Unser geheimer Adventskalender: Ein DIY-Herzens-Projekt

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Ich weiß gar nicht so recht, was es gerade ist, was da Seltsames in mir vorgeht.
Ich könnte Euch noch nicht einmal Antwort geben auf diese simple Frage, wie es mir zur Zeit geht!
Denn die ehrliche Aussage wäre: Ich weiß es nicht.

Ich kann sie nicht einschätzen, diese Gemütslage, welche dieser Tage vorherrscht.
Doch finde ich diesen Zustand aktuell gerade gar nicht so schlecht.
Es ist ein zur Ruhe kommen nach Monaten und Wochen der Aktivitäten und nervenaufreibenden inneren Gefechten.
Es ist diese Sehnsucht, dieses Verlangen nach Heimeligkeit, nach Geborgenheit und ganz viel Familie!

Ich möchte mich derzeit am Liebsten mit meinen Kindern zu Hause verkrümeln, ganze Nachmittage lang.
Nirgendwo hin müssen und stattdessen bei Tee und Keksen die Bastel-Schublade ordentlich durcheinander wirbeln!

Ich möchte in dicken Kuschelsocken, Norweger-Pulli und lässiger Mütze meine Tage verbringen und viele gut duftende Plätzchen backen.
Mit den Kindern.

Und ich weiß noch immer nicht, ob es gerade eine Last ist, welche nun endlich von mir fällt und sich löst – oder aber eine noch immer vorherrschende Erschöpfung.
Ich kann es Euch nicht sagen.
Ich weiß nur, dass ich es gerade genau so will!
Ich möchte Entschleunigung und Ruhe.
Ich möchte aktuell keine tollen Events und mich aufbretzeln.
Ich möchte einfach nur einen ruhigen Advent mit meinen Kindern und viel Basteln. Sehr viel basteln.
Und mein Haus, meine Rückzugs-Höhle schmücken und in warmen Kerzen-Licht erstrahlen lassen.
So, wie ich es versuchte, in meiner Grinch-Geschichte ein klein wenig zu beschreiben. 😉

Über eine Aktion der letzten Tage freue ich mich ganz besonders.

Ein klitzekleines Herzens-Projekt und im Nachhinein eine sehr schöne Mutter-Tochter-Erfahrung.
„Teamarbeit at its best“ – wenn man es so bezeichnen mag!

Als ich beobachtete, wie viel Freude die mittlere Tochter an der neuen Nähmaschine hat, kam mir urplötzlich eine fixe Idee in den Sinn.
Denn ich wollte nicht, dass die Begeisterung mangels fehlender Projekte schnell wieder einschläft und mein Kind das neue Hobby alsbald wieder vergisst.
Und da ich dieses Jahr bereits der Mittleren einen Adventskalender selbst bastelte, hatte ich den Wunsch dies auch für die Kleinste zu tun.

Vom Opa hatte ich schon vor Tagen Nussbaum-Zweige zum Dekorieren bekommen, welche ungenutzt noch immer im Hauswirtschaftsraum lagen.
Und auf einmal war es da, das Bild vor meinem geistigen (aktuell anscheinend ziemlich kreativen 😉 ) Auge:

Warum nicht einen Adventskalender nähen?

Zumindest die Säckchen dafür?
Denn Säckchen kann die Tochter, das durfte ich die vergangenen Tage beobachten.
Auch, dass ihr das eine wahnsinnige Freude bereitet.

Sie war sofort Feuer und Flamme!

Dieses Projekt wollte sie mit mir gemeinsam in die Tat umsetzen.

Der Stoff war schnell beim Bastel-Discounter besorgt und am darauf folgenden Wochenende durften die ersten Näharbeiten an den Start gehen.
Ich wählte bewusst Stoff unterschiedlichen Musters, weil ich es sehr sympathisch finde, ist nicht alles zu akkurat aufeinander abgestimmt!

Im Gegensatz zu mir hatte sich die Mittlere gut gemerkt, wie man Garn und Unterspule wieder in die

Nähmaschine einsetzt und einfädelt! 🙂
Auch dass zuerst auf links genäht werden muss, damit später die Nähte nicht zu sehen sind und somit hübsche Kalender-Säckchen entstehen musste ich gar nicht erklären!

Im Laufe der darauffolgenden Tagen entstanden somit 24 Säckchen unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Musters, alle aber herzallerliebst anzusehen.

Aber wie nun an die Zweige anbringen?

Ich entschied mich für die Version „Tannenbaum“.
Sprich ich wählte insgesamt vier Nussbaum-Zweige unterschiedlicher Größe und arrangierte sie mittels Kordel Pyramiden- bzw. Baum-förmig.
Jetzt musste quasi nur noch dekoriert werden!

Und natürlich waren auch die Säckchen zu füllen.

Auch hierbei half mir die Mittlere spätabends – zur eigentlichen Schlafenszeit 😉 – mit Begeisterung.
Denn schließlich sollte es ja eine Überraschung für die Kleinste werden.
Welche wiederum bereits friedlich in ihrem Bettchen schlummerte und nix von ihrem Glück erahnte.

Und gerührt musste ich beobachten, mit welcher Hingabe die Mittlere mit mir zusammen Säckchen für Säckchen füllte, Schleifen durch die Nummern-Schilder fädelte und diese dann an die Zweige band. Alles für ihre kleine Schwester! Schluchz!

Und ich finde, in Kombination mit feinsten roten Schleifchen und einem klitzekleinen bisschen Deko, ist der Adventskalender wunderschön geworden!

 

Ganz ehrlich? Es ist der Schönste Kalender, welchen ich je gebastelt habe!

Was sicherlich nicht zuletzt an meiner wundervollen Helferin lag!
Denn ohne die Säckchen, wäre das Projekt wohl nur ein Weiteres in meinem Geiste gewesen! 😉

Und ich bin darüber hinaus froh!

Froh, endlich mal wieder etwas in Ruhe gemeinsam mit der Mittleren gemacht zu haben.
Ein „Geheimprojekt“, das uns Zeit schenkte und wofür ich mir diese von Herzen gerne nahm!
Doch soll‘ es dabei ja auch nicht bleiben.
Bald ist Samstag. Dann dürfen Säckchen und Tütchen geöffnet werden!
Denn ich schenke der Mittleren ja noch viel mehr Zeit, wie ich bereits berichtete.
Jeden einzelnen Advents-Tag. Und genau das, hat sich mein Mädchen nun wirklich verdient. Und ich mir auch 😉

Ja, ich glaube, ich werde mich noch eine Weile mit Kindern, Vanillekipferln und heißem Kakao verkrümmeln.
Mir gefällt diese Bastel-Back-Mama-Nummer an mir gerade.
Mutti schlägt jetzt mal wieder die leisen Töne an und lebt einfach das, was ihr am Wichtigsten auf der Welt ist:
Familie!

Habt es alle schön!

Eure 

Alex

Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex! 😉

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