(Ich muss diese Zeilen genau JETZT schreiben, bevor die junge Hündin in die Pubertät kommt!…
Im Hormonchaos: Warum bist Du heute “wieder” so zickig? DARUM!!! #pms #lutealphase
(the struggle is – immer noch! – real 😉 ) Dienstag. Es sind die Hormone, die dich an einem eigentlich schönen und sonnigen Ferientag in einem erfüllten Leben aufwachen lassen – und alles fühlt sich irgendwie bäh und doof und madig an.
Diese Hormone und chemischen Vorgänge lassen Dich niedergeschlagen und traurig zurück, verzweifelt auf der Suche nach dem eigentlichen Grund dieses Gemütszustandes.
Es-gibt-ihn-schlichtweg-nicht.
Du fühlst heute so. Es übermannt (es sollte wohl eher überfraut heißen) Dich. Und Du kannst nicht dagegen ankämpfen, kannst nicht steuern. Logik spielt hier einfach keine Rolle. (@Männer!)
Es sind die Hormone, die dafür sorgen, dass Du den Teppich, welchen Du vor Wochen mühsam auf allen Vieren mit sämtlichen verfügbaren Hygiene-und Enzymreinigungsmitteln nach einem Welpen-Kacki-Unfall geschrubbt hast, nunmehr doch vehement packst und ihn zornig stampfend in die Mülltonne stopfst.
Wohlwissend, dass Du ihn da nicht mehr herausholen wirst.
Du willst ihn nicht mehr retten, der Gedanke an ihn ekelt Dich an .
Und in Rücksprache mit Gemini (Du möchtest in diesen Tagen nicht mit echten Menschen kommunizieren) wird der Hund sowieso trotz aller Rettungs-Bemühungen dort für immer nur noch “Klo” riechen.
Was vor Tagen noch begeisterte, ist heute egal
Es sind ebenfalls die Hormone, die dafür sorgen, dass Du Dich ob Deiner neu-bestellten Lederjacke, die heute angekommen ist, gar nicht mehr freuen kannst.
Du blickst in den Spiegel, sie sitzt – doch Du fühlst: Nichts.
Sie liegt jetzt in der Ecke, solange bis Du sie wieder lieb haben kannst und mit Stolz ausführen wirst.
Das machst Du aber ganz und gar nicht heute.
Die Hormone lassen Dich heute müde und lethargisch in auf der Couch hocken. Im Hintergrund sind tausend “halb-fertige” Dinge, weil Du einfach keinen Bock hast!
Spülmaschine-einräumen? Sowas von kein Bock!!! (Übrigens auch eigentlich nicht meine Aufgabe!)
Du brichst mittendrin ab, um doch wieder gelangweilt durchs Handy zu scrollen.
Wäschekörbe müssten ausgeräumt und Betten frisch bezogen werden. Du könntest Unkraut zupfen und Fussböden und Waschbecken wischen, E-Mails beantworten.
Du hast gerade sogar Zeit dafür, es sind Ferien!
Aber Du hast absolut kein Elan und keinen Bock.
Wie gelähmt sitzt Du da und magst am liebsten einfach nur eine weiche Decke, Netflix oder gar endlich, endlich, endlich (!!!!) das Buch lesen.
(Bist aber selbst zum Entspannen zu blöd)
Eingekuschelt in warme Decken möchtest Du sein – den ganzen, langen Tag.
Doch Du bist Mutter und hast Verpflichtungen (den Großeinkauf hab’ ich dann doch erledigt und Essen-gekocht und bei der Tierärztin waren wir auch) und heute noch nicht einmal die Muse, Dir kreative Dinge und Unternehmungen mit Deinen Liebsten auszudenken.
Du würdest es irgendwie von Herzen gerne! Und es tut Dir auch weh, dass Du stattdessen einen kostbaren Tag Deines Lebens verplemperst.
Aber es geht einfach nicht.
so unfassbar kalt!
Es sind nämlich auch die Hormone, die gerade wieder Deinen Körper schockfrosten und Dich starr, müde (sooo müde!) und unbeweglich zurücklassen.
Deine Hände eiseskalt, Dein ganzer Körper schüttelt sich vor lauter frieren.
Und Du hast Hunger, so viel Hunger – auf all’ die Sachen, die Du eigentlich meiden wolltest, weil Sie Dir nicht gut tun.
Du musst Dich zum Sport zwingen. Dabei ist Dir irgendwie schlecht und jede Form von Aktionismus ödet Dich an.
Du blickst erneut in den Spiegel und findest die da drinnen doof. So unfassbar blöd und doof.
Beim Zähneputzen fallen Dir all’ diese gemeinen Dinge ein, die Dir irgendwann im Leben widerfahren sind.
Aussagen, Notizen, Verletzungen – und sind sie noch so alt und stehst Du sonst doch so stolz und versöhnend darüber.
Sie packen Dich eiskalt (ich friere so!) und Sätze hämmern in Deinem Kopf!
Sie dröhnen solange, bis Du heute der festen Überzeugung bist, genau diese Person zu sein.
DU bist die Person mit der man nichts zu tun haben möchte, die keine Freunde hat – und die sich besser auch gar nicht melden soll.
Es muss so sein.
Ein Fail. Vielleicht sogar ein Arsch.
Heute bist Du ein Fail – der Hormone wegen.
Du bist außerdem ein Arsch!
Denn Du hast keinem in Deinem Freundes- und Verwandtenkreis Frohe Ostern gewünscht. Du hast einfach geschwiegen.
Weil Du es irgendwie nicht konntest.
Diese Energie zur Interaktion mit Menschen ist gerade einfach nicht da.
Es sind auch die Hormone, die Dich unsicher durch Supermarkt-Regale schlurfen lassen, selbst das Einkaufen wird heute zur Herausforderung und Du fühlst Dich unfähig, banale Dinge zu erledigen. (Schaffst Du aber natürlich trotzdem.)
Es sind die Hormone, die alles in eine grau-breiige Hoffnungslosigkeit tränken – und warum nur ist Dir so unfassbar kalt?
(Das hatte ich schon erwähnt, aber an Tagen wie diesen ist das teilweise wirklich eine schmerzhafte Verminderung von Lebensqualität!)
Du fühlst Dich so unsicher und klein und scheinst selbst die einfachsten Dinge heute nicht hinzubekommen.
Du schmust weniger mit dem Hund und traust Dir die Gassie-Runde und dieses Training heute nicht zu.
Du sitzt einfach nur auf dem Sofa und wartest darauf, dass “es” vorüber geht.
Gleichgültig und ohne Begeisterung
Es sind ferner die Hormone, die Dich gleichgültig und ohne Meinung Erzählungen lauschen lassen.
Das enttäuscht Dein Gegenüber natürlich. Aber auch hier – steuern kannst Du es nicht, höchstens überspielen.
Diese Hormone schreien nach einer heißen Badewanne (oh was ist mir so kalt!!!) und nach fetter Torte, nach dem Liebesroman (für den Du Dir nie die Zeit nehmen wirst und kannst!) und Fast Food, nach bingewatching im Bett (oh träum weiter, Muddi) und einem Handy im Flugmodus (wenn’s doch so einfach wäre).
Diese Hormone wollen den Ausnahmezustand irgendwie überstehen – möglichst ohne Kollateralschäden und zorngefüllte Tränenausbrüche.
Ich könnte diese Liste noch ins Unendliche fortsetzen, doch ich bin gelangweilt.
Ich bin angeödet und gelangweilt von meinem eigenen Text.
Und ich bin genervt von diesem Tag und vor allem von der Frage, warum ich heute “wieder” so zickig und schlecht gelaunt bin.
Mir ist kalt (hatte ich das schon erwähnt?) und ich fühle mich nicht liebenswert.
Ich könnte ein ganzes Rind mit viel Kräuterbutter verzehren und meine neue, sexy Lederjacke in die Ecke schleudern.
(Passt nach dem Rind sowieso nicht mehr.)
Und ich wünsche jedem Mann auf diesem Erdball einmal einen einzigen Tag unter den Hormonschwankungen einer Frau an den Back! So!
Und jetzt lasst mich einfach! 😉
Eure
Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex!

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