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Marketing-Kooperationen auf dem Blog? Was macht die da eigentlich & ist das Arbeit?

“Du solltest lieber mal einen Kuchen für’s Fussballfest backen, statt immer nur zu bloggen”

“Das ist doch nur ein Hobby”
“Und davon kann man leben!?”
“Und hast Du auch noch einen richtigen Job?”
“Aha. Du bist also Hausfrau…”

Es sind nur einige der – zugegebenermaßen schmerzenden – Aussagen, welche mir seit Beginn dieser Seite hier begegnen.

Aussagen, die mir im Grunde egal sein könnten und auf die ich nicht reagieren müsste.

Aber heute ist mir danach!

Denn ich möchte heute erzählen!

Darüber, was es eigentlich bedeutet, einen Blog zu pflegen und am Leben zu erhalten!

Und vor allem, wie bezahlte Marketing-Kooperationen so ablaufen und warum das durchaus echte Arbeit ist!

Arbeit, die honoriert werden sollte!

Und zwar nicht in Form von Brotboxen und Gratis-Proben, sondern monetär!

Ich selbst gehe schon lange keine unbezahlten Aufträge mehr ein – und warum das so ist, das werden viele von Euch vielleicht nach diesem Artikel verstehen.

Mit dem Bloggen überhaupt Geld zu verdienen ist eine Leistung!

Es sind also die Texte, die hier hin und wieder mit “*Werbung” gekennzeichnet sind, um die es in diesem Artikel hauptsächlich gehen wird.

(Pressereisen laufen nochmal anders ab)

Dass ich überhaupt solche Texte hier veröffentlichen kann, das ist durchaus schon eine Leistung, auf die ich sehr stolz sein kann!

Denn die wenigsten Blogger schaffen das!

Und auch ich musste erst eine lange Zeit regelmäßig veröffentlichen und Menschen erreichen, bis ich nicht mehr unsichtbar war – und Kunden auf mich und meinen Wert aufmerksam wurden.

Naja und seine Sache gut zu machen, gehört auch noch ganz nebenbei dazu! 😉

Jeder Text, der hier mit “*Werbung” gekennzeichnet ist, entsteht mit genauso viel Leidenschaft und Herzblut, wie die vollster eigenen Gedanken und Alltagserzählungen!

So viel sei schon einmal verraten.

Aber ich denke, das kann man meinen Zeilen auch entnehmen…

Habe ich ein neues Projekt, so gehe ich darin (gedanklich) voll und ganz auf – und meistens bilden sich schon Visionen und formen sich Zeilen, bevor ich überhaupt den Laptop geöffnet habe.

Und ich wage zu behaupten, das bedeutet wirklich sein Hobby zum Beruf und zur absoluten Leidenschaft gemacht zu haben!

Jede neue Kooperation ist eine Herausforderung für mich!

Keine gleicht der Anderen und die Kommunikation mit den jeweiligen Firmen und Kunden macht mir unfassbar viel Spaß.

Kann ich dann auch noch mit meinen Texten unterstützen, sichtbar machen und Euch Ideen, Visionen, Projekte oder gar Produkte näher bringen so ist das ein durchaus erfüllendes Gefühl!

Nur vermisse ich aktuell leider jene Form des Schreibens ein wenig.

Es ist kein Geheimnis, dass Aufträge aktuell nur sehr spärlich eintrudeln und auch dass ich teils Stunden mit Akquise verbringe.

Das Geld sitzt nirgends locker und auch befürchte ich – und das schrieb ich schon öfter – die Glanzzeiten der Blogs sind vorüber.

Das macht mich unfassbar traurig und ich vermisse diese Form der Arbeit schmerzlich!

Ich hatte immer gehofft, mein Geld mit dem Schreiben verdienen zu können.

Und auch wenn hier stets nur von einem Taschengeld die Rede sein sollte – ich hatte mir mehr Wachstum gewünscht.

Aktuelle aber fühle ich mich eher mit der ernüchternden Erkenntnis konfrontiert, mir längerfristig etwas Anderes zum eigenen Verdienst suchen zu müssen.

Das macht mich traurig und auch orientierungslos.

Aktuell fühle und spüre ich hier Plan B noch nicht.

Die Kleinunternehmerin in mir

Aber wie laufen Marketing-Kooperationen eigentlich ab? Wie sieht meine Arbeit aus?

Was muss man beachten?

Darüber mag ich jetzt gerne einmal schreiben!

Ich bin also Freiberuflerin und habe ein Gewerbe angemeldet – sonst dürfte ich nämlich gar kein Honorar für Kooperationstexte in Rechnung stellen.

Also JA! Ich bin Kleinunternehmerin!

Ich mache Einnahmen-Überschuss-Rechnung für die Steuer, muss also Einnahmen und auch Sachgüter versteuern – und ich schreibe Rechnungen!

Macht man das als dumme Nuss, als gelangweilte Hausfrau, die nur zum Hobby bloggt?

NEIN!

Doch bis es überhaut zum Verschicken der Rechnung kommt, ist es meist ein langer Weg.

Von Beginn eines jeweiligen Projektes – eines Textes – bis zu dessen Ende.

Ihr lest vielleicht sieben Minuten – ich verbringe in der Summe acht bis zwölf (?) Stunden mit der Sache!

Wie kommt es zu einem Auftrag?

Bislang hatte ich viel Glück und Firmen kontaktierten in der Regel mich mit spannenden Vorschlägen und Wünschen und Projekten.

Darüber hinaus aber gilt es stets, selbst die Augen offen zu halten und potentielle Kunden mit möglichen Vorschlägen anzuschreiben – das nennt man dann Akquise.

Nun ist es aber so, dass eine Kooperation auch zu mir, meinem Leben und Alltag und auch Euch als meinen Leserkreis passen muss.

Ich muss mich also mit dem jeweiligen Unternehmen beschäftigen, sichte die Website, lese und schreibe E-Mails und informiere mich, lange bevor die Kooperation überhaupt zustande kommt.

Nicht zuletzt muss ich Kunden auch meine Konditionen übermitteln – und es gilt zu überlegen, ob hier zwei Seiten zusammenkommen.

Meine Konditionen sind klar:

Jeder Werbeartikel – der bei mir jedoch NIEMALS einem reinen Werbetext gleicht – wird von mir dennoch für Euch so gekennzeichnet.

Denn sobald ich für einen Kunden schreibe und auf dessen Webseite verlinke und auch noch von diesem bezahlt werde, gehört sich das so! Basta!

Warum kein dofollow?

Und ich verlinke nur nofollow!

(Falls es Euch interessiert, dann googelt gerne)

Das ist wichtig, um meiner eigenen Seite im Google-Ranking nicht zu schaden.

Hin und wieder kommt es nämlich vor, dass Firmen anfragen und explizit nach einer dofollow-Verlinkung fragen.

Das lehne ich aber ab – denn nicht zuletzt kränkt mich das!

Denn Firmen, die auf einen dofollow-Link bestehen, legen gar keinen wirklichen Wert auf Deine Arbeit!!!

Dein Herzblut und die wertvollen Inhalte Deines Artikels sind ihnen egal!

Du könntest irgendeinen Mist hinrotzen (und einige Blogger tun diese leider auch) – und es wäre für den “Kunden” fein.

Hier will man einfach nur eine Verlinkung kaufen und gegebenenfalls sogar einfach selbst einen Gastbeitrag auf Deine Seite klatschen.

Beides – sowohl ein Gastbeitrag als auch der Artikel, den Du schreiben darfst – dienen im Grunde nur als zu vertuschende Hülle, die den wertvollen Link ummanteln.

Und allein aus diesem Grund:

Niemals mit mir!

Alles passt? Dann GO!

Ist es aber der Fall und alles passt, habe ich mir mittlerweile angewöhnt, einen Kooperationsvertrag aufzusetzen.

Denn leider bin auch schon einmal bereits reingefallen – und habe mein Honorar nie erhalten.

Und ist das alles unter Dach und Fach kann ich endlich starten!

Ihr seht, bis dahin ist es bereits ein langer Weg – Arbeit, hinter verschlossenen Türen, die keiner sieht!

Nun darf ich eintauchen – in die Materie, in die Vision, darf mich in das Unternehmen und die Sache hineinfühlen.

Das macht mir soviel Spaß.

Erst dann, habe ich alle Informationen zusammen (nicht selten schickt der Kunde auch ein kurzes Briefing mit Wünschen und Infos, die unbedingt in den Artikel sollen), kann ich loslegen und meinen ganz eigenen Gedanken freien Lauf lassen.

Von Herzen gerne erzähle ich erst aus meinem Alltag und meinem Leben – die Kooperation und das Unternehmen wird dann in den Beitrag eingebettet.

Ich finde das viel schöner und authentischer, als gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und Euch mit Fakten zu bombardieren, die Ihr auch selbst einfach der Website entnehmen könntet.

Schließlich ist es ja auch meine Seite!

Und Ihr seid meine Leser – da will ich auch Kooperationstexte ordentlich und nach meinem Gusto machen.

Nun, bislang kam das beim Kunden auch jeweils sehr gut an! 🙂

Viele Fotos gilt es ebenfalls in den Text einzufügen und vor allem zuvor aufzunehmen und zu bearbeiten!

Auch das ist ein ganz schöner Brocken Arbeit!

Und wenn der Text dann fertig ist?

Habe ich alles fertig, Korrektur-gelesen, den Text gestaltet und strukturiert und alle notwendigen Informationen eingefügt und Wünsche des Kunden berücksichtigt, geht ein Vorschau-Link – also ein Entwurf – an den Kunden.

Denn keine Veröffentlichung ohne vorherige Freigabe!

Hin und wieder kommt es auch zu einer Korrekturschleife.

(Hinweis an andere Blogger: Das unbedingt im Kooperationsvertrag begrenzen oder Honorar entsprechend anpassen!)

Und erst dann darf ich veröffentlichen!

Doch ist es auch mit diesem Klick nicht getan.

Nun gilt es den Text auch zu verbreiten!

Ich muss meinen Beitrag (bei Werbetexten mit Teaser!) auf allen gängigen Social Media Plattformen teilen und verlinken.

In der Regel schalte ich auch eine Werbeanzeige über Facebook – alles in allem habe ich noch rund eine Stunde NACH Veröffentlichung Arbeit!

Und dann – erst dann! – darf ich abschließend meine Rechnung an den Kunden schicken und das Projekt für abgeschlossen sehen.

Was habe ich im Laufe der Jahre gelernt?

Nun, die erste Erkenntnis ist glasklar und auch eine klare Botschaft an alle anderen Blogger-Kolleg*innen:

Geht niemals unbezahlte Kooperationen ein!

Niemals!

Kein Blogger sollte sich unter Wert verkaufen!!!

Ein Text ist nicht mal einfach so geschrieben und aus dem Ärmel geschüttelt!

Da gilt auch nicht das Argument:

“Du schreibst doch eh ständig! Das macht Dir doch Spaß!”

NOPE!

Kooperationen sind Arbeit und Recherche und halten viele Stunden beschäftigt.

Stunden, in denen ich mich nicht um Haushalt und Kinder kümmern kann.

Stunden, in welchen ich meinen Liebsten gegenüber NEIN sagen muss!

Und es ist auch nichts Tolles, eine Trinkflasche oder Gratisprobe zu bekommen! NEIN!!!

(Affiliate halte ich im übrigen auch für Verarsche – aber das ist ein anderes Thema) 

Und auch das Produkt als “Vergütung” zu erhalten ist ein NoGo, denn das muss ebenfalls als geldwerter Vorteil versteuert werden!

Ich schreibe so, wie die Aufträge eintrudeln – also auch vom Urlaubsort aus, denn geregelte Arbeitszeiten gibt es für Blogger nicht.

Und ich habe Leerlauf (leider aktuell zu oft), wenn Andere von Nine till Five arbeiten – schreibe dann aber wiederum Nachts, an Feiertagen oder am Urlaubsstrand.

Manchmal zählt nur die Reichweite – leider

Große Firmen sind teils nicht mehr mit Leidenschaft bei der Sache. Leider.

Sie legen auch ebenso wenig Wert auf die Qualität Deiner Texte – hier geht es nur um Reichweite und Zahlen!

Und ich denke by the way auch nicht, dass ich immer verpflichtet bin, im Vorfeld alle meine Zahlen und Statistiken brach zu legen.

Auch das kommt oft im Vorfeld vor.

Es ist ok, nach meinen monatlichen Aufrufen zu fragen – danach bemisst sich im übrigen ja auch das Honorar!

Aber nicht nach mehreren Screenshots vieler Monate!
Denn das geht zu weit – und bedeutet ebenfalls viel Arbeit, lange bevor überhaupt die Kooperation zustande kommt.

Arbeit, die ich eigentlich auch vergütet bekommen sollte!

Startups – Menschen mit Herzblut und Leidenschaft

Am liebsten arbeite ich daher mit Startups zusammen!

Hier stehen noch echte Menschen mit Visionen, Träumen und Leidenschaft, mit Herzblut, dahinter!

Das sind mir die liebsten Projekte und es waren schon einige wundervolle dabei!

Ein bisschen Transparenz…

Und vielleicht konnte ich heute ein wenig Transparenz schaffen.

Darüber, was “die” eigentlich macht.

Über das, was mir so sehr ans Herz gewachsen ist und was ich in Zeiten wie diesen vermisse.

Es wird mir schwer fallen, wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren und jene Form der kreativen und selbstständigen Arbeit ein wenig aufzugeben.

Und dennoch wird es wohl so sein.

Vielleicht möchte ich es ja sogar so – ein Halbtagsjob und bezahlte Kooperationsaufträge als Nebenverdienst. Das wäre möglich und vorstellbar.

Und jetzt schickt mir endlich wieder Aufträge! 😉

Eure 

Alex

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