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Und wieder hat Corona ALLE Pläne und einen Geburtstag vermasselt! Woche 3 mit Corona im Haus.

Als ich am Samstag meine kleine Blog- und Social-Media-Pause ankündigte, glaubte ich, Kraft und neue Energie für eine anstrengende, kommende Woche sammeln und schöpfen zu müssen.

Für eine „normale“ – wenn nicht sogar wunderschöne Ferien-Woche!

Zum damaligen Zeitpunkt noch immer laut Schnelltest Corona-positiv (das sollte ich auch bis einschließlich Tag 10 bleiben!) wähnte ich das Schreiben und stete Präsent-sein auf social media als zusätzliche Belastung!

Und bereitete mich gedanklich bereits auf zehrende und abwechslungsreiche Tage vor.

Denn schnell wollte ich wieder zu Kräften kommen, um alles was anstand stemmen zu können!

Um mit neuer Kraft, Tatendrang und einer großen Überraschung – einem wahnsinnig tollen Projekt – hier gegen Ende der Woche dann zurückzukehren.

Erstens kommt immer alles anders….und zweitens als Frau denkt!

Doch wie es im Leben nun einmal IMMER ist, kommt erstens alles anders und zweitens als Frau denkt!

Nur offenbar habe ich das mit meinem dreiundvierzig Jahren noch immer nicht begriffen! ;)

Noch immer in den eigenen vier Wänden isoliert und „eingesperrt“ schob ich an diesem Nachmittag gleich zwei Kuchen für das künftige Geburtstagskind in den Backofen!

Das Kind, welches seinerzeit auf dem Reiterhof zugange war.
Wo auch sonst. ;)

Denn mein mittleres Mädchen blieb ja als Einzige von uns Fünfen symptomfrei und negativ!

Dem Geburtstag und all‘ den anstehenden Plänen konnte also JETZT doch nichts mehr im Wege stehen!
Oder!?!

Den Hustenanfall des Mädels am Morgen schoben wir auf die Staub-aufwirbelnde Stallarbeit vom Vortag – unmöglich konnte sie sich infiziert haben!

Trug mein Kind doch seit Tagen FFP2-Maske in unserer Nähe und isolierte sich als Gesunde (!) einsam und alleine in ihrem Zimmer!

Um dies eben unter allen Umständen auch zu bleiben. Gesund.

So viel Mühe und Disziplin – Alles umsonst….

Und ich bewunderte sie so sehr um ihre Willenskraft und Stärke!

Sah zu diesem späten Zeitpunkt, nachdem drei Familienmitglieder bereits wieder negativ freigetestet waren, KEINE Gefahr mehr in Verzug.

Bis, ja bis mein Kind mir am Abend mit glasigen Augen einen Schnelltest unter die Nase hielt und – um Fassung ringend – damit wedelte.

Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte ich noch an einen Scherz.
War es aber nicht.

Leicht, ganz leicht zeichnete sich auch hier jener mistig-verfluchte zweite Strich ab, mit welchen wir schon in all‘ den Tagen zuvor zu Genüge Bekanntschaft machen durften.

Starker Husten und Temperatur gesellten sich innerhalb von Stunden ganz rasch hinzu.

Positiv – letzten Endes also alle Fünf!

Nun also hatte jenes verflucht-beschissene Virus tatsächlich alle Fünf von uns in die Mangel genommen.

Und während zwei noch warme Rührkuchen das gesamte Untergeschoss mit einem verheißungsvollen Duft durchströmten, sagte ich allen Geburtstagsgästen für Montag ab.

Wieder.

Ich trocknete im Anschluss Tränchen und kuschelte.

Und fast schien es, als fiele trotz all‘ jener großen Enttäuschung gleichermaßen ein großer Brocken Verantwortung von meinem Mädel ab.

Ein Brocken Verantwortung durfte endlich abfallen

Denn nun musste niemand mehr vorsichtig sein und Abstand halten.

Kein Mahl mehr sollte alleine und zurückgezogen in ihrem Zimmer eingenommen werden, kein Körperkontakt galt mehr als verboten und unbedingt zu vermeiden.

Lange Gespräche zwischen Familien-Mitgliedern konnten endlich wieder stattfinden.

Ja, mein Kind weinte viel an diesem Samstag-Abend, denn ein positiver Schnelltest und jenes beginnende Krankheitsgefühl nach so vielen Tagen Disziplin und Vorsicht – auf den aller-letzten Metern – frustriert und tut weh!

Sie würde nun keinen Geburtstag feiern können – gleich dem Bruder acht Tage zuvor – und auch das geliebte Pflegepferd nicht im Stall besuchen können.

Stattdessen durfte meine Tochter die Sommerferien nun mit Isolation und PCR-Test einläuten!

Das ist hart – und dennoch spürte ich ihre Erleichterung, endlich wieder in meinen Armen liegen zu dürfen und mir nach Herzenslust lange und ausgiebig von den Tagen zuvor auf dem Reiterhof berichten zu können.

Ich hatte mein Mädchen während meiner Isolation und Erkrankung vermisst!

Die Nähe, ihr Antlitz (klingt voll doof, aber sie verschwand nun einmal wahlweise in Zimmer oder auf dem Reiterhof um sich ja nicht zu infizieren!), das Leben als Familie.

Denn irgendwie war ja ein Teil von uns „iiih“ und „verseucht“ – ein anderer nicht.

Nun saßen wir alle zum ersten Mal seit Tagen wieder vereint am Abendbrot-Tisch.

Unter eigenartigen Umständen.

Da waren der Papa, Bruder und die Kleinste, welche sich nacheinander frisch freitesten konnten und wieder deutlich besser fühlten.

Und dann saß ich dabei – frustriert weil noch immer positiv und dezent lädiert von den letzten Tagen.
Darum bemüht, wieder zu Kräften zu kommen und entmutigt, was anstehende Pläne und ein ganz besonderes Projekt betraf.

Und nicht zuletzt saß da mein Kind.

Hustend und warm, traurig und enttäuscht.

Es war nun klar, dass ich in den folgenden Tagen weder Koffer-packen noch eine Geburtstagsparty würde ausrichten dürfen – und auch, dass abermals ein Familienmitglied seine Zeit in häuslicher Isolation verbringen sollte.

Woche 3 mit dem großen C im Haus sollte somit beginnen und bereits zu jenem Zeitpunkt fehlte mir das Schreiben sehr.
(Ihr habt doch nicht wirklich geglaubt, dass ich das hier lange durchziehe? ;) ) 

Weil es hilft, weil es heilt!

Weil es wichtig ist, auch von den unschönen Seiten des Familienlebens zu berichten!

Das hole ich hiermit nun nach! ;)

Sie sind zu Dritt – und das ist immer wieder schön! :)

Und dennoch, so unschön solche Ereignisse auch sein mögen, so durfte ich in den Tagen danach ebenfalls viel Zusammenhalt und Gemeinsamkeit beobachten.

Geschwister spielten und kuschelten miteinander (sie stritten, schrien und zankten gleichermaßen – aber darum geht es hier gerade nicht! ;) – ich bin froh, dass die Drei sich haben!

Gerade in einer Zeit wie dieser.

Denn ganz gleich ob Besuch vorbei kommen darf – oder wie jetzt gerade eben NICHT:

Zu Dritt sind sie nie alleine!

Und nunmehr alle erkrankt oder frisch auf dem Wege der Genesung, dürfen sie auf Tuchfüllung gehen!
(Oder solange rangeln und treten bis das Muttertier in mir mit lautem Gebrüll dazwischenfunkt!)

Und hin und wieder – in ganz magischen und wunderbaren Momenten (und sind sie noch so kurz! ;) ) hängen und hocken drei Kinder unterschiedlichsten Alters eben doch ganz einträchtig und friedlich aufeinander und fühlen sich somit eines ganz gewiss nicht:

Einsam und isoliert! :)

Eure 

Alex

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