Ich, der Avatar

Es wird mir nicht leicht gemacht. Mein Vorhaben. Viermal habe ich bereits gefrustet auf die Auflegen-Taste gedrückt, um zwei Sekunden später die Wahlwiederholung zu betätigen. Ich hasse so etwas und spätestens nach dem fünften Versuch gebe ich auf und schmeiße das Küchen-Handtuch. Meist angekotzt für mehrere Monate. Denn schließlich geht es ja nicht um den schutzbedürftigen und fürsorglich-vorsorglich zu pflegenden Nachwuchs, sondern einfach nur um mich. Und da bin ich nachlässig.

Zugegebenermaßen: Meine eigene Gesundheit ist mir nicht ganz so wichtig. Dabei sollte sie es sein! Gerade wegen der drei Kinder! Ich muss noch durchhalten, bis das letzte volljährig ist! So nüchtern und makaber das auch klingen mag. Also reiße ich mich erneut zusammen und drücke auf Wiederholen. Ich brauche jetzt diesen Termin! Ich muss das jetzt endlich mal angehen! Habe ich doch dieses meine Schicksal tagtäglich im eigenen Spiegelbild vor Augen. Es zu ignorieren, nun das fällt auch nur mir leicht! Ein motziges, trotziges, rebellisches Ignorieren wohlgemerkt! Und ein womöglich ungesundes noch dazu. Aber dazu gleich. Weiterlesen Ich, der Avatar

Kinder

…sind mir die liebsten menschlichen Wesen auf Erden.
Ich stehe wohl dieser Tage auf kurze Überschriften 😉
Das muss ich jedenfalls immer wieder auf’s Neue feststellen. Noch unschuldig und reinen Herzens, neugierig auf das Leben, immer ehrlich und ohne Berührungsängste. Fähig im Hier und Jetzt zu leben, ohne belastende Gedanken an das Morgen oder gar das Vergangene, eh nicht mehr Widerrufbare,  zu verschwenden. Ohne Gram und hoffentlich noch ohne Seelen-Narben aber mit ganz viel Phantasie und zauberhaften Vorstellungen.
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Ignorieren

Es ist so ziemlich eine der schlimmsten seelischen Gemeinheiten, die man einem Menschen antun kann. Und doch tun wir Erwachsenen es immer und immer wieder. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Auch ich!

Wir ignorieren andere Mitmenschen. Bewusst, unbewusst, aus einer Absicht heraus, unbeabsichtigt, gedankenlos, zum Schutze der Person, zum Eigenschutz. Es gibt unendlich viele Gründe den Kontakt zu einem Menschen eine Weile zu unterdrücken. Manchmal fällt es uns gar nicht auf, dass wir es tun. In der Hektik des Alltags. Dass wir dem Anderen damit furchtbar weh tun, dass wir verletzen und enttäuschen. Weiterlesen Ignorieren