Wenn Fünf eine Reise tun….In Istrien angekommen – im Urlaub aber (irgendwie) noch nicht! – Unser Wochenende in Bildern 14./15.08.

„Jetzt komm‘ doch auch mal an“

sagt der Gatte zu mir.

Und er hat Recht!

Gedanklich jedoch zerfleische und zerfetze ich selbstverständlich gerade den mir Angetrauten, zische im Geiste ein

„Ja, dann schaff‘ halt auch mal was“

hinzu.

Die Ärger-Falten sitzen tief, die Ibuprofen (die dritte nach drei Tagen!) wirkt noch nicht.

Ja, ich bin einfach noch nicht mental im Urlaub in Istrien angekommen.

Doch ist es nicht so, dass der Gatte nix schafft, auch wenn der garstige Zwerg in mir drinnen gerade tobt und zürnt.

Vielmehr hilft er mir, wo er kann – nur möchte ich gerade weder altkluge Ratschläge hören, noch mir helfen lassen!

Noch im Aufräum- und Organisations-Modus

Ich bin nämlich tatsächlich noch im…

…Aufräum- und Organisations-Modus.

Kann weder abschalten, noch loslassen, noch mit einer entspannten Lässigkeit einfach an die vier weiteren vorhandenen Familienmitglieder delegieren.

Das Los einer Mutter? Mein persönliches Pech und Problem?

Möglicherweise.

Fast scheint es so, als habe ich mein ganz eigenes #mentalload noch immer geschultert und als Gepäck schwer auf den verspannten Schultern lasten.

Überall finde ich Dinge, die ich noch weg- und aufräumen möchte.
Überall stören mich Dinge, die im Weg liegen, immer noch bin ich im Mobile-Home-Einrichtungs-Wahn.

„Hier nur noch kurz die Küche besser organisieren, DANN kann ich endlich entspannen!“
„Oh, da liegt ja schon wieder ein Häufchen Dreck-Wäsche – noch in die dafür vorgesehene Koffer-Hälfte, DANN geht’s mir aber supi!“
„Der Baum über uns verliert so viel Gedöns, das stört mich beim Laufen auf der schnuckligen Holz-Veranda!
Kurz noch kehren – DANN leg‘ ich mich in die Lounge-Ecke“

„Oh yeah!“

Nun, zum „Oh yeah!“ ist’s irgendwie noch nicht gekommen!

Denn seit gestern Nachmittag haben wir zwar das wunder-wundervolle Lieblings-Kärnten hinter uns gelassen und sind in Istrien angekommen, ich bin es aber irgendwie tatsächlich noch nicht!

Noch warte ich auf die ultimative Entspannung, auf das Loslassen meiner ganz eigenen Eigenheiten und Vorstellungen.
Auf das gedankliche Abschalten und die „leck-mich-und-rutsch-mir-endlich-den-Buckel-runter“ – Einstellung, die ich mir in Bezug auf einige Dinge so sehr wünsche!

Aber ich war laufen!

Dabei habe ich bereits meine erste Laufrunde an der altbekannten Laufstrecke (wir urlauben am selben Ort wie im vergangenen Jahr) hinter mir!

Fünfundvierzig Minuten konnte ich bereits tatsächlich abschalten und für mich sein, fünfundvierzig Minuten war’s schon mal geil!
Immerhin! 😉

Nur auf dem eigenen Hintern sitze ich jetzt gerade – während ich diese Zeilen hier tippe – das allererste Mal!!!
(Ich sach doch Schreiben IST für mich Entspannung! 😉 )

Aber mir bleiben ja noch fast vierzehn Tage bis zum ganz persönlichen Ommm!

Fangen wir jedoch von vorne an.
Mit einem Wochenende voller Urlaubsbilder!

(Und DAS ist ja wohl „oh yeah!“)

Samstag

Viel zu schnell ging die Zeit in Kärnten vorüber, fast schon bin ich ein kleines bisschen traurig, dass wir den alten Bergbauernhof wieder verlassen müssen.

Denn auch hier, zum „lange-im-Gärtchen-sitzen“ und „vor-mich-hin-sinnieren“ bin ich irgendwie gar nicht gekommen!

Zu toll war das Wetter und zu viel Action hatten wir in den vergangenen Tagen!

Vor dem Häuschen sitzt die betagte alte Dame, welche neben dem Hof wohnt und „Ansprechpartner“ für alle Urlaubsgäste ist.
Fast möchte ich sie umarmen, so gerührt bin ich von der Freundlichkeit, so goldig finde ich sie!

Überhaupt sind wir in Kärnten nur und ausschließlich lieben Menschen begegnet!

Da war zum Einen der freundliche junge Kellner (hübscher Kerl 😉 ) in Lederhosen, den wir um den Verkauf einer Flasche Wasser baten, weil unsere Vorräte zu Neige gingen und Supermärkte bereits geschlossen hatten.

Der sich aber weigerte, uns für viel Geld eben jene zu verkaufen!

„Ihr könnt‘ in Kärnten überall aus dem Hahn trinken, selbst aus’m See könnt’s Ihr saufen“

Hätte er nicht verraten müssen.

Stimmt aber zudem wirklich – glücklicherweise mögen meine Kinder ohnehin Leitungswasser sehr gerne!

Oder der Mensch in der Gemeindeverwaltung, bei welchem meine Kinder ihren Corona-Schnelltest durchführen mussten.
(Hatte im übrigen, wie erwartet, niemanden an der kroatischen Grenze interessiert! Wir wurden einfach durchgewunken!!!)

Er nannte uns gleich die Adresse eine Arztes in Porec, bei dem die Kinder den erforderlichen Test für die Rückreise durchführen können.
Da ginge er immer (Ei, die Kärntner haben’s halt nicht weit ans Meer 😉 ) hin, der sei prima.

Mach’s gut Kärnten!

Ja, ich verlasse Kärnten und die Region um den Faaker See mit einem lachenden und weinenden Auge.

Denn auf mich wartet schließlich das Meer!!!

 

Gegen zehn am Morgen verlassen wir den Berg und kommen gut durch den Karawanken-Tunnel.

Dafür stehen wir an der kroatischen Grenze umso länger und das, obwohl gar nichts kontrolliert wurde! Warum!?

Wir sind in Istrien!

Was dann folgt, muss ich hier niemandem groß erläutern.

Der erste Tag ist IMMER anstrengend, auch wenn man „nur“ aus Kärnten anreist.

Es wird gewuselt und ausgepackt, die Kinder sind aufgeregt und aufgedreht.
Noch findet sich niemand zurecht und der Kühlschrank ist leer.

Kurzerhand (Nein, das ist eine Lüge – nach dem ich eine Ewigkeit alles verkompliziert habe) schicke ich den Mann mit den Kindern zum Pool, um alles einzuräumen und wohnlich zu gestalten.

Im Mobile-Home muss man nämlich erstens die Betten selbst beziehen (Jugendherbergen-Charakter! 😉 ) und zweitens Kleider in Oberschränke gut sortieren, denn massig Platz ist halt nicht vorhanden.
(Weshalb ich noch immer der felsenfesten Überzeugung bin, dass ein echtes Wohnmobil absolut NIX für mich wäre!)

Zwei Stunden bin ich bis zu meiner Zufriedenheit beschäftigt.

(Perfektionist – oder Depp!? 😉 )

Abendstimmung am Meer – der Kühlschrank ist leer

Dann ist’s im Grunde auch schon dunkel, die Mädels nass – und der Kühlschrank noch immer leer.

Spät gehen wir in Porec im XXL-Supermarkt einkaufen.

Ich bin geschockt, wie voll es da um 21 Uhr noch ist und hab‘ fast ein kleines bisschen Corona-technisch Angst.
(Samstag ist und bleibt An- und Abreisetag und viele Kühlschränke sind offensichtlich noch leer!!!)

Sonntag

Ich habe mir den Wecker gestellt.
Um an MICH zu denken!

Denn nichts hatte mir im letzten Jahr mehr Freude bereitet – und mich gleichermaßen fast umgebracht – als meine morgendlichen Laufrunden am Meer!

Ganz für mich alleine! (Na gut, auch das ist eine Lüge, zusammen mit drölftausend anderen Läufern!!!)

Während alle Familien-Mitglieder also noch schlafen, laufe ich die altbekannte Runde – und schieße nebenbei ein paar Fotos für Euch!
(Leider, leider muss ich dazu jeweils kurz anhalten und mir den Schweiß aus den Augen wischen. Sowas aber auch! 😉 )

Und jetzt sitze ich hier, nach einem späten Frühstück.

Nach

„Oh, hier muss nochmal gekehrt werden“ und
„Wer räumt die Spülmaschine ein?“

Nach

„Wo kann ich wohl die Wäsche waschen – das wird nicht vierzehn Tage reichen“ und nach
„Ich-will-jetzt-nicht-den-Flamingo-aufpusten“

Und warte auf den Chill-Faktor!

Aber jetzt, JETZT, wo alles an seinem Platz ist, ich mich bereits eingelaufen und „eingeduscht“ (Ich muss immer erst duschen, um irgendwo wirklich anzukommen! 😉 ) habe, kann das nicht mehr lange dauern!

Oder? ODER!!!??

Bin dann mal am Meer.

To be continued…

Eure 

Alex

P.S. Mehr Wochenenden in Bildern gibt’s später bei grossekoepfe

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