Von Fotobüchern, dem großen und kleinen Glück & warum das Leben schön ist!

Ich sitze endlich daran. Zwei Jahre habe ich es vor mir hergeschoben, weil es einfach nicht ging. Weil NIE Zeit dazu war! Weil immer andere Dinge wichtiger waren! Dinge, die umgehend und schnell erledigt werden mussten. Hey, kann doch warten so ein Fotobuch. „Wenn ich mal wieder ganz viel Zeit habe“ so stets meine Antwort auf die Nachfrage des Gatten, wann ich mich denn mal wieder diesem Projekt widmen werde. Schließlich hatte ich es früher immer gern und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Warum ist es nur so in Vergessenheit geraten bei mir? Warum gibt es dieses Jahr erst das Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr für die Familie? Warum bin ich so lange damit in Verzug? Was war so wichtig, dass ich mich eigentlich nicht damit beschäftigen konnte?

Und während ich gerade vor dem PC sitze -und doch wieder schreibe, statt Fotos auszuwählen, frage ich mich das allerdings auch.

 

Ich mache mir über Gott und die Welt Gedanken. Grübele stundenlang über Dinge die mich belasten. Lasse mich von Menschen runter ziehen, die gemein und gedankenlos mir gegenüber sind. Ich habe viel Zeit in andere Dinge investiert die letzten Monate. Neue Aufgaben und Projekte. Bin durch meinen Alltag gehetzt, immer getrieben von dem verzweifelten Versuch alles alleine schaffen zu wollen und es jedem Recht zu machen. Und irgendwie habe ich dabei das, was wirklich wichtig ist ein ganz klein wenig aus den Augen verloren. Bis jetzt.

Jetzt blinkt und strahlt es mir aus leuchtenden Kinderaugen und verschmierten Schoko-Mündern entgegen. Das Glück. Welches ich eigentlich besitze!

Vielleicht war es ihm deshalb so wichtig, dass ich mich damit beschäftige.Meinem Mann. Weil etwas in mir durchbrochen werden muss.  Mit unseren Bildern, mit unserem Leben! Um mir die Augen wieder ein klitzkleines bisschen zu öffnen, um meine eigene Sichtweise wieder etwas zu ändern. Von den Dingen abzulenken, die mir das Leben schwer machen. Um den Blick wieder darauf zu lenken, was wirklich wichtig ist und zählt! Denn, während ich gerade all diesen Bildern und schönen Erinnerungen ausgesetzt bin, wird es mir erst wieder so richtig bewusst. Ich bin und kann mich glücklich schätzen! Denn ich habe beides! Sowohl großes als auch kleines Glück, welches sich nur manchmal ein wenig im Alltag versteckt und nur von Mutti gefunden werden will!

Ich habe großes Glück, denn

  • Ich habe drei wundervolle und gesunde Kinder,
  • die alle gesund und ohne Komplikationen auf die Welt gekommen sind
  • Ich habe einen Mann, der selbst nach all den Jahren immer wieder mit seinem Köfferchen zu mir zurück kehrt
  • Ein Mann, der mich besser kennt als ich mich selbst, was zugegebenermaßen auch manchmal ganz schön unheimlich ist
  • der weiß, was gut für mich ist
  • Wir haben ein schönes, gemütliches Zu Hause, einen Zufluchtsort, der nur uns gehört!
  • Unsere Kinder haben das Glück unbekümmert auf dem (wenn auch von mir oft verfluchten) Land aufzuwachsen
  • Wir haben alles was wir für unser Leben zu Fünft benötigen, denn nicht immer sind kostspielige Flugreisen ein Maßstab für’s Glück 😉
  • Ich habe die Freiheit mich ohne Geldsorgen- und Nöten zu entwickeln und entfalten, kann neue Dinge und Projekte verwirklichen
  • Und dieses Glück hat wahrlich nicht jeder!
  • Jeder Tag an dem wir alle gesund sind ist großes Glück!
  • Jeder Tag an dem die Menschen, die wir lieben um uns sind ist großes Glück!
  • Jeden Morgen wieder aufwachen zu dürfen ist großes Glück!

 

Ich habe kleine Glücksmomente, wenn

  • Ich zusammen mit dem Großen „Kalkofes Mattscheibe“ schaue und vor Lachen fast unter’m Tisch liege! Ich liebe diesen Wortwitz!
  • Ich mich nachts in’s Bett lege und mich ganz eng an die Vierjährige kuscheln und ihren Duft einatmen darf! Gott, wie poetisch! 😉
  • Ich endlich den ersten, heißen Kaffee am Morgen trinken kann und mir dabei einen hochprozentigen Zuckerschock vom Bäcker verpasse
  • jedes einzelne Mal wenn meine Kinder mir sagen wie lieb sie mich haben
  • plötzlich Zeit für die Runde um den See ist
  • Die Kinder mir „Überraschungs-Abendessen“ machen! Was das Bier dann immer auf dem Esstisch soll ist mir allerdings schleierhaft 😉
  • Wenn ich der Kleinsten abends vorlese und mit ihr im Bett kuschele
  • Wenn der Große mich jeden Abend beim Gute-Nacht-sagen stürmisch in den Arm nimmt und plötzlich doch wieder Schmuse-Baby ist
  • Wenn die Mittlere sagt, ich sei die beste Mutter auf der Welt ! So not und soo entfernt davon 😉

 

Also ich finde, ich kann deshalb ruhig schon im Dezember anfangen, ein paar Vorsätze für’s nächste Jahr zu sammeln! Ich will:

  • Mich nicht mehr von einzelnen Menschen runter ziehen lassen! Denn das ist die Energie nicht wert!
  • Diese wertvolle Energie möchte ich lieber für das kostbarste was ich besitze einsetzen! Meine Familie!
  • öfter mal etwas liegen lassen um mehr Zeit für diese wichtigen Menschen zu besitzen
  • Auch meinem größten Ü40 Kind mal wieder öfter sagen wie lieb ich es eigentlich habe!
  • Nicht mehr alles persönlich, so bierernst nehmen, und den Fehler ständig bei mir suchen
  • Endlich anfangen meine eigenen Texte zu leben 😉
  • nach jedem Niederschlag die Krone richten und weiter machen
  • an mich glauben

Ich wünsche für 2018:

Jedem Menschen sein eigenes, persönliches „Fotobuch“ und die Fähigkeit das Glück wieder begreifen zu können!!!

Eure Alex


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