Die Sache mit der (Kinder-)Ernährung

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*Werbung. Ich hatte es schon des öfteren erwähnt:
Ich bin einfach keine „Dinkel-Plätzchen-Mom“.
Zumindest schon einmal gar nicht, geht es um in akribischer Feinarbeit selbst hergestellte, urgesunde Cookies. Ich kann und möchte auch nicht auf diesem Blog mit Kochrezepten prahlen oder gar mit Tricks und altklugen Ratschlägen zum Thema Kinderernährung!
Die Mutti mit der Back-Schürze vorm ofenfrischen Pflaumenkuchen steht mir genauso wenig wie die ernährungsbewusste Ökotrophologin mit dem selbst entworfenen veganen Kinder-Brotaufstrich!

Man sollte also annehmen, mit Themen wie Kochen, Backen oder gar gesunde Kinder-Ernährung hätte ich nicht viel am Hut. 

Schließlich bin ich gerade einmal in der Lage zwei bis drei Rührkuchen aus dem Effeff zu backen. Und Torte? Noch nie eigenhändig hergestellt. 😉

Ich bin sogar zu blöd Muffins zu produzieren!
Das Must-have bei allen Kindergeburtstagen! Die schmecken bei mir nicht. Außerdem bin ich viel zu ungeduldig und zittrig was das nervige Befüllen der kleinen Förmchen betrifft!

Und wo wir schon beim Beichten sind:

Als ich mit meinem ersten Baby schwanger war, konnte ich noch nicht einmal Kartoffeln kochen! Es interessierte mich früher schlichtweg nicht. Das Thema Ernährung.
Wie auch?
Zwei Jahre meines Teenager-Lebens verbrachte ich damit, mich ausschließlich von Cornflakes und Kaugummi zu ernähren! Meine Regel setzte aus,  von der Gynäkologin wurde mir eine kinderlose Zukunft prognostiziert!

Und heute? Habe ich gleich drei Kinder!

PicsArt_08-28-03.47.58Um deren Ernährung ich mir durchaus Gedanken mache! Nicht nur Gedanken, regelrecht verrückt machte ich mich jahrelang! Das Thema Kinderernährung?
War und ist auch bei mir längst kein Tabu mehr!

Nun, mittlerweile habe ich es allerdings aufgegeben, mir den Kopf zu zerbrechen.

Ich achte nicht mehr mit Argus-Augen darauf, was meine Kinder wann und wie essen.

Darauf, wie viel sie wiegen. Höchstens aus dem Augenwinkel heraus.
Denn Fakt ist:
Der Kühlschrank ist bei uns sowieso gefühlt immer offen! 😉

Und meine Haltung zum allseits zelebrierten „zuckerfreiem Vormittag“?

Nun, kann man ja gerne versuchen. Ob’s die Kinder auch mitmachen, ist die andere Sache. Ich zumindest habe oft das Gefühl, die Brotdose nur für den strengen, prüfenden Blick der Erzieherinnen hübsch herzurichten. Und Nein! Ich steche die Salatgurke nicht Sternchen-förmig aus!

Auch bin ich nicht (mehr) eine der Mamis, die sich heimlich hinterm Küchenschrank verstecken. Beim Schokolade-Essen.
ICH biete meinen Kindern sogar noch ein Stück an!  😉

Jahrelang machte ich mir Gedanken, da sich meine Kleinste scheinbar ausschließlich von Vollmilch, vorzugsweise mit Vanille-oder Kakaopulver, ernährte. Auch damit habe ich aufgehört! Denn sie verträgt es, ist lebhaft und gesund! Irgendwie bekommt sie doch alles was sie braucht. Sei es der Teller mit Pfirsich zwischendurch oder das Grill-Steak vom Papa – ganz automatisch und unbewusst isst das Kind eben letztendlich doch ausgewogen, wächst und gedeiht wunderbar!
Eine Erkenntnis, die ich mir auch erst aneignen musste und die wohl erst mit dem dritten Kind reift! 😉

Und meine Mittlere?

Immer hungrig, isst (fast) alles, nimmt aber nicht zu.
Ich hasse es, wenn sie vor dem Spiegel steht und voller Bewunderung die eigenen Rippen sichtet! Denn DAS wiederum macht mir Angst. Und ich hoffe, dass ein derartig besorgniserregendes Thema wie Mager-Wahn schon bei ganz jungen Mädchen, an uns vorüber geht!
In diesem Fall hätte ich also eher Angst, dass das Gewicht der Tochter zu niedrig, als zu hoch sein könnte! Nun, noch isst sie zum Glück leidenschaftlich gern.

Seit ein paar Wochen haben wir eine neue Waage.

Nun, ich wäre nicht mit einem IT-ler verheiratet, würde diese Waage nicht haargenau sämtliche Maße und Werte des darauf stehenden Körpers angeben! Wenngleich es mir noch immer suspekt ist, wie ein „Ding“ durch die Füße einen Wasser-und Fettanteil bestimmten kann?
Ich brauch’s nicht, spätestens nach der BMI (Body Mass Index)-Anzeige hüpfe ich wieder vom digitalen Wunder herunter.

Selbst bei den Kindern wird der BMI angezeigt! Bei Kindern!

Bislang spielten hier doch nur die sogenannten Perzentilkurven eine Rolle!
Oder etwa nicht?
Möchte ich denn wirklich schon jetzt den Body-Mass-Index des Kindes wissen?
Möchte ich, dass meine Kinder gar von einer solchen Aufzeichnung oder Berechnung wissen?
Ist ein BMI für Kinder denn überhaupt ein geläufiges Thema?
Ich war neugierig und googelte.

Hierbei stieß ich unter anderem auch auf die Seite des Nestle-Ernährungsstudios.
Und ja, es gibt ihn tatsächlich: Den Kinder-BMI-Rechner.
Positiv aufgefallen ist mir aber, dass hier extra darauf hingewiesen wird, dass aufgrund des sich stetig ändernden Fettanteil im Körper eines Kindes auch Perzentilkurven als Richtwert ausreichen.
Vor dem 8. Lebensjahr sollte der BMI nicht von Interesse sein, wird hier ebenfalls erwähnt.
Neugierig war ich aber noch immer und gab die Zahlen
(Alter, Größe, Gewicht, Geschlecht) der Tochter ein.
Und landete schließlich mit dem Ergebnis in einer angezeigten Perzentilkurve 😉
Wer’s selbst auch ausprobieren möchte, der findet den Link dazu hier.

Mich hat’s beruhigt, die „Werte“ der Tochter sind völlig in Ordnung.

Und ich beschließe somit an dieser Stelle mich in Sachen Kinderernährung und Gewicht wirklich nicht weiter verrückt zu machen.

So wie also die letzten Jahre auch schon! 😉
Die Kinder dürfen weiterhin Nachmittags ihr dickes Eis verspeisen. Und auch das vertraute Geräusch der sich immer öffnenden und schließenden Kühlschrank-Türe zwischen den Mahlzeiten soll mich nicht weiter stören!

Mein für mich persönlich ausgemachter Beitrag zum Thema Gewicht und gesunde Ernährung?

IMG_20171108_122523924Ich koche (fast) täglich frisch und warm. Kann ich ja schließlich mittlerweile. 😉
Was Mittags auf dem Tisch steht, wird zumindest probiert.
Wenn ich abends dem (zuckerfreien) Butterbrot wieder „Hallo“ sagen darf bin ich zwar sauer, kann’s aber halt nicht ändern. Geschmiert bekommt’s die Brut dennoch stoisch weiter!
Nachmittags ab 15 Uhr darf „gecheatet“ werden,  abends gibt es immer frisches Brot vom Bäcker, zusammen mit Wurst, Käse und einem Shake aus frischen Himbeeren oder Bananen.
Mehr kann und möchte ich einfach nicht tun!

Nur die vom Taschengeld regelmäßig selbst gekaufte Tüte Chips (vorzugsweise auch noch Typ „Oriental“) treibt mich gerne mal zur Weißglut!

Und nun muss ich aufhören über Ernährung, Bio-Kost, Gewichts-Kurven und orientalisch-würzige Snacks zu sinnieren. Ein neues Kochrezept wartet schließlich auf mich. 😉
Vegetarisch und ganz fix aus lauter frischen, gesunden Zutaten herstellbar!
Ich sehe sie schon vor meinem geistigen Auge: Die langen, entsetzen Gesichter! 😉

Viel Spaß beim Kochen, Backen und Gesund-ernähren!

Eure

Alex

 

*Werbung (beauftragt) durch Verlinkung und Markennennung


3 Gedanken zu “Die Sache mit der (Kinder-)Ernährung

  1. samybee Antworten

    Immerhin demonstrieren Deine Kinder mit Chips „Oriental“ dich schon mal eine erstaunliche Weltoffenheit ?. Meine schaffen es kaum über Paprika hinaus…

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    1. Mama steht Kopf Antworten

      Ja, da sind sie sehr experimentierfreudig, was ich ganz cool finde! 😉
      Immerhin brauch ich mich mit dem Würzen auch nie zurückzuhalten 🙂
      LG!

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  2. deingruenerdaumen Antworten

    Und immer schön locker bleiben.

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