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Welpen-Update! Von guten und schlechten Tagen, dünnen Nerven & schönen Augenblicken!

Mittwoch. Meine Gesäßtasche klingelt neuerdings alle zwei Stunden, weil ein Handy-Wecker geht.

Ich und wir stellen aktuell viele davon während des Tages. (“Löse-Timer” 😉 )

In der Vordertasche der Jeans stecken klitzekleine, harte Fleischwürfel – ich muss verführerisch nach Leckerlis duften.

Krame ich in der Jackentasche finde ich Kotbeutel und blicke ich auf meine Schuhe sehe ich Schlamm und Gras, Pfotenabdrücke verzieren meine Hosenbeine.

Ich stehe um sechs Uhr pünktlich auf, damit wir alle die morgendliche Aufbruchsstimmung koordiniert bekommen, ohne das einer dabei durchdreht oder ins Haus macht.
(Hinweis, dieser “einer” ist eine sie und besitzt Fell)

Und ich falle neuerdings abends schlagkaputt spätestens um 23.30 Uhr ins Bett.

Selten melde ich mich in diesen Tagen bei Freundinnen und noch seltener komme ich in die Gelegenheit, Regale zu entstauben oder Bäder zu putzen.
(Den Fußboden im Wohnzimmer wische ich hingegen umso mehr.)

Dafür hört man die Fliegentüre vor unserer Terrassentür umso öfter klappern und alte Fussbälle auf dem Rasen werden wieder mit feuchter Nase angestupst.

Ich habe Tränen gelacht ob urwitziger Anblicke und fühlte mich gerührt beim Beobachten dreier Kinder auf dem Fussboden – beim Bauch-Kraulen und Fell-streicheln.

Von guten & weniger guten Tagen

Und dennoch gab es auch andere Tränen – ich will da ganz ehrlich sein – und dezente Verzweiflung.

Ich habe – gestern – in Gedanken den Koffer gepackt und sekundenweise sogar an’s Ausziehen oder eine Reklamation gedacht. 😉

Denn gestern war kein einfacher Tag.

HEUTE dagegen kann ich entspannt das Näschen in die Sonne halten, die Vorboten des Frühlings riechen und entzückt dieses kleine Wesen in der Wiese beobachten, dessen Fell im Sonnenlicht so sehr glänzt.

Ich gucke in die grünen Augen und erlebe die Freude, ein jedes Mal wenn ich das Haus oder einen Raum wieder betrete – und kann mich nicht mehr ärgern.

Und ich schließe Frieden mit einem Tag wie gestern, an dem ich einen weiteren Teppich wegräumen und säubern musste (kurzzeitig dachte ich sogar frustriert an die Mülltonne – JA, es war ein großes Geschäft!!) und gleich mehrere Pipi-Unfälle erlebte.

An einem Tag wie gestern fühlte sich alles nach Rückschritt an.

Die Waschmaschine lief ununterbrochen und wusste ich bis vor wenigen Wochen nicht einmal was ein Enzym-Reiniger ist, bestellte ich gestern gleich zwei Nachschub-Flaschen!

Ich fühlte mich unfähig und ahnunglos (wir SIND ja auch Neulinge in Sachen Hund!!!), als ein überdrehter und übermüdeter Welpe seine dollen fünf Minuten hatte und wie von der Tarantel gestochen durchs Wohnzimmer rannte und im Zerstör-Modus war.

Und dennoch konnte ich das kleine Tier beruhigen und zur Ruhe begleiten, weil es letzten Endes eben doch aufs Bauchgefühl und die eigene Ausstrahlung ankommt.

(DAS war hart Leute und in diesen Minuten ganz schön dolle beunruhigend! Gleichzeitig lehrt es auch mich, in solchen Situationen besonnen zu reagieren.)

Heute aber erkenne ich:

Es gibt gute und es gibt weniger gute Tage.

Es gibt gefühlte Rückschritte, Fortschritte und Aha-Momente – ähnlich wie zu Kleinkind-Zeiten.

Und während uns die kleine Hündin schon lange “liest“, lernen wir das jetzt gerade auch – alle von uns!

Wir lernen jetzt jeden Tag dazu!

HEUTE ist es uns gelungen, übermüdete Ausbrüche abzufangen, bevor sie überhaupt entstehen konnten und bislang alle Geschäfte ins Draußen zu verlagern. 

(Nachtrag: Das ist am Abend, nachdem der Tag wieder zu viele Reize bescherte, nicht mehr ganz so gelungen.)

(Gemini aber ist in solchen Sachen aktuell mein bester Freund. Ich lerne dadurch viel und freue mich auf Hilfe und Input in der Hundeschule!) 

Heute wurde geschmust und liebkost und es ist uns gelungen, der kleinen Hazel zu zeigen, wie “langweilig” wir Menschen auch sein können.

Das ist wichtig und gehört zum Ruhe-Training dazu.

Denn an einem Tag wie gestern sprang das Baby bei jeder Bewegung und jedem Geräusch wieder auf – und konnte nicht zur Ruhe finden.
(Hunde-FOMO lässt grüßen!)

Heute schon (man soll aber den Tag nicht vor dem Abend loben) hat sie erkannt, dass es hin und wieder nicht lohnt, trotz überdimensionaler Müdigkeit immer wieder aufzustehen und seinen Menschen hinterher zu laufen.

Denn – Überraschung! – die beachten und spielen nicht immer!

Insbesondere dann, wenn Ausruh-Zeit ist! 🙂

Und wir beobachten Fortschritte!

Wir freuen uns daran, dass sie ihre Box als gemütliche Höhle und behaglichen Rückzugsort anerkannt hat, NACHDEM wir sie an einen anderen, geschützteren Platz im Wohnzimmer gestellt haben.

Darüber, dass meine Badelatschen auch als wertvolles Gut dahin hinein geschleppt wurden, reden wir allerdings nochmal. 😉

Wir lesen und studieren einander und lernen jeden Tag dazu!

Wieder hergeben ist keine Option! Wir haben doch lieb!! 🙂

Gleichzeitig schenkt uns die kleine Hündin so viel wertvolle, gemeinsame Familienzeit und Freude – oder O-Ton der jüngsten Tochter

“Ich war heute noch gar nicht online!”. 😉

Ja, ich mag aktuell weniger Schlaf abbekommen und ich wasche so viel Hände, wie zu Corona-Hoch-Zeiten.
(Hunde-Kot-Phobie – damit hab ich echt ein kleines Problem, aber die Zeit wird lehren und abhärten 😉 ).

Ich habe einen überdimensionalen Vorrat an Küchenrolle und feuchten Reinigungstüchern und Hygiene-Spülern und Desinfektionsspray.
(Nochmal: Auch Welpen-Kacka ist im Haus NICHT süß!!!)

Ich habe etwas zerzaustere Haare, vielleicht auch ein paar graue mehr – aber das mit der Reklamation lassen wir dennoch lieber. 🙂

Weiter geht’s mit diesem verrückten, nervenaufreibenden Abenteuer!

To be continued…

Eure 



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