„Muff das kleine Zottelmonster“ Rezension

*Rezension. „Iiih“ ruft die Kleinste entsetzt, als ich die ersten Seiten unseres neuen Buches aufschlage.

„Der sieht aber eklig aus!“
Nun, mich erinnert „er“ mit all‘ seinen Eigenheiten und eben auch Ekligkeiten vielmehr an einen „Olchi“. Ungepflegt, dreckig, extremst faul und verschlafen und dennoch äußerst liebenswert. Und mit einer großen Vorliebe zu Schokoladenkeksen und exzessivem Fluchen!

Und nun muss ich schmunzeln. Denn jetzt erkenne ICH mich wieder. In diesem kleinen ungeschickten Zottelvieh. Zumindest einmal im Monat könnten er und ich um die Wette schimpfen, fluchen, uns den Zeh irgendwo anstoßen und frustriert Schokolade in uns hineinstopfen. Nur, dass ER dabei noch viel freundlicher und eben liebenswerter ist als ich! 😉

Aber um wen geht es denn hier nun genau?

PicsArt_07-09-06.31.03Die Rede ist von niemand geringerem als „Muff“, dem kleinen Zottelmonster.

Muff ist der beste Freund des kleinen Lucas und wohnt seit jeher im Kinderzimmer der Familie Fröhlich. Und er ist unsichtbar. Zumindest für alle Anderen.

IMG_20180705_131554498_BURST000_COVER_TOPDas kleine Monster stammt aus der Feder von Sina Skor, die mich gebeten hat, dieses niegel-nagel-neue Buch hier auf meinem Blog einmal vorzustellen. Klar mache ich dies sehr gerne, denn Jung-Autoren gilt es zu unterstützen und als absoluter Kinderbuch-Vorlese-Fan bin ich um keine Gelegenheit verlegen, es mir selbst mit der Kleinsten bei Schokoladen-Keksen gemütlich zu machen und ihr dabei vorzulesen! 😉

Doch zurück zu unserem haarigen Freund.

Dumm nur ist, dass Muff von Bewegung und allen verbunden Alltagspflichten nicht viel hält. Muff neigt dazu, stets einzudösen und ein warmes Bett allen Aufgaben vorzuziehen. So ist Muff auch nicht sonderlich amüsiert, als Lucas mal wieder früh morgens zur Schule muss und seinen kleinen felligen Kumpel allein zu Hause lässt.

Und alles kommt wie es nun einmal kommen muss:

Das ungeschickte Monster fällt beim Nickerchen an der Fensterscheibe samt seiner Kuscheldecke in den heimischen Garten und hat partout nicht die leiseste Ahnung wie wieder zurück ins Kinderzimmer zu gelangen ist.

„Soll er doch auf die Blume klettern und dann zum Fenster hüpfen“
schlägt die Kleinste nun lösungsorientiert vor.

Doch Muff nimmt nicht die Blume als Sprungbrett. Nein, er entscheidet sich den Apfelbaum hinaufzuklettern und mit (zum Gleitschirm umfunktionierter) Decke zurück zu fliegen.

Dummerweise treibt er weiter davon, als jemals geplant.

Und landet schließlich zu allem Überfluss auch noch auf dem Dach einer kleinen Propeller-Maschine. Trotz aller Bemühungen wach zu bleiben, döst der kleine Faulpelz ein und erwacht schließlich Stunden später im Schnee! Im Schnee! DAS kann er sich nun wirklich nicht erklären und tappst hilflos durch die ihm so unbekannte und fremde Einöde!

Bis er schließlich einem Pinguin begegnet, der sich seiner annehmen und ihm helfen möchte. Wie es sich herausstellt, ist Muff nämlich im „Land der Eisbären“ gelandet und benötigt nun dringendst Hilfe, um wieder nach Hause zu gelangen. Nur eine Nacht müsste er bei den Pinguinen verbringen, danach möge man sich gemeinsam an die Rettung des kleinen Zottelmonsters machen, so das Versprechen.

Unglücklicherweise erwacht Muff am frühen Morgen abermals allein.

Auf einer Eisscholle treibt er erneut durch die Kälte. Einzig und allein riesige Fussabdrücke im Schnee deuten von der Existenz Anderer. Diese Anderen sind keine geringeren als die Eisbären, welche Muff schnappen und zu König Brummbart bringen. Muff fürchtet um sein Leben und sieht sich gedanklich schon auf dem Frühstücksteller der grummeligen Gesellen.

Eine Notlüge muss her! Ein Einfall!

Da er erkennt, dass die Eisbären nix mehr fürchten als eine Besiedelung von unzähligen Zottelmonstern, gibt er sich als Anführer seines „Volkes“ aus.
Das wirkt! Die Eisbären lassen ihn gehen und bringen ihn sogar zu seinen neu gewonnen Freunden, den Pinguinen, zurück.

IMG_20180709_170933189Dort wird Muff geherzt, umarmt und freudig wieder willkommen geheißen. Und nach einer fröhlichen Feier bis tief in die Nacht hält der liebe „Herr Pingul“ sein Versprechen und führt den armen Muff zurück zur Propeller-Maschine der Menschen.

Kurz muss ich innehalten, denn ich möchte der Kleinsten an dieser Stelle noch einmal verdeutlichen, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht:

Nämlich darum, dass es immer und überall liebe Menschen – und Wesen- gibt, die einen auffangen und helfen. Nicht alle sind böse und überall auf der Welt finden sich Freunde, kann man Familie, Wärme und Herzlichkeit erfahren! Man kann in der eisigsten Einöde willkommen sein und Wärme spüren. Es gilt nur, sich darauf einzulassen! Und da ich solche Erlebnisse selbst schon in meinem Leben erfahren durfte, finde ich diese Message besonders schön.

Die zweite Botschaft in dieser Geschichte erinnert mich zwar ein wenig an die kleine Maus vom Grüffelo, doch ist sie nicht weniger bedeutsam:

Ein gewisses Maß an Vorsicht ist immer gesund und mit Mut und Einfallsreichtum kann viel erreicht werden. Man muss sich nur trauen, denn immerhin hat diese Notlüge unserem Muff den kleinen zotteligen Hintern gerettet!

Die Story endet schließlich damit, dass unser Monster wohlbehalten im Garten „seiner“ Familie landet und ein sehr freudiges Wiedersehen mit Lucas feiern kann. Und schließlich, wie es so seine Art ist, faul und gemütlich einschlummert.
Sicherlich nicht ohne von weiteren Abenteuern zu träumen!

IMG_20180709_181257660Denn ganz bestimmt gibt es schon bald mehr davon! 😉

Viel Spaß beim Vorlesen!

Eure

Alex

*Das Zottelmonster-Buch wurde mir von der lieben Sina Skor zur freien Verfügung überlassen. Gefallen  hat’s uns sowieso und viele schöne Vorlese-Minuten beschert! Ich wünsche der Autorin (und Muff) noch viel Erfolg bei allen künftigen Abenteuern! 😉

P.S. Natürlich gibt’s das Zottelmonster auch bei Amazon. Hier der entsprechende Bildlink! 🙂

 


Ein Gedanke zu “„Muff das kleine Zottelmonster“ Rezension

  1. Liebe Alex,
    auch ich musste beim Lesen deiner Rezension sofort schmunzeln, denn deine Zeilen könnte auch ich geschrieben haben.
    Zitiere: „Denn jetzt erkenne ICH mich wieder. In diesem kleinen ungeschickten Zottelvieh. Zumindest einmal im Monat könnten er und ich um die Wette schimpfen, fluchen, uns den Zeh irgendwo anstoßen und frustriert Schokolade in uns hineinstopfen.“
    Genau so bin ich auch, manchmal tolpatschig, mich irgendwo irgendwas stoßen und dafür blaue Flecke „ernten“, Schokolade on mass essen, ……
    LG Renate

    Gefällt 1 Person

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