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Vom Welpen-Blues zu Tatsächlich Liebe – Ein ehrliches Aussie-update!!! #welpe #junghund #australianshepherd

(Ich muss diese Zeilen genau JETZT schreiben, bevor die junge Hündin in die Pubertät kommt! 😉 ) Manchmal braucht es eine Weile, bis man offen und ehrlich über Dinge schreiben und berichten – sich öffnen – kann.

Vielleicht muss man erst zurücklassen und vor allem auch gelassener zurückblicken können.

Und ganz sicher wird dies mein ehrlichstes Welpen-update!!!

Auch wenn unsere liebste Hazel mit nunmehr fast zwanzig Wochen fast schon eine Junghündin ist – und in nicht allzu langer Zeit vielleicht sogar schon in die Pubertät kommt.

(Jetzt verstehe ich, wie unfassbar schnell wohl ein Hunde-Leben verstreicht und werde bei dem Gedanken ganz traurig.)

Ja, ich will ehrlich sein. Denn heute kann ich es.

Im Heute ist gerade alles gut.

Wir durchleben gerade eine wunderschöne, nahezu friedliche und ruhige Phase!
(Oh bitte, Gott, lass sie lange anhalten!! 😉 )

Vieles hat sich gebessert und verändert.
(Und das trotz stetig ausfallender Zähnchen!)

Tatsächlich Liebe

Ich fühle Liebe – so unfassbar groß – und auch eine eigenartige Wärme und Ruhe in mir.

Alles nur wegen dieses (oftmals ganz schön arg müffelnden 😉 ) Geschöpfes in unserem Haus.

Wie oft ertappe ich mich dabei, wie ich verzückt in ihre Richtung schiele und in diese wunderschön grünen Augen blicke, wie ich versonnen durch’s Fell streife und Küsschen auf’s Näschen gebe.

(Ist Bäh findet Ihr? So what!)

Wie gerne ich diese warmen Pfoten streichle und jeden einzelnen Morgen den freudigen Moment des “Wiedersehens” genieße.

Ich lasse mich hinreißen und aufhalten, hocke mich immer wieder auf den Fussboden zum Schmusen oder Spielen und “Arbeiten” mit der Schnüffelmatte.

Und schon jetzt wird mir angst und bange bei dem Gedanken, die kleine Hündin könnte vielleicht nicht für immer bei uns wohnen und an meiner Seite sein.

Schließlich weiß man nie, welche Wege das Leben – oder die Kinder – einmal vorgeben werden.

Plötzlich Hundemensch 🙂

Gehe ich mit der kleinen Hündin Gassi und übe dabei die Leinenführung, so muss man mich für bekloppt und bescheuert halten. 😉

Doch ist mir das (inzwischen) egal.

Ich habe Freude daran, fokussiert sich das Tierchen auf mich und bleibt an meiner Seite und lobe gerne laut und überschwänglich!

(“Ja fein!”, “Ach, guckst Du!” , “‘Läufst Du bei mir?” , “Nein! Du schneidest mir nicht den Weg ab!” , “Ja, so ist’s gut! Suuuper!” – Man muss denken, ich habe einen Dachschaden. 😉 )

Ich sehe, wie glücklich die Kinder mit unserem neuen Familienmitglied sind und wie sie einfach dazu gehört!

Und das treibt mir nicht selten Tränchen der Rührung in die Augen.

Ich zeige auf Familienfesten stolz Fotos und erzähle von den wärmsten und witzigsten Momenten – und vermisse das wundervolle Geschöpf dabei ganz arg.

Und ich habe ganz genau so Angst um das Wohlergehen des Vierbeiners, als wäre sie ein Kind von mir.

Heilsam und wohltuend

Auch merke ich, wie ich heile.

Ich bin gezwungen, Dinge leichter zu nehmen und selbst ruhiger und gelassener zu werden.

Ich spreche mittlerweile leiser und entspannter – gerade im Umgang mit der kleinen Aussie-Hündin – und liebe und schätze, diese Seite an mir.

Und ich muss entspannt und zuversichtlich bleiben!

Denn all’ meine Schwingungen übertrage sich auf das sensible Wesen mit der Spürnase.

Sie spiegelt meine Stimmung wieder, das ist nicht zu leugnen. 😉

Ja, ich spüre Liebe und habe noch mehr Raum in meinem Herzen frei geschaufelt.

Aller Anfang ist schwer – dieser war hart!

Dabei war das nicht von Anfang an so.

Und ich will hier ganz offen und ehrlich sein!

Denn diese Situationen gehören ebenfalls erzählt und sollten ins Bewusstsein gerufen werden, bevor man eine derartige Entscheidung fällt und einem Lebewesen ein Zuhause schenkt.

Es gab in den ersten Wochen viele Momente, da wollte ich nicht mehr.

Ich wollte überhaupt nicht mehr! Und ich stellte diese ganze Entscheidung und den gewagten Sprung in ein solches Abenteuer infrage!

Wie oft saß ich spätabends fix und fertig mit der Welt auf dem Badewannenrand und formulierte im Geiste diese eine Whatsapp-Nachricht.

Ich wollte der Züchterin schreiben.

Ich wollte sie – in Gedanken (ich wusste auch zu diesem Zeitpunkt, dass ich das NIEMALS würde umsetzen) – darum bitten, den Welpen wieder zurückzunehmen.

Denn ich wollte ihr beichten, dass ich nicht klar komme, dass ich “unfähig” bin, dass ich einfach “kein Hundemensch” bin.

Ich heulte heimlich und fühlte mich so unfassbar doof und beschissen!!!

Ich hatte noch nie zuvor einen Hund!

Denn Ihr müsst wissen, das alles war und ist für unsere Familie absolutes Neuland!

Ich bin nie mit Hunden aufgewachsen und hatte auch sonst kaum Berührungspunkte.

Ich habe einen Bruder der furchtbare Angst vor Hunden hat.

(Leider habe ich ihn bis heute nicht zu einem Besuch bei uns überreden können – wenn er doch Hazel nur kennenlernen und lieb haben könnte!!!)

Ich habe Eltern, die nie etwas mit Hunden zu tun hatten!

(Was die Suche nach einem Hundesitter für gelegentliche Stunden oder gar Tage leider sehr erschwert.)

Ich wusste zwar, dass ich definitiv kein Katzenmensch bin – aber dem Thema Hund begegnete ich mit dem allergrößten Respekt!

Ich hatte das Gefühl, ich würde das nie hinbekommen und ganz sicherlich würden wir einen verhaltensgestörten Hund bekommen.

(Gerade spielt diese “verhaltensgestörte” Hündin friedlich mit ihrem Teddy zu meinen Füßen. Und mein Herz könnte überquellen vor Liebe und Schuldgefühlen ob meiner Gedanken vor ein paar Wochen!!!)

Denn JA! Die ersten Wochen mit einem Welpen zu Hause waren Hardcore! Und JA! Ich hatte diesen Welpen-Blues! 

Und es ist auch erst seit drei oder vier Wochen deutlich besser geworden – wenn nicht sogar richtig, richtig schön!

(Bis zur Pubertät befürchte ich eben. 😉 )

Und ebenfalls JA! Ich traute mich nicht, diese ganzen Gefühle und Gedanken öffentlich zuzugeben.

Diese Überforderung, diese Traurigkeit.

Wir waren eine zeitlang am Limit!

Ich wachte morgens mit einer Grundanspannung auf. Ich nahm in dieser Zeit drei Kilo ab, konnte nicht essen.

Weil ich wusste, bald würde ich wieder viele Stunden mit dem Hund alleine sein.

Ich war angespannt, weil ich gerade in den ersten Wochen ständig kucken musste. Immer war ich in Alarmbereitschaft!

Ich fragte mich, wann und wo der Hund als nächstes hinmachen würde.

Ich verteidigte und versteckte Schuhe (mittlerweile sind sie tatsächlich nicht mehr so interessant), kämpfte um Fussmatten (auch hier kommt es auf eine gewisse Haltung und Konsequenz an – funktioniert!) – und verzweifelte während abendlicher “Zoomie-Attacken”!

(Googelt! Es sind die dollen fünf Minuten wenn ein Welpe völlig überdreht und überfordert ist, sich in Rage bellt und schnappt -nicht lustig! – und rennt und dringend (!!!!) unsere Hilfe zum Runterkommen und zur Regulation braucht.)

Ich fluchte und hatte Angst um das Wohl der Kinder, wenn die Welpen-Hündin außer sich und geistig abwesend war.

Und auch hatten wir uns als Familie oft in den Haaren, gerade in den fordernden und schweren Stunden am Abend.

Das hat mir leid und weh getan.

Insbesondere wenn ich mich mit meinen Töchtern stritt, weil ich durch war mit dem Hund und mir mein Missmut anzumerken war.

(Die große Tochter meisterte das Ganze von Anfang an sicherer und souveräner als ich, das muss ich zugeben und bis heute macht sie das ganz, ganz toll!!!)

Das war keine allzu harmonische Zeit. Das war ganz und gar nicht “süß” und “romantisch“.

Und wir sind am Limit gewesen – insbesondere ich.

Es wird WIRKLICH besser!!! Es wird toll!!!

Und wisst Ihr was? Ich hielt es zu diesem Zeitpunkt für leere Versprechungen, dass es besser und leichter wird.

Ich dachte, unser Leben würde von fortan so aussehen – und dass die kleine Hündin unser aller Leben “bestimmen” würde.

(Mittlerweile integriert sie sich und ist “lotzimilliert” 🙂 )

Nun, der Wendepunkt kam.

Irgendwann vor wenigen Wochen.

Auf einmal fanden wir uns abends gemeinsam als Familie vor dem Fernseher wieder, vor uns eine freiwillig (!) schlafende Hündin.

Zwar noch immer auf dem harten und kühlen Fussboden statt in sämtlichen angebotenen Hundebetten – und ab und an auch im “Welpen-Laufstall“, um ihr abends zu ihrem eigenen Schutz eine räumliche Begrenzung geben zu können.

Aber ich hab’ grad keinen Bock auf Druck!

Dann soll sie halt pennen wo sie möchte. Die Hauptsache ist doch, sie findet mittlerweile tagsüber ALLEINE in den Schlaf!
(Yeah, Yeah, Yeah!!!!!!!)

Auf einmal raffte die Hündin, dass es nicht lohnt, bei jeder unserer Bewegungen wieder aufzustehen – und dass weiter pennen doch viel angenehmer ist! 🙂

Auf einmal hörten wir endlich und viel öfter das ersehnte Plumpsen auf den Fussboden!

Und auf einmal war da in diesem “Kleinkind” die Erkenntnis da und geformt, wann es Zeit ist, sich einfach mal auszuruhen.

Plötzlich fanden wir uns wieder wie wir verblüfft überlegen mussten, wann der letzte “Unfall” im Haus war!

Und mittlerweile sind wir auch ganz gut im Lesen!

Wir sind besser geworden in der gegenseitigen Kommunikation!!!

Denn mittlerweile bekommen wir – wenn wir nur aufmerksam sind – mitgeteilt, wann jemand raus zum Lösen möchte!

Vor ein paar Wochen glaubte ich noch, wir bekommen die stinkende Hüte-Kröte niemals stubenrein!

(Worst-Case-Szenarien kann ich 😉 )

Nicht mehr wegzudenken

Vor ein paar Wochen glaubte ich nicht an Harmonie und Freude und so viel Liebe.

Und jetzt merke ich, wie die mir so gut tut!

Ich spüre, wie Druck und Anspannung von mir gefallen sind und ich mich morgens auf die Vormittage mit ihr alleine so freue!

Ich schmuse so gerne und erkenne, wie die Nähe zu der kleinen Hündin die Seele streichelt und irrwitzige Gedanken im Hintergrund verschwinden lässt.

Und ich spüre Verbundenheit – und habe gleichzeitig Angst, mich zu sehr darin zu verlieren, denn schließlich teilen wir alle diese Liebe.

(Selbst der große Sohn – wie schön ist das bitte!?)

Und ich bin gekränkt, erklärt der Hundetrainer uns, die Bindung und Prägung wäre noch nicht feste genug – weil sich unsere Hündin im Außen noch so sehr von Reizen ablenken lässt.

Ob wir das hinbekommen werden? Oder bleibt sie ein reaktiver Hund?

Fest aber steht, sie gehört in unsere Familie!!!

Sie IST ein fester, nicht mehr wegzudenkender Teil unseres aktuellen Familienkonstruktes.

Und gerade ist es voll schön so! 🙂

To be continued…

Eure 



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