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Oh Du anstrengend-schöne Vorweihnachtszeit: “Besinnlichkeit” ist auch nur eine andere Form von Mental Load!!! ;) #familienleben #advent #wib 29./30.11.

Wir sind und waren sehr beschäftigt an diesem Wochenende. Teils mit Rotznase und Halsschmerzen. Besinnlichkeit? Trotz allem Lichterglanz noch lange nicht in Sicht!!!

Ich will ehrlich sein, dieses Jahr habe ich mich richtig auf die Vorweihnachtszeit gefreut!

Ja wirklich!

Ich hatte Bock auf Lichterglanz und den Duft von gebrannten Mandeln, auf (weißen 😉 ) Glühwein und Büdchen auf dem Weihnachtsmarkt.

Ich wollte es so richtig schön kuschelig und dekoriert zu Hause haben!

Und ich wollte mit flauschigen Socken mit den Mädels im Arm alle kitschigen amerikanischen Weihnachtsfilme anschauen.

So lange bis nicht eines der Schauspiele, welche sich im Grunde alle irgendwie ähneln, übrig bleibt.

Wer hat schon Zeit für Weihnachtsfilme!?

Ich wollte schöne Menschen mit noch schöneren dekorierten Vorgärten in amerikanischen Kleinstädten sehen, die alle selbst in Weihnachtspullis verdammt gut aussehen (also die Menschen, nicht die Vorgärten).

Ich wollte zauberhaft-schmalzige Liebesgeschichten mit den Mädels verfolgen!

Und ich wollte Menschen beobachten, die Eisskulpturen schnitzen und Eggnog (WAS ist DAS!?) vorm Kaminfeuer trinken.

Und auch wollte ich ganz viel rieselnden Schnee.

Ich wünschte mir Märchen und Magie und Zauber und Kuschelkissen und Kekse!

Mann, verdammt, was habe ich mich auf die Besinnlichkeit gefreut!

Und ein Teil von mir glaubt auch noch immer daran!!!

Er mag an dem Gedanken festhalten, dass ganz bald alles noch ganz, ganz gemütlich, beschaulich, cozy – BESINNLICH wird!

Doch aktuell?

Aktuell fühlt sich die sich anbahnende Vorweihnachtszeit einfach nur wie eine extra Schaufel Mental Load an.
(Warum muss ich jetzt an Schneeschaufeln oder Raclette denken!?) 

Wo nochmal geht’s zur Besinnlichkeit!?

Denn aktuell ist ist der Highway zur Besinnlichkeit voll und verstopft. Wir müssen uns wohl gerade zur Rush Hour befinden. 

Bis zu den glänzenden Lichtern und den Kuschelkissen, bis zu den Plätzchen und den gefüllten Adventskalendern, bis zu den hübsch-leuchtenden Kugeln und dem Kranz auf dem Tisch, bis zum geschmückten Baum, den fertigen Nikolaussäckchen, den Wichtelgeschenken für Schulfreunde und Schulfreundinnen – und vor allem bis zu den Weihnachtsgeschenken ist es noch ein verdammt langer Weg, Leute!

Nehmen wir den heutigen Tag als Beispiel.

Wir schreiben morgen den ersten Dezember.

Und JA! Tatsächlich habe ich bereits EINEN Weihnachtsfilm hinter mir!

Die Mädels und ich bestaunten bereits vor vierzehn Tagen schon einen zum Leben erwachten, leicht-dümmlichen – aber äußerst mit den Händen geschickten – Schneemann im Sixpack!
(Das Ideal-Bild eines Mannes quasi 😉 )

EINEN amerikanischen Kitschfilm fern jeglicher Realität haben wir also schon geschafft.

Seitdem aber wahrlich nicht mehr.

Denn HEUTE habe ich noch nicht einmal den Adventskranz, der bei uns mehr ein Advents-Teller ist, fertig.

Ich werde ihn – wie jedes Jahr – in Windeseile auf den allerletzten Drücker dekorieren.

WARUM kam der Advent schon WIEDER zu früh!?

Ganz genau so, wie ich noch nicht einmal eine Vorstellung davon habe, wie die Adventskalender in diesem Jahr aussehen und wo sie hängen sollen.

Lediglich das “Füllmaterial” dümpelt in einer Ecke im Hauswirtschaftsraum vor sich hin und wartet darauf, fluchend und – ebenfalls auf den aller-allerletzten Drücker – verpackt zu werden.

Ich habe selbstverständlich noch nicht eine einzige Nikolaus-Überraschung und bislang nur ein einziges, bereits verstecktes Weihnachtsgeschenk.

Im Garten fing ich vor ein paar Wochen halbherzig an, ihn für den Winter “fest” und “fit” zu machen – ich habe seitdem keinen einzigen Fuß mehr in ebendiesen setzen können.

Weil einfach keine Zeit vorhanden war.

Auch der ist also ganz und gar nicht schon auf “Vorweihnachtszeit” und “Winterschlaf” programmiert.

Ich glaube sogar – nein, es stimmt! – ich habe vor ein paar Tagen dieses “Winterkraut” für Kübel und Beet gekauft.

Es steht noch immer unangetastet – und uneingebuddelt – vor der Haustüre.

Heute – am Sonntag – müssen wir für Klassenarbeiten lernen, so viele in der doch so besinnlichen Zeit!

Und tatsächlich habe ich, neben diesen eher leichten Zeilen, die ich mitten in der Nacht bei einem Glas weißem Glühwein zu Hause auf der Couch starte, drei weitere, wichtige Texte zu verfassen.

Und bei allen dreien (!!!) klopft bereits die Deadline!
(Das aber ist immerhin positiver und schöner Stress 🙂 ) 

Sie vibriert und wackelt – und lässt wenig Zeit für besinnliche Gedanken.

Der Grinch schläft noch – aber kuschelig & besinnlich ist (noch) nichts!

Ja, obwohl ich in diesem Jahr den Grinch in mir fast ein wenig vergessen hatte, fühle ich sie bislang nicht, die Besinnlichkeit.

Fast sogar glaubt mein mittlerweile sehr altes und (eigentlich) erwachsenes Hirn, diese Sache mit der “Besinnlichkeit” ist auch nur eine Wunschvorstellung in unseren Köpfen.

Und es mag uns in der heutigen Zeit – trotz aller verbissenen Bemühungen – nicht gelingen, eben diese wieder herzustellen.

Vielleicht sogar weil wir zu viel wollen?

Weil wir uns zu sehr an dieses Vorhaben klammern und weil die Anstrengung es unbedingt “schön haben” zu wollen, eben einfach auch nur Arbeit und Belastung bedeutet.

Weil es Zeit und Nerven kostet (in meinem Fall ganz alleine!!!) das Haus hübsch zu dekorieren und wohlig-mundende Plätzchen selbst zu backen.

Und weil Termine und Weihnachtsfeiern und Wichtel-Gedöns und Klassenarbeiten warten!

Und weil neben all diesem Projekt mit der “Besinnlichkeit” und “schönen Vorweihnachtszeit” aber das Leben ganz nebenbei weiter laufen und stattfinden möchte.

Mit Dreckwäsche und immer-leerem Kühlschrank, staubigen Regalen und Halsschmerzen und Rotznasen!
(Das muss ich noch irgendwie unterkriegen, denn immerhin war auch DAS ganz großes Thema an diesem Wochenende)

Und vermutlich kommen wir alle erst zur Besinnlichkeit oder vielmehr zur Besinnung, wenn wir uns lösen – von Idealvorstellungen und Wünschen im Kopf.

Denn irgendwie kommt halt doch immer das Leben dazwischen.

Und das ist auch gut so!

Hier die Bilder von einem Wochenende voller Programm – nicht besinnlich, aber irgendwie turbulent- schön! 🙂

Samstag

To be continued…

(und wie immer – mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe!)

Eure 



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