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Wenn Fünf eine Reise tun: Reisen ist ein Privileg – und Familie auch!!! DANKE, Kreta #erinnerungen #sommerurlaub #wennkindergroßwerden #wib

(Statt Wochenende in Bildern – an dem ich leider nur krank war – ein kleiner, dankbarer Urlaubsrückblick…)

Samstag. Ich muss kurz Pause machen und hocke mich erschöpft hin. 

Zwischen schmerzenden Ohren und Waschmaschinen-Ladungen, auszuräumenden Taschen und Kleinigkeiten, die alle irgendwie wieder an ihren Platz gebracht werden möchten, muss ich heute immer wieder kurz innehalten.

Dazu zwingt mich nicht nur der starke Infekt, der bei der geringsten Anstrengung die sonnengebräunte Stirn mit kalten Schweißperlen benetzt, sondern auch jener Funken Wehmut, welchen man nach dem Ende einer Reise verspürt.

Zumindest geht es mir so.

 

Ich bin noch nicht wirklich “da”

Ich bin noch nicht zu Hause angekommen. Und irgendwie unfreiwillig doch.

Zu gerne hätte ich jetzt wieder staubige Füße und enge Straßen, nervtötende Zikaden (Ich liebs! Und das tu ich wirklich!) und Salz in Haaren und auf dem Rücken.

Ich würde jetzt gerne den Wind spüren und das Meer rauschen hören.

Schließe ich die Augen, so sehe ich noch atemberaubende Gebirgszüge und Olivenhaine, so weit das Auge reicht.

Es ist alles doch noch gefühlt zum Greifen nahe!!!

Und doch ist dieser Urlaub schon wieder so fern.

Denn während Donnerstag früh fünf hustende Menschen über den Balkan flogen, wurde aus einer gemeinsamen Familien-Auszeit längst schon wieder Vergangenheit.

Was bleibt, sind Erinnerungen sowie unzählig viele Fotos auf dem Handy. Es sind Momentaufnahmen aus glücklichen Tagen.

 

Und auch wenn ich gerne noch mehr hätte aus der wunderschönen Insel Kreta heraus gesaugt und mich hin und wieder Frust ob gelangweilter und träger Teenager einholte (ich hätte es eher als genügsam und zufrieden deuten sollen, das wäre für mein Seelenheil besser gewesen und hätte sogar der Wahrheit entsprochen!), so bin ich jetzt wehmütig und traurig.

mit einem Wimpernschlag vorbei

19 Tage. Das klang so unfassbar lang.

19 Tage sind fast drei Wochen, die wir auf der griechischen Insel verbringen wollten.

Nachdem der Mann im letzten Jahr berufsmäßig so stark eingespannt war, dass wir nur einen kurzen Abstecher auf die Insel machen konnten, wollten wir Erholung und vor allem Zeit nachholen.

Das war der Plan – fest gebucht bereits im August vergangenen Jahres.

Doch wie es im Leben so ist:

Trotz Tagen, an welchen meiner Meinung nach “zu wenig lief” verging diese Zeit gefühlt mit einem Wimpernschlag.

Die liebste Hündin liegt längst wieder in unseren Armen!

Unfassbar groß war die Wiedersehensfreude. Und es ist, als hätten diese drei Wochen nie zwischen uns “sechs” gelegen.

Und dies ist sicherlich auch der herzlichen und liebevollen Betreuung während unserer Abwesenheit zu verdanken.

Was bleibt

Der Urlaub ist vorbei.

Was bleibt, sind Bilder, Souvenirs (auf das Virus allerdings hätten wir verzichten können!) und Erinnerungen.

Und wenngleich mein vorheriger Text wohl anderes vermuten ließ, so bin ich für diese gemeinsame Familienzeit einfach nur unendlich dankbar!

Denn dass unsere Kinder ihre Geburtstage am Meer unter südlicher Sonne feiern konnten, dass es uns möglich ist, ihnen ein bisschen die Welt und Schönheiten unserer Erde zu zeigen, das ist ein unfassbar großes Privileg.

Wir haben die Möglichkeit, Horizonte zu erweitern und Neugierde zu wecken, vielleicht sogar Samen zu pflanzen.

Und auch wenn die Kinder vielleicht weniger “hinschauten” und Eindrücke nicht so konservierten und aufsaugten, wie ich mir das wünschte, so weiß ich, dass Erlebnisse und Gesehenes “hängen geblieben sind“.

(Das bestätigt sich auch später im Laufe des Tages, als ich die Hintergrundfotos der Tochter auf dem Handy-Display sehe. Es sind wunderschöne Aufnahmen aus unserem Urlaub!) 

Und ich bin mir sicher, dass einige Dinge vielleicht auch formten und später einmal an die Kinder unserer Kinder weitergegeben werden.

Wir konnten unseren Kindern ein anderes Land zeigen, das konnten wir schon viele Male.

Wir haben ihnen Wochen vollster Sommer-Gefühl und bunter Farben schenken können, vollster Wärme und besonderen Augenblicken.

Das ist längst nicht allen Eltern und Familien möglich.

Bei Weitem nicht jedes Kind wird nach den Sommerferien vom Meer und Restaurant-Besuchen, Schnorchel-Ausflügen und Bootstouren – oder gar dem eigenen Ferienhaus mit Infinity-Pool berichten können.

Für einige ist nicht einmal der regelmäßige Freibad-Besuch drin.

Und jener Gedanke stimmt mich sehr, sehr traurig und macht mir einmal mehr bewusst, in welcher “Blase” wir doch leben.

Es ist ein riesengroßes Privileg, die Sommerferien mit den Kindern so verbringen zu können – und so viele Dinge erlebt und zu erzählen zu haben.

Und es ist ebenso ein Privileg, überhaupt noch Familie und zusammen zu sein!

 

DANKE für viele schöne Augenblicke

Und so möchte ich mich versöhnen mit Tagen, die mich ein wenig enttäuscht mit den Füßen haben im Pool plätschern lassen.

Tage, an denen einige von uns bereits krank und somit außer Gefecht waren – oder Teenager eben Teenager vorm Handy-Screen und im abgedunkelten Zimmer waren.

(Dass es den Mädels gelungen ist, selbst die Couch in unserem Ferienhaus in ihr Lager, drapiert mit ausgezogenen Socken, leeren Plastikflaschen und Chips-Tüten zu verwandeln, brachte mich zwischenzeitlich sogar zum Schmunzeln.)

Ich möchte mich heute an die schönen Augenblicke erinnern, die uns geschenkt wurden!

Und das waren in jenen 19 Tagen reichliche!

So denke ich daran zurück, wie der große Sohn und ich gemeinsam alleine zum Strand fuhren, um zu reden und die Ruhe zu Zweit zu genießen.

Ich werde eines Tages die Gespräche und das Zusammen-sein mit ihm schmerzlichst vermissen.

Eines Tages rückt immer näher. Es rückt bedrohlich nahe.

Dabei lieb’ ich den großen Sohn doch so sehr!

Ich erinnere mich an den Augenblick – es waren nur einige Sekunden – in dem der Sohn über seine Grenzen hinaus gewachsen ist.

Er wollte es sich beweisen und es war ihm wichtig. Und der hochgewachsenen Kerl sprang die sicherlich elf Meter hohen Felsen hinunter in türkisblaues Wasser.

Es waren vermutlich die längsten Sekunden seines Lebens. 😉

Doch ist er durch genau jenen Sprung wieder ein Stück gewachsen, da bin ich mir ganz sicher.

Ich erinnere mich daran, wie die große Tochter neben mir auf der Liege lag und wir gemeinsam in Büchern versunken waren oder zum Sonnenuntergang ans Wasser spazierten.

Wie wir im Pool Ball spielten und ebenfalls Gelegenheit zum Reden fanden.

Wir alle zusammen

Vor meinem Auge sehe ich, wie Schwestern sich umarmten und lieb hatten. Einige heimlich aufgenommene Handy-Fotos zeugen davon.

Ich spüre noch meine Rührseligkeit und Entzückung beim Beobachten der Jüngsten. Wie sie – Wasserratte seit jeher – unentwegt alleine im Meer tauchte, Handstände wagte und Raum und Zeit während dieser Minuten im Wasser vergaß.

Bilder blitzen vor meinem geistigen Auge auf.

Wir alle zusammen, vereint am Tisch, während wir auf unser Abendessen (meist Chicken-Gyros im Pita-Brot) warteten und die übliche Runde Kniffel oder “Finde den Lügner” am Handy starteten.

Ich sehe uns durch die engen Gässchen von Rethymnon schlendern, die Füße noch warm (die Männer genervt vom Warten vor den Lädchen 😉 ).
Und ich sehe das bunte Treiben in den Straßen weit bis in die Nacht hinein.

Ich erinnere mich an die köstlichsten Torten, die wir zu den Geburtstagen der beiden Großen organisierten und an meine ganz eigene, ein Überraschungsgeschenk vom Mann.

Und ich erinnere mich an Entdeckungstouren in diversen Supermärkten und wie ich rätselnd vor der griechisch beschrifteten Waschmaschine stand. 😉

An Kätzchen erinnere ich mich und an arme, streunende Hunde –  und auch an alte Omis in Schwarz, zankend und zeternd oder einträchtig plappernd vor ihren Häusern.

Den ganz besonderen Duft des Südens werde ich vermissen – er fehlt mir unterm Jahr so sehr!

Wieder schließt sich ein Kapitel

Ja, wieder schließt sich ein Kapitel aus der Reihe “Wenn Fünf eine Reise tun…“.

Ob es ein Weiteres gibt und in welcher Form?

Das alles ist ab heute ein unbeschriebenes Blatt, ein noch leeres Büchlein.

Vielleicht kritzel ich einfach schon einmal ein bisschen Sehnsucht und Fernweh darauf, schmiede Pläne und träume mich in Zeichnungen weg.

Das nächste Mal dann aber mit Fellnase und Auto! Darauf freuen wir uns schon!!!

Danke, Kreta, für die viele gemeinsame Familienzeit. Es war mir – wieder – eine Ehre!

(Mehr #wibs und Fotos gibt’s bei grossekoepfe!) 

Eure 



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