„Wenn Fünf eine Reise tun….Vom mütterlichen Packwahnsinn für einen Urlaub, der eigentlich gar nicht stattfinden sollte“ -2018-

Eigentlich. (Mensch hatte ich letztes Jahr noch lange Überschriften! 😉 )
Jedenfalls „Eigentlich“ – so wie letztes Jahr auch schon. Ich berichtete bereits davon, dass wir eigentlich mal aussetzen wollten!

Und eigentlich wollte ich an dieser Stelle abermals darüber berichten, wie ich verzweifelt und schweißgebadet auf den kühlen Fließen des Hauswirtschaftsraums hocke, bei dem kläglichen Versuch das gefühlt ganze Hab und Gut einer fünfköpfigen Familie in Koffer, Tüten und Taschen zu quetschen. Ich wollte wieder über Schweißperlen und Schnappatmung schreiben. Richtig schön dramatisch und überzogen.

Aber das wäre gelogen!

Noch fühle ich mich ganz entspannt!

Und bin mir gerade selbst unheimlich.
Dabei ist in diesem Jahr die Herausforderung sogar eine Größere:
Tüten, Kisten, Klappboxen und diverseste Taschen fallen leider weg! Es gilt den ganzen Klumbatsch, den ich für einen Roadtrip gerne gut sortiert auf Taschen, Koffer und Boxen aufteile in (immerhin) fünf Koffer zu quetschen. Nicht zu überladen und so, dass alle den Test durch die digitale Kofferwaage bestehen.

Nun, das sollte mir jedoch bei einem reinen Badeurlaub (ich rechne mit fürchterlichen 40 Grad!) wohl gelingen! Lange Jeans werden wohl kaum benötigt, und während ich das schreibe fällt mir auf, dass ich eben jene selbst hier in Deutschland seit Wochen nicht mehr getragen habe! Verrückt! 😉

Warum aber bin ich so eigenartig entspannt?

Weil ich direkt darauf zusteuere, die Hälfte zu vergessen? Oder Sonntag, wenige Stunden vor Abflug dann in Panik ausbrechen werde? Weil ich immer alles auf den letzten Drücker machen muss, um wirklich effektiv zu sein? Oder ist es etwa die Routine? Immerhin packe ich nun bereits seit mehreren Jahren für fünf! Und zwar für alle! Zumindest die Klamotten! Schon mal für 14 Tage Hemden und Männer-Unterhosen zusammengelegt!?  😉

PicsArt_07-21-05.21.37Ich weiß nicht, wie viele Koffer ich  bereits in meinem vergangenen Leben gepackt habe. Unzählige! Schließlich überquerte ich früher allein in 6 Monaten dreimal den Atlantik (oder heißt es dann sechsmal?). Ich habe bereits für die verschiedensten Routen, Reisevarianten, Klimazonen und Aufenthalte gepackt. Und genau genommen beginnt bei mir das Packen bereits Wochen vorher!

Ich erinnere mich daran, wie früher meine Mutter Unterhosen feinst säuberlich gestapelt zur Seite legte. Für uns Alle! Bereits eine Woche vor Reiseantritt!
DAS geht bei uns gar nicht! Wie konnte sie das nur umsetzen, frage ich mich hier gerade an dieser Stelle. Ich weiß es noch ganz genau: Vor dem Urlaub wurde nur altes Zeugs getragen, denn das andere steckte ja schon tagelang im Koffer! 😉

Nun, bei mir ist es so, dass die Wäsche zuletzt ihren Weg in die Koffer findet!
Die Waschmaschine läuft bis zum absoluten Ultimo und dann kommt das Zeug einfach direkt vom Wäschekorb in den Koffer. So empfinde ich es am praktischten! Also fange ich circa drei Tage vor Reiseantritt an, alle auffindbaren Kleidungsstücke zu waschen und zu bügeln und nach und nach statt in die Schränke in die Koffer zu räumen. Bislang hat sich dieses Prinzip gut bewährt und mir bestätigt:

Packen für fünf Personen bedeutet also hauptsächlich waschen und bügeln im Akkord!

Gerade dann, geht es ins Hotelzimmer ohne Waschmaschine! Ich werde den (vermutlich überteuerten) Wäsche Service mindestens einmal in Anspruch nehmen, befürchte ich.

Aber warum „packe“ ich dann Wochen vorher?

Ich beginne mit der Reiseapotheke.

Denn die kann ruhig schon sortiert, aufgestockt und gepackt in der Ecke stehen, stört ja keinen. Was kommt rein?
Nun, hierzu gab es auf anderen Blogs schon genügend Tipps, daher nur eine kurze Zusammenfassung. Sofern das bei mir überhaupt geht – packe ich schließlich ganze zwei Apotheken-Täschchen und könnte somit einen ganzen Urlaubsort versorgen! 😉
Doch trug es sich in der Vergangenheit nun einmal so zu, dass meine Kinder immer im Urlaub krank sind!

Wichtig sind die Klassiker als da wären:

Ibuprofen, Paracetamol, Nasentropfen, Pflaster in verschiedensten Ausführungen, Wundreinigungsspray, Elektrolytlösung, Jodsalbe, Hydrocortisonsalbe, Saft gegen Reiseübelkeit, Arnika-Salbe (das Einzige homöopathische Zeugs, das mich in der Tat überzeugt hat)…Was hab ich vergessen? 😉

Ist das erledigt, fange ich nach und nach an, die Kulturbeutel zu bestücken. Hauptsächlich meinen riesigen, überdimensionalen, mindestens fünf Kilo schweren, versteht sich! 😉
Auch hier ist es ja egal, wenn’s länger rumsteht, wird ja nicht schlecht und ich habe sowieso immer viel zu viel von dem ganzen Zeugs.

Irgendwann lege ich weitere Dinge beiseite, die mit müssen und im Alltag nicht mehr benötigt werden als da wären Camping-Wäscheleine (geilste Erfindung ever), Waschmaschinentabs (in der Hoffnung auf Waschraum in der Hotelanlage), Spüllapen (für Schuhe etc.), diverse kleine Reisespiele und Malsachen für die Kinder, feuchtes Toilettenpapier (kein Mensch hat Bock am allerersten Urlaubstag gleich vor Ort danach zu suchen!!!), Tauch- und Schwimmgedöns, welches im Freibad nicht benötigt wird.

Und Kleiderleichen

Kennt ihr Kleiderleichen? Die packe ich als Nächstes ein. Braucht Frau auch nur, geht es in einen Hotel-Bade-Urlaub. Ich wisst schon: Der Quatsch mit dem schick machen zum Abendessen. Einerseits freue ich mich wie Bolle drauf, andererseits find ich’s manchmal lästig und albern. Und so krame ich all die schönen Fähnchen hervor, die Frau Mutter sonst nie zu tragen vermag. Hey! Eines finde ich sogar noch mit Preissschild dran! 😉

Ich erwecke also gut knapp 12 Abende im Jahr längst vergessene und in der Versenkung verschwundene Schätze zum Leben!
Wenn das nicht diesen Urlaub dann doch rechtfertigt! Vorausgesetzt natürlich alle Kinder bleiben gesund. Denn sonst verweilen die hübschen Teilchen weiter auf dem Bügel der Hotelzimmer Garderobe und Mutti zieren stattdessen Kotzschüssel, Feuchttücher und Lappen. Kam alles schon vor 😉

Und das ganze Technik-Kabel-Gedöns?

Ist ausnahmsweise nicht mein Bier! Doch weiß ich mittlerweile aus der Erfahrung, dass hierzu auch ein kleiner extra Handgepäck-Koffer benötigt wird! Welcher bei der Sicherheitskontrolle komplett entleert werden darf! Doch das ist es wert. Dem It-ler sei dank, sind wir im Urlaub stets mit diversen Kabeln, Tablets, Ladegeräten, Amazon-Sticks, Power-Akkus, Handy-Auslandskarten, Bluetooth Lautsprechern & Co. ausgestattet. Also lass ich gerne packen. Sehr viel davon. 😉

Nun, wir werden sehen, ob es mir tatsächlich gelingen soll diese (fast schon trügerische) tiefe Ruhe und Gelassenheit zu wahren. Während der nächsten 24 Stunden.
Ich wage es aktuell arg zu bezweifeln. 😉

Kurz vorher kommt er immer! Der von reinster Panik gepackte klitzekleine Nervenzusammenbuch!

Dann, wenn mir vor lauter Klamotten schwindelig ist und ich mich doch wieder hinsetzen muss. Dann, wenn ich wieder einmal feststelle, dass ich längst mal wieder die Kleider des Sohnes hätte ausmisten sollen und die vorhandenen noch passenden Hosen für einen vierzehntägigen Aufenthalt ohne Waschen wohl kaum halten werden. Dann, wenn ich Haare-raufend überlege, wie ich das alles jemals wieder finden soll und am Ende gar nicht mehr weiß, WAS ich überhaupt gepackt habe.
Dann ist es wieder so weit, dann „tun Fünf eine Reise“ 😉

To be continued…

Eure

Alex

Nachtrag: Die verflixten fünf grauen Kästen haben mir am späten Abend doch noch den letzten Nerv geraubt! Selbstverständlich viel zu schwer bepackt, ist jetzt nochmal umschichten und aussortieren angesagt. Erkläre hiermit den Versuch des minimalistischen Reisens erneut für gescheitert!  Also vergesst die ganze Klugscheißerei zu Beginn des Textes! 😉 😉 

 

 


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