Kinder

…sind mir die liebsten menschlichen Wesen auf Erden.
Ich stehe wohl dieser Tage auf kurze Überschriften 😉
Das muss ich jedenfalls immer wieder auf’s Neue feststellen. Noch unschuldig und reinen Herzens, neugierig auf das Leben, immer ehrlich und ohne Berührungsängste. Fähig im Hier und Jetzt zu leben, ohne belastende Gedanken an das Morgen oder gar das Vergangene, eh nicht mehr Widerrufbare,  zu verschwenden. Ohne Gram und hoffentlich noch ohne Seelen-Narben aber mit ganz viel Phantasie und zauberhaften Vorstellungen.

PicsArt_02-20-02.51.13Ich habe aktuell das Glück mit Kindern arbeiten zu dürfen.
Etwas, das ich mir noch vor fünfzehn Jahren niemals hätte vorstellen können. Hielt ich mich doch immer für unbeholfen und ratlos im „Umgang“ mit diesen kleinen Wesen. Manchmal muss Frau dazu eben erst selbst Mutter werden, um die reinste und vollkommenste Art des Menschlichsein zu lieben und zu verstehen zu lernen.

Selbst richtig geliebt fühle ich mich nur von meinen Kindern. Sicher auch vom Gatten, kein Zweifel. Aber rein und aufrichtig, nicht hinterfragend und noch nicht geprägt vom Leben: Diese Liebe können nur Kinder geben! Ich bin beispielsweise so froh, dass es meine Kleinste gibt!

Natürlich liebe ich alle meine Kinder!
Aber sie war eine spätere, spontane Entscheidung, ohne die mein Leben gewiss nicht so erfüllt und lebenswert wäre! Ich betrachte gewiss alle meine Kinder als das größte Geschenk auf Erden, doch ist es der damals bewusst nochmal eingegangene Schritt, der Mut zum nochmaligen Wagnis, der sie für mich so besonders macht. Und die Tatsache, dass sie für immer mein kleinstes Baby bleiben wird 😉

Ich dachte damals, mit zwei Kindern,die Familienplanung abgeschlossen zu haben.
Ist doch perfekt und absolut der gesellschaftlichen Norm entsprechend.
Mutter, Vater, Sohn und Tochter!
Jemand sagte mir sogar früher mal: „Drei Kinder  – das macht man nicht!“
Wie furchtbar im Nachhinein! Denn es fehlte etwas! Im Herzen!
Und so saß ich in diesem Büro, das eigentlich nie genutzt wurde und niemandem etwas bedeutete. In unserem neuen Haus. Ein toter Raum, den es galt mit Leben zu füllen. Nun, das Leben ließ nicht eine Sekunde auf sich warten, niemals hätte ich die Entscheidung noch überdenken können 😉
Fast ein kleines Wunder!

Und da sabbert und knutscht es mich ab, das Wunder. Manipuliert und wickelt um den Finger, drückt Knöpfe und stampft hier und da zornesrot auf den Fussboden. Doch mit der gleichen Leidenschaft drückt sie mich Abends. Jedes einzelne Mal nach dem Duschen, wenn ich sie in ihr Kapuzen-Handtuch stecke. Dann drückt sie mich enthusiastisch. Es ist so etwas wie ein Ritual geworden. Einer der schönsten Momente des Tages. Dann sagt sie mir, wie sehr sie mich lieb hat und dass ich „die beste Mama auf Erden“ bin. Das bin ich tausendprozentig nicht! Aber es klingt schön! Auch wenn mir just in dem Moment mein Gewissen wieder dazwischen funkt und mir erklären will, dass Kinder ihre Mütter immer für die Besten halten, ganz gleich wie unfähig und gemein diese sind. Schnell verdrängen, diesen blöden Gedanken und innehalten, denn es ist kostbar, dieses Ritual.

Im Laufe der Jahre verliert sich diese Leidenschaft ein wenig.
Das weiß ich von den beiden Großen. Deswegen will ich jeden dieser Momente mit der Kleinsten aufsaugen. Diese Unschuld und Hingabe genießen, solange es geht! Die Mittlere sagt es mir auch noch hin und wieder, das „Beste-Mutter-Ding“. Und der Große? Schmeißt sich Abends beim Gute-Nacht-Sagen auf meinen Bauch und hindert mich lachend daran, den Raum zu verlassen. Weil er weiß, dass er mittlerweile so schwer ist, dass Mutti fast chancenlos bleibt. Auch eine Form des kindlichen Lieb-habens! 😉

Aber eben nicht nur die Eigenen, auch andere Kinder machen glücklich!
Das habe ich während der letzten Monate gelernt. Als ich das Projekt mit Musik/Englisch im Kindergarten anfing.

Das Gefühl wenn ein Kind, das nicht das Eigene ist, freudestrahlend auf Dich zu läuft und Dich umarmt, nicht von Deinem Schoß weicht und nur schwer Abschied nimmt. Es ist ein sehr erfüllendes und unbeschreibliches! Es belohnt und entschädigt für alle mit der Sache verbundenen Aufwendungen. Es zeigt mir, auf dem richtigen Pfad zu sein und lehrt mich eines: Die größte Achtung sollten wir tatsächlich vor den Kindern haben!

So und jetzt Schluss mit den gefühlsduseligen Texten! Hoffentlich krieg ich bald meine Tage 😉

Eure

Alex

 

P.S. Heute ist zwar nicht Weltkindertag – aber mir war dennoch danach! 😉

 

 

 

 


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