Was mich die Corona-Zeit lehrt – ein Mutmach-Text (Corona-Tagebuch – Tag 22)

1+

Corona macht mir Angst.
Ich sehe Bilder, Berichte und sichte Statistiken (höre dem angeheirateten Analytiker zu 😉 )  – und bekomme Angst.
Angst davor, auch bei einem von uns Fünfen könne eine Infektion schlimmer verlaufen und nicht gut enden.

Davor, dass es eben nicht bei leichten Symptomen bleiben könnte, denn noch habe ich keine Erklärung dafür gefunden, warum es manche so – und manche eben anders trifft.
Auf den Erklärungen mit den Vorerkrankungen scheint sich wohl kaum jemand ruhigen Gewissens ausruhen zu können.

Seitdem ich Mutter bin fürchte ich um die eigene Gesundheit!

(Das war mir früher so was von schnurz;) )

Es schaudert und schüttelt mich bei dem Gedanken, meine Kinder könnten früh ihre liebe Mama verlieren.
Das darf niemals geschehen!
Die Volljährigkeit des letzten Kindes ist hier mein selbst gestecktes Ziel – was im Grunde völliger Schwachsinn ist.
Als wenn sie mich dann nicht mehr bräuchten! 😉

Ich habe Angst um unser Gesundheitssystem und eine ganze Wirtschaft, welche zu Grunde gehen könnte – und davor, was diese ganze Kiste hier aus den Menschen macht!

Ich sichte Berichte von Mitmenschen, welche gerade jetzt dem eigenen Leben ein Ende setzen.
Und bekomme es schmerzlichst selbst im näheren Umfeld mit. (Warum!!?!)

Das alles IST furchtbar Angst-einflössend!

Doch soll dies hier ein Mutmach-Text werden und daher…

Schluss damit!

mehr „Was mich die Corona-Zeit lehrt – ein Mutmach-Text (Corona-Tagebuch – Tag 22)“

Zeit für Gespräche – Unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch – Tag 20&21

11+

Samstag

Es gibt Dinge, die hätte ich ohne Corona nie gesagt.
Beispielsweise das Folgende:

„Vorm Netto steht der Liefer-Laster“ (beim Blick vom Balkon)
„Ob ich gleich nochmal Klopapier hole?“

(Nein, tat ich nicht!!!)

Oder aber auch

„Ich lass‘ das jetzt so“

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel.

„Das“ sind meine Haare.

mehr „Zeit für Gespräche – Unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch – Tag 20&21“

This is me – Corona-Tagebuch – Tag 17

11+

„When the sharpest words wanna cut me down
I’m gonna send a flood, gonna drown them out
I am brave, I am bruised
I am who I’m meant to be, this is me“
(Keala Settle)

Ich drehe den Regler bis auf Anschlag.
Singe lauthals mit.

Nicht nur dieses Lied, doch berührt mich gerade jener Songtext immer wieder!
Auch – oder gerade – in diesen Tagen.

Denn geht es nicht genau jetzt darum, sich eben nicht unterkriegen zu lassen?
Ja, die Dunkelheit ist mir nicht fremd, es liegt bereits ein nicht ganz so tolles Jahr hinter mir.
Trauer, bedrückende Gedanken, Seelen-Narben, Menschen, die einfach nur weh tun.
Das alles ist mir gewiss vertraut!

Und nun eben auch ein Virus, welcher (korrekterweise „welches“ 😉 ) ängstigt, das alltägliche, gewohnte Leben lahm legt und Vieles aus der Bahn wirft.

Und doch stehe ich immer wieder auf!

mehr „This is me – Corona-Tagebuch – Tag 17“

Gedankenschwer – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 13 & 14

17+

Es ging mir nicht gut die letzten Tage.
Es geht mir nicht gut.
Aktuell fällt es mir schwer, positive Gedanken aufrecht zu erhalten und Schatten vom Licht zu trennen.

Wenngleich die Sonne die vergangenen Tage jenes Vorhaben warm und liebevoll unterstützte, so holen sie mich immer wieder ein.
Dunkle, traurige Gedanken, Vorwürfe, Schuldgefühle, niemals geklärte Fragen und große Ängste.

Schatten und Licht

So etwas lähmt.
Physisch und Psychisch.

Und ist vielleicht einer der Gründe, weshalb dieses Wochenende nicht ganz so Bild-beladen ausfällt.
Weil ich einfach nicht viel mache und vorübergehend nicht in der Gemütslage bin, jeden Schritt des neuen Corona-Alltages mit dem Mobiltelefon festzuhalten.
Verzeiht mir dies bitte.

Ich weiß, es wird wieder besser

Es wird wieder besser! Das wird es immer.
Ich stehe wieder auf – und werde schon in wenigen Tagen wieder Chancen und glückliche Momente in dieser Zeit sehen. mehr „Gedankenschwer – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 13 & 14“

Kostbare Geschenke & treue Haushalts-Helfer – Corona-Tagebuch – Tag 9

10+

„Mamaaaa! Das Klo raucht!“

Erschrockenen Blickes rauscht mein Sohn von der Gäste-Toilette in die Küche – und mir rutscht das Herz tief in die Hose.
Adrenalin durchfährt den ganzen Körper und lässt augenblicklich meine Hände zittern!

„Ich sprenge die Rohre in die Luft!!!“

durchfährt es mich gedanklich als Erstes.

Nun, ich muss an dieser Stelle peinlicher-weise zugeben, ich habe keine Ahnung wo welche Rohre wie im Haus verlaufen und wie diese miteinander verbunden sind.
Ist schon ein bisschen her, der Hausbau – und zudem ein Thema fern meines ganz eigenen Interessenbereiches.

Wohl aber weiß ich, dass ich ausgerechnet Minuten zuvor den neuen Rohr-Reiniger in die Dusche geschüttet habe.

Haare soll er auflösen und bis zu acht Stunden einwirken.
Eigentlich über Nacht, doch schickte ich kurzerhand die Duschkabine einfach ein wenig früher in den Schlaf! 😉

Bei solchen Aktionen ist mir ohnehin schon immer ein wenig mulmig zumute.

Somit beginne ich auf meine ganz eigene Art und Weise zu kombinieren:
Es MUSS eine chemische Reaktion sein, wenn der Sohn vom qualmenden Klo berichtet!

„Ich-habe-alles-kaputt-gemacht!!!“

so ein weiterer Gedanke. mehr „Kostbare Geschenke & treue Haushalts-Helfer – Corona-Tagebuch – Tag 9“

Jeder Tag ein Neuanfang – Corona-Tagebuch – Tag 5

18+

Heute will ich nicht gerne aufstehen.
Es ist warm und schön im Bett und für einen kurzen Moment scheint alles in bester Ordnung.
Die Welt scheint in Ordnung und in diesem winzigen Augenblick wie immer.

Und würde ich jetzt einfach in den warmen Federn bleiben – es verlangt ja gerade eh niemand nach uns – dann könnte das ja vielleicht auch gelingen!
Das mit den Scheuklappen und der Schönrederei.

Doch da war ja die Sache mit der Struktur und Regelmäßigkeit.
Der Plan mit dem zeitlichen Rahmen.

Dinge, die wir für uns beibehalten wollten – und welche gerade jetzt unheimlich wichtig sind, zudem immensen Halt geben!

Noch immer stehe ich Tag für Tag morgens vorm Badezimmer-Spiegel, schlüpfe in Jeans und Oberteil, frisiere die Haare und schminke mich.
Auch, wenn ich die eigenen vier Wände nicht verlasse.

Ich mach’s für mich.  Für das Gefühl der Normalität. mehr „Jeder Tag ein Neuanfang – Corona-Tagebuch – Tag 5“

Werte brauchen keinen Doktortitel! Über die Familie & Freundschaft – Corona-Tagebuch – Tag 4

16+

Entfernung und somit räumliche Distanz.
Beides trennt mich seit einigen Jahren von einer meiner besten Freundinnen.
Zwar reden wir hier nur von ungefähr 150 Kilometern, doch wir sind es gewohnt, uns nicht häufig zu sehen.
Und stattdessen zusammen über Whatsapp zu kommunizieren.

Telefonieren mag sie nicht so gerne, noch immer empfindet sie leichte Scheu wegen der deutschen Sprache.
Wenngleich sie in den letzten Jahren so gut darin geworden ist!
Was zum größten Teil auch ihres ausgeübten Jobs zu verdanken ist.

Ich mag sie so sehr und finde sie ganz großartig – und eigentlich sollte ich ihr das gleich auch noch einmal schreiben.

Sie gehört zu den Heldinnen der aktuellen Zeit, denn meine liebe Freundin ist eine von denjenigen, die nun Tag für Tag für uns Konservendosen und Toilettenpapier auffüllen.
Welche idiotischerweise von Euch da draußen panisch in Massen in die Einkaufswagen gestopft werden!

Jeden Tag setzt sie sich der Gefahr – welche wir alle fürchten – aus, um die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen mehr oder weniger nützlichen Dingen sicherzustellen.
Und empfindet Angst dabei.

Erst heute morgen schrieb sie mir,…. mehr „Werte brauchen keinen Doktortitel! Über die Familie & Freundschaft – Corona-Tagebuch – Tag 4“

Alle sind online – Corona-Tagebuch – Tag 3

22+

Während ich die heutigen Schulaufgaben am PC ausdrucke, sehe ich es drüben bei Facebook:
Alle sind online.

Unweigerlich muss ich mich fragen, komme in’s Grübeln.

Was wären wir nur ohne diese Art von Kommunikation?

Kommunikationskanäle, welche ich erst kürzlich als teils überflüssig und nervig beschimpfte, retten uns jetzt teilweise den Allerwertesten!
Weil es hilft!
Gegen die Sorge und Ungewissheit, gegen das Gefühl des Allein- und Isoliert-seins.

Und fast muss ich zugeben, habe ich dieser Tage mehr Kontakt zu lieben Mitmenschen, als ich es unter normalen Umständen hätte.

Und ganz leise und schüchtern gebe ich zu:

Das ist schön! mehr „Alle sind online – Corona-Tagebuch – Tag 3“

Eigentlich sind wir ok – Corona-Tagebuch – Tag 2

20+

Er fiel heute nicht besonders auf.
Dieser Virus, welcher die Welt in Atem hält und sich ein wenig langsamer drehen lässt.

Heute gelang es uns tatsächlich, in unserem ganz eigenen kleinen Universum zu verweilen – und von negativen Schlagzeilen ein klein wenig Abstand zu nehmen.
Auch das ist wichtig, denn ich möchte nicht mehr stündlich auf’s Handy starren und nahezu gelähmt und getrübter Stimmung in der Ecke hocken.

Ein ganzer Tag zu Hause bietet genügend Gelegenheiten, wichtigste Neuigkeiten mitzubekommen.
Und konzentriert man sich auf die Dinge, die nun einmal ohnehin täglich im Haus anfallen, dann fühlt sich das Leben fast ganz normal an.

Ja, abschließend kann ich behaupten es war ok heute.
Wir waren ok!

Und viele kleine Ereignisse sogar richtig schön! mehr „Eigentlich sind wir ok – Corona-Tagebuch – Tag 2“

Höhen und Tiefen – Corona-Tagebuch – Tag 1

23+

Der Zuversicht und befreienden inneren Ruhe, welche ich gestern noch wahrzunehmen glaubte, ist ein Tag voller Höhen und Tiefen gewichen.
Sehr emotionale Stunden mit nahezu schwindelerregenden Höhen und beängstigenden Tiefen liegen hinter mir. 

Und ich kann nur erahnen, welch einschneidende Veränderung die kommenden Wochen mit sich führen werden.
Innerhalb unserer Familie, uns selbst und der Welt da draußen.

Veränderungen, welche nicht immer positiv daher kommen oder von Harmonie getränkt stärken werden.
Doch will ich die Dinge wohl so annehmen, wie sie sich nun einmal ereignen werden.
Es wäre anmaßend zu glauben, hier nun eine Wahl zu haben.

Schien am frühen, sonnigen Morgen noch alles so friedlich – und der durchdachte Plan zum Greifen nahe – fand ich mich Stunden später gemeine Sätze an die meinen liebsten Menschen richten. mehr „Höhen und Tiefen – Corona-Tagebuch – Tag 1“