Weil Corona noch immer präsent ist: „Von Viren und Menschen – Carolinas Reise um die Welt“

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(*Werbung/Buchrezension)

„Mama! Die Inzidenz ist heute unter 100!!!“

ruft mir die Kleinste hellauf begeistert entgegen.

Ich hingegen muss ein klein wenig schlucken, während ich versuche, dem Kind mit gleicher Freude und Begeisterung zurück zu lächeln.

Denn dieser Moment hier gerade fühlt sich abermals komisch und irgendwie nicht richtig an!

Wie so viele Momente schon zuvor im vergangenen letzten Jahr.

Ein Kind sollte sich doch über die verrücktesten Dinge freuen!

Nicht aber über Inzidenzen und Zahlen.

So etwas sollte ein kleines Kind gar nicht kennen – ebenso wenig wie Restriktionen, Kontaktbeschränkungen und Lockerungs-Diskussionen.

Worüber sich Kinder eigentlich freuen sollten

Ein siebenjähriges Kind sollte sich über…

…rasante Achterbahnfahrten und Zuckerwatte auf Rummelplätzen freuen dürfen, über den Geruch gebrannter Mandeln beim Volksfest oder lustige Erdmännchen im Zoo – vielleicht sogar über die anstehende große Reise mit dem Jumbo-Jet.

Es sollte sich beim gemeinsamen Toben mit vielen, vielen Freunden die Knie aufschlagen, erste Übernachtungs-Partys feiern und der allerersten Tanz- oder Turnvorführung vor großem Publikum entgegenfiebern.

Es sollte im Spaßbad entzückt quietschen dürfen – und sich Lebensfreude und Leichtigkeit in keiner Weise nehmen lassen.

Und doch findet das zuvor Genannte alles gerade noch immer nicht statt.

Und wir – und insbesondere die Kinder – müssen akzeptieren.

Das tun wir auch, denn noch immer stehen wir voll und ganz hinter allen noch notwendigen Maßnahmen und befürworten diese!

Wir erklären dem Kind Begriffe wie Mutationen, exponentielles Wachstum und Impfreihenfolgen.
Und das Kind – ALLE unsere Kinder – verstehen und akzeptieren!
Mehr wie manch ein Erwachsener! 😉

Fast scheint es so , als müsste gerade mein jüngstes Kind schneller als üblich „erwachsen“ und vernünftig werden.

Das fühlt sich noch immer eigenartig an.

Und doch ist dies nun schon eine sehr, sehr lange Zeit unser Alltag.

Schnell mussten Kindern lernen zu begreifen, dass „da draußen“ eben jenes gefährliche Virus unterwegs ist, welches insbesondere die älteren Menschen, ihre Omas und Opas, in große Gefahr bringen kann!

Corona ist weder schön, noch nett noch zuckersüß und herzallerliebst.
Das ist klar.

Aber es ist nun einmal jetzt ein Teil des Lebens – unseres Lebens.

Seit jeher gab und gibt es nun einmal Krankheiten, welche für uns Menschen gefährlich werden können – und so doof es in der jeweiligen Situation dann auch ist, gehört das wohl zum „Sein“ dazu.

Corona aus Sicht der Kinder

Aber sollte Corona in den Augen der Allerkleinsten eine reine Schreckensvorstellung sein? 

Das unsichtbare und ungreifbare „Monster“, das alle fürchten?

Klar nimmt man sich vor Monstern besser mal in Acht und sollten ihnen tunlichst nicht begegnen – aber lässt es sich nicht einfacher neben Monstern leben, wenn man ihnen ein ganz klein wenig den Schrecken nimmt?

Nicht nur durch Erklären und dem Versuch zu verstehen, sondern vielleicht sogar mit einer liebevollen Erzählweise, einer Schippe Humor und vielleicht sogar einem Hauch Ironie!

Vor dem Sankt Martinstag bastelte der Kindergarten meines Neffen Corona-Virus-Laternen!

Das war nicht nur eine seeehr coole Idee, sondern auch eine Form des Humors – und somit Aggressions-und Schreckensabbaus!
Fand ich prima! 🙂

Corona – kindgerecht erklärt und fast schon ein bisschen liebevoll verpackt

Oder was wäre, würde man Corona einen etwas anderen Namen verleihen, es ein klitzekleines bisschen verniedlichen, dem Virus eine Persönlichkeit geben und sogar ein liebenswertes Gewissen anhaften?

Dann würde es immer noch ein gefährliches Virus bleiben!

Aber vielleicht ließe sich die ganze Kiste mit all‘ den Dingen, die im menschlichen Körper bei einer Erkrankung vonstatten gehen, ein bisschen leichtfertiger den Kindern erklären?

Eine, die sich genau dies zur Aufgabe gemacht hat ist Inge Brendler.

Mit ihrem wunderbaren Buch

„Von Viren und Menschen“ (klickt gerne hier um zum Buch bei Thalia zu gelangen!) 

lernen die Kinder Corona von einer ganz anderen Seite und Sichtweise kennen – und verstehen dennoch, wie gefährlich das Virus sein kann und welch bemerkenswerte Leistung unser ganz eigener Körper erbringen muss, kommt er mit Viren in Kontakt.

Von Viren und Menschen – Worum geht’s genau?

Corona heißt hier nicht Corona, sondern „Carolina“.

Und diese Carolina ist ein starkes, einzigartiges Virus-„Persönchen“ mit einem – für ein grässliches Monster – ziemlich reinem Herzen.

Denn im Grunde ist es Carolina zu Beginn gar nicht bewusst, WAS sie da eigentlich anrichtet.

Vielmehr findet Carolina Menschen lediglich faszinierend und zeigt sich begeistert ob der Vielfältigkeit unserer Wesen und unserer Äußerlichkeiten.

Dass man davon mehr lernen möchte ist logisch und somit stellt es sich für Carolina als äußerst geil (der Begriff ist von mir, steht nicht im Buch 😉 ) heraus, von Körper zu Körper zu reisen, sich – ohne große Hintergedanken – zu vervielfältigen und um die Welt zu fliegen.

Eine Weile fühlt sich Carolina bei ihrer Reise rund um den Globus und in den unterschiedlichsten Menschen pudelwohl!

Mit einer Leichtigkeit hüpft sie bei jedem Nieser von Mensch zu Mensch, vervielfältigt sich rasant – und kommt erst ein bisschen zur Ruhe, als der Globetrotter in ihr ein wenig müde wird.

Dann aber muss sie ausgerechnet im Körper eines kleinen Mädchens erkennen, in welch große Gefahr sie mit ihrer Aktion die Menschen gebracht hat.

Hier hätte ich persönlich zwar das Beispiel anhand eines älteren Menschen erwartet, denn bekanntlich erkrankt gerade die ältere Generation deutlich schwerer – und auch die kleinsten Kinder wissen mittlerweile, warum sie so gut auf Oma und Opa aufpassen mussten und teilweise noch immer müssen.

Doch sicher, auch Kinder können schwer erkranken!

Und vielleicht ging es der Autorin darum, dass sich die Kinder noch ein wenig besser identifizieren können und großes Mitgefühl entwickeln.

In diesem Fall erkrankt die kleine Emily sogar so schwer, dass sie mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht werden muss, mit dem Leben ringt und an ein Atemgerät angeschlossen wird.

Das lässt natürlich auch die kleine Carolina nicht kalt, die noch immer im Körper des Mädchens verweilt!

„Carolina“ will helfen!

Und mit Entsetzen muss das kleine Virus feststellen, wie viele weitere Carolinas sich bereits in der Lunge des Mädchens tummeln.

DAS hatte sie so nicht gewollt und gibt sich nunmehr die größte Mühe, der körpereigenen Polizei, den Makrophagen sowie den „Wissenschaftlern“ – den T-Lymphozyten zu helfen, Antikörper zu finden.

Denn auch Hintergrund-Wissen kommt in dem liebevoll geschriebenen Buch nicht zu kurz und wird kindgerecht erklärt!

Viele der Begriffe kennt meine Kleinste bereits aus einem anderen Buch mit ähnlicher Thematik, welches ich hier erst kürzlich auf diesem Blog vorstellte! 😉

Voller Begeisterung prahlt sie nunmehr mit ihrem Wissen und nickt bestätigend, lesen wir weiter über Rezeptoren und Antigene, B-Lymphozyten und Antikörper.

„Stimmt! Das sind die, die sich dann selbst opfern!“

erinnert sie sich sogar noch fasziniert!
(Und das wiederum fasziniert mich nun umso mehr! 😉 )

Aber WIE will das Virus alles wieder gut machen?

Mit Begeisterung folgt mir die Kleinste nunmehr also bereits seit ein paar Tagen, wenn ich allabendlich das Buch vorlese.

Und da das Buch bereits im letzten Corona-Jahr entstand, sind einige Fakten mittlerweile (zum Glück!) überholt.
Das merkt auch die Kleinste sofort, als erwähnt wird, dass es bislang noch keine Impfung gäbe.

„Das Buch ist ja von gestern!“

lacht sie, doch soll das die Spannung nicht trüben.

(Außerdem spielt Carolina später auch in Sachen Impfstoff im Buch noch eine wichtige Rolle! 😉 )

Jeden Abend, klappe ich das Buch zu, rätseln wir, wie es wohl weiter gehen wird.

Was wird und will Carolina tun, um das Unheil, welches sie anrichtete, wieder rückgängig zu machen?

Wird sie sich den Wissenschaftlern in Emelys Körper vielleicht freiwillig als Mustervirus zur Verfügung stellen?
Oder zumindest ihr Wissen über sich selbst teilen?

Das zumindest vermuten die Kleinste und ich.

Aber wie umgeht sie die zornigen Fresszellen auf ihrer Reise durch den kindlichen Körper – dem sie nunmehr so gerne helfen möchte?

Es bleibt weiterhin spannend und die nächsten Vorlese-Abende sind gerettet!

Mein Fazit:

Ich allerdings bin schon jetzt neugierig und blättere nicht nur weiter, sondern linse auch einmal ganz hinten ins Buch.

Zwar steht das Buch ein klitzekleines bisschen zu sehr im Zeichen des „Happy End“ – denn zwar haben wir mittlerweile einen Impfstoff, nicht aber ein heilendes Medikament – wie im Buch (hoffnungsvoll?) geschildert.

Toll aber finde ich, dass im Anschluss – neben der Geschichte – noch einmal kindgerecht geballtes Wissen über Viren und COVID-19 vermittelt wird!

Somit bleiben wirklich nicht mehr viele Fragen offen!

Nur EINE vielleicht:

Kann man SO Corona aka „Carolina“ überhaupt noch böse sein!? 😉

Bleibt gesund und viel Spaß beim Vorlesen!

Eure 

Alex

(*Werbung – bezahlt und beauftragt. Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Agentur mainwunder!)

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