Gefühlschaos

18+

In meinem Kopf – Nein! In der Brust, denn da tut’s eigentlich weh – herrscht gerade das absolute Gefühlschaos.
Ganz ehrlich?
Ich möchte mir dieser Tage selbst nicht über den Weg laufen.
Aber solltet ihr es gerade tun, ihr erkennt mich vermutlich ohnehin nicht.

Die dicke Mütze tief in’s Gesicht gezogen, den Blick traurig nach unten gesenkt.
Auf die zerrissene Jeans und die derben Boots.
Die Jacke, unter der sich der olle Pulli befindet, bis zum Kinn hochgezogen.
Ja, das bin genau ich. Dieser Tage.

Denn – ganz klischeemäßig – spiegelt mein Kleidungsstil immer die eigene Gemütslage wieder!
Ich bin „Kummer“ auf zwei Beinen in jenen kalten Tagen.
Mein Leben steht Kopf und langsam wird mir richtig schwindelig dabei!
Zwar trage ich weder die große, runde Hornbrille noch den selbstgestrickten Öko-Pulli (strickt mir ja keiner einen! 😉 ) – doch meine Version des depressiv gestimmten, stets nölenden „Kummers“ sieht genau so aus, wie sie es gerade tut.
Dabei war ich mal so Anders! Ich bin’s sogar eigentlich noch!
Und ich hoffe, dass diese andere Alex ganz bald wiederkehrt.

Ja, ich befinde mich derzeit gänzlich ungesichert auf der Achterbahn der Gefühle!
Und jetzt bekomme ich neben dem ohnehin flauen Gefühl in der Magengegend auch noch unfassbaren Brech- und Würgereiz – kommt mir nun irgendwie die Helene (samt Bizeps, Glitzer, Glamour und Weihnachtsshow!) in den Sinn!
Geht gar nicht!!! 😉
(Geistige Notiz an mich: Muss dringend ein Synonym für Gefühle und Achterbahn googeln!)

Abschied und Trennung

Ich muss mich neu ordnen und finden in dieser eigentlich so bedeutungsschwangeren Vorweihnachtszeit.
Liebe aktuell die eigenen Kinder mehr denn je – und möchte sie am Besten für immer umklammern (was natürlich mega eklig und peinlich ist 😉 ).
Muss aber auch gerade lernen, mich ein wenig von einem lieben Menschen zu distanzieren, wenngleich ich das gar nicht möchte.
Weil nur noch das ein Ausweg aus einer verfahrenen Situation scheint.
Zur gleichen Zeit muss ich mich von einem weiteren Herzens-Menschen für immer verabschieden.
Ein Mensch, mit welchem ich viele schöne frühere Erinnerungen verbinde.

Und noch immer möchte ich die Realität nicht wahrhaben.
Mag nicht einsehen, dass nunmehr keine Zeit mehr ist für Telefonate – oder wenigstens die kurze Textnachricht, die aber signalisiert
Ich denk an Dich!“.
Ich kann sie nicht mehr abschicken.

Nun kann ich nur noch darauf hoffen, dass Gedanken irgendwo, irgendwie wahrgenommen werden.

Und jetzt heult „Kummer“ übrigens gerade Rotz und Wasser – und putzt mit dem ollen Pulli die Tastatur ab.

Denn ich habe große Angst vor dem Tag des endgültigen Abschieds.
Dann, wenn mir vor Augen gehalten wird, wie endlich alles ist – und dass ich mich nicht zu sehr in mein eigenes Leben hätte vergraben sollen.
Dann, wenn ich abermals vor einer Urne stehe und mich frage, warum eigentlich nie Zeit war für mehr Interesse an diesem anderen Leben.
Wieso Wege sich immer wieder trennen, obwohl man es eigentlich gar nicht so will.

Ich will für meine Kinder da sein!

Ich muss in diesen Tagen eine geduldige, aufmerksame und liebevolle Mutter sein – und merke, wie ich immer wieder scheitere.
Weil das Chaos im Kopf einfach zu laut ist  – und am späten Abend meine Stimme ebenfalls.
Dann schreit die Hilflosigkeit und schreckliche Müdigkeit aus mir heraus und mischt sich mit unfassbarer Reue und Schuldgefühlen.
Den eigenen geliebten Kindern – und so vielen anderen Menschen gegenüber.

Denn, glaubt es oder nicht, ich scheine die außergewöhnliche Fähigkeit zu besitzen, Menschen zu vergraulen, die mir sehr am Herzen liegen. Und das „Ihr Lieben“ (ich bin’s und mag’s immer noch nicht 😉 ) muss Frau auch erst mal hinbekommen.

Es tut mir leid, dass ich in diesen Zeiten hier nicht zu überschwänglich mit viel Witz und Selbstironie glänzen kann.
Das, womit dieser Blog einst mal startete.
Aber es kommt wieder. Ganz bestimmt.

Es sei denn, Ihr möchtet noch ein wenig über das Basteln mit Klopapier-Rollen lernen, dann berichte ich vielleicht auch nochmal darüber! Oder ein hübsches, leckeres Torten-Rezept zu Weihnachten?
Ein liebliches Salzteig-DIY?
Scherz!
Ich bin nun mal die Frau für die dusseligen (Mutter-) Gefühle! 😉

Es braucht noch etwas Zeit

Gebt mir noch ein wenig Zeit.
Ich brauche sie wohl doch noch.
Lasst mich ein bisschen mit der grauen Wollmütze (sie verdeckt eigentlich nur das Grau darunter) kuscheln und die Seele mit Ingwer-Tee und Zimtsternen streicheln.
Aktuell möchte ich einfach nur backen, basteln – und Playmobil-Männchen durch verschneite Winterlandschaften stapfen lassen.
Kostbare Zeit mit den Kindern genießen – und hoffentlich ein bisschen mehr grunzen und lachen und etwas weniger brüllen.
Lasst mich auf Insta die Videos der lieben Celeste Barber (Werbung für das bestes Anti-Depressivum ever!!!) in Dauerschleife kucken!
(Hilft immer! Ungelogen!!!)
Und Döner und fettige Pizza in Bier ertränken.
(Hey! Die zwei Kilo werd‘ ich doch schnell wieder los! 😉 )
Geht bald wieder.

Love and peace!

Eure 

Alex

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