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All die verschenkte Zeit – Von Gewitterwolken trotz Sonnenschein, Gegenwind & dem Sturm in mir – Unser #wib 20./21.06.

Wisst Ihr, was mich manchmal traurig macht? All’ die Zeit, die ich in meinem Kopf verbracht habe.

All die Sommertage, an welchen dunkle Wolken im Inneren tiefblauen Himmel und Sonnenschein trübten – und einen Schleier über Leichtigkeit und Freude legten.

Ich bin traurig um all die Zeit, in welcher ich mich fragte, was ich wohl falsch gemacht habe. Zeit, in der ich Fehler in und bei mir selbst suchte.

Es sind die vielen Stunden und Minuten, in welchen Tränchen liefen. Weil ich mich als Fail sah, als nerviger Mensch, als jemand, mit dem man nichts zu tun haben möchte.

Es sind die Fragen, auf die es ohnehin niemals Antworten gab.

Und es ist die Verzweiflung und diese ganze Mühe um Freundschaft und Sympathie, die viele Anstrengung und die Erschöpfung, welche diese Suche nach Verbindungen und Antworten mit sich brachte.

Das hat so sehr geschmerzt und mir so viel wichtige Lebenszeit geraubt!

Zeit, die ich hätte noch mehr mit meinen Kindern verbringen können!!!

Zeit, in welcher ich hätte besser zuhören und noch viel mehr hätte “da” sein können!

Wären die Stimmen im Kopf nicht so laut gewesen und hätten stetig dazwischen gequasselt.

Manchmal kann man tote Pflanzen nicht mehr gießen

Es tut mir (für mich!!!!) so sehr leid, dass ich kämpfte und hoffte – und immer wieder Erklärungen und Entschuldigungen für das Verhalten Anderer fand.

Immer sah ich die Schuld einzig und allein bei mir.

Dabei geht es vielleicht noch nicht einmal um “Schuld“. Sie spielt keine Rolle.

Manchmal ist man für Menschen einfach uninteressant und kann sich nicht in deren Kopf und Welt einfügen.

Manchmal ist man einfach übersehen und vergessen. Und man spielt keine Rolle.

Und auch ist dann nicht mangelnde Zeit der Grund, der ist höchstens vorgeschoben.

Man selbst ist der anderen Person einfach nicht bedeutend und wichtig genug. Punkt.

Das zu realisieren tut unfassbar weh. Aber es öffnet auch die Augen und sorgt in Zukunft hoffentlich dafür, verbleibende Lebenszeit und Zeit mit unseren Liebsten wertvoller einzusetzen.

Wer zu sehr bemüht und denkt, der verliert

Denn ist man zu sehr um Freundschaft bemüht und möchte man zu sehr gemocht werden, dann bewirkt das genau das Gegenteil:

Man verliert. Man verliert an die Cooleren, an die Lustigeren an die Lässigeren.

Die meisten Menschen haben keine Zeit für diejenigen mit den vielen Gefühlen und den tiefen Gedanken – für die “Jammerlappen” und die “Depressionisten“.

Die möchte man nicht in seinem eigenen Leben haben. Denn das eigene Leben ist schon kompliziert genug.

Das belastet on top. Das will doch keiner!

Ich habe einmal von der Depression als “Arschloch-Filter” gelesen.

Das ist ein harter Begriff und definitiv nicht meiner. Auch weiß ich nicht, ob ich depressiv bin oder was mich plagt – zu viele Gedanken, Dinge aus der Kindheit.

Aber geht es einem nicht allzu gut, wird man zu anhänglich, vertraut zu viel und ist zu sehr präsent, dann bleiben nur wenige Menschen.

Das ist sehr, sehr traurig. Aber – so wie es aussieht –  leider wahr.

Dunkle Wolken trotz Sonnenschein

Ich habe an diesem Wochenende sehr viel über genau solche Dinge nachgedacht.

Ich wünschte, ich könnte den Schalter zum Eliminieren meiner ganz eigenen Gedanken finden.

Das kann ich aber nicht.

Ich kann nur immer wieder – zurück auf Start – versuchen an mich und meinen Wert als Frau und Mensch zu glauben. Und ich kann jedem Tag eine neue Chance geben.

Kann nur mir ganz feste vornehmen, weniger zu denken und zuversichtlicher und mutiger und vor allem mit so viel mehr Stolz und Selbstwertgefühl durch’s Leben zu gehen.

Und auch wenn dieses Vorhaben für so manch zwischenmenschliche Beziehung, in welche ich so viel Herz investierte, zu spät kommt, weil nun Andere interessant und wertvoller sind, so ist es keinen Tag zu spät.

Es tut mir leid um all’ die Zeit, die ich verschenkte und dabei diejenigen übersah, die noch an meiner Seite blieben und wirklich, wirklich für mich da sind!

Ich habe ihnen teils Unrecht getan – mit dem Kopf zu sehr in den Gewitterwolken, mit der Anstrengung nach Dingen, die nun einmal nicht sind.

Ich habe vor den Kopf gestoßen und die wahren Gefährten übersehen.

Und ich habe auch teils vor lauter Kummer und Nachdenken, Zeit mit meinen Kindern verschenkt.

Das stößt mir manchmal auf und tut messerscharf weh!!!

Das lässt mich voller Reue und Tränen zurück.

Niemand sollte um Freundschaft & Sympathie kämpfen müssen

Was bleibt, ist mir selbst zu verzeihen und mir treu zu bleiben.

Das möchte ich doch auch meinen Kindern vorleben!!!

Niemand sollte um Freundschaft und Liebe kämpfen und sich beweisen müssen.

Es sollte leicht und schön sein!

Niemand sollte sich verbiegen und verstellen müssen, um “gut genug” zu sein, um gesehen und akzeptiert zu werden.

Auch wenn das kleine Kind von früher, das da im Inneren noch immer lebt, sich so sehr fürchtet – vor Verlust, vor dem Verlassen-werden, vor Einsamkeit.

Andere können nichts für unser Urängste und das mangelnde Vertrauen.

Andere verstehen nicht, was prägte und vielleicht sogar viele Jahre fehlte und dazu führte, dass wir so sind wie wir nun einmal sind.

Ich bin zu viel – und gleichzeitig zu wenig

Ja, ich bin manchmal zu viel – und dann wieder zu wenig.

Ich schaffe es nicht, Freundschaften zu pflegen und für Menschen interessant zu bleiben.

Ich übersehe die, die da sind und melde mich viel zu wenig. Und habe mich in der Vergangenheit way to much bemüht – um Begleiter, die vielleicht gar nicht an meiner Seite sein möchten.

Zeit, nach vorne zu schauen und es besser zu machen!

Zeit, nicht mehr zu hoffen und nach Antworten zu suchen – sondern einfach zu leben!

Und Zeit, mich zu befreien und meine Familie zu leben und noch stärker zu lieben!

Denn die mir verbleibende Zeit ist zu kostbar, um gefesselt in meinem Kopf zu verweilen.

Hier die Bilder vom Wochenende, das – trotz allen Gedanken und Erkenntnissen – voll schön war! 🙂
Sonntag

Kommt gut in die neue Woche!

(wie immer – mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe)

Eure 

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