Vom Loslassen, Frei-sein & Luftsprüngen – unser Wochenende in Bildern 25./26.01.

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Samstag

Für meinen Mann ist es immer eine willkommene Reise in die Vergangenheit, für meine Kinder ein Blick in die Zukunft.
Eine Zukunft, welche sich nicht immer leicht gestalten wird, das habe ich bereits erfahren und lernen müssen.
Eine Zukunft, in welcher Kinder hin und wieder einmal mehr eine helfende, tröstende und leitende Hand an ihrer Seite brauchen.
Und die will ich stets von Herzen gern für alle Drei frei haben!

Heute – zwei Jahre nach dem Bruder –  ist es die mittlere Tochter, welche sich das Gymnasium der Nachbarstadt beim Tag der offenen Tür ankucken darf.
Die Noten lassen es mehr als zu und so gerne möchte sie lernen und wachsen wo es auch der Bruder tut.
Und wo es bereits andere Familien-Mitglieder ebenfalls taten.
Eine Tradition, welche fortgesetzt werden möchte – sofern Gott, mein Kind selbst, Lehrer und Noten es wollen.
Und so schlendern wir durch die alten Kloster-Mauern, geführt von unseren lieben „Guides“ und fiebern gedanklich einer weiteren, großen Änderung in unserem ganz eigenen Familien-Universum entgegen:

Der Einschulung am Gymnasium

Tag der offenen Tür am Gymnasium

…ob dieser hagere Kerl vielleicht etwas abschreckend auf die Mittlere wirkte? 😉
…den Retro-Hörsaal gibt’s auch!

…Treppe hoch, Treppe runter – müssen fit sein diese Gymnasiasten 😉

Eine Scheune zum Klassen-Arbeiten-schreiben? Die gibt’s !
…und einen tollen Kunstraum ebenfalls

Wir haben Hunger nach so viel Staunen und Begutachten und möchten uns mit der bald neunzigjährigen Tante des Gatten zum Mittagessen treffen. Für sie eine willkommene Abwechslung in Gesellschaft – für mich einmal weniger Dreck in der Küche! 🙂

…schätze das sonntägliche Mittagessen ist hiermit ebenfalls gesichert! 😉

 

…Dank Rollator ist die Tante des Gatten noch gut zu Fuß!

Wieder zu Hause erledigen wir schnell noch den Wochenend-Einkauf – und während die Kinder im Obergeschoss miteinander spielen, darf ich gemeinsam mit dem Gatten einen alten Freund wieder treffen!
Und dies ist niemand Geringeres als der ehrenwerte Captian Jean-Luc Picard alias Sir Patrick Stewart!
Wir sind begeistert und können kaum die nächste Folge „Picard“ abwarten!

Doch ich muss noch einmal raus, brauche frische Luft und Bewegung – und der Gatte auch.

Wertvolle Zeit zu zweit

Grenzen akzeptieren und ebenso Dinge, die wir nun einmal nie verstehen werden oder gar ändern können.
Frieden mit der Sache und dem jeweiligen Menschen schließen und endlich das Tal des Jammerns verlassen.
Und zwar zuversichtlich und erhobenen Hauptes.
Freundlich bleiben und von Verurteilungen absehen, gerade dann, wenn uns die andere Seite gänzlich unbekannt ist.
Sichtweisen und Perspektiven ändern und milde über Geschehenes hinwegblicken.
Wohl aber wissend, dass nix mehr wird wie es war und dennoch irgendwann einmal abermals eine positive Wendung nehmen kann.
Verzeihen. Sich selbst. Anderen.

Signale wahr nehmen und nicht bewusst trotzig dagegen arbeiten.
Respektieren und Annehmen.

Ich bin vierzig – und noch immer muss man mir die Menschen erklären.

So fühlt es sich nicht allzu selten an.
Ich tue mir hin und wieder schwer in zwischenmenschlichen Beziehungen, um hier einmal ganz ehrlich zu sein.
Mache viele Fehler, reagiere falsch, interpretiere Aussagen fehl – und habe mir hierdurch schon die ein oder andere Freundschaft verdorben und lieb-gewonnene Menschen vergrault.
Durch eigene Unsicherheiten und ein verzerrtes Weltbild.
Mein Weltbild, in welches ich hin und wieder herein rutsche.

Neue Erkenntnisse

Einer, der das Leben kennt und mit mir geht, der mich versteht und mich hin und wieder wachrüttelt ist ausgerechnet mein Mann.
Mein bester Freund und Begleiter seit jeher!

Und so tut er es auch heute Abend, während des gemeinsamen Laufs durch die kühle Dunkelheit.
Mich plagen Gedanken und Sorgen und wir haben Zeit.
Zeit zum Reden und den Anderen zu Verstehen.

Ich komme in dieser einen Stunde dem eigenen Mann wieder viel näher, als es mir sonst eine ganze Woche nicht gelingen mag.

Und das ist schön!
Und ich sehe Dinge anders nach diesem Lauf.
Konnte neue Erkenntnisse gewinnen und Entscheidungen für mich finden – und diese hoffentlich nun ganz lange festigen und konservieren!

Denn die Welt ist nicht durchweg schlecht, genauso wenig wie die Menschen.
Zwischen Schwarz und Weiß existieren so viele melierte und schattierte (Grau-) Abstufungen, dass keine – kein Mensch – dem Anderen gleicht.
Auch das lerne und erkenne ich, während ich die kühle Januar-Luft in mich aufsauge.

Eine Stunde Zweisamkeit, die so wertvoll ist und gleichermaßen so schön.

Wie das für uns möglich ist?

Nun, das hat wohl damit zu tun, dass alles einmal wieder kommt und mit jedem weiteren Kinderjahr auch ein klitzekleines Stückchen Freiheit zu uns Erwachsenen zurück kommt.

Der große Bruder ist mit seinen 12 1/2 Jahren nunmehr in der Lage, auch einmal eine Stunde auf die beiden Schwestern aufzupassen.
Ich kann und darf ihm dies nun zumuten und er macht es Stolz-erfüllt von Herzen gerne!
Wir laufen nur im Ort und haben beide Telefone dabei, im Zweifel wären wir auch schnell wieder zu Hause.
Und doch fühlt es sich an, wie die kleine, große Freiheit! 🙂

Und somit ist allein dieser Lauf unter dem frischen Abendhimmel (ich weiß nicht mehr ob er klar war, also muss ich ein anderes Adjektiv verwenden 😉 ) ein großes Highlight, was dieses Wochenende betrifft!

…als wir wieder nach Hause kommen, sitzt eine Disco-Kugel in meinem Kerzenhalter! Die Kinder spielen Stopp-Tanz! :))

Sonntag

Hoch hinaus möchten wir heute.
Fliegen. Frei sein. Luftsprünge vor Freude unternehmen!
(Und hoffentlich einen guten Büstenhalter tragen!!!).

Die Kinder möchten in den Trampolin-Park der Heimatstadt und wir lenken neugierig ein.
Denn wenn etwas das sonst so zurückhaltende, muffelige Pubertier dermaßen begeistert, dann muss es wohl doch gut sein – oder etwa nicht?

Wir sind gespannt….

Nachtrag: 

Wir haben es tatsächlich in die Trampolin-Halle geschafft.
Ich weiß nun einmal mehr von der Existenz des weiblichen Beckenbodens („Reiß Dich zusammen! Reiß Dich zusammen! Reiß einfach ALLES zusammen!!!) und dass Frauen fortgeschrittenen Alters, welche zudem auch noch drei Kinder auf natürlichem Weg zur Welt brachten, VOR dem Hüpfen gefälligst auf’s Klo gehen sollten!
(Nein! Nix daneben gegangen, grübelt erst gar nicht! 😉 ).

Ebenfalls habe ich gelernt, dass frühere Schulter-Luxationen und niemals operativ behandelte Schultern nicht Hangel- und Ninja-Parcours-kompatibel sind – und dass ich überhaupt sowas nicht wirklich unbedingt brauche.
Wohl aber weiß ich jetzt, wie wahnsinnig es rockt, den eigenen Mann offiziell vermöbeln zu dürfen! 😉

…wirklich geschafft hat’se nix. Aber Posen kann’se 😉
…und den Mann auslachen auch

Kommt gut in die Woche! 

Eure 

Alex

P.S. Wie immer: Viele andere Familien-Wochenenden findet ihr bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung) 

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