„Grinchy“ X-Mas everyone!

Ich hab’s schon wieder getan. Aus den verschiedensten Gründen „grinche“ ich noch immer hässlich-grässlich vor mich her. Und weil ich gerade in diesen Tagen das miesepetrige Genknotter einfach nicht abstellen kann und auch keine dunkle Höhle oben auf’m Bergesgipfel meinen geheimen Zufluchtsort nennen kann: Kacke ich selbst Geräte an! Es ist so etwas wie eine morgendliche, vorweihnachtliche Routine geworden:

„Echo!“, die früher „Computer“ und noch früher „Alexa“ hieß, reagiert mit blau-leuchtendem Licht:

„Schalte  den Weihnachtsbaum an“ (das „Bitte“ kann ich mir bei der Schlampe sparen!)

„Ok“

„Echo!“

„Schalte Licht an“ (die silbernen Weihnachtspyramiden  – außergewöhnlich viel „Bling, Bling“ für einen Grinch)

„Ok“

„Echo!“ (wieder blaues Licht als Zeichen der ungeteilten Aufmerksamkeit)

„Strebersau!!!“

Oh Mann! Selbst darauf antwortet die blöde Kuh! Jetzt schwafelt sie von Nerds und ihrer Ehre durch meine Bezeichnung zu diesem Personenkreis dazuzugehören! No way? Denkste! Probiert’s mal aus! Funktioniert wirklich! 😉

„Echo!“

„Selbstzerstörung!“

„Und Nein! Ich breche den Vorgang NICHT zuvor dramatisch ab!“  „Frag nicht erst!“

Ihr seht, in Tagen wie diesen, wenn Mutti gefühlt doch kurz vor der Mutter-Kind-Kur also known as Wattwurm-Jagen mit drei Grüffelo-Kindern (der Grinch blieb ja meines Wissens kinderlos?) steht, spreche ich sogar mit Technik-Scheiß, den mein Gatte in’s Haus geschleppt hat.

Gut, dass nicht noch eine Echo-Version im Schlafzimmer vorzufinden ist!

„Echo!“

„Dimme das Licht!“

„Ok“

„NEIN! Nicht ganz aus!“ „Verklemmte Zicke!!“

Ich befürchte meine vorweihnachtliche Stimmung und Boshaftigkeit hat ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Läuft alles etwas anders dieses Jahr, ohne Euch mit Details langweilen zu wollen.

Und um mich besser zu fühlen muss ich jetzt mal ordentlich wegwerfen.

Noch nicht die Ikea-Kindersessel, aber anderen Kram. Oder Haare lassen. Aber dazu gleich.

Denn irgendwie schaffe ich es nicht alte Gewohnheiten wegzuwerfen was mich dieser Tage gerade besonders nervt.

Und vielleicht ist es deshalb so befreiend für mich. Das heimliche, radikale Wegwerfen von Dingen. Sich wenigstens von ETWAS lösen zu können. Vom Materiellen, wenn schon das andere nicht funktioniert. Und keine Angst!: „Das Andere“ ist in keinster Weise auch nur ansatzweise mein mir angetrauter Ehemann! Also atmet wieder durch! 😉

Fest steht jedoch: Nach einem Winter-Vormittag konsequentem Ausmistens ohne „wenn aber Gedanken“ ohne „vielleicht brauch ich’s doch noch irgendwann“ fühle ich mich rein und frei.

Und ich bin mir  übrigens sicher, es wird in wenigen Tagen genug Nachschub wieder vorhanden sein! 😉

Das alte Gerümpel aber ist in der Restmülltonne. Vielleicht nicht unbedingt der Seelen-Müll. Aber es ist ein Anfang. Denn empfinde ich mein Umfeld, mein Zuhause als klar, strukturiert und aufgeräumt, so sieht’s auch in meinem Inneren gleich viel besser aus. So ist das einfach bei mir. Nennt es einen weiteren Tick, analysiert es psychologisch, ich gebe hier lediglich mein Empfinden wieder.

Schmeiße ich unnütze Dinge weg, die mir nur den Weg, den Blick aufs Wesentliche versperren, so fühle ich mich im Glücks-Rausch. Es ist ein Gefühl von Vorankommen und etwas-bewirken-können. Und vermutlich streiche ich damit einfach wirklich nur all die großen und kleinen Seelen-Narben, die vor Weihnachten immer besonders jucken,  vorübergehend ein wenig glatt.

Aber es fühlt sich gut an! „Danach.“ Wie ein Neuanfang. Alles ist auf Reset.

Das was ich im Geiste nicht hinbekomme. „Grummel-grinch-bin-ich-blöd-grummel-grinch.“

Es versteht sich von selbst, dass bei einer solchen Aktion die Kinder nicht im Haus sein dürfen. Denn Ja: Ich ziehe auch heimlich durch die Kinderzimmer. Klein-Grusch wegwerfen. Ihr wisst schon, kaputtes Plastikspielzeug, Ü-Ei Utensilien & Co. Alles Dinge, die den Kindern niemals auffallen würden, die Mutti aber in Gegenwart derer never ever auch nur in die Nähe eines Abfallsackes bringen dürfte!

Wofür brauchen Menschen so viel Zeug?

Frage ich mich jedesmal bei einer solchen Hau-Ruck-Aktion. Ist es nicht sogar belastend von so vielen Dingen umgeben zu sein? Als wäre die Luft schwer und die Sicht trübe, alles in Dunst und Staub gehüllt! Im Urlaub sind fünf Menschen doch auch mit wenigen Dingen zufrieden?

Und weil mir gerade der Sinn nach Trennung von unnützen Dingen und Balast steht, war ich gestern beim Friseur! Ihr wisst schon, Frauen ändern die Frisur um ihren Wunsch nach Wandel und Veränderung auszudrücken. Oder als Zeichen der vorweihnachtlichen Rebellion und des Protestes. In den meisten Fällen fallen dann die Haare. Nur selten werden es mehr 😉

Manchmal haben wir aber einfach auch nur Bock auf eine klitzekleine Veränderung. Oder wollen zeigen: „Hey! Ich kann vielleicht nicht von alten Gewohnheiten lassen! Aber Haare opfern, ja DAS kann ich!“ „Held ich bin!“ In meinem Fall sprechen wir von wenigen Zentimetern/Monaten 😉

Und nun mal alles Gegrummel und Ekelhafte beiseite geschoben:

Auch wenn das diesjährige Weihnachtsfest  kurz und im kleinen Rahmen ausfallen und vielleicht nicht den Optimal-Vorstellungen eines gelungenen Familienfestes entsprechen wird:

Ich wünsche mir für meine Kinder von ganzem Herzen einen schönen Heilig Abend. Denn ich wurde schon vor Jahren reich beschenkt. Und das ganze drei Mal! Was will ich denn schon mehr? Diese lauten Quälgeister sind es wert, dass sich der mütterliche Weihnachtshulk am Riemen reißt und alles tut damit auch dieses Jahr dieser Abend seinen Zauber nicht verliert und lange in den kindlichen Erinnerungen bleibt!

Und damit ich mich dieses Jahr dabei nicht allzu sehr verrenken muss : An dieser Stelle tausend Dank an meine liebe Schwiegerfamilie, die den Heilig-Abend kurzerhand bei sich stattfinden lassen wird! Mit uns!

Das erste Mal seit zehn Jahren feiern wir außer Haus!

Und um ehrlich zu sein: Ich freue mich riesig drauf! Nicht unbedingt auf die Tatsache dass Weihnachten ist…

Aber darauf, dass wir alle gesund zusammen sind und es eben doch liebe Menschen gibt, die mir dieses Jahr unter die grün-zotteligen Arme greifen!

Und geht es nicht eigentlich nur einzig und allein darum? An Weihnachten?

Wenn der Blick nach allem Entrümpeln wieder klar ist?

Die Sicht auf die lieben Wegbegleiter im Leben zu lenken und zu lernen dafür wieder dankbar zu sein! Und zwar immer und nicht nur dann wenn’s jeder meint tun zu müssen?

Und vielleicht sollten wir auch Geräte einfach Geräte sein lassen 😉

„Echo!“

„Dir auch frohe Weihnachten!“

„Strebersau!“

P.S. Und Euch allen anderen da draußen auch eine frohe Weihnacht! Konzentriert Euch auf das Wesentliche und vergesst nicht, Euch über die kleinen, unbezahlbaren Dinge des Lebens zu freuen!

Eure Alex

 

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