8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52

66+

Bevor heute wichtige Entscheidungen und bahnbrechende Änderungen verkündet werden, muss ich doch noch einmal ganz schnell mit einem Blogbeitrag dazwischen grätschen!

Weil’s mich einfach gerade zu sehr beschäftigt und ein klitzekleines bisschen das Herz schwer macht – und die Äuglein feucht werden lässt.

Denn nicht alles war schlecht die vergangenen Wochen!

Wir waren gesund und hatten uns – für mich zwei kostbare Tatsachen, die es einfach nicht auszublenden gilt!
Das hat diese besondere Zeit nicht verdient!

Aber es gibt noch so viel mehr Dinge, die ich in einem neuen, alten Alltag schmerzlichst vermissen werde.

Hier meine ganz persönlichen acht Dinge: mehr „8 Dinge, die ich nach dem Lockdown vermissen werde – Corona-Tagebuch – Tag 52“

Nachrichtenflut: Dann haut Euch doch die Köpfe ein – Corona-Tagebuch – Tag 51

22+

Ich habe heute Gartenarbeit gemacht.
Dabei hasse ich Gartenarbeit.
Ehrlich!

Ich habe keine Ahnung, was mit Grünzeug aller Art anzustellen ist und welches davon es zu eliminieren – oder lieber zu hegen und pflegen gilt.
Pflanzen werden von mir entweder ersäuft – oder sterben eines kläglichen Dürre-Todes.

Und pflanze ich einmal mit den Kindern im Hochbeet etwas an, wachsen und gedeihen Blätter eigenartigen Ursprungs deren Identifikation mir – zumindest bis dato – schier unmöglich ist! 😉

Ich entscheide lediglich nach Optik, welches Kraut milde von mir übersehen und welches energisch aus Fugen und Mulch gerupft wird – und ebenso planlos gehe ich üblicherweise mit der Garten-Schere vor.

Heute aber bin ich besonders tatkräftig im Umgang mit der Schere.

Ohne Sinn und Verstand fuchtele ich um mich,  kürze und stopfe Zweige in die Bio-Tonne.

Warum aber mache ich das?

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I just want to be ok today – Unser Wochenende – Corona-Tagebuch – Tag 48&49

16+

Samstag

Es war früher meine persönliche Horror-Vorstellung.
Äußerte der Gatte den Vorschlag, doch einmal einen einzigen Sommer mit dem Urlaub zu Fünft auszusetzen, war ich diejenige, die sich vehement wehrte!

Und sich meistens auch durchsetzen konnte. 😉

Sechs Wochen Sommerferien nur zu Hause? Undenkbar!

Furchtbar öde, eintönig, bedrückend – und gewiss unendlich zähfließend!
So stellte ich mir eine solche Zeit vor.

Und was sollte aus den Kindern werden?
Sechs Wochen nur zu Hause?
Das geht doch gar nicht!

Und aus mir?

Wäre das Fernweh nicht unerträglich?  mehr „I just want to be ok today – Unser Wochenende – Corona-Tagebuch – Tag 48&49“

Ich will doch nur nicht durchdrehen – Corona-Tagebuch – Tag 46

34+

Mein vorletzter Text hier auf diesem Blog bekam unfassbar viel Zuspruch.
Wenngleich ich die Veröffentlichung jener völlig eigenen Gedanken und Empfindungen zu dieser ganz und gar eigenartigen Zeit zuvor so sehr fürchtete.

Ich bekam private, liebevolle Nachrichten.
(Danke dafür!!!)

Nachrichten, in denen mir Frauen dafür dankten, ihnen so sehr aus der Seele zu schreiben.

Anerkennung war ebenfalls dabei, gefolgt von vielen, vielen „Daumen hoch’s“ und Herzen.
Insbesondere auf anderen Plattformen, auf welchen der Artikel ebenfalls vertreten war.

Doch wer eine Meinung kundtut, muss – gerade auf den sozialen Netzwerken – auch mit übelsten Anfeindungen und Beschimpfungen zurecht kommen.
Das ist so – und leider nicht wirklich meine größte Stärke.

Ganz im Gegenteil:

Ich nehme mir Worte und abfällige Kommentare sehr zu Herzen.

So sehr, dass… mehr „Ich will doch nur nicht durchdrehen – Corona-Tagebuch – Tag 46“

Geiler wird’s nicht mehr – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 41 & 42

21+

Schwer fallen die müden Augenlider immer wieder zu.
Doch noch kämpfe ich.
Schließlich muss ich ja die Lage checken.

Ich blinzle also angestrengt und stelle fest:

„Aha. Sie hat wohl ihr Leben noch immer nicht im Griff“

Getrost kann ich also weiter dösen.

Hin und wieder zucken Bilder vor den eigenen Augen auf – und ich beobachte die leicht alternativ angehauchte, unfrisierte Mittzwanzigerin beim Scheitern und Stolpern während ihrem Weg durch ein verkorkstes, Alkohol-durchtränktes und Nikotin-umnebeltes Leben.

Es ist weit nach Mitternacht und ich möchte Zeit für mich haben!

Endlich will ich alleine auf der Couch liegen dürfen und hemmungslos netflixen.

Nach einem langen Tag, an dem ich nur funktionierte (dazwischen hin und wieder ausgiebig schrie und motzte) – und das eigene Ich dabei ganz tief in Vergessenheit geriet.

Wie so oft in dieser eigenartigen Zeit. mehr „Geiler wird’s nicht mehr – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 41 & 42“

Reizüberflutet – #CoronaEltern: Hört auf zu meckern – Corona-Tagebuch – Tag 37

98+

„Schuhu! Schuhu!“
„Kuck mal Mama wie meine Eule fliegen kann!“
„Schau, gleich fliegt sie die Treppe runter!“
„Kuck! Kuhuuuck!“

Sekunden später flattert geschnippeltes und geklebtes Papier im Eiltempo in’s Untergeschoss.

„Ja, ja, voll schön!“

höre ich mich hastig murmeln, ohne wirklich hinzukucken.
Und das tut mir leid.
Aber ich kann gerade nicht.
Denn ich werde unterbrochen.

„Mamaaa!“
„Du musst mir mal mit der Aufgabe hier helfen“

Die große Tochter hockt am Schreibtisch und braucht kurz Hilfestellung.
Das braucht sie meistens auch wirklich nur kurz – und dennoch stöhne ich entnervt auf.
Das tut mir ebenfalls leid.

Zwei Zimmer weiter höre ich einen wütenden Aufschrei – und die Faust des Sohnes haut frustriert auf den Tisch.
Und ich zucke beim Geräusch zusammen.
Das Lyrics-Programm für den Englisch-Unterricht funktioniert nicht.
Wir blöken uns daraufhin gegenseitig an – und es tut mir leid.

„Du darfst nicht so gereizt sein, das färbt alles auf die Kinder ab“

höre ich den Gatten sagen.

Ich atme und zähle.
Schließe die Augen und wünsche mich an einen anderen Ort. Ganz weit weg von allen.

Ich fühle mich Reiz-überflutet!

Heute fühle ich mich eigenartig aggressiv und Reiz-überflutet. mehr „Reizüberflutet – #CoronaEltern: Hört auf zu meckern – Corona-Tagebuch – Tag 37“

Pusteblumen-Zeit – Abschied & Neubeginn – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 34 & 35

18+

Samstag

(wem der Text nun gleich ein wenig zu schwulstig und gefühlsgeladen erscheinen mag, den kann ich sehr gut verstehen –  im Nachhinein.
In einem solchen Fall empfehle ich das Scrollen nach gaaanz unten – bis zum P.P.S.! 😉 ) 

Es ist wieder die Zeit der Pusteblumen.
Wenn Bäume in hellstem Grün erstrahlen und aus saftig gelbem Löwenzahn hauchzarte, flauschige Fallschirmchen werden, dann ist dies für Viele eine ganz besondere Zeit.

Der Frühling erwacht (immer noch 😉 ) und erste warme Sonnenstrahlen locken uns nach draußen in die Natur.
Lassen Sorgen und Trübsal vergessen – und auf einen unvergesslichen, traumhaft sonnigen Sommer hoffen.

In diesen Tagen einmal mehr denn je!

Pusteblumen-Zeit – sich endlich wieder draußen bewegen und auf neue Wege und Abenteuer begeben.
Wachsen an neuen Herausforderungen und über sich selbst hinaus.

Pusteblumen-Zeit – schöne Dinge begrüßen und Frieden mit Vergangenem schließen.
Das Dunkel und Triste des Winters hinter sich lassen und voller Zuversicht nach vorne blicken.

Für mich bedeutet diese Zeit aber noch so viel mehr. mehr „Pusteblumen-Zeit – Abschied & Neubeginn – unser Wochenende – Corona-Tagebuch Tag 34 & 35“

Wofür aufstehen? – Corona-Tagebuch – Tag 33

14+

„Wofür?“

nuschelt das verschlafene Kind neben mir im Bett.

Und ich kann ihr die Frage gar nicht verdenken.

Ich habe bereits die Jalousien hochgefahren, Sonnenstrahlen fallen sanft auf das zarte Gesicht und lassen wilde Locken goldblond glänzen. Äuglein sind noch dicht hinter langen Wimpern verschlossen und Wangen glühen rosig ob der heimeligen Bettwärme.
Ich möchte das Kind wecken und erhalte jene Frage auf meine Aufforderung, jetzt aufzustehen. 

Ja, wozu dieser Tage aufstehen?

Nicht selten ertappte ich mich selbst während der vergangenen Wochen, hörte mich gedanklich genau diese Frage stellen.

Wenn doch nix und niemand so wirklich auf einen wartet?

Wenn ein blödes Virus, der unsichtbare „Feind“, den wir weder sehen noch (be-)greifen können, in der Welt „da draußen“ sein Unheil treibt?

Warum und Wofür dann sollten wir überhaupt die warmen Federn verlassen? mehr „Wofür aufstehen? – Corona-Tagebuch – Tag 33“

Alles negativ – das Testergebnis – Corona-Tagebuch – Tag 30

34+

Ich könnte hier an dieser Stelle natürlich den Spannungsbogen aufbauen und ganz weit ausholen.
Doch will ich das nicht.

Denn so sehr mich Eure Wünsche und Kommentare in der letzten Woche berührten (Ganz lieben Dank dafür!!!), so war ich gleichermaßen auf eine bedrückende Art und Weise erstaunt.

Erstaunt darüber, wie erst eine solche Situation, ein derartiges Thema, Zahlen auf meinem Blog in die Höhe sprießen lies.
Und der Statistik einen lang ausgebliebenen Boost verlieh.

Denn ich setze mich weder gerne in Szene noch in den Mittelpunkt.

Wenngleich ich in meinen Texten ganz offensichtlich hier und da gerne die Drama-Queen spiele. 
Worst-Case-Gedanken sind eine meiner Spezialitäten, nennt mich auch gerne wahre Meisterin darin. 😉

Doch schildere ich hier nun einmal stets offen und ehrlich meine ganz eigenen Gedanken und die gerade in jenem Moment vorherrschenden Gefühle.
Dass ich damit eine gewisse Sensations-Neugierde fütterte, erschrak mich ehrlich gesagt ein wenig.

Daher hier nun gleich zu Beginn:

mehr „Alles negativ – das Testergebnis – Corona-Tagebuch – Tag 30“

Meine Krise kommt erst noch – Corona-Tagebuch – Tag 29

26+

„Dann ist doch alles gut!“

schrieb mir heute eine liebe Blogger-Kollegin, als ich ihr mitteilte, dass ich zwar noch kein Corona-Testergebnis erhalten hätte, mich aber soweit gut fühle.

Es ist eine liebe, tolle Frau und ich schätze sie sehr, insbesondere wegen ihres Frohsinns und Lebensmutes.
Denn um ehrlich zu sein:
Es fühlt sich für mich einfach nicht alles gut an!

Nichts ist für mich gefühlt gerade gut.

Der gestrige Oster-Sonntag war wunderschön, genau so wie ich es mir wünschte.

Er war mein Aufhänger, der Tag, der mich hochziehen sollte und dem ich entgegenfieberte.
Denn meinen Kindern trotz aller Umstände ein fröhliches Oster-Fest ermöglichen zu können war eine Aufgabe.
Meine Aufgabe, die ich von Herzen gerne erfüllte und die mich selbst aus den tiefsten Tiefen ziehen sollte.

Das gelang auch.

Heute bin ich traurig, friere und fröstele

Heute schlug das Wetter um. mehr „Meine Krise kommt erst noch – Corona-Tagebuch – Tag 29“