Nur eine Kiste – Schreiben wollte ich schon immer!

16+

Es war einer dieser Tage. Gestern.
Einer der Tage, die mich betrübt an mir selbst zweifeln und Bestehendes in Frage stellen ließen.
Orientierungslos fühlte ich mich, nicht in der Lage bestärkt und gestärkt an mich selbst zu glauben.
Und eigentlich sollte ich jetzt an dieser Stelle dringendst (!) diese Einleitung überarbeiten (melancholische Heulboje!), denn nicht wenige meiner Texte fangen seltsamerweise genau so an.
Mach ich aber nicht, denn is‘ halt so. 😉

Und dann fand ich diese weiße Kiste.

Beim Aufräumen. Einfach so. Viele Jahre schon stand sie da auf dem Schrank, überzogen von einer dicken Staubschicht.
Darin befindlich Dinge mit besonderem Wert.
Erinnerungsstücke, welche man – gerade als Mama – niemals ausmisten und vergessen sollte.
Weil wir an einigen Dingen hängen und beim Anblick derer sentimental seufzen und in längst vergangenen Zeiten schwelgen.

„Memmem“
so nannte der große Sohn beispielsweise seinen heißgeliebten Schnuller.

Welcher irgendwann, nach dem zweiten Geburtstag, “zufällig“ im Haus verloren ging und nie wieder aufzufinden sein sollte! 😉
Denn er war ja in der „Baby-Erinnerungsbox“ –  und der Schnuller schnell abgewöhnt.
Jetzt fiel er mir wieder in die Hände.

Eine schlichte weiße Pappbox also mit vielen Kostbarkeiten drin.
Ultraschallbilder und Stilltagebücher (ja, beim ersten Kind führt Frau noch Still-Tagebuch! 😉 ).
Krankenhausfotos & Co.
Und auch von mir an die eigenen Kinder geschriebene Briefe und Baby-Tagebücher.

Und ein Text lag darin.

Ich nannte ihn seinerzeit „Rabenmutter“.

Weil mich wieder Zweifel und Sorgen plagten, ich das Gefühl hatte, mich für mein Familien-und Lebensmodell rechtfertigen zu müssen.
Weil ich mir damals schon wie ein Exot vorkam, als temporär nicht arbeitende Mutter.
Und all‘ diese Gedanken schrieb ich einfach nieder.
Vor mehr als 7 Jahren. Nur ganz für mich allein, doch hatte der Text nahezu schon Blog-Post-Charakter.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich allerdings nicht im Traum daran, den Text überhaupt jemandem zu zeigen – oder gar daran, dass viele Jahre später Unzählige dieser Texte öffentlich und online unter der Kategorie „Nachdenkliches“ folgen sollten!

Doch es war schon immer nur ich!

Ich wollte schon immer schreiben! Nur traute ich mich nie!
Und diese Erkenntnis fühlte sich gestern irgendwie befreiend an. Es war schön, diesen alten Text in den Händen zu halten.
Das Schreiben an sich war also nicht die Idee lieber Menschen, die mir Gutes raten wollten.
Es war meine. Sie musste einfach nur eine Weile reifen, um dann erkannt und aus mir herausgekitzelt zu werden!
Und ich?
Musste endlich gesehen und angeschubst werden! (Danke dafür!!!)

Die Vorliebe zum Schreiben (und heute bloggen) – sie steckte also schon immer in mir.
Ich erinnere mich jetzt wieder an Gedichte, die ich in Kindheitstagen verfasste und ausschweifende Briefe (keine Mails! 😉 ), welche ich den eigenen Eltern schrieb.
Selbst Geschichten dachte ich mir seit jeher aus und Aufsätze in der Schule waren für mich stets ein Fest!
Ja, es war schon immer einzig und allein nur ich.
Ich vergass‘ dies nur für viele, viele Jahre.

Ich steckte Texte in Kästen und Schubladen und verschloss eine Leidenschaft ganz tief in mir drinnen.

Weil andere Dinge wichtiger waren.
Weil ich Mama wurde und ganz lange Zeit mich selbst ein bisschen vergaß.

Aus tiefstem Herzen danke ich den wenigen, ganz besonderen Menschen, die mich wieder ein klein wenig lenkten und in die rechte Richtung schubsten.
Denjenigen, denen es gelungen ist, lange Vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen und somit diesen Blog mit entstehen ließen!
Und diese Dankbarkeit lasse ich mir auch nicht nehmen. 😉

Einige dieser Menschen begleiten mich heute vielleicht nicht mehr auf meiner Reise mit diesem Blog.
Und diese Vorstellung, nun sie stimmte mich gestern traurig.
Doch will ich nicht mehr enttäuscht und verletzt urteilen. Das steht mir nicht zu!

Denn vielleicht sollte ich das alles als das ansehen, was es letztendlich einfach nur ist:

Ein natürlicher Prozess!

Der Neugierde der Anfangszeit ist Routine gewichen. Es ist mittlerweile halt normal, dass ich schreibe.
Ich habe mich weiterentwickelt und so hat es auch mein Blog.
Leser gingen, doch kamen auch viele Neue dazu. Weil sich Interessen immer wieder neu definieren, so wie wir es auch als Mensch selbst tun. Und so wie im echten Leben neue Wegbegleiter hinzukommen – und alte Gefährten einfach noch eine Weile verweilen und rasten möchten.
Weil sie einmal verschnaufen wollen und Pause brauchen.
Oder auch einmal an der Weggabelung den anderen Pfad wählen.
Und auch das ist in Ordnung.

Dankbarkeit & Demut

Ich danke allen, die regelmäßig auf diesem Blog hier vorbeischauen und zwar ebenfalls aus tiefstem Herzen!
Noch immer kann ich es kaum glauben und mir vorstellen, dass so viele Menschen mit mir fühlen, meinen Seelen-Müll nicht als hochkarätigen Bullshit kategorisieren und sich dafür bedanken (!) ihnen aus der Seele zu schreiben!
Ich habe so viel Lob und ehrliche Worte bekommen und selbst während ich diese Zeilen hier gerade schreibe, sickern kleine Tränchen der Dankbarkeit und Demut aus meinen Augen.

Und ich glaube, nur darum geht es hier!
Solange das Schreiben mir gut tut und eine Herzensangelegenheit meinerseits bleibt, solange wird es auch „Mama steht Kopf“ geben.
Ganz einfach eigentlich. 😉

Denn ich möchte Texte nie wieder in Kisten verschwinden lassen und unter einer dicken Staubschicht einfach lange Zeit vergessen!

Ich will gesehen werden, mit all‘ meinen Macken und verqueren Gedanken. Ich will das Zeug irgendwo hinpacken. Öffentlich!

Kooperationen & Projekte

Dass ich dafür sogar ab und an richtig coole Projekte umsetzen, Veranstaltungen besuchen, tolle Menschen kennenlernen und wundervolle Kooperationen lebendig werden lassen darf – das sehe ich als absolutes Privileg!
Als das Sahnehäubchen auf diesem Blog!

Zu finden unter Anderem unter „Mutti testet“.

Und auch wenn diese Texte hier auf diesem Blog als *Werbung erscheinen, mir hin und wieder ein nettes, kleines Taschengeld sichern, so sind sie alle meine!
Aus meinem Empfinden heraus entstanden, ganz ehrlich und ganz persönlich geschrieben.
Dabei darf ich Euch versichern, auch nur solche Kooperationen mit Unternehmen einzugehen, die zu mir und diesem Blog passen!
Das habe ich Euch immer versprochen und dabei bleibe ich auch.
Die Verlosung der Kinderlieder-CD beispielsweise lehnte ich erst kürzlich ab. 😉

Und jetzt tretet mich endlich in den Hintern und ermutigt mich dazu, endlich, endlich das blöde Buch zu schreiben!
Kinderbuch von “Mama steht Kopf“ oder Erwachsenen-Satire? Das Anti-Conni-Buch?
Vorschläge unter den Kommentaren sind ausdrücklich erlaubt und erwünscht! 😉

Danke! Dass es Euch gibt!

Eure 

Alex

Der Text gefällt? Dann Daumen hoch für die Alex! 😉

16+

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4 Gedanken zu “Nur eine Kiste – Schreiben wollte ich schon immer!

  1. Saskia Antworten

    Los schreib das Buch!!!;-)

    2+
    1. Mama steht Kopf Antworten

      Is ja gut! Ich mach ja!! 😉 LG!!!

      0
  2. mamiexmachina Antworten

    Ein Anti-Conni-Buch klingt doch lustig! Ich würd´s lesen 😉
    Liebe Grüße, Simone

    0
    1. Mama steht Kopf Antworten

      Oh ja! Da plane ich Großes…und ein bisschen Bitterböses ;))) Liebe Grüße!!!

      0

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