Die Welt ändert sich und ich mich mit – Unser Wochenende in Bildern – Corona-Tagebuch – Tag 6 & 7

14+

Ich muss nicht zur Super-Mom mutieren, während der nächsten Zeit.
Wenngleich ich hier viel vom Neubeginn und Chancen schreibe (und das alles noch immer so sehe!), stellen die nächsten Wochen – oder gar Monate – für mich keine Challenge dar!

Herausforderung ist diese ungewisse Zeit schon genug, da müssen wir Mamas uns nicht nun auch noch selbst den Druck machen – und ausgerechnet jetzt das Beste an Mutter-Qualitäten aus uns hervor kramen.

Nur, weil wir jetzt daheim sind und (trotz Homeoffice und Homeschooling) bedingt durch die Tatsache, nicht mehr durch die Weltgeschichte zu tingeln, mehr Zeit haben.

Doch ich will ganz offen und ehrlich sein:

Ich genieße das enge Zusammensein und diese extra Zeit mit den Kindern (noch) sehr!

Ich wollte immer Mama sein und JA, ich lasse mir jeden Tag wenigstens ein Highlight einfallen, um die Kinder zumindest ein klitzekleines bisschen von Tablet & Co. fernzuhalten.
(Mal gelingt mir das dann mehr, mal aber auch weniger – siehe ganz unten! 😉 )

Denn jetzt ist ganz sicher auch nicht die Zeit, die Sache mit dem Medienkonsum neu aufzurollen und zu überdenken – vertagen wir dies lieber.

Wir befinden uns gerade einmal bei Tag 6 und haben bereits…

….das Trampolin aufgebaut, den Schuppen ausgemistet, gegärtnert, Kresse gesät, Ostereier mit Acrylfarben bemalt, die Natur am See genossen, ganz viel Wasserfarbe gemalt, Schoko-Früchte hergestellt – und Sandkuchen gebacken.

Und das alles ist wunderschön!

Doch erstens muss ich hier keinen Kreativ- und Förder-Marathon veranstalten – und zweitens kommt es möglicherweise auch vor, dass ich mich dieser Tage einmal mehr auf dem Klo einschließe!

Der Ruhe und des Alleinseins (social distancing hin oder her!) wegen. 😉

Ich merke eine Veränderung

Aber ich verändere mich!

Vitamine zum Frühstück
Pause im Kinderzimmer
…während Minecraft gespielt wird 😉

Diese Tage verändern mich, das muss ich offen und ehrlich zugeben.

Und zudem auch noch positiv überrascht feststellen.
Nicht nur die Welt ist im Wandel, sondern auch ich selbst verspüre eine Veränderung.

Fühle mich aufmerksamer und wachsamer, weil weniger Drumherum ablenkt.
Sehe“ meine Kinder und nehme feinste Signale deutlicher wahr!

Ich weiß auf einmal ganz genau, was gerade angebracht ist – und welches Kind gerade besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigt.
Auf einmal scheine ich Dinge „richtig“ zu machen, die mir im alten Alltag so oft entglitten!

Wo wir wieder bei der Chance und den positiven Dingen – der etwas anderen Sichtweise durch diese besorgniserregende Zeit wären.

Ein besonderer Spaziergang

So kam es, dass ich am Samstag den Sohn schnappte und mit ihm über Felder und Wiesen zum nahe gelegenen Bach stapfte.
Nur wir beide ganz allein.
Weil es genau das war, was er in der Situation brauchte!

Kopf lüften und positiv denken!
…kein einziges Flugzeug ist am Himmel zu sehen….

Wenngleich er es anfangs nicht wusste und sich zu wehren versuchte. 😉

Irgendetwas wollte er im Obergeschoss bauen, eine Kettenreaktion und wandelte Flur und Zimmer in ein Gebilde aus aufgereihten Büchern und Gegenständen um.
(Langeweile macht kreativ!)

Als es jedoch nicht funktionierte, stießen das kleine Kind in ihm (welches da noch immer steckt) und mangelnde Frustrations-Toleranz aufeinander – es wurde laut und Dinge flogen durch die Gegend.
Klar gab ich meinen Unmut über den Zustand des Obergeschosses ebenfalls lautstark kund – und der Streit war vorprogrammiert.

Unter normalen Umständen hätte ich ihn motzen lassen.

Hätte nicht gesehen, was meinem Sohn vielleicht genau jetzt gut tut.
Weil zu viele andere Dinge ablenkten und keine Zeit war.
Jetzt aber schon.

Ich sprach ihn an und sagte ihm, dass er mir wichtig ist und viel bedeutet.
Und dass ich nunmehr mit ihm ganz alleine Zeit verbringen möchte. Nur wir beide.
Er dürfe reden, wenn er es möchte, muss aber nicht.

Einzige Bedingung:
Er begleitet mich auf meinem Spaziergang.
Weil er mir als Mensch wichtig ist!

Und wir redeten!

Mein Kind zeigte sich mir nahe und aufgeschlossen, weit mehr, als es die letzten Wochen möglich war.
Die Natur erschien in nahezu zauberhaftem Licht und Wasser plätscherte klar und friedlich vor sich hin.

Ein Szenario welches sich mir an einem „gewöhnlichen“ Wochenende nicht geboten hätte!

Nach dem Spaziergang widmete ich mich dem Geschirr, denn die neue Spülmaschine ist zwar bestellt – wird aber aufgrund der gegebenen Umstände erst in ein paar Tagen ihren Weg zu uns finden. (Hoffentlich!!!)

Doch auch das wirft mich gar nicht mehr so sehr aus der Bahn.
Ich konnte Gedanken schweifen lassen und hatte im Anschluss immer noch Zeit, mit den Mädels hübsche Osterbilder zu basteln.

Sie sollen als Gruß an die lieben Großeltern zum Einkauf dazu gelegt und vor die Tür gestellt werden! So der Plan!

….für den nervlichen (& körperlichen) Ausgleich! 😉

Sonntag

Sonntags schlafen wir aus. Das ist so, war schon immer so und wird auch in diesen Zeiten so bleiben.
Regelmäßigkeit und Struktur hin oder her – an diesem Sonntag soll sich die Welt einfach noch etwas langsamer drehen.

Hallo Sonntag! Wir frühstücken spät.
…neue Kresse wird’s auch bald geben…
…dafür aber schon fertig: Die selbst gemachten Nudeln vom Papa 🙂

Wir Video-telefonieren mit unserem lieben Freund aus Hamilton, Ontario.

Ein Ort, der mir in der Vergangenheit nur zu vertraut wurde, zwischen Toronto und Niagara Falls gelegen, wollten wir in wenigen Monaten zurückkehren.
Zu lieben Herzens-Menschen und wunderbaren Familien.

Es sollte eine Reise in die Vergangenheit und ein Schritt in die Zukunft zugleich sein.

Der Trip unseres Lebens!

Dort leben, wo Mama und Papa als Paar zusammenwuchsen und die unsere Zukunft sich formte.

Stattdessen tauschen wir uns gerade bedrückt über die aktuellen Geschehnisse aus.

Stellen erstaunt fest, wie sehr sich nun die Situationen ähneln, ganz gleich auf welchem Kontinent wir leben.

Noch ist der Flug gebucht – doch befürchte ich werden wir uns weiterhin auf’s Video-Telefonieren beschränken müssen.
Und bei dem Gedanken blutet mir wirklich das Herz! 🙁

Denn auch die Zeit in Kanada erhoffte ich mir als persönlichen Neubeginn.
Nun soll dieser wohl viel früher als erwartet – und in gänzlicher anderer Form von statten gehen.

Die Sonne scheint noch immer, als wolle sie uns dieser Tage nicht im Stich lassen.
Vögel zwitschern und das Gras leuchtet saftig grün.

Ob nun als Super-Mutti oder sich wandelnder Mensch – es ist Zeit, raus zu gehen!

In den eigenen Garten.
(Danke! Dass wir ihn haben!!)

Kommt gut in die neue Woche! 

Eure 

Alex

P.S. Wie immer – noch mehr Wochenenden in Bildern findet ihr drüben bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung)

Nachtrag:

Möglicherweise war die Sache mit der dreckigen Küche ohne Geschirrspüler, welche mich derzeit ganz und gar nicht aus der Ruhe bringt EINE LÜGE!!!! 😉
(geschmeckt hat’s aber trotzdem)

Nachtrag 2.0:

Und vielleicht sogar sind einige der „Supi-Dupi-Pinterest-Tipps“, wie beispielsweise das Malen mit farbigen Seifenblasen, in Echt einfach nur total beknackt!

Kann aber auch am fies-kalten Wind gelegen haben – und der nicht vorhandenen Qualitäten als Vorzeige-Mutti! 😉

Experiment gescheitert und von den Kindern als doof erklärt….
Peace! 🙂

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