Was für’n Chaos: Tschüss Urlaubsstimmung, Hallo mental load – Unser Wochenende in Bildern 01./02.08.

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Samstag

„Kucken wir jetzt nach dem Hamster-Käfig?“

Shit!
Durchfährt es mich.
Das hab‘ ich ihr ja versprochen!

Nur wollte ich doch jetzt gerade endlich die Betten im Schlafzimmer abziehen.
Schön frisch will ich’s mal haben, nach dem Urlaub.

Jetzt, wo endlich die Koffer ausgeräumt sind und die letzte Ladung Wäsche ihre Runden dreht.
Während die der vergangenen drei Tage, in denen wir nunmehr wieder zu Hause sind, bereits wieder wartet und sortiert werden will.

„Du hast es mir doch versprochen!“

legt die mittlere Tochter nach.

Ja, das habe ich. Bereits im Urlaub. Ich Schaf.

Nach etwas mehr wie zwei wundervollen Wochen Kroatien, welche sich wie ein kleiner Ausstieg auf Zeit anfühlten, habe ich dem Kind versprochen…

…..sollte es ganz bald wieder ein neues Haustier geben.

Wenngleich hier nun Einige wieder empört aufschreien werden, ein Hamster sei doch kein geeignetes Haustier.

Und in der Tat verendete der alte, so sehr lieb gewonnenen Nager vor ziemlich genau einem Jahr.
Aber eben nur deswegen, weil seine Zeit gekommen war!

Dem Tier ging es ziemlich gut bei uns, wage ich zu behaupten!
Nun ist also das „Trauerjahr“ vorüber, der Urlaub gelebt – und ein neuer, treuer Freund darf uns wahrscheinlich ganz bald begleiten.

Doch so richtig bei der Sache bin ich nicht.

Während wir Holzkäfige sichten, welche ich dann wieder mit Mühe und Not schief und schepp zusammenschrauben darf.

Tausend Dinge im Kopf – oder auch nicht

Denn eigentlich sollte ich jetzt doch endlich mal die Schulsachen für die Kleinste bestellen! Die Liste ist lang!
Und die Zuckertüte? Ebenfalls noch nicht gepackt!

Da fällt mir ein, braucht die künftige Hamster-Besitzerin ja ebenfalls noch ein kleines Geschenk für die Einschulung als Sextaner.
Wann ist da überhaupt die Feier? Gibt es eine? Kam schon Post?

Ach ja, die Post!

Da war doch heute ein roter Brief für mich dabei.
Zweite Mahnung“ stand drauf – das muss ich jetzt unbedingt noch per Online-Banking erledigen – hatte ich wohl wieder vorm Urlaub vergessen.

„Mamaaaa! Du kuckst ja gar nicht!“

Die geistige To-Do-Liste reißt ab.

„Also ich hab‘ da jetzt diese Whatsapp-Gruppe und am Mittwoch können fast alle kommen“

grätscht der Sohn mit dem Handy in der Hand dazwischen.

Mittwoch? Was um Himmels willen war denn jetzt am Mittwoch schon wieder?

Ach ja, da möchte der Sohn noch seinen „Kindergeburtstag“ nachfeiern.
Kart-fahren will er unbedingt. Ausgerechnet!

Das hab‘ ich ihm versprochen, dass wir heute anrufen und uns kümmern und informieren.
Ich vertröste ihn auf später.

Für einen kurzen Augenblick überlege ich, einfach wahllos auf „bestellen“ zu klicken, nur um endlich Ruhe vorm Käfig-Thema zu haben….

„Ich mach‘ mir selbst einen Kakao“

ruft die Kleinste in der Zwischenzeit aus der Küche.

Keine zwanzig Sekunden später darf ich klägliche Wisch-Versuche unterbrechen und eile zur Hilfe.

Dabei fällt mein Blick auf den Wisch von der Familien-Versicherung, welcher da ebenfalls seit geraumer Zeit auf dem Küchen-Tresen liegt. Extra in den Weg gelegt, damit ich nicht vergesse, ihn auszufüllen und zurück zu schicken.

Gleich neben die To-Do-Liste in Kugelschreiber-Gekritzel, welche ich irgendwann mal vor dem Urlaub anfing zu schreiben.

Gemütlich und entspannt? Sieht anders aus!

Von draußen hämmert und poltert es. 

Der Gatte verlegt längst fälligen Außenstrom.
Terrasse und Hausweg sind ebenfalls seit Tagen unbenutzbar.

 

„Wo sollen wir nur morgen Kaffee und Kuchen machen“

murmele ich beim Blick aus dem Fenster vor mich hin.

Denn morgen wollen wir die Familie zum Kaffee einladen.
Schließlich hatten beide großen Kinder im Urlaub Geburtstag.

„Nachdem wir bei der Kart-Bahn angerufen haben müsst ihr mir helfen, den Hof zu kehren“

rufe ich daher den Kindern entgegen, denn wir entschließen, einfach unter dem Carport zu feiern.
Wären da nur nicht die Bierbänke, welche kohlrabenschwarz dort seit einem Jahr vor sich hin dümpeln und nunmehr abgewischt werden müssten.
Ebenso wie der Terrassen-Tisch und sämtliche Stühle.

„Und wann soll ich meinen Apfelkuchen backen?“

fragt die mittlere Tochter gedehnt in leicht genervtem Tonfall.

Stimmt auch wieder! Den wollte sie doch für morgen selbst backen!
Doch fehlen hierzu noch einige Zutaten – so auch mir für mein Rezept.
Ich muss also noch einkaufen fahren.

„Das mache ich gleich nach dem Carport-kehren“

denke ich laut.

Doch auch das geht nicht, denn mir fällt ein, dass alle Fünf nun erst einmal ein ziemliche spätes (Nach-)Mittagessen vertragen könnten.
Also eile ich schnell noch in die Küche und verwerte die Reste der Grillplatte vom Vorabend.
Dann nur noch schnell Küche wieder aufräumen und DANN kann ich endlich einkaufen gehen!

Als ich kurz im Hauswirtschaftsraum etwas erledigen will stoße ich mir den Zeh an der „Haushalts-Klapp-Box„, welche da noch immer vom Urlaub auf dem Fussboden ruht.
Da, wo eigentlich immer die Getränke-Kisten stehen.
Die wiederum versperren gerade den Zugang zur Arbeitsfläche und machen ein Wäsche-Falten im eigentlich dafür vorgesehenen Raum unmöglich!

Ich entscheide mich kurzerhand auch noch diesen Fehler zu beseitigen.

Ich wollte schon längst einkaufen gehen!

Mit zwei Stunden Verzögerung gehe ich endlich einkaufen.

 

Als schließlich alle Lebensmittel verräumt sind, möchte ich mir eigentlich die Zeit nehmen und etwas auf dem Crosstrainer sporteln.
Doch die Tochter braucht Hilfe beim Äpfel-Schälen und die Kleinste schreit nach Popcorn. (Warum eigentlich höre ich darauf!??)

Dann aber, DANN kann ich trainieren gehen.

Beim Gang nach oben sichte ich den leeren Laptop im Flur – und mir fällt noch eine wichtige Mail ein, welche ich seit Tagen wegen dieses Blogs hier schreiben muss.
Auch vergessen.

Und wollte ich nicht noch heute in die Waschanlage fahren?

Ebenfalls vergessen.

„Mamaaa!“

ruft es erneut aus dem Untergeschoss, das gefühlt zweihunderfünfundsiebzigste Mal an diesem Tag.
Irgendwie sind die Kinder heute alle drei (!) gefühlt sehr needy.

„Du machst Dir den Stress selber“

höre ich den Gatten beim Abendbrot-Tisch, welcher zu jenem Zeitpunkt eher einem „Mitternachts-Snack“ gleicht, sagen.

Das „elendiger Klugscheißer“ verkneife ich mir nur sehr knapp! 😉

Jetzt bin ich auch noch „fett“!

Nachts um ein Uhr dreißig begehe ich dann noch einen folgenschweren Fehler:

Ich tausche endlich – nach fünf Wochen – die Batterien der smarten Super-Duper-Waage aus.

Und möglicherweise stürzte der bereits schlafende Gatte ob meines lautstarken F**k aus den warmen Federn!

Ganze zwei Kilo mehr blinken mir hämisch grinsend von der Scheiß-Visage des Drecks-Dingens entgegen!

Von einer Sekunde auf die andere fühle ich mich „fett“ und beginne glückliche Urlaubs-Tage zu bereuen!

Und genau das? Darf nicht sein!!!

Denn wisst Ihr was?
Bis zu eben jenem Zeitpunkt hatte ich mich eigentlich sau-gut gefühlt!
Gesund und frei!

Ja, ich lebte gut, die vergangenen Wochen!
Zwar trieb ich sogar deutlich mehr Sport als zu Hause, rannte jeden einzelnen Morgen im schweißigsten Schweiße meines Angesichts artig meine sieben Kilometer – doch aß ich ebenfalls gut und gerne in den vergangen Wochen.
Und das ist auch einmal ok so!

Was nicht sein kann ist, dass mich nunmehr eine Zahl (es ist nur eine Zahl!) so sehr aus der Bahn wirft!

Eine solch manipulative Auswirkung sollte kein Display der Welt haben, schon einmal gar nicht, wenn Frau sich zuvor gut und wohl in ihrer eigenen Haut fühlte!

Mit dem Entschluss, definitiv keine Bikini-Fotos aus dieser Seite hier zu löschen, wohl aber eventuell einfach den Kindern nicht mehr die Nachos und restlichen Cevapcici wegzufuttern, lege ich mich an diesem nunmehr Sonntag- Morgen ins Bett.

Sonntag

….folgt nach erfolgreichem Kuchen-Backen und Geburtstag-Nachfeiern! 😉

Kommt gut in die neue Woche! 

Eure 

Alex

P.S. Wie immer – mehr Wochenenden in Bildern gibt’s drüben bei grossekoepfe! (Werbung durch Verlinkung) 

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