Wenn Kinder (& Mütter) Tics haben…

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Dann ist das gar nicht schlimm!
Und eigentlich wäre jetzt mein Blog Post mit dieser Feststellung schon wieder zu Ende!
Wozu weiterschreiben, wenn ich die alles erleuchtende Erkenntnis bereits gleich zu Beginn raus gehauen habe?
Das Pulver ist verschossen, doch möchte ich damit auch gleichzeitig Wind aus den Segeln nehmen!
Sofort in die rechte Richtung lenken. Denn ich möchte mich hier nicht über Tics der Kinder beschweren und ausgiebig auslassen, sondern lediglich reflektieren und das Thema entschärfen.
Für mich selbst und für alle Anderen! 😉

Seit Wochen macht sie es schon

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Lasst die Kinder fliegen

5+

Ich breite die Arme aus und gleite zu „Hava Nagila“ durch den Raum. Lasse mich von der Musik treiben und genieße den Moment. Einfach so. Und erlebe gerade den schönsten Augenblick seit Beginn dieser Reise, die ich nun in Begriff bin, in wenigen Minuten abzubrechen. Sie vor der eigentlichen Destination zu beenden, weil’s mir am Ziel zu kühl und ungemütlich geworden ist.
Doch soll man nicht genau dann auch aufhören, wenn’s am Schönsten ist?

Gilt diese Weisheit auch für Verpflichtungen, Engagements und kleinere Jobs? War es richtig, auf das eigene Bauchgefühl gehört zu haben?
Bislang war es das immer! Ganz gleich worum es sich handelte und was ich tat! Auf meinen blöden Bauch war stets Verlass.
Aber warum will mir nun diese – wider Erwarten magische – Situation, dieser verzauberte Moment, gerade weiß machen, ich hätte falsch entschieden?

Warum ist es denn ausgerechnet jetzt schön? mehr „Lasst die Kinder fliegen“

Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss

4+

Sie hat es auf mich abgesehen. Diese lästige, verflixte Fliege.
Eine der wenigen Überbleibsel eines viel zu warmen, doch ganz und gar zauberhaften Herbstes. Lässt sich immer und immer wieder penetrant auf meinem Kopf nieder, surrt mir laut ins Ohr und will mich einfach nicht in meinem Trübsal in Ruhe lassen.

Als wolle sie mich aufscheuchen, mich zum Wieder-Aufstehen zwingen, mich davon zu überzeugen, dass das Leben wunderschön und schillernd ist.
Als wolle sie mir lautstark in’s müde Ohr summen, endlich an all‘ meine eigenen Worte zu glauben. An das Feuerwerk im Kopfe und im Herzen, von welchem ich erst vor wenigen Tagen drüben auf Instagram schrieb.
Welches in genau jenem Moment auch präsent war und mein Herz mit Wärme und Dankbarkeit erfüllte. Dankbarkeit, diese wundervolle Familie, diese fantastischen Kinder zu haben. Dankbarkeit am Leben zu sein!

Und als wollten sie es ihr gleichtun, kitzeln mich nun ebenfalls Sonnenstrahlen auf der Nase. Draußen ist der Himmel knallblau und ich sollte einfach jetzt nicht hier liegen. Sollte an diesem freien, mir zur Verfügung stehenden Vormittag, an diesen drei Stunden, raus gehen! Die frische Luft in mich aufsaugen und mich bewegen. Ein- und Ausatmen und Sport machen. Ganz alleine, nur ich draußen am See.
So, wie ich es so gerne pflege zu tun, bietet sich einmal die Möglichkeit dazu.

Doch heute kann ich nicht. mehr „Heute bin ich traurig: Wenn die Seele heilen muss“

Wochenend-Ehe: Geht das mit drei Kindern?

4+

Sonntag-Nachmittag. Mitte Oktober. Eigentlich könnte gerade alles so schön sein:
Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite, schillert in den lebendigsten, leuchtenden Farben und noch immer warme Sonnenstrahlen streicheln sanft die Seele.
Und diese – nahezu poetische Idylle ( 😉 ) – müsste doch eigentlich das Herz vor Freude springen lassen!
Die Kleinste spielt friedlich-singend in ihrem Zimmer, völlig in sich versunken, nahezu selbstvergessen und ausgeglichen.
Das „Wald-und Wiesen-Kind“ stromert mit ihren Leih-Hunden durch’s Grün und der Sohn vergisst heute einmal zu pubertieren und zeigt sich im Umgang mit der Kleinsten besonders gnädig und sanftmütig. Der Gatte schlummert friedlich auf der Couch – und ich habe gerade Zeit, Dinge zu tun, die ich gerne mag!
Und all das zusammen vereint, müsste mich doch jetzt gerade mehr als glücklich stimmen. Es ist doch gerade alles perfekt!
Eigentlich.

Doch ich komme einfach nicht umhin, wieder diese eigenartige Melancholie zu verspüren. mehr „Wochenend-Ehe: Geht das mit drei Kindern?“

Drei Beine

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Samstag-Nachmittag. Draußen hat es gerade begonnen zu regnen.
Doch kommt mir der Regen gerade recht. Ja, ich will jetzt raus! Will laufen. Ganz alleine die Runde um den Lieblings-See drehen. Denn fast muss ich ein ganz kleines bisschen zugeben: Leichtes Regenwetter ist mir manchmal sogar ganz lieb zum Laufen.

Denn dann bin ich wirklich alleine!
Kann Gedanken schweifen lassen, die feuchte Luft in mich aufsaugen und den nassen Asphalt und Waldboden unter den Füßen spüren. Ohne Ablenkung oder gar wertende Blicke der üblichen Wochenend-Spaziergänger.

Denn wer Gedanken ordnen muss, Lösungen und Ziele sucht, für den sei ein solches Lauf-Wetter genau das Richtige, wage ich zu behaupten.

Und so schnüre ich die Schuhe und renne los. Atme und konzentriere mich auf meine zwei realen Beine, die mich nun hoffentlich zuverlässig führen werden. Und beginne über diese anderen „Beine“ zu sinnieren. Die, die da auch noch sind.

Ich stehe aktuell nämlich auf drei Beinen! mehr „Drei Beine“

Bloggen – Fluch vs Segen: Gedanken zum ersten Geburtstag

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Das Bloggen hilft mir Liebe und Schmerz auszudrücken und die Seele zu heilen.

Zwar möchte ich diese Wirkung noch immer demnächst mit einem Tattoo umsetzen (kein Scherz!), doch um mal schnell die Seele zu erleichtern, Narben zumindest kurzzeitig unterm bunten Kinder-Pflaster zu verstecken oder auch bewusst daran zu kratzen , dabei hilft das Schreiben. Immer und immer wieder.

Es ist wie das Gespräch mit der besten Freundin. Das alles erleichternde Telefonat. mehr „Bloggen – Fluch vs Segen: Gedanken zum ersten Geburtstag“

Ich, der Avatar

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Es wird mir nicht leicht gemacht. Mein Vorhaben. Viermal habe ich bereits gefrustet auf die Auflegen-Taste gedrückt, um zwei Sekunden später die Wahlwiederholung zu betätigen. Ich hasse so etwas und spätestens nach dem fünften Versuch gebe ich auf und schmeiße das Küchen-Handtuch. Meist angekotzt für mehrere Monate. Denn schließlich geht es ja nicht um den schutzbedürftigen und fürsorglich-vorsorglich zu pflegenden Nachwuchs, sondern einfach nur um mich. Und da bin ich nachlässig.

Zugegebenermaßen: Meine eigene Gesundheit ist mir nicht ganz so wichtig. Dabei sollte sie es sein! Gerade wegen der drei Kinder! Ich muss noch durchhalten, bis das letzte volljährig ist! So nüchtern und makaber das auch klingen mag. Also reiße ich mich erneut zusammen und drücke auf Wiederholen. Ich brauche jetzt diesen Termin! Ich muss das jetzt endlich mal angehen! Habe ich doch dieses meine Schicksal tagtäglich im eigenen Spiegelbild vor Augen. Es zu ignorieren, nun das fällt auch nur mir leicht! Ein motziges, trotziges, rebellisches Ignorieren wohlgemerkt! Und ein womöglich ungesundes noch dazu. Aber dazu gleich. mehr „Ich, der Avatar“

Kinder

6+

…sind mir die liebsten menschlichen Wesen auf Erden.
Ich stehe wohl dieser Tage auf kurze Überschriften 😉
Das muss ich jedenfalls immer wieder auf’s Neue feststellen. Noch unschuldig und reinen Herzens, neugierig auf das Leben, immer ehrlich und ohne Berührungsängste. Fähig im Hier und Jetzt zu leben, ohne belastende Gedanken an das Morgen oder gar das Vergangene, eh nicht mehr Widerrufbare,  zu verschwenden. Ohne Gram und hoffentlich noch ohne Seelen-Narben aber mit ganz viel Phantasie und zauberhaften Vorstellungen.
mehr „Kinder“

Ignorieren

5+

Es ist so ziemlich eine der schlimmsten seelischen Gemeinheiten, die man einem Menschen antun kann. Und doch tun wir Erwachsenen es immer und immer wieder. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Auch ich!

Wir ignorieren andere Mitmenschen. Bewusst, unbewusst, aus einer Absicht heraus, unbeabsichtigt, gedankenlos, zum Schutze der Person, zum Eigenschutz. Es gibt unendlich viele Gründe den Kontakt zu einem Menschen eine Weile zu unterdrücken. Manchmal fällt es uns gar nicht auf, dass wir es tun. In der Hektik des Alltags. Dass wir dem Anderen damit furchtbar weh tun, dass wir verletzen und enttäuschen. mehr „Ignorieren“