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Die Illussion vom langen, freien Wochenende – Warum wir immer wieder drauf reinfallen! ;) #mentalload #haushalt #familienleben #wib

Lange Wochenenden und Brückentage klingen immer so verlockend!

In meinem Geiste lassen sie die schönsten Vorstellungen tanzen. Und sie zaubern mir stets Mittwochs-Abends ein verblendetes Schmunzeln ins Gesicht.

Ja, ich freu’ mich immer richtig drauf!!!

Ich freue mich ob all’ der Möglichkeiten, die man als Familie an vier “freien” Tagen doch “hätte“! All’ die tollen Optionen!

Und ich male mir aus, wie hübsch und nett sich diese geschenkten Tage gestalten lassen!

Nicht selten aber sitze ich an einem Montag-Vormittag da – und hocke auf dem Boden der Tatsachen.
(Buchstäblich! In meinem Schoß schlummert eine Hündin und schnaubt zum Dahinschmelzen!)

Denn JA! Ich blicke auf ein langes Wochenende zurück!

Und ich hatte meine liebsten Menschen an meiner Seite – vier ganze Tage lang. Das war schön und in einigen Momenten auch gemütlich!

Vielmehr als das konnte ich gestern Nachmittag für wenige Stunden sogar meine liebste Freundin mit Family in die Arme schließen. Und das war wirklich ein nettes Highlight dieser “Mini-Auszeit“, die wir uns stets vor langen Wochenenden versprechen.

Und dennoch musste ich – wie schon oft – ernüchtert feststellen, dass lange Wochenenden weder die erhoffte Erholung mit sich bringen noch die schönsten und buntesten Bilder auf’s Handy zaubern oder gar traumhafte Erinnerungen schaffen.

Lange Wochenenden sind oft auch nur Alltag

Manchmal findet an langen Wochenenden einfach nur unser “langweiliges” Familien-Leben und irgendwie auch nur Alltag statt.

Und wisst Ihr was!? Das ist vollkommen OK!

Auch dazu sind diese Tage da!

Sie sind dazu da, Liegengebliebenes endlich aufzuarbeiten und auch um sich um Heim und Garten zu kümmern!
(Man kann es ja nicht ständig ignorieren und ausblenden. 😉 ) 

Lange Familienwochenenden bestehen nicht nur aus Spontan-Ausflügen in den Freizeitpark und Kurzreisen an den See oder gar in die Berge oder an’s Meer.

Denn – Überraschung – sollte man diesen Gelüsten stets frönen, dann ist eine Familie spätestens Ende Juni pleite! 😉

Oder aber der Ausflug zum See wäre beispielsweise Donnerstag ein mehr als nasses Unterfangen geworden…

In meiner Vorstellung also träumte ich von Wanderungen bei schönstem Sonnenschein oder gar dem Holzhaus am Badesee mit eigenem Steg, ummantelt von Schilf nebst traumhaften Sonnenuntergang.

(Ok – Muddi – jetzt geht’s wieder mit Dir durch!)

Oder ich träumte von der Überraschungs-Flugreise in eine spannende, europäische Großstadt (größenwahnsinnig kann ich! 😉 ).

Ich dachte an Grillrestaurants und Achterbahnen, Ausflüge ins Grüne, an das Buch, welches seit Oktober (!!!!) ungelesen im Regal steht und an Tiefenentspannung und Erholung (ahahahaha).

Alle sind daheim, alle haben Hunger und machen Dreck! 😉

Stattdessen aber lief zwischen Donnerstag und Sonntag die Spülmaschine ganz elf Mal!

Und ich verbrachte so viel mehr Zeit in meiner Küche als an anderen Tagen.

Denn sind fünf Menschen bei absolutem Scheißwetter 24/7 zu Hause, dann hat ständig wer Hunger oder kocht sich irgendetwas – und möchte kulinarisch versorgt, verpflegt und betüddelt werden. Und das – liebe Leute – NERVT!

Ich verbrachte also einen Großteil des freien, langen Wochenendes mit Räumen und Wischen und Müll-entleeren, Fett beseitigen und Kühlschrank sortieren – vom Kochen ganz abgesehen.
(Und auch davon einmal abgesehen, dass ein Großteil der genannten Aufgaben eigentlich gar nicht meine sind! Eigentlich…)

Ich bemühte mich am freien Wochenende also einfach weiter, dass die wichtigsten Kästen im Hause einer Familie (Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner) laufen. Und dass sie ihren wichtigen Diensten nachkommen, statt unerwartet vielleicht auch noch den Geist aufzugeben. (Grande Katastrophe!)

Das tat stattdessen aber Samstag das Abflussrohr in unserer Küche – wieder einmal.

Denn dass das Spülmaschinen-Wasser stinkend in der Spüle steht und mir fröhlich zuwinkt, ist vielleicht nicht ganz so optimal. Wir riefen den Kanal-Notdienst (heißen die so?).

Das lange Wochenende brachte uns also auch eine komplette Kanalreinigung (mit viel Wischen in Küche und Hausflur im Anschluss – Ihr versteht), kostete einmal wieder mehr als geplant und offenbarte die Erkenntnis, dass damals beim Hausbau falsche Rohre verlegt wurden. (Na super!)

Das lange Wochenende ließ uns ein Auto, das verkauft werden soll, schrubben und Rasenkanten mähen und Wäsche zusammenlegen, weil auch solche Dinge wollen endlich mal erledigt werden.

Ich saß vor Papierkram, während draußen Starkregen und Hagelkörner auf die Terrassen-Fliesen prasselten und wir bugsierten einen vollen Einkaufswagen durch Supermarkt-Regale.

Trotzdem schön! 🙂

Und DAS ist einfach die Realität!

Vielleicht sollte ich erst gar nicht anfangen mit den Vorstellung vom langen Wochenende in meinem Geiste!

Vielleicht sollte ich nicht immer denken, dass andere Familien dann DIE Zeit ihres Lebens haben.
(Haben sie nicht immer – und ihr solltet das auch nicht denken!)

Und ganz vielleicht gilt es einfach, die Dinge so hinzunehmen, wie sie kommen – und sich an den kleinen Momenten zu erfreuen!

Und davon gab es auch an einem solch verregneten und eigentlich ganz gewöhnlichen langen Wochenende einige! 🙂

Samstag
Sonntag

Kommt gut in die neue Woche!

(Und wie immer – mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe)

Eure 



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