(*Werbung & Verlosung) Wenn im Herbst die ersten Nebelschwaden über die Felder ziehen und es…
Körper im Wandel: Zwischen Zyklen, Erschöpfung und neuer Gelassenheit (#WiB)
Freitagabend zwang mich mein Körper in die ohnehin schon schmerzenden Knie.
Nichts ging mehr.
Stechend schmerzte die linke Kopfhälfte, der Nacken ebenso – und eine bleierne Müdigkeit ließ mir regelrecht den Atem stocken.
Ich wünschte, ich würde hier nun einfach mit Worten ausschmücken und literarisch übertreiben. Doch das tue ich nicht.
Mir-ging-es-wirklich-so-richtig-beschissen.
Die Sorgenfalten zwischen den Augen vertieften sich zu zwei großen Furchen. Aus den müden Augen zu blicken fiel mir unter Schmerzen und Erschöpfung nur sehr schwer.
Solange, bis nix mehr geht
Eine letzte Taxi-Fahrt in die Nachbarschaft unternahm ich noch, holte das schon so große Kind nach Hause, füllte erneut die Waschmaschine und leerte Körbe.
Dann wollte ich mich ausruhen.
Stöhnend und wacklig bemühte ich mich weiter, kleinste Dinge zu erledigen.
Weil Mütter einfach kein Ende finden und nie aufhören können, selbst dann nicht, wenn der Körper um Hilfe schreit.
Doch als es an der Zeit war, mit der Familie zu Abend zu essen, war ich diejenige, die auf der Couch zusammensackte.
Ich war weg, hörte die Stimmen nur noch schemenhaft.
Das Herz raste, der Kreislauf spielte verrückt, der Kopf dröhnte.
Ganze drei Stunden schlief ich an diesem frühen Abend im Delirium, schaffte es nicht mehr, mich aufzuraffen.
DAS ist mir in der Form schon mehrere Monate nicht mehr passiert.
Vielleicht habe ich nicht hingehört
Vielleicht aber auch, weil ich nicht hinhörte, als mein Körper leise flüsterte und um Auszeiten bat.
Ich wollte nicht hinhören, als er mir gestand, nicht mehr zwanzig zu sein und sich jetzt im Wandel zu befinden.
Ich ignorierte die Zeichen des Alterns mit all den einhergehenden Veränderungen, die die Zeit Ende vierzig wohl mit sich bringen wird.
Doch ich möchte es jetzt nicht in Worte fassen, dem reifen Kind keinen Namen geben.
So weit bin ich noch nicht.
Und doch gibt es leise, zaghafte Hinweise, die auf sich wechselnde Jahre hinweisen könnten.
Freitag-Abend war es ein Zusammenspiel vieler Veränderungen, insbesondere auch auf hormoneller Ebene, das mich so dermaßen aus der Bahn werfen wollte.
Meine Periode setzte ein.
Noch immer pünktlich und verlässlich – und dennoch verändert.
Stärker, dafür aber sanfter und milder, was die psychische Komponente im Vorfeld betrifft. Zumindest glaube ich das.
Vielleicht ist aber die Zeit vor den Tagen – jene dezent verzerrte Realität – für mich auch einfach “normal” geworden.
Doch kann zumindest mein Umfeld bezeugen:
Die üblichen Heul- und Zornanfälle bleiben neuerdings aus.
Ein Körper im Wandel?
Ich bin zwar wenig begeisterungsfähig und auch nicht allzu selbstbewusst und kommunikativ in jener Zeit. Doch lässt mich die Lutealphase immerhin gedanklich nicht mehr gegen den nächstbesten Baum oder mit Zornes-Bleifuß gegen die Wand fahren.
Die kritischen Tage verlaufen (fast 😉 ) unbemerkter.
Das ist eine Erleichterung!
Dafür allerdings scheinen körperliche Beschwerden in dieser Zeit zuzunehmen und mein Energielevel sinkt vermehrt von Zyklus zu Zyklus gen null.
Training fällt mir sehr schwer – und dennoch überrede ich mich dazu, denn Sport hilft ungemein!
Und jeder Akt in Sachen Hausarbeit kostet doppelte Überwindung.
(Bald rennt die Tarantel wieder mit dem Lappen durchs Haus und schnürt energiegeladen die Laufschuhe – ganz sicher! 😉 )
Ja, ich spüre Veränderungen – auch in mir selbst.
Positive Veränderungen!
Bislang aber – vom erschöpften Zusammenbruch einmal abgesehen – empfinde ich diese Veränderungen sogar als positiv!
Wer hätte das gedacht!?
Ich friere seltener als vorher.
Und wer schon einmal quälend-kalte, immerzu blaue Hände hatte und “Frostbeule” jahrelang als zweiten Vornamen trug, der empfindet so etwas tatsächlich als ein Stück gewonnene Lebensqualität!
Hin und wieder habe ich jetzt warme, normal durchblutete Hände! Geil!
Ich habe keine Lust mehr auf “Drama, Baby“.
Ich mag keine Dramen mehr – schon einmal gar nicht meine eigenen!
Die lass’ ich jetzt öfter aus.
Ich schicke nicht mehr jede zornig-geschriebene Mail raus, teils tippe ich sie nicht einmal.
Ich entscheide jetzt öfter, dass es mir die Sache einfach nicht wert ist.
Das spart mir zwar fünf Minuten “Ruhm” und einen kurzen Akt der Rebellion, schenkt aber gleichermaßen Raum und Zeit für wichtigere Dinge und Menschen im Leben.
Wie weise, eigentlich! 😉
Und – ebenfalls geil am Älter-werden -:
Ich bin teilweise einfach zu müde für das ewige Overthinking.
Ich brech’ irgendwann ab – und schlaf stattdessen ein.
Oder aber ich zucke nach einer Weile mit den Achseln, schmunzele befreit und denke mir “Ach, scheiß drauf!“.
Das ist eine coole Exit-Strategie – und sie gelingt mir immer öfter!
Spannende Veränderungen!
Ist das jetzt eine neue Gelassenheit? Bin ich jetzt eine reife Frau?
Bringen sich wechselnde Jahre eine Scheiß-Egal-Einstellung mit sich – oder ist es Resignation?
Ich werde es wohl noch herausfinden müssen. 🙂
Ich merke auch, dass ich gerade lerne, für mich selbst einzustehen und meinen Wert zu schätzen.
Vielleicht ist es auch einfach verdammt befreiend, seinen Frieden damit zu machen, nicht mehr Mitte zwanzig zu sein und gefallen zu müssen!
Ich muss keine Projektionsfläche mehr sein, muss in kein “Beuteschema” mehr passen.
Ich trete in keine Konkurrenz mehr mit Zwanzigjährigen – warum sollte ich auch? Ich habe jetzt mein eigenes Spielfeld und spiele in einer anderen Liga.
Und das ist ok!
Ich muss nicht mehr jedem gefallen – und empfinde gerade Freude an einer neu entdeckten Lässigkeit!
(Und by the way gibt es auch so viele verdammt attraktive und sexy Frauen jenseits der vierzig! So!)
Ich erkenne gerade, was mir gut tut – und was ich an jeweiligen Tagen oder in gewissen Situationen brauche.
Ich lerne mich vielleicht jetzt neu kennen – und hoffentlich auch wieder so richtig lieben.
Auch wenn der vergangene Freitag vermeintlich Anderes behaupten mag.
Er war vielleicht einfach ein weiterer Tritt in Richtung Selbstbehauptung, Selbstbestimmung und Akzeptanz.
Und ich finde, all das, was ich gerade erlebe, nimmt ein wenig die Furcht vor dem Alt-werden oder gar vor der Perimenopause!
(Und jetzt habe ich es doch ausgeschrieben.)
Denn irgendwie ist das alles auch ganz schön spannend!
To be continued!
Hier Bilder vom Wochenende- zwischen Zyklen, Läufigkeit, Pubertät & Perimenopause 😉














Kommt gut in die neue Woche!
(wie immer – mehr #wibs gibt’s bei grossekoepfe!)
Eure
Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!


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