ ääändlich auf!“

Als ich versuche, die schweren Lider einen klitzekleinen Spalt zu öffnen, schrecke ich in die weichen Kissen zurück.
Das Etwas kniet direkt, zotteligen Haares auf mir.
Und petzt nun in die meine Nase!

„Du bist ein Faultier! Steh‘ auf Du faule Socke und mach mir eine Vanilläääh-Milch!“

Das befremdliche Wesen will einfach keine Ruhe geben. Im Gegenteil, es setzt noch einen drauf!

„Immer schläfst Du so lange!“

Zur Erinnerung, es ist Samstag! mehr „Endlich Ruhe, Eierlikör und Kerzenschein – unser Wochenende in Bildern 21./22.12.“

Das bisschen Haushalt – Endlich schönere Mama-Hände mit Spontex

9+

(*Werbung) „Deine Mama hat ja richtige Arbeiterinnen-Hände!“

Es ist jedes einzelne Mal das Gleiche.
Schüttele ich meinem Opa zur den diversesten Gelegenheiten die Hand, kommt exakt dieser Kommentar.
Gerne auch

„Mensch, was hat Deine Mama raue Hände – fast wie ein Bauarbeiter!“

Klingt nicht so sexy?
Nun, ich bin auch stets not amused. 😉
Doch leider hat er Recht, der liebe Opa!

Meine Hände gewinnen keinen Schönheitspreis und tun sich mit sanften Streicheleinheiten gerade im Winter wohl eher schwer.
Was durchaus in gewissen Situationen möglicherweise leicht beschämend sein könnte und ebenfalls bar jeglicher Anziehungskraft.
Aber es ist nun einmal so, man(n) muss dieser Tage mit den trockenen Reibeisen-Pfoten, die des Öfteren auch noch furchtbar kalt sind („Iiih Mama, mach‘ die kalten Hände weg!“) leben.

Es vermag mir zwar gelingen, die Nägel noch hübsch einzufärben.
Aber stetes Nach-Cremen?
Es ist einfach nicht möglich, denn es sind die Hände einer Mutter! mehr „Das bisschen Haushalt – Endlich schönere Mama-Hände mit Spontex“

Den Gefühlen zum Trotz – Unser Advents-Wochenende in Bildern 07./08.12.

15+

Erkenntnisse. Es sind Erkenntnisse und Momente, die dieses Dezember-Wochenende in Bildern für mich selbst prägen.
Und dadurch genauso wertvoll machen, wie eigentlich jeder Tag, an dem wir gesund, zusammen und am Leben sind.

Und wenngleich das nun äußerst schwulstig und noch immer getränkt von tiefsten Emotionen und Gefühlen scheint, so sind es doch Dinge, auf die wir uns dieser Tage – im Advent – besinnen sollten.

Mein Wochenende beginnt bereits mit dem Nikolaus-Nachmittag.
Mit der Erkenntnis, dass zum Einen der alte, dickbäuchige Sack schon wieder nicht an mich gedacht hat (ein bisschen Spaß muss trotz allem noch sein! 😉 ) und auch mit der, dass alle meine Kinder Eines noch sind:

Kinder!

Und so muss ich gerührt beobachten, wie selbst das Pubertier urplötzlich seine ganz eigene Höhle verlässt – und innerhalb eines kurzen Momentes das kleine Kind, welches da drinnen noch immer wohnt, zum Vorschein kommt.

Ich sehe, wie Kinderaugen glänzen und mein großer Junge begeistert das Nudelholz beim Plätzchen-Backen schwingt!
Denn da möchte auch er dabei sein und äußert ganz nebenbei und unauffällig, dass jetzt – genau jetzt – eine der schönsten Zeiten im Jahr sei!

Das ist wunderschön zu beobachten – und genau diese Zeit möchte ich meinen Kindern aus ganzem Herzen ermöglichen! mehr „Den Gefühlen zum Trotz – Unser Advents-Wochenende in Bildern 07./08.12.“

Gefühlschaos

18+

In meinem Kopf – Nein! In der Brust, denn da tut’s eigentlich weh – herrscht gerade das absolute Gefühlschaos.
Ganz ehrlich?
Ich möchte mir dieser Tage selbst nicht über den Weg laufen.
Aber solltet ihr es gerade tun, ihr erkennt mich vermutlich ohnehin nicht.

Die dicke Mütze tief in’s Gesicht gezogen, den Blick traurig nach unten gesenkt.
Auf die zerrissene Jeans und die derben Boots.
Die Jacke, unter der sich der olle Pulli befindet, bis zum Kinn hochgezogen.
Ja, das bin genau ich. Dieser Tage.

Denn – ganz klischeemäßig – spiegelt mein Kleidungsstil immer die eigene Gemütslage wieder!
Ich bin „Kummer“ auf zwei Beinen in jenen kalten Tagen.
Mein Leben steht Kopf und langsam wird mir richtig schwindelig dabei!
Zwar trage ich weder die große, runde Hornbrille noch den selbstgestrickten Öko-Pulli (strickt mir ja keiner einen! 😉 ) – doch meine Version des depressiv gestimmten, stets nölenden „Kummers“ sieht genau so aus, wie sie es gerade tut.
Dabei war ich mal so Anders! Ich bin’s sogar eigentlich noch!
Und ich hoffe, dass diese andere Alex ganz bald wiederkehrt. mehr „Gefühlschaos“

Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit

17+

Ich soll dieses Mal nicht drüber schreiben. So wurde ich gebeten.
Und die Bitten und Belange anderer Menschen möchte ich respektieren.
Werde ich im Vorfeld, noch bevor ein Text Herz und Geist entsprungen ist, ausdrücklich gebeten, so will und muss ich dies akzeptieren.
Das tue ich dann auch.
Auch wenn’s weh tut und mir so sehr auf der Seele brennt.

Ich vermag keine Texte löschen, wenngleich sie noch so unglücklich formuliert waren, denn ich stehe zu dem was ich bin – und im Moment des Entstehens eines Beitrages nun einmal fühlte.
Ich ändere und korrigiere höchst selten und lösche so gut wie gar nicht – es sei denn, das Wohl meiner Kinder hinge davon ab.

Aber wie drückt man Schmerz in Worte aus, ohne ihn beim Namen zu nennen?

Wie ergeht es einem Menschen, ereilt eine kurze, traurige Textnachricht einen ausgerechnet vor der Kühltheke des hiesigen Discounters?
Aus dem Nichts, mitten in einen trüben, verregneten November-Morgen hinein?
Es ist ziemlich simpel erklärt.
Dann springt schnell der Autopilot ein – und ein Mensch funktioniert nur noch.

Und wenngleich das Herz in jenem Moment bis zum Halse pocht und Tränen darauf drängen hinaus zu bersten, beherrschen wir Erwachsenen uns dann.
Denn so gehört es sich schließlich.
Wir schweigen wenn man uns darum bittet – und reißen uns verflixt nochmal zusammen.

Nun, das gelang mir bis zu dem Moment, an welchem ich die eigene Haustüre aufschloss und die Tüte mit den dringend zu kühlenden Lebensmitteln auf den Flur sacken ließ.
Und mich gleich daneben. mehr „Abschied zu Zeiten der Besinnlichkeit“

Zu Fünft am Besten – Unser Wochenende in Bildern 23./24.11.19

11+

Familie. Eigentlich wirklich das Einzige, was zählt.
Das habe ich hier schon so oft geschrieben – und muss es immer wieder feststellen.
Ich muss es mir selbst immer wieder vor Augen halten.
Es geht gar nicht darum, was Andere von uns denken.

Außenstehende, wertende Blicke, Menschen, die ignorieren –  oder gar mich betreffende Vorverurteilungen – all‘ das sollte und dürfte mich eigentlich niemals verunsichern! (Tut es aber dennoch 😉 ) 
Wichtig, sind die Menschen direkt um mich herum.
Die Familie, für die ich mich entschieden habe und die kleinen – und zum Teil auch schon größeren Menschen – die mich bedingungslos lieben.
Solange ich das WLAN angeschaltet lasse und zeitig weiße Sportsocken und Hoodies wasche, versteht sich! 😉

Ich habe die letzten Wochen ein wenig Abstand zur virtuellen Welt genommen.
Das mag hier auf dem Blog nicht sonderlich aufgefallen sein, denn schließlich geht es hier ja weiterhin um eine Herzensangelegenheit meinerseits.
Nämlich einzig und allein um das Schreiben!
Aber die anderen Kanäle?
Ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen, diese zu füttern und zu pflegen, zu kommentieren und mit lustigen Bildchen und Sprüchen aus unserem Leben zu bestücken.
Weil es mich teilweise langweilte und sich mir hin und wieder der Sinn nicht so richtig erschließen mag.
Weil ich dazu einfach auch keine Zeit habe.
Weil ich nun sehr lange – 24/7 – mit den Kindern alleine war.

Wir sind wieder vereint!

Wir funktionieren so besser. Als Gesamtes. Zu Fünft!
Als Familie mit Mama UND Papa.
Das muss ich dieser Tage immer wieder zugeben und feststellen. mehr „Zu Fünft am Besten – Unser Wochenende in Bildern 23./24.11.19“