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„Durch den Wind“ – Vom Sturm in mir in einer eigentlich ruhigen Woche – Tagebuchbloggen

„Durch den Wind!“
„In mir tobt ein Sturm“

Das alles klingt nach einem kläglichen Versuch, einen passenden Bezug – eine Parallele – zum aktuellen Wetter da draußen herzustellen.

Doch Fakt ist, ich war irgendwie kirre (im Sinne von dezent verrückt ;) ) in dieser Woche.

Gedanken wirbelten durcheinander und auch ein klein wenig unschlüssig flackerte ich wie ein Fähnchen im Wind.

Ja, ich zeigte mich nicht von meiner besten Seite in den vergangenen Tagen – und luftig leicht fühle ich mich schon einmal gar nicht.

Fast klappern, schlackern und wackeln die Nerven wie die Plastikfenster des kleinen Kinderhäuschens gerade draußen auf der Terrasse.

Drohen zu zerreißen und zerbersten – und im Grunde weiß ich gar nicht so genau warum!?

Und während ich ja insgeheim hoffe, jenes in die Jahre gekommene und mittlerweile seit eben solchen unbespielte Plastik-Hüttchen würde endlich, endlich vom Sturm auf Nimmer-Wiedersehen davongetragen, bete ich, dass ich mich jetzt einfach mal wieder fangen kann!

Dabei ist alles gut!

Denn im Grunde ist alles in Ordnung und es geht uns verdammt nochmal gut!

Das große C schieben wir weiter tapfer vor uns her.
(Die Hoffnung, gänzlich drumherum zu kommen ist mittlerweile „verflogen“ – Sorry, der musste auch noch sein! ;) )

Und im Grunde war die Woche ruhig  – nur ich selbst war es irgendwie nicht.

Ja, keiner meiner Aufgaben und „Rollen“ schien ich in den letzten Tagen gefühlt gewachsen.

Ich trank des Abends zu viel Wein und spielte seltener mit den Kindern.
Auch backten, bastelten und spazierten wir nicht (letzteres habe ich schon vor geraumer Zeit ein klein wenig aufgegeben) – und fast schon frage ich mich, ob zwei Jahre Pandemie eine gewisse Gleichgültigkeit in mir aufwirbeln ließen.

Ich vergaß Konsequenz und Disziplin, als ich mich Donnerstag entschied, einfach in den warmen Federn zu bleiben.
Und von der uns gestellten Option, ob des Sturmes die Kinder vom Präsenzunterricht fern zu lassen, Gebrauch machte.

Wenngleich ich am Abend zuvor noch anderer Meinung war und dies dem Nachwuchs auch entsprechend kommunizierte.

Ich ließ Vorhaben verfliegen (einer noch! ;)), jeden Tag in der Woche frisch zu kochen und stattdessen lieber Scheine flattern (is ja gut, ich hör‘ auf!) – zu verlockend kam das Angebot des Thai-Imbiss daher.

Auch wedelte kein Putzlappen in dieser Woche durch das Einfamilienhäuschen, harsche Worte hagelten stattdessen dem Gatten um die Ohren.

Ja, ich war nicht „gut genug“ in dieser Woche.
Unruhig, zerrissen, tosend und aufgebracht.
Aufbrausend, nervös und womöglich auch nervtötend.

Und dennoch war ich gut, so wie ich nun einmal bin!

Ich habe gekämpft in dieser Woche!

Tränchen musste ich trocknen in den letzten Tagen und das Leid eines meiner Kinder davon küssen und pusten.

In Windeseile galt es hier zu reagieren – und ich kämpfte um das Wohl meines geliebten Kindes.
Bis der Sturm sich (hoffentlich) legte und Wellen nicht mehr allzu laut tosen sollten.

Ja, ich war ein bisschen durch den Wind und nicht die beste Version meiner selbst.

Und dennoch – während der Wind um die Ecken fegt und Regen gegen die Hauswand peitscht – liegen jetzt gerade drei zufriedene Kinder in ihren Betten, denen es an nichts mangelt!

Kinder welche – auch in einer Woche wie dieser – von mir stets ein offenes Ohr und Trost bekamen, jeden Tag frische Wäsche und warmes Essen vorfanden und es am Gute-Nacht-Kuss und Zuwendung niemals mangeln sollte.

Und ja, vielleicht spielte und unterhielt ich zu wenig in diesen Tagen, vielleicht war die Stimme hin und wieder zu laut oder meine time-out, mein Versteck auf dem Klo, zu lange gewählt.

Und vielleicht auch sah ich den Mann nicht und überhörte Worte, ignorierte blind Gesten – und vergaß Staubsauger und Wedel.

Aber ich bin immer noch da!

Mal lauter, mal leiser – aber immer von ganzem Herzen!

Hin und wieder viel zu nachdenklich, öfter mal euphorisch und nicht selten melancholisch-depressiv.

An manchen Tagen weiß ich nicht, wohin der Wind mich trägt oder gar wann der Höhenflug abrupt endet und der tiefe Fall schmerzt.

Wohl aber weiß ich, dass auch die stürmischten Zeiten einmal vorüber gehen und im Anschluss eine sanfte Brise Kinderwangen und Mama-Seelen streichelt!

Kommt gut in’s Wochenende und vergesst zu hohe Ansprüche! 

Eure 

Alex

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