Daheim, Daheim: hyggelige Hyggeligkeit

14+

Wir sind wieder zu Hause und es stellt sich die Frage, was bei uns noch so laufen wird.
In den Herbstferien.
Und guten Gewissens und aus vollster Überzeugung kann ich nun an dieser Stelle behaupten:
Nicht mehr viel!
(Fragt mich das gerne übermorgen nochmal!
Dann, wenn ich mir verzweifelt und genervt die Haare raufe, erdrückt von den eigenen vier Wänden – und betäubt durch Ohren-tötendes Kindergeschrei und Gewusel)

Aber aktuell habe ich nichts Großes mit den Kindern weiter vor.
Der Gatte ist auf Dienstreise.
Und wir? Verweilen zu Hause.

Denn wenn Fünf eine Reise tun, und sei sie noch so kurz, dann wird es unweigerlich immer eines:
Teuer!

Wir haben in vier Tagen Leipzig genug Geld ausgegeben und ganz konzentriert viele tolle Aktionen gemeinsam als Familie erfahren dürfen. Konnten wertvolle Erinnerungen schaffen und unzählige Eindrücke sammeln – doch leider auch Geld auf den Kopf hauen.
In nur vier Tagen waren wir dreieinhalb Mal Essen (einmal holten wir „nach Hause“),  zwei Mal frühstücken, im Zoo, im Theater, shoppen und im Kino!
Nur die  – wirklich empfehlenswerten – Museen, die waren kostenfrei!

Doch wage ich zu behaupten, verteilen daheim gebliebene Familien eben solche Aktionen auf mehrere Wochen und wenngleich wir nicht im Hotel, sondern im Apartment nächtigten, verprasst bleibt verprasst! 😉

Ich sehe es jetzt als meine Aufgabe, den Kindern die letzten Ferientage so angenehm und unterhaltsam – aber gleichermaßen kostengünstig wie möglich zu gestalten.
Was nicht ganz so einfach ist, blicke ich jetzt gerade aus dem Fenster! 😉

Wir wollen’s hyggelig!

Doch kommt mir das Vorhaben gerade Recht.
Uns allen kommt es (noch!) Recht.
Nach so viel Aktionismus und Unterwegs-sein, ist uns allen ohnehin nach Gemütlichkeit.
Wir wollen es uns kuschelig machen zu Hause.
Ich glaube, das derzeitige Modewort dafür ist „hyggelig“.
(Hah! Mein Rechtschreibprogramm kennt’s noch nicht!)
Wir wollen es dieser Tage alle hyggelig.

So trug es sich zu, dass ich vor lauter hyggeliger Hyggeligkeit auch gestern keinerlei Lust hatte, mit irgendwelchen Menschen zu kommunizieren.
Das kommt hin und wieder vor.
Ich wollte mich einigeln.
Das Mobiltelefon blieb an der Ladestation im Schlafzimmer, unzählige Whatsapp ungeschrieben, der Laptop – nicht komplett zu.
Denn da mir das hyggelige Zuhause nicht hyggelig genug war, gefiel mir alles hier nicht mehr.

Nicht schön und hyggelig genug!

Das ist so’n DIng bei mir.
Komme ich aus dem Urlaub, meist aus einem stylischen, kargen Hotelzimmer oder Apartment, dann überfällt mich der ganze familiäre Krusch zu Hause regelrecht.
Und ich verfalle nicht nur in einen Wäsche-Wasch-, sondern auch Aufräum-Ausmist-und Umdekorierungs-Wahn!
Schließlich soll es bei uns auch cool aussehen!

Dabei blende ich meistens versehentlich die Tatsache aus, dass wir hier zu Hause nun einmal wohnen und leben – und all‘ die persönlichen Bilder an den Wänden Zeugen und Relikte wunderbarer Zeiten sind!
Weil das bunte Leben in diesem Hause ist – und dies nicht zu knapp!
Nun, ich aber rückte Vasen zurecht, bestellte neue Kissenhüllen (daher der Laptop) und schmiss tot geglaubte Orchideen weg.
So viel zum Thema entspannt & hyggelig! 😉

Vasen und Gedanken gerade rücken

Doch brauche ich solche Tage hin und wieder.
Umdenken, umsortieren, neu finden.
Geht alles nicht an einem Tag – aber den Versuch isses wert! 😉

Noch immer fühle ich mich nicht vollständig, als ob ein Teil von mir noch fehlt.
Bin auf der Suche nach dem abhanden gekommenen Puzzlestück – und stopfe die Lücken mit Kerzenhaltern, Windlichtern und ablenkenden Bastel-Aktionen.
Welche ich mit den Kindern aber von Herzen gerne mache!

Basteln und Werkeln

Auch darauf freue ich mich dieser Tage sehr!
Erst letzte Woche stellten wir in gemeinsamer Aktion Lavendel-Säckchen (deren Geruch zwar keiner mag – aber die Idee an sich lockte!) her, die mittlere Tochter, die Kleinste und ich.
Während die große Tochter für’s Nähen der Säckchen an der Nähmaschine zuständig war, befüllte die Kleinste eben jene mittels Löffel mit wochenlang getrocknetem Lavendel – und ich war in der Küche für’s Zuknoten der fertigen Objekte zuständig!
Voll schön!

Und genau genommen startete die hyggel-dieses-Wort-ist-und-bleibt-bekloppt-Phase bereits schon in der ersten Ferien-Woche.
Dann nämlich, als ich Nachts um 01.30 Uhr Bock hatte, aus einem alten Bilderrahmen mittels Schnur, Mini-Wäscheklammern und Heißkleber (langsam werden diese nächtlichen heimlichen Rendezvous mit eben jenem verdächtig!) ein Memo-Bord für die Mittlere herzustellen. Nachdem wir am Nachmittag das komplette Zimmer umgeräumt und Möbel gerückt hatten – versteht sich! 😉

Alles Ablenkungsmanöver, um bewaffnet mit der heißen, klebrigen Pistole in einer eindrucksvollen Kopfüber-Rolle vom eigenen Gedanken-Karussell abzuspringen?
Ich weiß es nicht!
Aber die Vorstellung gefällt mir jetzt gerade! 😉

Vielleicht mache ich derartige Dinge aber auch nur, weil’s einfach ab und an geil ist und Spaß macht!
Manchmal muss Frau einfach mal das Haus links machen.
Und weil ich Euch jetzt den Mist schlaumeierisch über Pinterest verbreiten darf!
(Schreibt die wohl faulste bloggende Pinterest-Nutzerin ever! 😉 )

Kommando Rückzug!

Ich glaube, es ist eine Mischung aus allem.
Das Bedürfnis, sich auch einmal zurückziehen zu dürfen.
Und der Wunsch, sich voll und ganz, einzig und allein, auf die eigene Familie konzentrieren zu können.
Ich möchte Gedanken nachhängen, Vorstellungen definieren, zwischenmenschliche Beziehungen überdenken, von alten Wünschen Abschied nehmen.
Ja, es sind viele Dinge aktuell in meinem ganz eigenen Hirn!
Und manchmal helfen da nur noch ein Haufen Ton-Papier und eine richtig coole Pre-Halloween-Bastelaktion, um Dunkles und Gruseliges höchstens an’s Küchenfenster, nicht aber an die geistige Oberfläche kommen zu lassen.

Und jetzt muss ich aufhören!
Schließlich wollen neue Orchideen gekauft werden!
(Die Alten fanden im übrigen an der Bio-Mülltonne eine neue Besitzerin, die unter Garantie einen deutlich grüneren Daumen hat als ich!
Sie rettete die Pflanzen vor dem sicheren Tod – und bescherte mir wieder eine dieser sonderbaren, aber prägenden Begegnungen mit Menschen)

Und Bastel-Papier muss ich herauskramen!
Darüber hinaus Popcorn kaufen für einen gemütlichen Filme-Nachmittag mit den Kindern zu Hause – und Kissen aufschütteln – der Hyggeligkeit (nur einmal noch dieses Wort schreiben! 😉 ) wegen!

Habt eine schöne Rest-Woche!

Eure 

Alex

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