Vom Sommer überrascht

16+

„Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag“ – gedanklich bin ich gerade dabei, kleine bunte Unterhosen abzuzählen (lacht nicht!!!) als es mir mit Schrecken dämmert:
Mich hat der plötzlich eingetretene Sommer mitten im April knallhart überrascht!
Aber so was von!

Denn ich – und alle bunten Kinder-Schlüpfer, T-Shirts und Shorts – sind noch nicht so weit!
Kleine süße Kugel-Bäuche (nicht meiner!) sprengen nunmehr die Shorts vom letzten Sommer, so dass selbst das Dehnen des eingearbeiteten Gummizuges keinerlei Abhilfe verschaffen mag!
T-Shirts hängen kläglich weit überm Hosenbund und die Dreiviertel-Jeans der Mittleren enden bereits Zentimeter über dem Knie!

Kurzum: Ich bin am Packen und die Kinder haben noch keine passenden Sommer-Klamotten! mehr „Vom Sommer überrascht“

Verflixte Heulboje!

15+

Manchmal denke ich, ich verzapfe Euch hier auf diesem Blog viel zu viel sentimentalen Mist!
Wirklich, lese ich einiger meiner alten Texte aus der Sparte „Nachdenkliches“, so stelle ich durchaus den ein oder anderen Artikel im Nachhinein ein klein wenig in Frage.
Doch sollte ich das nicht tun!
Denn so bin ich nun einmal!

Seitdem ich an jenem warmen Hochsommer-Abend vor beinahe 12 Jahren im lichtdurchfluteten Räumchen mit den hübschen, warmen Wandfarben lag, bin ich eine sentimentale Heulboje!
Mutterschaft hat mich verändert und mittlerweile glaube ich gar nicht mehr, dass es wirklich immer nur an den monatlichen Hormon-Einflüssen liegen kann.

Gestern erst musste ich während einer eigentlich ganz banalen Situation mit den Tränen kämpfen.
Und das hat wirklich nahezu schon Fremdschäm-Charakter! mehr „Verflixte Heulboje!“

Solange ich noch auf dem Spielplatz sitzen darf – Zukunftsgedanken

11+

Es war mir eine Weile ein Graus.
Ja, ganz ehrlich.

Ich fand’s furchtbar langweilig und hätte in der Zeit lieber die effektivsten Dinge angestellt.
Hätte gerne Anstehendes erledigt und wäre liebend gern ein klein wenig schneller vorangekommen.
Nur so’n bisschen wenigstens.

Statt mit den Schuhen im grobkörnigen, staubigen Sand zu stehen und Hilfestellung zu geben.
Hier auf dem örtlichen Spielplatz. 
Immer und immer wieder.

So, wie es gerade Mama und Papa von Klein-Konstanze (*Name von der Autorin geändert 😉 ) gerade tun.
Absolut hingebungsvoll ermutigen beide (!) das unbeholfene schüchterne Mädchen – vermutlich (nein ganz sicher!) das erste Kind – den Schwung die kurze, metallene Rutsche hinunter zu wagen.

„Möchtest Du es nicht noch einmal versuchen, mein Schatz?“

spricht Konstanze-Papa im absolut korrekten Hochdeutsch.

Konstanze-Mutter, Enddreißigerin im Seidentuch, zückt derweil die Apfelschnitzchen und Feuchttücher.
Stets darum bemüht, das kleine Kind so hygienisch rein wie nur möglich zu belassen.
„Die sind nicht von hier“
muss ich in diesem Moment unweigerlich denken.

Besuch aus dem feinen Norden, vermutlich Großstadt, so stelle ich mir das schon eher vor.

Und ganz sicherlich wird Konstanze-Mutter in den nächsten Monaten bereits wieder voll in’s Berufsleben einsteigen und nahtlos die führende Position eines großen Konzerns wieder übernehmen.
Konstanze wird ihre Apfelschnitzchen von einer staatlich geprüften Tagesmutter bekommen und ebenfalls von dieser die Kieselsteine aus den piekfeinen Schühchen gepustet bekommen.

Nun, dem Alter, in dem ich an der Rutsche Hilfestellung geben muss, bin ich längst entwachsen.
Während ich also hingegen mit meiner Latte auf der Bank in der Sonne sitze, werden alle jäh aus ihrem emsigen Treiben gerissen:
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Morgenroutine: Und plötzlich muss ich loslassen

29+

Sie ist so schön warm morgens.
Ihren ganz eigenen Duft – ich könnte ihn ewig in mich aufsaugen und mich an das kleine Menschlein – das gar nicht mehr so klein ist – im Eulen-Schlafanzug kuscheln.
Nur darf ich das die meiste Zeit ausschließlich am Wochenende.

Denn sonst muss es ja schnell gehen. Früh morgens.
Und sie tut mir dabei so leid.
Denn noch Kindergarten-Kind bestünde keine Notwendigkeit, das Mädel vermutlich noch aus dem Tiefschlaf heraus zu reißen, mit Engelszungen davon zu überzeugen, dass JETZT der Tag beginnt und ein flottes Anziehen mehr als angebracht wäre.
Doch ist sie nun einmal mein drittes Kind. Und das dritte Kind muss immer und überall mit hin.
War schon immer so. mehr „Morgenroutine: Und plötzlich muss ich loslassen“

Wir lesen Schwesterherzen! Bäm! – Rezension und Verlosung!

9+

*Rezension. Sie können ein Herz und eine Seele sein. Meine beiden Mädels.
Schmiegen sich auf der Couch aneinander oder lassen gemeinsam auf allen Vieren rutschend Gummi-Pferde um die Wette wiehern.
Ganz vertraut und versunken spielen sie dann miteinander, als könne nix auf der Welt sie stören und diesen ganz besonderen Bund lösen.
Als gäbe es die etwas mehr als vier Jahre Altersabstand gar nicht und als wären zwei Seelen miteinander bis ins kleinste Detail vertraut.

Und dann gibt es diese anderen Momente.
Die ganz lauten. Dieses nicht enden wollende Gezicke und Gekreische, diese nervtötenden gegenseitigen Anschuldigungen, Drohungen (vorzugsweise ein „Ich blockier‘ und lösch‘ Dich“, was diverse gemeinsame Minecraft-und Sims- Aktivitäten betrifft), dieses fiese Gepetze.

Es sind diese Situationen, in welchen sich beide nicht mehr an jenen tiefen Zusammenhalt erinnern wollen, der sie verbindet und hoffentlich ein Leben lang begleiten wird.

Es ist eine emotionale Verbindung mit viel Herz, Gefühl, Liebe, Eifersucht und ab und an einem ganz klitzekleinem Fünkchen Hass.
Wenn Augen nur noch aus zusammengekniffenen Schlitzen blitzen und garstig funkeln. 
Bis beide einander wieder innig in den Armen liegen.
So, wie es sich für echte Schwestern(herzen) nun einmal gehört.  😉

„Und warum soll ich das jetzt mit Dir lesen?“ mehr „Wir lesen Schwesterherzen! Bäm! – Rezension und Verlosung!“

„Adults Only“ – Wenn Kinder nicht erlaubt sind

9+

Stellt Euch vor, es gäbe einen ganz einzigartigen – wenn nicht gar eigenartigen – Ort.
Ein Ort, an welchem ihr eintauchen könnt. Eintauchen in die köstlichsten und sonderbarsten, exotisch-ausgefallensten Aromen.
Ihr könnt riechen, schmecken und mit allen Euch zur Verfügung stehenden Sinnen genießen.
Könnt Euch Zeit lassen und gepflegte Konversation führen. Oder eben auch einmal gar nicht.
Könnt schweigen und verträumt – oder möglicherweise auch leeren Blickes – Löcher in die Luft starren.
Ganz ohne jegliche Störfaktoren.

Untermalt von leisen Klavierklängen – meinetwegen auch den angesagtesten Lounge- und Club-Beats.
Es würde weder scheppern, noch klappern. Noch würden Stühle fallen oder Frauen empört und lautstark mit kleineren Menschlein zetern. Niemand würde in Heul-Ergüssen zerfließen, es sei denn, man(n) entscheide just in jenem Moment die Ruhe und Stille für eine (mehr oder weniger einvernehmliche) Trennung zu missbrauchen.

Stellt Euch vor, die Durchgangs-Schneise zu den Örtlichkeiten, welche an jenem so wunderbaren Ort selbstverständlich in coolem Schwarz gehalten und ausgestattet mit den überflüssigsten Special Effekts sind, wäre kaum frequentiert.

Nicht auch nur eine verschwitzte und gehetzte Person im gänzlich unpassenden Grobstrick-Pulli würde Euren Ärmel streifen.
Mit dieser unvorstellbar großen Tasche, welche schwer über der Schulter baumelt und vor lauter Gewicht hin und her schlingert.

Und dabei beinahe Euch das feinste Silberbesteck aus der Hand schlägt.

Stellt Euch vor, niemand würde mit leicht entnervtem Augenrollen und diesem vielsagenden Blick ein Zwergen-ähnliches Geschöpf an der Hand zum dritten Mal innerhalb der letzten halben Stunde an Eurem Tisch vorbeilotsen. In Richtung – richtig (!) – Toilette. 😉

Aber gut, diese Personen würde es ja hier nicht geben!
Denn beispielsweise einen Wickeltisch?
Würden sie hier ohnehin nicht auffinden.

Wie furchtbar langweilig wäre das? Oder etwa nicht? mehr „„Adults Only“ – Wenn Kinder nicht erlaubt sind“

Das Kita-Entwicklungsgespräch – wichtiger Austausch & halb so wild

20+

Fast kann ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
Es ist beinahe schon ein ganz kleines Gefühl der Genugtuung.
Eine beruhigende Bestätigung.
Als ob das kleine garstige Männchen auf der Schulter und in meinem Ohr (NEIN! Sie hört keine Stimmen!!!) sich gerade gleichzeitig hämisch lachend auf die Schenkel klopft und ins knubbelige Fäustchen prustet.

„Haha! Sie-macht-es-dort-ganz-genau-so!“

schreit es mir in’s Ohr und kann sich dabei vor Lachen kaum noch halten.
Und innerlich ob dieser neuen Gewissheit aufatmend, lehne ich mich entspannt im Stuhl zurück.

Es ist Entwicklungs-Gespräch in der Kita.

Mit mir im Raum befinden sich zwei junge Erzieherinnen, jede Menge Gummibärchen, Wasser, Kekse – und eben ich.

Und was mir vor einigen Jahren noch Magenschmerzen bereitet hätte, lässt mich nun gelassen mit gleichgesinnten Menschen austauschen! Denn so sehe ich mittlerweile ein derartiges Gespräch!

Als Austausch! mehr „Das Kita-Entwicklungsgespräch – wichtiger Austausch & halb so wild“

Ohnezahn’s favourite: Zahnloses Ungeheuer Essen

9+

Es sieht wirklich furchtbar eklig aus! Nach dem Verrühren. 
Und somit hätte sich mein „Rezept“ an dieser Stelle nun auch schon wieder erledigt! 😉
Denn wer möchte etwas ausprobieren und dem kostbaren Nachwuchs vor die Nase setzen, das im Endergebnis – nachdem eben jener hungrig Hand angelegt hat – aussieht wie Noro-Virus im feinsten Porzellan?

Wen interessiert ein Rezept, welches im Teller nach hingebungsvollem Rühren fern jeglicher Insta-tauglichen kulinarischen Köstlichkeiten ist – und den Begriff „Food-Porn“ in die dunkelste und schmierigste (!) Schmuddel-Ecke befördert?

Mich!
Mich interessiert dieses – zugegebenermaßen herrlich einfache – Rezept!

Weil es das ultimative Lieblingsessen meines mittleren Kindes ist!
Welches sie sich heute zum abertausendsten Mal gewünscht hatte!
Weil der Anlass gerade wieder regelrecht danach schreit!

Heute muss wieder „zahnloses Ungeheuer-Essen“ gekocht werden! mehr „Ohnezahn’s favourite: Zahnloses Ungeheuer Essen“

Prinzessin Emmy kommt in’s Kino! *Verlosung von Kinotickets!*

11+

*Werbung. Es war damals der erste richtige Film, den er sehen durfte.
Und ganz ehrlich? Den ersten gemeinsam geschauten Film, das allererste Mal, dass Du Dein Kind dabei beobachten kannst, wie es verzaubert in die Welt der lebhaft bebilderten Geschichten eintaucht, vergisst Du nicht so schnell.

Ich erinnere mich daran, wie ich in spannenden Szenen seine Hand halten und das kleine Locken-Köpfchen kraulen durfte.
Wie er mit weit aufgerissenen Augen gefesselt und begeistert zu Hause vorm Fernseher saß.
Es war mir sehr wichtig, mein Kind bei seinem ersten Film zu begleiten und zwar konzentriert von der ersten bis zur letzten Minute.
Um im Zweifel die Aktion auch abzubrechen, falls es doch zu viel wird.

Nun, es wurde nie zu viel und „Lauras Stern“ wuchs uns schnell an’s Herz!
Denn das Kind einfach wahllos vor irgendwelchen Quatsch setzen und noch nicht einmal dabei sein?
Das war für mich keine Option.

Für den ersten „richtigen“ Film wählte ich etwas ganz Besonderes, etwas Vernünftiges und Wertvolles – und sollte es nie bereuen.
Wer erinnert sich beispielsweise nicht allein an den einprägsamen und unverkennbaren Soundtrack, die Musik von Hans Zimmer?

Ich weiß nicht, wie oft mein Sohn in den darauffolgenden Monaten den Film gesehen hatte.
Später freilich dann auch nicht mehr mit mir an seiner Seite.
Aber ich weiß, dass wir den gelben Plüsch-Stern mit dem Plüsch-Pflaster an der Zacke, welchen wir unvermeidlicherweise anschaffen mussten, noch heute besitzen.
Auch der zweite Teil stand im Hause L. hoch im Kurs und beide Filme werden heute noch liebend gerne von meiner Kleinsten gesehen.

Denn wenn Piet de Rycker Filme macht, dann kommt mit Garantie etwas Wunderbares und Wertvolles dabei heraus!
Hochwertiges Kinderfernsehen und nicht der übliche Quatsch welcher tagaus, tagein auf sämtlichen verfügbaren Kinderkanälen zu sehen ist.

Prinzessin Emmy kommt in die Kinos!

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Being 40 – plötzlich alt?

14+

Wunderhübsch sieht sie aus. Diese mädchenhafte Bluse! Ein Hauch von Nix, bedruckt mit filigranem Blümchen-Print!
Als ich mir das Objekt meiner Begierde bestellen möchte, komme ich jedoch kurz ob der Größe in’s Zweifeln.

Doch zum Glück bietet ja mittlerweile fast jeder Online-Shop eine individuelle Größen-Beratung an.
Eine, die also angeblich ganz speziell auf mich abgestimmt ist! Wie cool und genial ist bitte das denn?
Quasi der „Beste-Freundin-Ersatz“ in der virtuellen Umkleide-Kabine. DIE Lösung für alle Muttis, die wie ich seit Jahren (!) kein Einkaufszentrum mehr von innen gesehen haben!

Fleißig gebe ich also ein: Größe 176 cm. Check! Gewicht 60 kg. Check! Alter…

Alter!?

Warum verdammt nochmal soll ich hier mein Alter eingeben?
Ich lasse es mir von meiner netten imaginären Gehilfin erklären:
Das Alter bestimmt die Verteilung des Gewichtes am Körper! Aha.
Und leichtes Magen-Grummeln überkommt mich, als ich mich dazu entschließe hier nun die dicke, fette 40 einzutragen.
Sind ja schließlich quasi nur noch ein paar Tage.

Ob nun schon mit einer schwindenden Taille gerechnet wird? mehr „Being 40 – plötzlich alt?“