Raus an den See! – Unser WiB 28./29.09.19

11+

Samstag. Wie wild strampeln die kleinen Beinchen und das grüne Kinderfahrrad saust an uns vorbei.
Über feuchten Waldboden und erste bunte Blätter, so schnell, dass ich nur noch schemenhaft das blonde Mädchen den langen Pfad entlang radeln sehe.
Denn heute bin ich nicht alleine, muss den Weg nicht im Alleingang bestreiten, sondern habe zwei meiner liebsten Menschen bei mir!
Und ich bin sooo stolz!

Glaubte ich Minuten vorher noch einen mehr als lockeren Lauf, der einem Spaziergang ähneln könnte, vor mir zu haben, so merke ich jetzt, wie ich langsam warm werde.
Ja, noch nicht einmal drosseln muss ich mein Tempo!
Wir harmonieren prima zusammen, die Kleinste auf dem Rädchen, der Gatte wenige Meter hinter mir und ich.

Sport mit Kindern geht!

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Manege frei – Gedanken aus! Ein Abend im Zirkus Krone

20+

(Werbung für gemeinsame Erinnerungen – selbst zusammengespart und finanziert)
Warum gehen Menschen in den Zirkus?

Nun, ganz pragmatisch beantwortet könne man(n) sagen der reinen Unterhaltung wegen.
Oder gar um alte Kindheitserinnerungen wieder aufleben zu lassen.
Wer fühlt sich nicht beim Geruch von Popcorn und Sägemehl in alte Zeiten versetzt – und plötzlich wieder ganz klein und lebendig?

Wer kann dann die leichte Vorfreude und Aufregung leugnen, die uns beim Eintritt in diese ganz und gar andere und fremde Welt wie ein leichter Schauer überläuft?
Und die Hoffnung, für eine gewisse Zeit in eine andere Realität versetzt zu werden?

Nun, ich wäre nicht ich, würde ich hier an dieser Stelle nicht noch viel tiefer gehen wollen.

Ja, es ist der Wunsch nach einer anderen Realität auf Zeit, der uns auf die rot-samtenen Stühle lockt.
Möchten wir nicht bewusst ab und an in andere Welten entführt werden, zum Träumen und Staunen gezwungen, um über die ganz eigene Wirklichkeit für einen Moment nicht nachdenken zu müssen?
Sei es, weil sie gerade zu sehr schmerzt – oder weil wir uns nun an einem Ort befinden, der Alltags-Gedanken nicht zulassen möchte!

Ich kann nicht gleichzeitig in die Welt der Fabelwesen eintauchen, und dennoch darüber nachdenken, was im echten Leben gerade alles schief läuft – und ich nicht so funktioniere, wie ich es gerne möchte.
Das will ich auch gar nicht!

Die Manege ist ein Ort, der mich gefälligst fesseln und mitreißen soll!

Und das gelingt hier im Zirkus Krone mehr als erhofft! mehr „Manege frei – Gedanken aus! Ein Abend im Zirkus Krone“

Von Berufs wegen Mutter

22+

Ich habe mich verloren in letzter Zeit.
Erneut.
So glücklich ich das vergangene Wochenende auch war, so sehr ich die letzten warmen Spät-Sommertage genießen konnte und ich meine eigene Familie aus tiefstem Herzen liebe – fühle ich mich dieser Tage dennoch nicht vollständig.

Abermals fühle ich mich rastlos auf der Suche.
Nach Lösungen, Mitteln und neuen Wegen.
Neue Herzens-Wünsche keimen in mir auf, welche ich allein aus rationalen Gründen verdrängen und für immer verbannen sollte.
Zweifel tun sich auf und mein seit jeher wackeliges Gerüst des Selbstwertgefühls schwankt kläglich in den ersten Herbststürmen hin und her.

Noch versuche ich die Balance zu halten, fange Karten eines instabilen Kartenhäuschens wieder auf – und kitte zerbrochene Träume.
Noch versuche ich mit aufrechtem Gang und geraden Schultern meinen ganz eigenen Rucksack zu tragen und immer stoisch nach vorne zu schauen.
Und stolpere mindestens einmal im Monat über garstige Wurzeln, werde von mir selbst ausgebremst – und muss mit Tränchen in den Augen auf dem alten Baumstumpf Rast machen.
(Sorry! Not Sorry- steh‘ irgendwie auf diese Waldweg-Metaphern! 😉 ).

Wer bin ich und was will ich? mehr „Von Berufs wegen Mutter“

Kreidebleich & Käseblass 2.0 – Unser Wochenende in Bildern 21./22.09.

12+

Freitag

Das Wochenende startet bereits Freitag-Nachmittag mit einem wunderbaren Klassen-Grillfest des Sohnes in der goldenen Spätsommer-Sonne!
Ich liebe diese Farben, das warme Licht – und so verweile ich für einen Moment ganz alleine in der Sonne, genieße Wärme, Luft und das fast schon herbstliche Farbenspiel der Natur.
Das klingt nun furchtbar schwülstig und schleimig, muss ich aber genau so schreiben, denn allein dieser Freitag-Nachmittag fühlt sich einfach wunderbar an!
Wie schön es ist zu beobachten, dass nach der Klassenfahrt vor ein paar Wochen ein gewisser Zusammenhalt unter den Kindern entstanden ist! All‘ die Sorgen und beängstigenden Gedanken des vergangenen Winters scheinen vorerst vorüber.
Ich beobachte Fast-Teens friedlich zusammen sitzen, Songs hören und Dinge miteinander machen, von denen ich zwar wenig Ahnung habe, die mir aber signalisieren, dass derzeit alles gut – und der Sohn glücklich in seiner Gymnasium-Klasse ist!
Auch ich genieße später den netten Plausch mit den anderen Mit-Muttis – und nicht zuletzt das leckere Grillfleisch!
(Und trotz der Tatsache, dass bereits Mitte September ist, haben wir dieses noch immer nicht über 😉 ). mehr „Kreidebleich & Käseblass 2.0 – Unser Wochenende in Bildern 21./22.09.“

Wie ist das eigentlich so in der Kinderklinik?

15+

...gar nicht mal so schlecht.
Es gibt Orte, die würden nicht gleich auf Anhieb den Eindruck erwecken, jemals vermisst zu werden, sind die Kinder erst einmal groß geworden.
Doch für mich gehört die Kinderklinik dazu (und jetzt nennt mich gerne bekloppt!).

Denn was ich in meinem Wochenende in Bildern nicht berichtete:
Es war bereits mein achter (?) Aufenthalt in der Kinderklinik der Heimatstadt!

Ja, wir suchten keinen allzu fremden Ort auf, die mittlere Tochter und ich, am vergangenen Samstag.
Und möglicherweise war dies ebenfalls einer der vielen Gründe, die mich dazu bewegten einzuwilligen – und auf Empfehlung der netten Ärztin die Nacht dort zu verbringen.

Ich wusste genau, was mich erwarten würde, was zu tun oder gegebenenfalls zu lassen wäre.
Ich besuchte einen vertrauten Ort, an dem ich bereits mehrere Nächte schlief – oder eben auch durchwachte.
Eine Zeit lang fühlte ich mich als Dauergast, hätte mich gern mit jeder Schwester auf Station angefreundet und die schicken Badeschlappen gleich da gelassen.

Und jetzt – mit einem bisschen Abstand – jetzt nach all‘ den blöden Tagen der vergangenen zwei Wochen –  jetzt wo alle drei Kinder wieder fit, gesund in Schule und Kita sind, jetzt möchte ich bei einem Gläschen Wein einmal meine Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema Kinderklinik sammeln. mehr „Wie ist das eigentlich so in der Kinderklinik?“

One Night in Kinderklinik – unser Wochenende in Bildern 14./15.09.

10+

Samstag

Mit schmerzverzerrtem Gesicht und rasenden Kopfschmerzen wacht die mittlere Tochter auf – und jegliche Hoffnung, das Kind befände sich endlich auf dem Weg der Besserung wird somit garstig im Keim erstickt.
Mist! Ich fühle mich elendig, leide mit dem Kind mit und bete, dass nicht auch noch das Fieber wieder kehrt.

Wenige Stunden später soll sich jedoch genau eben diese Befürchtung bewahrheiten. mehr „One Night in Kinderklinik – unser Wochenende in Bildern 14./15.09.“

Wenn das Kind krank ist – wie geht’s dann der Mama?

20+

Samstag Mittag.
Es geht ihr noch immer nicht gut und das beunruhigt mich sehr.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht und Tränen in den Augen klagt die mittlere Tochter über starke Kopfschmerzen und ich spüre regelrecht ihre Verzweiflung.
Blicke in hilflose Augen, die gestern noch strahlten ob der Vermutung endlich auf dem Weg der Genesung zu sein.

Raus wolle sie kurz, mal frische Luft schnappen, so hatte sie mir am gestrigen Tag verkündet.
Und da mein Kind endlich auch meiner Einschätzung nach auf dem Weg der Besserung schien, ließ ich sie ziehen.
In den eigenen Garten zum gemächlichen Umherstreifen wie ich annahm.

Gefunden hatte ich meine Tochter dann zu Einbruch der Dunkelheit in Nachbars-Garten.
Beim ausgelassenen Schaukeln versteht sich.

Und ich war zornig! mehr „Wenn das Kind krank ist – wie geht’s dann der Mama?“

Die Welt steht Kopf – und dreht sich heute ohne uns weiter

17+

Es ist das erste Mal seit Sonntag.
Das erste Mal seit Sonntag finde ich die Gelegenheit, den Laptop aufzuklappen und zu versuchen, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Wohin dieser Text führt?
Ich weiß es auch noch gar nicht.

Vielmehr jedoch weiß ich, dass es ein unheilbares Wirrwarr an Gefühlen und Gedanken war, welches mich daran hinderte, einen neuen Beitrag zu verfassen.
Die vergangenen Tage stand die Welt mal wieder ein klitzekleines bisschen Kopf.
So sehr, dass ich beschäftigt und besorgt von einem Ort zum Anderen eilen musste – und an gelöstes Durchatmen nicht zu denken war.

Und heute?
Heute sperre ich sie ein bisschen aus, die Welt da draußen.
Wir können nicht mehr und wollen heute auch mal nicht mehr.
Bockig verschränken wir heute die Arme, ziehen die Bremse, kuscheln uns in die Kissen und lassen die Welt da draußen sich ohne uns weiter drehen.
Weil das auch mal sein muss und dann auch mal geht! Verflixt! 😉

Wenn das Kind krank ist

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Unser (Geburtstags-) Wochenende in Bildern 07./08.09.

17+

Von unserem gestrigen Kindergeburtstag im Indoor-Spielplatz berichtete ich bereits hier ausführlich.
Daher heute nun noch „ganz kurz und flott“ unser gesamtes (Geburtstags-) Wochenende in Bildern!
Viel Spaß! 🙂

Samstag

Mein Baby wird groß und die Kleinste feiert heute ihren 6. Geburtstag!
Zum Frühstück gib’s ober-gesunde Schokokuss-Torte – und noch gesünderen Zitronenkuchen!
Und einen Roller – des Eisengehaltes wegen!
Zumindest äußert die Kleinste im Nachhinein wiederholt mit vollster Begeisterung, dass es am Morgen zum Frühstück einen niegel-nagel-neuen Roller gab! Yummy! 😉

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Kinderparty im Indoor-Spielplatz: Hüpfburg-Hölle oder erholsamer Segen?

16+

Samstag. Der muffig-süßliche Geruch steigt mir in die Nase und lässt alte Erinnerungen aufkommen.
I’ve been down this road before – inhalierte den gleichen Gestank, sah den verschmierten Fussboden, welchen man tunlichst niemals in Socken (oder gar barfuss!) berühren sollte und sichtete zerknüllte Papierhandtücher in überquellenden Mülleimern – sowie leere Papprollen an den dafür vorgesehenen Halterungen.
Und auch jetzt sehe ich  Schmiere und Dreck – und spüre förmlich mit jeder Faser des eigenen Körpers Keime, Viren und Bakterien vor hellster Freude auf und ab hüpfen!
So wie es deren künftige Wirte ein Stockwerk höher ebenfalls ausgelassen und begeistert tun.

Ja, als wir das letzte Mal vor etwas mehr als zwei Jahren hier waren, bescherte uns der Aufenthalt einen verkorksten Kroatien-Aufenthalt.
Ein Sommerurlaub, welcher zum großen Teil aus hoch fiebernden, teilnahmslosen Kindern auf der Liege unter Schatten-spendenden Pinien-Bäumen bestand.

Und ja, mein aktueller Aufenthaltsort ist nix für empfindliche Gemüter und verkappte Hypochonder! 😉

Doch jetzt gerade?
Steh‘ ich mit drei Mädels in der Warteschlange und lächel dümmlich vor mich hin!
So what!
Es kommt wie es kommt!

Und schmunzelnd beobachte ich eine andere Mutter.
Hier auf der Damen-Toilette des überdimensionalen Indoor-Spielplatzes.

Wie sie verzweifelt Klopapier sucht – und panisch Gäste-Kinder nach der Konsistenz des soeben Ausgeschiedenen befragt.
Ich spüre förmlich ihre Gedanken („Herr! Lass es jetzt bitte, bitte nicht Groß sein!“ 😉 ).
Ich sehe die Schweißperlen auf der Stirn, als sie bereits das fünfte Mädchen daran erinnert, sich die Hände zu waschen und zu schütteln, statt die zarten Gliedmaßen in den bedrohlich lauten Heißluft-Handtrockner zu stecken.
Fünfzehn Kinder habe sie heute dabei, erfahre ich (ja, wir stehen lange in der Schlange!) und kann mir ein zynisches Zucken um die Mundwinkel kaum verbergen.
Selbst schuld, hi hi!

Ich hingegen bin mit insgesamt sieben Kindern hier, von denen allerdings drei die ganz eigenen sind.
Easy Peasy also! 😉

Warum aber bin ich hier, wenn der einleitende versteckte Unterton doch vermuten lässt, niemals allzu begeistert von der lauten, stinkigen „Keim-Schleuder“ zu sein?
Warum feiern wir ausgerechnet hier den sechsten Geburtstag der kleinsten Tochter?

Weil sich es sich von Herzen wünschte! Punkt! mehr „Kinderparty im Indoor-Spielplatz: Hüpfburg-Hölle oder erholsamer Segen?“